Spektakuläre Fluchten bzw. Versuche

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29.04.2021 11:06
avatar  icke46
#226
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Zitat von Ratze im Beitrag #223
War das auch schon vor 60 Jahren so
Ich glaube kaum, da sind die Bahnen doch noch durchgefahren und Geisterbahnhöfe gab es wohl auch noch nicht, oder?


Ein bisschen verläuft die Diskussion konfus. Natürlich war die Situation vor dem Mauerbau eine andere als danach. Da bringt es eher Verwirrung, wenn eine Frage nach der Situation vor dem Mauerbau mit einer Antwort zu Situation nach dem Mauerbau beantwortet wird.

Nach meinem erlesenen Wissen gab es drei verschiedene Varianten des S-Bahn-Verkehrs. Die erste aus dem Berliner Umland nach Friedrichstraße und darüber hinaus nach West-Berlin mit mehr oder weniger starken Kontrollen auf dem Bhf. Friedrichstraße.

Die zweite waren die sogenannten Expreßzüge, die von Potsdam Richtung Friedrichstraße ohne Halt durch den Westen fuhren. Die wurden dann abgeschafft, nachdem der Berliner Außenring fertig war, durch den die S.Bahn von Potsdam nach Ost-Berlin unter Umgehung West-Berlins fuhr. Relikt aus dieser Zeit ist der ehemalige Potsdamer Hauptbahnhof, heute Potsdam-Pirschheide, der damals den heutigen Potsdamer Hauptbahnhof ersetzte, der in Potsdam-Stadt umbenannt wurde.

Ich fürchte, nun habe ich die Verwirrung komplett gemacht......


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29.04.2021 12:28 (zuletzt bearbeitet: 29.04.2021 12:30)
avatar  andyman
#227
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Zitat von icke46 im Beitrag #226
Zitat von Ratze im Beitrag #223
War das auch schon vor 60 Jahren so
Ich glaube kaum, da sind die Bahnen doch noch durchgefahren und Geisterbahnhöfe gab es wohl auch noch nicht, oder?

Ein bisschen verläuft die Diskussion konfus.
Natürlich war die Situation vor dem Mauerbau eine andere als danach. Da bringt es eher Verwirrung, wenn eine Frage nach der Situation vor dem Mauerbau mit einer Antwort zu Situation nach dem Mauerbau beantwortet wird.


Die Frage nach den Geisterbahnhöfen(siehe oben #223)habe ich versucht zu beantworten,ansonstenhabe ich auch mehrere Links eingestellt die das Thema ausführlich bedienen.Was ist daran nicht verständlich?
Lgandyman

Gruß aus Südschweden
Was nützt alles Hasten und Jagen,auch du bist nur ein Tropfen im Meer der Unendlichkeit. Confuzius


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29.04.2021 12:48
avatar  icke46
#228
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Mir ist nichts unverständlich, auch der Hinweis auf den Geisterbahnhofsthread freut mich, wurde er doch von mir initiiert.

Das Problem ist eher: wenn @Ratze eine Frage nach der Situation im April 1961stellt, hilft dieser Thread nicht unbedingt weiter sondern trägt eher zur Verwirrung bei. Nur das meinte ich mit der konfusen Diskussion.


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29.04.2021 14:06
avatar  94
#229
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94

Zitat von marc im Beitrag #221
Vor dem 13.August 1961 gab innerhalb der Stadt an den Zonengrenzen keine von den Grenztruppen gesicherte Grenzübergangsstellen. Es gab eine Grenzüberwachung mit Stichproben durch VP und Zoll an den wichtigsten Strassen und Bahnhöfen u.a. auch in der S-Bahn von/ nach Berlin-West.
In Berlin wie auch in Wien nannte man's Sektorengrenzen *wink*

Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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29.04.2021 14:21
#230
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Es war ja sehr interessant diesen Film zu sehen.Ich hatte 1974 oder 1975 mit der Mutter des Lokführers gearbeitet.Sie war eine Arbeitskollegin.Da hatte sie mir die ganze Geschichte erzählt.Das war schon damals sehr interessant,es von einer Augenzeugin zu hören.Ich hatte damals vom" RIAS" davon erfahren.


