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#1

In stillen Gedenken: VP Wachtmeister Siegfried Apportin / 02.07.1950

in Grenztruppen der DDR 02.07.2014 19:50
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VP Wachtmeister Siegfried Apportin / 02.07.1950
in stillen Gedenken ....................


damals wars, Pitti53 und polsam haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 02.07.2014 19:52 | nach oben springen

#2

RE: In stillen Gedenken: VP Wachtmeister Siegfried Apportin / 02.07.1950

in Grenztruppen der DDR 02.07.2014 20:20
von Gert | 14.058 Beiträge | 6677 Punkte
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Zitat von Schlutup im Beitrag #1
VP Wachtmeister Siegfried Apportin / 02.07.1950
in stillen Gedenken ....................


@Schlutup habe mal recherchiert , wer das war. Es war ein Ang. der deutschen Grenzpolizei, der von seinem fahnenflüchtigen Posten erschossen wurde. Bei der Recherche stellte ich fest, dass von den 28 getöteten Grenzsoldaten der DDR fast alle von fahnenflüchtigen AGT oder von fahnenflüchtigen Russen getötet wurden. Nur wenige sind von Zivilisten getötet worden, davon wieder nahezu keine mit Waffen. Also der klassische Sperrbrecher war natürlich unbewaffnet. Für die Angehörigen dieses sicher noch jungen Mannes kein Trost , zu der Zeit 1950 aber das normale Berufsrisiko, wenn man bei einer Polizeieinheit arbeitete. Ich glaube, damals konnte man auch noch nicht von fahnenflüchtig sprechen da diese Polizeinheiten vermutlich keinen Fahneneid ablegten, sondern einen Arbeitsvertrag unterschrieben. Sehe ich das falsch ? Ich war 1950 erst 6 Jahre alt


josy95 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#3

RE: In stillen Gedenken: VP Wachtmeister Siegfried Apportin / 02.07.1950

in Grenztruppen der DDR 02.07.2014 20:47
von 94 | 11.572 Beiträge | 3145 Punkte
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Und eine nun nicht gerade zu vernachläsigende Anzahl von 5 der 28 offiziellen Getöteten wurden von uniformierten Gegnern erschossen. Aber wo Du Dich jetzt mal so mit diesem einem Fall genauer beschäftigt hast, verstehste jetzt vielleicht diesen, na wie nenne ich's nunemal, also diesen Zorn auf solche eidbrüchigen Verräter?


Quelle: de.wikipedia.org


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#4

RE: In stillen Gedenken: VP Wachtmeister Siegfried Apportin / 02.07.1950

in Grenztruppen der DDR 02.07.2014 20:47
von Batrachos | 1.549 Beiträge | 21 Punkte
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Möge er in Frieden ruhen,
wie alle anderen auch die an der Grenze oder im Grenzdienst ihr Leben gelassen haben.

Batrachos


Drosseln sind Vögel. Sie in Motorräder zu stecken ist Tierquälerei!!
Motorradfahren ist das schönste, was man angezogen machen kann.
45° ist das zu schräg-bist du zu schwach


eisenringtheo hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#5

RE: In stillen Gedenken: VP Wachtmeister Siegfried Apportin / 02.07.1950

in Grenztruppen der DDR 02.07.2014 20:58
von Gelöschtes Mitglied
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Hallo 94!

Nun in der "offiziellen" Geschichtsschreibung werden die ermordeten (nach STGB sind diese Beweggründe gegeben) Ostgrenzer egal ob GP, KVP, GT Angehörige, in keinster Weise als pflichterfüllende Soldaten gewertet.

Man stelle sich mal vor, BGS`ler oder deren Vorgänger wären von "Flüchtlingen" auf umgekehrtem Wege ermordet worden ....
DAS wäre sicher ein integraler Bestandteil des BRD Geschichtsunterrichtes bis in die Steinzeit.

Mord ist Mord.
Da beißt die Maus keinen Faden ab.

Schöne Grüße,
Eckhard

Zitat von 94 im Beitrag #3
Und eine nun nicht gerade zu vernachläsigende Anzahl von 5 der 28 offiziellen Getöteten wurden von uniformierten Gegnern erschossen. Aber wo Du Dich jetzt mal so mit diesem einem Fall genauer beschäftigt hast, verstehste jetzt vielleicht diesen, na wie nenne ich's nunemal, also diesen Zorn auf solche eidbrüchigen Verräter?

