In stillen Gedenken: VP Wachtmeister Siegfried Apportin / 02.07.1950

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04.07.2014 11:18
#46
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Zitat von josy95 im Beitrag #45
In Anlehnung an meinen Beitrag #43 möchte ich hier nun ganz gezielt die Frage stellen, in welche der 5 Gruppen kann man heute, 64 Jahre nach dem Geschehen das tragische Opfer, den VP Wachtmeister Siegfried Apportin zweifelsfrei einordnen?

Ich denke mal, auf Grund des erheblichen Zeitvorlaufes, des Fehlens von glaubhaften und unparteiischen Zeitzeugen und dem berechtigten Zweifel an der Glaubhaftigkeit einiger(!) historischer Unterlagen wird diese Frage gar nicht so einfach zu beantworten sein.

Aber, Kameraden und Forumsfreunde. Zeigt bitte einfach nur Flagge und äußert Eure Meinung.

josy95


Kann und soll man Todesopfer kategorisieren?
http://www.odmp.info/mod/cms/
http://www.odmp.info/mod/cms/index.php?site=seite&id=1
http://www.odmp.info/mod/polizei/
http://www.odmp.info/mod/polizei/index.p...details&id=2233
Theo


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04.07.2014 12:51 (zuletzt bearbeitet: 04.07.2014 12:52)
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#47
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Zitat von eisenringtheo im Beitrag #46
Zitat von josy95 im Beitrag #45
In Anlehnung an meinen Beitrag #43 möchte ich hier nun ganz gezielt die Frage stellen, in welche der 5 Gruppen kann man heute, 64 Jahre nach dem Geschehen das tragische Opfer, den VP Wachtmeister Siegfried Apportin zweifelsfrei einordnen?

Ich denke mal, auf Grund des erheblichen Zeitvorlaufes, des Fehlens von glaubhaften und unparteiischen Zeitzeugen und dem berechtigten Zweifel an der Glaubhaftigkeit einiger(!) historischer Unterlagen wird diese Frage gar nicht so einfach zu beantworten sein.

Aber, Kameraden und Forumsfreunde. Zeigt bitte einfach nur Flagge und äußert Eure Meinung.

josy95


Kann und soll man Todesopfer kategorisieren?
http://www.odmp.info/mod/cms/
http://www.odmp.info/mod/cms/index.php?site=seite&id=1
http://www.odmp.info/mod/polizei/
http://www.odmp.info/mod/polizei/index.p...details&id=2233
Theo




...auch Deine Frage ist vom Grundsatz her mehr als berechtigt und schwer zu beantworten!

In der Beantwortung meiner Frage sehe, wünsche ich mir mehr die deutliche Feststellung, das alle Opfer waren, dazu sinnlose Opfer.
Teilweise, so hart das auch klingen mag, auch das sollte man ganz wertfrei- nüchtern betrachten, an ihrem tragischen Schicksal nicht ganz unbeteiligt, unschuldig waren.

Und nicht, so wie es einige gern hätten..., wie es die perfide SED- Ideologie schon versucht hat darzustellen, das sind die Helden, das sind die Schurken, die Bösen...

Darum diese Frage auch bitte nicht als piätetlos verstehen.

Das liegt mir in Ehrfurcht vor den Opfern und ihren teilweise sehr jungen Leben total fern!

josy95

Günter Schabowski hatte es in seiner legendären Pressekonferenz am 09.11.1989 wahrlich nicht leicht und vor allem keine Zeit, den genauen Zeitpunkt der Einführung der neuen DDR- Reisegesetze bei Krenz oder im SED- Politbüro zu hinterfragen.
Jeder kennt das Ergebnis.
Politiker von heute haben den Vorteil, nicht unter Zeitdruck zu stehen wie einst Schaboweski und das Politbüro der SED.
Und bevor sie in die Öffentlichkeit gehen, nocheinmal die Lobbyisten zu fragen, die ihnen die Gesetze geschrieben haben ...


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04.07.2014 13:19
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#48
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( gelöscht )

Die Toten werden nicht wieder lebendig ,egal wieviel darüber ,ich sag mal milde ausgedrückt , PHILOSOPHIERT wird !
Tot ist tot ,egal von wem umgebracht !
Jeder Tote war einer zuviel ! Egal ob Flüchtling oder Grenzer !
Ich bin froh ,daß ich nicht geschossen habe !
Laßt uns der Toten gedenken ,aber "still " !

FRITZE


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04.07.2014 21:00
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#49
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Hallo Fritze!

Man muß nur aufpassen das dieses "stille Gedenken" nicht zum verschweigen wird.


Schöne Grüße,
Eckhard



Zitat von FRITZE im Beitrag #48
Die Toten werden nicht wieder lebendig ,egal wieviel darüber ,ich sag mal milde ausgedrückt , PHILOSOPHIERT wird !
Tot ist tot ,egal von wem umgebracht !
Jeder Tote war einer zuviel ! Egal ob Flüchtling oder Grenzer !
Ich bin froh ,daß ich nicht geschossen habe !
Laßt uns der Toten gedenken ,aber "still " !
FRITZE


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04.07.2014 21:02
avatar  josy95
#50
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Zitat von FRITZE im Beitrag #48
Die Toten werden nicht wieder lebendig ,egal wieviel darüber ,ich sag mal milde ausgedrückt , PHILOSOPHIERT wird !
Tot ist tot ,egal von wem umgebracht !
Jeder Tote war einer zuviel ! Egal ob Flüchtling oder Grenzer !
Ich bin froh ,daß ich nicht geschossen habe !
Laßt uns der Toten gedenken ,aber "still " !