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29.04.2021 18:03
avatar  andyman
#231
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[quote=""|p794444]Mir ist nichts unverständlich, auch der Hinweis auf den Geisterbahnhofsthread freut mich, wurde er doch von mir initiiert.
Das dachte ich mir.Die Fragen waren ja auch nicht von dir und wenn ich hier konfuse Diskussionen hevorgerufen habe- sorry war nicht meine Absicht.
Lgandyman

Gruß aus Südschweden
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29.04.2021 21:13 (zuletzt bearbeitet: 29.04.2021 21:23)
avatar  Ehli
#232
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Sind zwar schon weg vom Thema, aber wenn es interessiert

Ich würde mal sagen, um das Thema hier nicht weiter zu stören, sollten wir in ein anderes Thema wechseln, der ehemaliger User "Hans" hatte doch schon eins aufgemacht und könnte doch wieder belebt werden.
Ein Vorschlag
Ehli


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01.05.2021 17:03
#233
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Quelle BSTU- BV Erfurt:
Eine Fluchtgeschichte
Am Nachmittag des 3. März 1989 meldete die Unterabteilung "Grenzsicherheit" der für die Abwehrarbeit in der Nationalen Volksarmee und den Grenztruppen zuständigen Hauptabteilung (HA) I der Bezirksverwaltung (BV) Erfurt per Fernschreiben ein Vorkommnis im Grenz-abschnitt der 4. Grenzkompanie Großburschla:
"[…] Am 3. März 1989 um 7:04 Uhr erfolgte eine Dauerauslösung des GSSZ II (Grenzsiche-rungs- und Signalzaun) im Feld 156, 150 m südostwärts der Grenzsäule 1402, 2 000 m nordwestlich der Ortschaft Schnellmannnshausen, Kreis Eisenach im Grenzabschnitt 32, Grenzzug B, Grenzpunkt 177–178.
Durch den eingesetzten Alarmgruppenposten um 07.05 Uhr zur Überprüfung der oben ge-nannten Dauerauslösung wurde um 7.19 Uhr festgestellt, dass ein Lkw, Typ LIAZ mit Sat-telauflieger vom Kraftverkehr Eisenach […] unmittelbar vor dem GSSZ II abgestellt war. Auf dem Auflieger ist ein behelfsmäßiger Ausleger aufmontiert, welcher über den GSSZ II bis ca. 1 m freundwärts vor dem GZ I (Grenzzaun) ausgelegt war. Der Ausleger hat eine Gesamt-länge von 10,75 m. Mit diesem Ausleger wurde die Dauerauslösung des GSSZ II verursacht. […]"
Was war passiert?
An diesem Tag fuhr Klaus-Peter M.21 mit seinem Lkw morgens gegen 6.30 Uhr zunächst durch den Kontrollpunkt "Roter Kopf" der Volkspolizei und anschließend durch einen weite-ren Kontrollpunkt der Grenztruppen – nach Vorlage der erforderlichen Passierscheine – ohne Probleme in Richtung Großburschla.
Etwa 2 km nordwestlich von Schnellmannshausen (Kreis Eisenach), an einer Stelle, an der die Straße unmittelbar am Grenzzaun verlief, stellte M. den Lkw ab und kletterte auf den Sat-telauflieger seines Fahrzeugs. Darauf hatte er eine Art ausfahrbaren Ausleger von über 10 m Länge montiert, der sich auf etwa 20 m ausfahren ließ. M. hatte diese Ausleger-Konstruktion in wochenlanger Arbeit selbst gebaut und schwenkte sie jetzt in Richtung des doppelten Grenzzauns.
Um beide Zäune überwinden zu können, musste M. den Ausleger ausfahren. Dabei verfing sich dieser aber im sogenannten "Y-Abweiser" des Grenzzauns II. Der Ausleger blieb ste-cken und löste beim Berühren des Zaunes Alarm aus.
Mit einer auf dem Ausleger montierten sogenannten Laufkatze konnte M. nun lediglich den ersten Zaun überwinden. Dann sprang er in den Zwischenraum der beiden Zäune.
Mit dem dort freilaufenden Wachhund der Grenztruppen hatte M. keine Probleme. Die Staatssicherheit vermutete in ihrem Untersuchungsbericht, dass M. den Hund mit der Lauf-katze schlug, was zu dessen "Handlungsunfähigkeit" führte. M. selbst bestritt später in einem Brief an seine Exfrau in der DDR diesen Vorfall. M. schrieb:
"[…] Ich habe gehört, dass sich drüben die Leute die bescheuertsten Geschichten erzählen. Man sagt, ich hätte z. B. den Hund an der Grenze getötet. Wenn Dich die Kinder danach fragen, so sage Ihnen bitte, dass das nicht der Fall war. Der Hund war echt super – ein ech-ter Kumpel!! […]"
Seiner Meinung nach griff der Hund ihn nicht an, da dieser den Geruch der Hündin von M’s Mutter witterte. Außerdem sei er mit Hunden aufgewachsen und könne mit ihnen umgehen. Um schließlich noch über den zweiten Zaun zu kommen, entfernte M. das Dach der Hunde-hütte, lehnte es an den 2,50 m hohen Grenzzaun und kletterte hinüber. Anschließend lief er über den Geländestreifen, der noch zur DDR gehörte, in Richtung Bundesrepublik und war in Sicherheit. Als an diesem Tag die "Untersuchungsergebnisse zum ungesetzlichen Grenzübertritt" über den Fernschreiber der Stasi-Bezirksverwaltung Erfurt liefen, meldete der "Deutschlandfunk", dass im Bereich des Grenzkommandos Kassel einem 34-jährigen Berufskraftfahrer die Flucht aus der DDR gelungen sei – mithilfe einer selbstgebauten Leiter.