Quelle: de.wikipedia.org


zuletzt bearbeitet 02.07.2014 21:00 | nach oben springen

#6

RE: In stillen Gedenken: VP Wachtmeister Siegfried Apportin / 02.07.1950

in Grenztruppen der DDR 02.07.2014 21:03
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Antaios im Beitrag #5
Hallo 94!

Nun in der "offiziellen" Geschichtsschreibung werden die ermordeten (nach STGB sind diese Beweggründe gegeben) Ostgrenzer egal ob GP, KVP, GT Angehörige, in keinster Weise als pflichterfüllende Soldaten gewertet.

Man stelle sich mal vor, BGS`ler oder deren Vorgänger wären von "Flüchtlingen" auf umgekehrtem Wege ermordet worden ....
DAS wäre sicher ein integraler Bestandteil des BRD Geschichtsunterrichtes bis in die Steinzeit.

Mord ist Mord.
Da beißt die Maus keinen Faden ab.

Schöne Grüße,
Eckhard

Zitat von 94 im Beitrag #3
Und eine nun nicht gerade zu vernachläsigende Anzahl von 5 der 28 offiziellen Getöteten wurden von uniformierten Gegnern erschossen. Aber wo Du Dich jetzt mal so mit diesem einem Fall genauer beschäftigt hast, verstehste jetzt vielleicht diesen, na wie nenne ich's nunemal, also diesen Zorn auf solche eidbrüchigen Verräter?

Quelle: de.wikipedia.org



Genau so ist es wen man einen laufenden GV in den Rücken schießt! Mord ist Mord! Aber bestimmt , siehst Du das wieder anders!
Grüsse steffen52


josy95 und Harra318 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#7

RE: In stillen Gedenken: VP Wachtmeister Siegfried Apportin / 02.07.1950

in Grenztruppen der DDR 02.07.2014 21:07
von icke46 | 2.760 Beiträge | 701 Punkte
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Ich sehe das schon: Man verbeisst sich wieder in, ich sage mal, ideologischen Grabenkämpfen.

Für mich ist es ganz einfach: Hätte es diese Grenze durch Deutschland nicht gegeben, hätte es auch diese Toten, von welcher Seite auch immer, nicht gegeben.

Von daher sind für mich alle Toten Opfer dieser Grenze - ich mache da keinen Unterschied.

Gruss

icke



Marder, Rostocker, josy95, Gert, polsam, TOMMI, Jobnomade und hundemuchtel 88 0,5 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#8

RE: In stillen Gedenken: VP Wachtmeister Siegfried Apportin / 02.07.1950

in Grenztruppen der DDR 02.07.2014 21:08
von Gelöschtes Mitglied
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Hallo Gert!

Na das sagt dann mal den Eltern der gefallenen Bundessoldaten.
Ich denke bei Mord (StGB: aus Mordlust, zur Befriedigung des Geschlechtstriebs, aus Habgier oder sonst aus niedrigen Beweggründen, heimtückisch oder grausam oder mit gemeingefährlichen Mitteln oder um eine andere Straftat zu ermöglichen oder zu verdecken, ) sollte man in diesem Falle keinen Ausnahmetatbestand kreieren.

Schöne Grüße,
Eckhard

Zitat von Gert im Beitrag #2
Zitat von Schlutup im Beitrag #1
VP Wachtmeister Siegfried Apportin / 02.07.1950
in stillen Gedenken ....................


@Schlutup habe mal recherchiert ..... zu der Zeit 1950 aber das normale Berufsrisiko... Sehe ich das falsch ? Ich war 1950 erst 6 Jahre alt


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#9

RE: In stillen Gedenken: VP Wachtmeister Siegfried Apportin / 02.07.1950

in Grenztruppen der DDR 02.07.2014 21:09
von Pit 59 | 12.105 Beiträge | 10235 Punkte
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Richtg icke,und jeder Tote an dieser scheiss Grenze ist ein Toter zuviel.



