Design und Test der Sperranlagen

12.07.2014 11:25von DirkUK
Frage
Design und Test der Sperranlagen

Wo wurden die Sperranlagen und Alarmsysteme der Grenze konstruiert und wie und wo wurden sie getestet ?

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12.07.2014 15:24von ( gelöscht )
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Gute Frage ! Ist das hier im Forum schon mal Thema gewesen ?

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12.07.2014 17:10von DirkUK
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Ich meine so perfekt die Grenze war da muss doch gehoerige Ingeneursarbeit dahinterstecken. Um deren Funktion unter realen Bedingungen zu testen gab es da sowas wie Testfluchten ? Ich weiss hoert sich bloed an lol.
Oder die Güsts z.B. die ganze Logistik . Wer hat sich das alles ausgedacht ?

12.07.2014 18:11von MHL-er
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Soweit ich mich erinnern kann, gab es zb. in der OHS der GT eine Grenzanlagensimulation. Und ich kann mich auch dran erinnern, dass dort auch neue Designs und Techniken erprobt wurden. In dem Zusammenhang fallen mir die L-Mauersegmente ein. Da wurde versucht sie zu überwinden bzw. mit diversen Fahrzeugen zu durchbrechen.

12.07.2014 21:58von ( gelöscht )
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So perfekt wie immer vermutet wurde waren die Sicherungsanlagen gar nicht. Wenn man bedenkt, das in manchen Abschnitten ein Postengebiet mehrere Kilometer länge hatte und dazu noch kurvenreiche Waldgebiete wundere ich mich, dass nicht mehr Grenzverletzungen stattgefunden haben. Die größte Unsicherheit für Grenzverletzer war meines Erachtens, dass die Sperranlagen nicht nach Schema F überall gleich aufgebaut waren. Neben den örtlichen Gegebenheiten war auch der Zeitpunkt des Ausbaus der Anlagen ausschlaggebend. Zwischen Treffurt und Sickenberg waren 76/77 ungefähr die Hälfte der Anlagen ohne Mienensperre und der Signalzaun nur auf zwei Drittel der Länge aufgebaut. Die Schilder Vorsicht Mienen haben aber überall gestanden. Ich bin mir sicher, dass von den entlassenen Grenzern die wenigsten etwas über den Aufbau und die Postendichte weitererzählt haben. Etwaige GV hätten ja den Informanten meist schnell verraten. Das Unwissen über die Sperranlagen und die Postendichte waren die beste Grenzsicherung.

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12.07.2014 23:03von MHL-er
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ups--- falscher thread

13.07.2014 10:22von ( gelöscht )
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Verantwortlich war bei der GT der Bereich "Technik und Bewaffnung". Ebenso beteiligt war die NVA mit dem Militärtechnischen Institut.
Konstruiert und produziert wurden die Elemente der Sperranlagen mit Masse auf Auftrag durch den Bereich Technik und Bewaffnung durch die Industrie (VEB, etc.) der DDR.
Teilweise handelte es sich um handelsübliche Bauteile die in Serie produziert wurden (Betontürme, Segmente der Sperrmauern, Metallgitterzaun, Tore, etc).
Die Hersteller waren über das Gebiet der DDR verteilt.
Manches Material kam aus dem befreundeten sozialistischen Ausland (Polen, Rumänien, Ungarn, UdSSR etc.)
Gewisse Bauelemente wurde auf die Anforderungen der GT, MfS, NVA hin speziell für den Bedarf entwickelt, z.B. der Stacheldraht, Bimdedraht CrNi für die GSZA 80, Zaunerhöhungen mit Magnetfeldern, Signaltechnik, etc..
Erprobungen fanden zunächst auf den Übungsplätzen der GT (meist Neu-Zittau) oder der NVA (hier insbesondere Minen und SM70 auf dem TÜP Streganz) statt.
Nach diesen Erprobungen wurden Musteranlagen in einzelen Bereichen der GR (Kompanieabschnitten) in den GK Nord, Süd und Mitte errichtet und über kürzere oder längere Zeiträume hin auf die Funktionstüchtigkeit getestet.
Z.B.: Musteranlage 701 im Bereich des I. GB des GR 9 im Jahre 1983, Eprobung Übersteigschutz im GR4, etc..


So als kurzer Abriß.

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13.07.2014 10:34von ( gelöscht )
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Na bitte , geht doch ! Danke TH !

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13.07.2014 17:28von ( gelöscht )
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Im SA 4 Bereich Karrenberg gab es ein ganz besonderes Design der Anlagen. Da war ein längere Stelle wo vom alten Grenzzaun (wahrscheinlich noch Erstausbau) nur noch Fragmente zu erkennen waren. Zerbröselte Betonsäulen und verrosteter Stacheldraht, da hätte man ohne anzuecken durchlaufen können. Und auf mehreren Kilometern nur ein Mot.Posten, wenn das jemand gewusst hätte.

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13.07.2014 18:16von Freienhagener
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"learning by doing" heißt das heute.................

04.05.2019 16:21von ( gelöscht )
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Zitat von Thunderhorse im Beitrag #7
Verantwortlich war bei der GT der Bereich "Technik und Bewaffnung". Ebenso beteiligt war die NVA mit dem Militärtechnischen Institut.
Konstruiert und produziert wurden die Elemente der Sperranlagen mit Masse auf Auftrag durch den Bereich Technik und Bewaffnung durch die Industrie (VEB, etc.) der DDR.
Teilweise handelte es sich um handelsübliche Bauteile die in Serie produziert wurden (Betontürme, Segmente der Sperrmauern, Metallgitterzaun, Tore, etc).
Die Hersteller waren über das Gebiet der DDR verteilt.
Manches Material kam aus dem befreundeten sozialistischen Ausland (Polen, Rumänien, Ungarn, UdSSR etc.)
Gewisse Bauelemente wurde auf die Anforderungen der GT, MfS, NVA hin speziell für den Bedarf entwickelt, z.B. der Stacheldraht, Bimdedraht CrNi für die GSZA 80, Zaunerhöhungen mit Magnetfeldern, Signaltechnik, etc..
Erprobungen fanden zunächst auf den Übungsplätzen der GT (meist Neu-Zittau) oder der NVA (hier insbesondere Minen und SM70 auf dem TÜP Streganz) statt.
Nach diesen Erprobungen wurden Musteranlagen in einzelen Bereichen der GR (Kompanieabschnitten) in den GK Nord, Süd und Mitte errichtet und über kürzere oder längere Zeiträume hin auf die Funktionstüchtigkeit getestet.
Z.B.: Musteranlage 701 im Bereich des I. GB des GR 9 im Jahre 1983, Eprobung Übersteigschutz im GR4, etc..


So als kurzer Abriß.


U.a.:
http://www.cold-war.de/showthread.php/47...79a8d0d799ad16b

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