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01.05.2021 17:03 (zuletzt bearbeitet: 01.05.2021 23:17)
#234
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Der vorherige Eintrag ist ja i.W. bekannt und wurde schon an verschiedenen Stellen besprochen. Ich habe ihn aber nochmal neu einsortiert weil damals in den Foren viel spekuliert wurde. Im Prinzip war die Sache einfach. Das besagte Leitergestell wurde mehr oder weniger beim Kraftverkehr Eisenach gebastelt. Der geflüchtete Berufskraftfahrer hatte natürlich zumindest einen Helfer, der oder die aber nicht eingeweiht waren.


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01.05.2021 23:20
#235
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Mein damaliger guter Freund half dabei...


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01.05.2021 23:48
avatar  Hanum83
#236
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Was sich doch Leute alles für einen lapidaren Wohnortwechsel einfallen haben lassen.
Ja Alfred, man konnte auch irgendwie mit ganz viel Sitzfleisch die größte DDR der ganzen Welt verlassen, die Bastler wollten den Amtsvorgang aber wohl um etliche Jahre verkürzen.

----------------------------------------------------------------------------
Wer nichts weiß muss alles glauben.

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03.05.2021 14:38
avatar  94
#237
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94

aus den Tiefen des Forums ...



Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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04.05.2021 13:39 (zuletzt bearbeitet: 04.05.2021 13:40)
#238
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Folgenden Fall von 1963 hatten wir hier wohl noch nicht:

"Tollkühne DDR-Flucht
Mit dem Panzer durch den Todesstreifen
Mit Vollgas durch die Wand: Am 13. August 1961 hatte Wolfgang Engels als NVA-Soldat noch die Mauer mitgebaut. Nur zwei Jahre später brach er mit einem Schützenpanzer in den Berliner Westen durch. Auf einestages erinnert er sich an seine spektakuläre Fluchtaktion."

Quelle: https://www.spiegel.de/geschichte/tollku...t-a-949554.html


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04.05.2021 14:51 (zuletzt bearbeitet: 04.05.2021 14:52)
avatar  GKUS64
#239
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Wenn ich diese Fluchtgeschichte lese, werde ich wieder an den Tag des Mauerbaus erinnert, den ich hautnah in der Nähe des Brandenburger Tors erlebte. Da war ich auch gerade 18 Jahre (manche werden jetzt stöhnen, denn die Geschichte habe ich schon paar Mal erzählt!).
Wir zelteten am Müggelsee und waren bis zum 12.08.1961 fast jeden Tag in Westberlin um uns die entsprechenden Kinofilme anzuschauen.
Am 12.08. kauften wir uns zuerst am Gesundbrunnen ein Paar Jeans, die wir unter eine etwas weite Flanell-Hose anzogen. Man hätte ja bei der Rückfahrt mit der S-Bahn kontrolliert werden können. Der Schmuggel brachte also mehr Sicherheit!
Anschließend besuchten wir den Film „Conny und Peter machen Musik“
(Für die Jungen: Damals sehr beliebte Schlagersänger Conny Froboess und Peter Kraus). Das Sitzen war durch die zwei Hosen etwas unbequem!
Am nächsten Früh weckten uns Kumpels aus dem Nachbarzelt: „Die haben die Grenze zu Westberlin geschlossen, wir können nicht mehr rüber!“
Wir glaubten das nicht und fuhren gleich mit der S-Bahn in Richtung Brandenburger Tor. Weit vorher mussten wir aussteigen und gingen dann zu Fuß Richtung Tor. Die Straße Unter den Linden war ca. 300m vorher durch Kampfgruppen abgeriegelt. Über Seitenstraßen kamen wir jedoch ziemlich weit vor und sahen nun das traurige Geschehen. Stacheldrahtrollen wurden ausgerollt, im Westen hörte man Sprechchöre, Polizei vertrieb uns dann vom Platz. Ja da war alles zu.
Ich bin aber im Osten geblieben, so ein Risiko wäre ich nie eingegangen,
meine Probleme waren nicht so groß, mir ging es ganz gut und ich hatte auch gerade eine Lehre als Werkzeugmacher begonnen. Heimat, Eltern und Freunde waren ebenfalls eine feste Bindung!

MfG

GKUS64


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05.05.2021 22:17
avatar  Ehli
#240
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