94, Hapedi, polsam, katerjohn und hundemuchtel 88 0,5 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#10

RE: In stillen Gedenken: VP Wachtmeister Siegfried Apportin / 02.07.1950

in Grenztruppen der DDR 02.07.2014 21:17
von josy95 | 5.106 Beiträge | 1608 Punkte
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Zitat von Batrachos im Beitrag #4

Möge er in Frieden ruhen,
wie alle anderen auch die an der Grenze oder im Grenzdienst ihr Leben gelassen haben.

Batrachos



(rot mark) im Grenzdienst und unbewaffnet(!!!) auf der Flucht, hoppla, auf dem Weg von Deutschland nach Deutschland...,mögen alle diese total sinnlosen Opfer, unbewaffneten Opfer in Frieden ruhen!

josy95


Auf Wiedersehen. Vielleicht woanders...
hundemuchtel 88 0,5 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#11

RE: In stillen Gedenken: VP Wachtmeister Siegfried Apportin / 02.07.1950

in Grenztruppen der DDR 02.07.2014 21:20
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Ich war 1981 für drei Monate als Reservist in der Grenzkompanie die seinen Namen trug, es war die 4.GK-1.GB-im GR6 Palingen


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#12

RE: In stillen Gedenken: VP Wachtmeister Siegfried Apportin / 02.07.1950

in Grenztruppen der DDR 02.07.2014 21:20
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Hallo Steffen52!

DIese Taten sind verwerflich, sicher.
Und auch wenn sie durch die DDR Gesetzeslage zumeist gedeckt waren, mußte niemand den Finger krum machen, es sei denn, ER wurde bedroht.
Außerdem gab es ja die zuvor gerufenen Worte: halt, stehenbleiben .... usw.

Jeder der sich der Grenze näherte und! sie zu überwinden versuchte, wußte worauf er sich einließ. Das bedeutet nicht, daß ich die Geschehnisse pauschal rechtfertigen möchte!!!
Und es gilt grundsätzlich in der mitteleuropäischen Rechtsprechung (Anselm von Feuerbach ) der Grundsatz:
"nulla poena sine lege"

Bei Totschlag würde ich mich schon weniger auf die Hinterbeine stellen.

Schöne Grüße,
Eckhard

Zitat von steffen52 im Beitrag #6
.......
Genau so ist es wen man einen laufenden GV in den Rücken schießt! Mord ist Mord! Aber bestimmt , siehst Du das wieder anders!
Grüsse steffen52


zuletzt bearbeitet 02.07.2014 21:20 | nach oben springen

#13

RE: In stillen Gedenken: VP Wachtmeister Siegfried Apportin / 02.07.1950

in Grenztruppen der DDR 02.07.2014 21:20
von eisenringtheo | 10.222 Beiträge | 3864 Punkte
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Zitat von steffen52 im Beitrag #6
[quote=Antaios|p366948]Hallo 94!

Genau so ist es wen man einen laufenden GV in den Rücken schießt! Mord ist Mord! Aber bestimmt , siehst Du das wieder anders!
Grüsse steffen52

Die Straftatbestände Mord und Totschlag waren in der BRD und der DDR, zumindest seit 1968 nicht gleich definiert. Während in der DDR eine vorsätzliche Tötung ein Mord war, brauchte es für diese Qualifizierung in der BRD mehr, siehe hier
http://dejure.org/gesetze/StGB/211.html
und diese Merkmale waren meist nicht erfüllt: Verdeckung einer Straftat war nicht gegeben (Fahnenflucht aus der DDR Armee war nach dem Recht der BRD nicht strafbar), Auch die Heimtücke nicht: Ein Soldat ist selten arg- oder wehrlos. Vielmehr muss er immer damit rechnen, in eine gefährliche Situation zu gelangen. Zu Recht hat sich die DDR immer wieder an dieser Rechtsbeurteilung gestört. Denn sie konnte, besonders von jungen Wehrpflichtigen quasi als Aufforderung zur Fachnenflucht empfunden werden. Ein Totschlag, nach dem Jugendrecht der BRD abgeurteilt, wurde nicht mit einer hohen Strafe abgeurteilt.
Theo


josy95 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#14

RE: In stillen Gedenken: VP Wachtmeister Siegfried Apportin / 02.07.1950

in Grenztruppen der DDR 02.07.2014 21:37
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Hallo Theo!

Nun wo wenn nicht bei seinem Mitposten sollte er relativ argglos sein?

Schöne Grüße,
Eckhard

Zitat von eisenringtheo im Beitrag #13
....... Ein Soldat ist selten arg- oder wehrlos......
Theo


zuletzt bearbeitet 02.07.2014 21:37 | nach oben springen

#15

RE: In stillen Gedenken: VP Wachtmeister Siegfried Apportin / 02.07.1950

in Grenztruppen der DDR 02.07.2014 21:38
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Zitat von eisenringtheo im Beitrag #13
Zitat von steffen52 im Beitrag #6
[quote=Antaios|p366948]Hallo 94!

Genau so ist es wen man einen laufenden GV in den Rücken schießt! Mord ist Mord! Aber bestimmt , siehst Du das wieder anders!
Grüsse steffen52

Die Straftatbestände Mord und Totschlag waren in der BRD und der DDR, zumindest seit 1968 nicht gleich definiert. Während in der DDR eine vorsätzliche Tötung ein Mord war, brauchte es für diese Qualifizierung in der BRD mehr, siehe hier
http://dejure.org/gesetze/StGB/211.html
und diese Merkmale waren meist nicht erfüllt: Verdeckung einer Straftat war nicht gegeben (Fahnenflucht aus der DDR Armee war nach dem Recht der BRD nicht strafbar), Auch die Heimtücke nicht: Ein Soldat ist selten arg- oder wehrlos. Vielmehr muss er immer damit rechnen, in eine gefährliche Situation zu gelangen. Zu Recht hat sich die DDR immer wieder an dieser Rechtsbeurteilung gestört. Denn sie konnte, besonders von jungen Wehrpflichtigen quasi als Aufforderung zur Fachnenflucht empfunden werden. Ein Totschlag, nach dem Jugendrecht der BRD abgeurteilt, wurde nicht mit einer hohen Strafe abgeurteilt.
Theo


Klar war das eine Aufforderung um die DDR zu verlassen! Hätte es die DDR im umgekehrten Falle anders gemacht? Glaube kaum! Die Politik ist und bleibt eine Hure!
Grüsse steffen52


Hapedi und josy95 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#16

RE: In stillen Gedenken: VP Wachtmeister Siegfried Apportin / 02.07.1950

in Grenztruppen der DDR 02.07.2014 21:41
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Fakt ist auch--wenn ein Fahnenflüchtiger seinen Kameraden verletzt oder sogar tötet--der wäre nicht auf Mitleid gestoßen. Mehr kann man nicht schreiben, sonst glühen bei einigen wieder die Finger vom tippen.


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#17

RE: In stillen Gedenken: VP Wachtmeister Siegfried Apportin / 02.07.1950

in Grenztruppen der DDR 02.07.2014 21:49
von josy95 | 5.106 Beiträge | 1608 Punkte
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Zitat von Antaios im Beitrag #12
Hallo Steffen52!

DIese Taten sind verwerflich, sicher.
Und auch wenn sie durch die DDR Gesetzeslage zumeist gedeckt waren, mußte niemand den Finger krum machen, es sei denn, ER wurde bedroht.
Außerdem gab es ja die zuvor gerufenen Worte: halt, stehenbleiben .... usw.

Jeder der sich der Grenze näherte und! sie zu überwinden versuchte, wußte worauf er sich einließ. Das bedeutet nicht, daß ich die Geschehnisse pauschal rechtfertigen möchte!!!
Und es gilt grundsätzlich in der mitteleuropäischen Rechtsprechung (Anselm von Feuerbach ) der Grundsatz:
"nulla poena sine lege"

Bei Totschlag würde ich mich schon weniger auf die Hinterbeine stellen.

Schöne Grüße,
Eckhard

Zitat von steffen52 im Beitrag #6
.......
Genau so ist es wen man einen laufenden GV in den Rücken schießt! Mord ist Mord! Aber bestimmt , siehst Du das wieder anders!
Grüsse steffen52





@Antaios,das ließt sich ja gerade so, als ob Du immer dabei warst!

Bin kein Jurist, behaupte aber trotzdem mal, jeder Fall, der an dieser unseeligen Grenze getöteten, war und ist ein Einzelfall.
und bedarf der s. g. Einzelfallbetrachtung. Wohl gemerkt, Einzelfalldarstellung, Einzelfallaufarbeitung, nicht der Pauschalisierung, wie so gern von den Medien und unwissenden Selbstdarstellern heute zu gern in Szene gesetzt,

Aber dafür sind u. a. ja wir da, Dank @Angelo und dieses genialen Zeitzeugenforums!

Ein z. Bsp. genialer Zeitzeuge, der hier zitierte @steffen52 hat sich ja dazu sehr treffend geäußert! Oder?

Mein Grundsatz, den ich mal wie Millionen(!) gleichgestrickter Mitmenschen in meine Wiege, in mein Bewußtsein gelegt bekommenn habe, ist der, auf einen vermeintlich Wehrlosen und Unbewaffneten(!() schlägt man nicht ein. Benutzt schon gar keine Waffe.

Einige Hardliner können mir geistig noch folgen? O. k..!

Schon gar keine Schusswaffe, und besonders dann, wenn der vermeintlich Böse mir den Rücken zu wendet...

So, wie es jede Schusswaffenanwendungsgebrauchsvorschrift eines halbwegs demokratischen Staates auch deklariert. Auch die Schusswaffenanwendungsgebrauchsvorschrift der DDR war so gestrickt. Wurde nur im "Bedarfsfall" von den damals Herschenden der DDR entsprechend ihren ideologischen Bedürfnissen ausgelegt, um selbst sauber zu erscheinen...

josy95

(Sorry, der berühmt- berüchtigte Schreibfehler-Edith!)


Auf Wiedersehen. Vielleicht woanders...
zuletzt bearbeitet 02.07.2014 21:55 | nach oben springen

#18

RE: In stillen Gedenken: VP Wachtmeister Siegfried Apportin / 02.07.1950

in Grenztruppen der DDR 02.07.2014 21:49
von ABV | 4.281 Beiträge | 631 Punkte
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Zitat von eisenringtheo im Beitrag #13
Zitat von steffen52 im Beitrag #6
[quote=Antaios|p366948]Hallo 94!

Genau so ist es wen man einen laufenden GV in den Rücken schießt! Mord ist Mord! Aber bestimmt , siehst Du das wieder anders!
Grüsse steffen52

Die Straftatbestände Mord und Totschlag waren in der BRD und der DDR, zumindest seit 1968 nicht gleich definiert. Während in der DDR eine vorsätzliche Tötung ein Mord war, brauchte es für diese Qualifizierung in der BRD mehr, siehe hier
http://dejure.org/gesetze/StGB/211.html
und diese Merkmale waren meist nicht erfüllt: Verdeckung einer Straftat war nicht gegeben (Fahnenflucht aus der DDR Armee war nach dem Recht der BRD nicht strafbar), Auch die Heimtücke nicht: Ein Soldat ist selten arg- oder wehrlos. Vielmehr muss er immer damit rechnen, in eine gefährliche Situation zu gelangen. Zu Recht hat sich die DDR immer wieder an dieser Rechtsbeurteilung gestört. Denn sie konnte, besonders von jungen Wehrpflichtigen quasi als Aufforderung zur Fachnenflucht empfunden werden. Ein Totschlag, nach dem Jugendrecht der BRD abgeurteilt, wurde nicht mit einer hohen Strafe abgeurteilt.
Theo



Bist du dir da sicher Theo? Ich habe vor einiger Zeit eine Reportage über NVA-Fahnenflüchtige gesehen. Die nach der Wiedervereinigung eine Rehabilitierung anstrebten. Diese wurde jedoch in allen Fällen abgelehnt! Denn die geltende Rechtsauffassung der Bundesrepublik billigte der DDR durchaus eine Armee und gesetzliche Regularien zur Aufrechterhaltung der Ordnung in den Streitkräften zu. Fahnenflucht in der DDR blieb auch nach dem 03. Oktober 1990 eine Straftat.
Bei den Rehabilitierungsverfahren kam es zu "Kuriositäten". Viele Fahnenflüchtige beabsichtigten, um ihrer Strafe zu entgehen, sozusagen in Tatmehrheit, die Staatsgrenze zur Bundesrepublik bzw Westberlin "illegal" zu überschreiten. Wer dabei erwischt wurde, hatte gleich noch einen "213er an der Backe". Von diesem, aber nur von diesem Vorwurf, wurden die Ex-Soldaten freigesprochen. Während das Urteil wegen Fahnenflucht bestätigt wurde.

Gruß an alle
Uwe


www.Oderbruchfotograf.de

http://seelow89.wordpress.com/tag/volkspolizei-seelow/


Hapedi hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#19

RE: In stillen Gedenken: VP Wachtmeister Siegfried Apportin / 02.07.1950

in Grenztruppen der DDR 02.07.2014 21:53
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Zitat von Rostocker im Beitrag #16
Fakt ist auch--wenn ein Fahnenflüchtiger seinen Kameraden verletzt oder sogar tötet--der wäre nicht auf Mitleid gestoßen. Mehr kann man nicht schreiben, sonst glühen bei einigen wieder die Finger vom tippen.

Jürgen, da gebe ich Dir voll recht und das ist auch das Letzte, einen Kameraden zu verletzen oder zu gar zu töten! Ich schrieb über GV und das es für mich Mord! Um als Grenzer ab zuhauen, gab es Möglichkeiten ohne den Kameraden an Leib und Leben leid zu zu fügen! Aber manche waren da leider sehr skrupellos und dafür habe ich kein Verständnis und das ist auch für mich das schlimmste!
Grüsse steffen52


josy95 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#20

RE: In stillen Gedenken: VP Wachtmeister Siegfried Apportin / 02.07.1950

in Grenztruppen der DDR 02.07.2014 22:03
von Rostocker | 8.263 Beiträge | 2339 Punkte
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Zitat von ABV im Beitrag #18
Zitat von eisenringtheo im Beitrag #13
Zitat von steffen52 im Beitrag #6
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Genau so ist es wen man einen laufenden GV in den Rücken schießt! Mord ist Mord! Aber bestimmt , siehst Du das wieder anders!
Grüsse steffen52

Die Straftatbestände Mord und Totschlag waren in der BRD und der DDR, zumindest seit 1968 nicht gleich definiert. Während in der DDR eine vorsätzliche Tötung ein Mord war, brauchte es für diese Qualifizierung in der BRD mehr, siehe hier
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und diese Merkmale waren meist nicht erfüllt: Verdeckung einer Straftat war nicht gegeben (Fahnenflucht aus der DDR Armee war nach dem Recht der BRD nicht strafbar), Auch die Heimtücke nicht: Ein Soldat ist selten arg- oder wehrlos. Vielmehr muss er immer damit rechnen, in eine gefährliche Situation zu gelangen. Zu Recht hat sich die DDR immer wieder an dieser Rechtsbeurteilung gestört. Denn sie konnte, besonders von jungen Wehrpflichtigen quasi als Aufforderung zur Fachnenflucht empfunden werden. Ein Totschlag, nach dem Jugendrecht der BRD abgeurteilt, wurde nicht mit einer hohen Strafe abgeurteilt.
Theo



Bist du dir da sicher Theo? Ich habe vor einiger Zeit eine Reportage über NVA-Fahnenflüchtige gesehen. Die nach der Wiedervereinigung eine Rehabilitierung anstrebten. Diese wurde jedoch in allen Fällen abgelehnt! Denn die geltende Rechtsauffassung der Bundesrepublik billigte der DDR durchaus eine Armee und gesetzliche Regularien zur Aufrechterhaltung der Ordnung in den Streitkräften zu. Fahnenflucht in der DDR blieb auch nach dem 03. Oktober 1990 eine Straftat.
Bei den Rehabilitierungsverfahren kam es zu "Kuriositäten". Viele Fahnenflüchtige beabsichtigten, um ihrer Strafe zu entgehen, sozusagen in Tatmehrheit, die Staatsgrenze zur Bundesrepublik bzw Westberlin "illegal" zu überschreiten. Wer dabei erwischt wurde, hatte gleich noch einen "213er an der Backe". Von diesem, aber nur von diesem Vorwurf, wurden die Ex-Soldaten freigesprochen. Während das Urteil wegen Fahnenflucht bestätigt wurde.

Gruß an alle
Uwe



Uwe--so habe ich das mal vor Jahren auch gehört--Die Flucht wurde nicht bestraft aber das Dessertieren von der Armee galt in der Bundesrepublik als vorbestraft auch wenn man von der NVA abhaute. Aber vielleicht weiß einer mehr davon.


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