FRITZE


@FRITZE , da magst Du Recht haben.

Bisher sind bei ähnlichen Themen oft Myhten auch von einigen Usern hier hochgepuscht wurden, die Opfer, die Uniformen der DDR trugen, einseitig als Helden darstellten, regelrecht glorifizierten. Googelte man danach, las man aufmerksam und hörte andere glaubhafte Zeitzeugen, las die Meinung der Gegenseite, versuchte sich daraus ein objektives Urteil zu bilden, empfand man oft den herben Beigeschmack, das hier einige User uns nach wie vor die einseitige Darstellung der damaligen SED- Propaaganda fast 1 zu 1 auftischen wollen.

Das funktioniert so nicht. Nicht mehr.
Auch dank Internet..., www. und auch diesem Forum hier!

Die Gegenfraktion wiederum, viele sehen es in ihren Beiträgen ähnlich, waren nur die bösen mordenden Grenzverletzer, Feinde des Sozialismus...,immer und irgendwie von Imperialisten und Faschisten und was es sonst noch so im Vokabular der SED- Propaganda alles gab, aufgehetzt, infiltriert, bezahlt, gelenkt...geleitet.

Und gerade deshalb, jeden Fall als Einzelfall zu betrachten und damit auch ganz geziehlt der absolut unschuldigen Opfer, egal ob sie in DDR- Uniformen gesteckt haben oder nicht im besonderen zu gedenken, sollte das Philosophieren uns als der Generation erlaubt sein, die jetzt in der einmaligen historischen Lage und mit diesen Möglichkeiten hier begnadet ausgestattet ist, dieses unseelige Thema der deutschen Teilung irgendwie aber sachlich und mir geschärften Blick aufzuarbeiten.
Gegen das Vergessen, gegen einseitige Darstellungen und Glorifizierungen aufzustehen, die Opfer und Täter, auch Mitäter ungerecht auf eine Stufe stellen.

Das haben alle wahren Opfer einfach nicht verdient! Das wäre eine Beleidigung ihrer...

josy95

Günter Schabowski hatte es in seiner legendären Pressekonferenz am 09.11.1989 wahrlich nicht leicht und vor allem keine Zeit, den genauen Zeitpunkt der Einführung der neuen DDR- Reisegesetze bei Krenz oder im SED- Politbüro zu hinterfragen.
Jeder kennt das Ergebnis.
Politiker von heute haben den Vorteil, nicht unter Zeitdruck zu stehen wie einst Schaboweski und das Politbüro der SED.
Und bevor sie in die Öffentlichkeit gehen, nocheinmal die Lobbyisten zu fragen, die ihnen die Gesetze geschrieben haben ...


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04.07.2014 21:15 (zuletzt bearbeitet: 04.07.2014 21:16)
#51
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Da eine Flucht ganz einfach auch außerhalb der Dienstzeit möglich war, gibt es eine mögliche Schlußfolgerung:

Ein tödlicher Streit (wer weiß warum) und deswegen eine nicht geplante Flucht.

Aber wer weiß.................

Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)


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04.07.2014 21:19
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#52
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Alles richtig ,es bleiben nur immer die vielen "aber " ! Und auf denen wird immer rumgeritten .


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04.07.2014 21:24
#53
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Zitat von Freienhagener im Beitrag #51
Da eine Flucht ganz einfach auch außerhalb der Dienstzeit möglich war, gibt es eine mögliche Schlußfolgerung:

Ein tödlicher Streit (wer weiß warum) und deswegen eine nicht geplante Flucht.

Aber wer weiß.................


Ist möglich. Die DDR Version des Vorfalles ist irgendwie unlogisch.
Er wurde vom eigenen Kameraden, dem Fahnenflüchtigen L. K., erschossen. Der Täter war zum Tatzeitpunkt bereits von einem westlichen Dienst angeworben und versuchte seinen Postenführer Apportin zur Fahnenflucht zu überreden. Als sich dieser weigerte, wurde er getötet.
K. flüchtete in die BRD und blieb straffrei.

Die Westversion laut "Spiegel"
Der Volkspolizei-Anwärter Leo Knöpke schoß Apportin am 2. Juli 1950 mit dem Karabiner in den Mund - ob vorsätzlich oder aus Versehen, läßt das Protokoll der zuständigen mecklenburgischen Volkspolizei offen. Knöpke floh und stellte sich, nach einem zweitägigen Verhör bei den britischen Besatzungstruppen, den westdeutschen Behörden.
Knöpke, der zunächst wegen "vorsätzlicher Tötung" vor dem Lübecker Landgericht angeklagt war, kam aufgrund einer Revisionsentscheidung 1951 glimpflich davon: Wegen "fahrlässiger Tötung" wurde er zu drei Monaten Gefängnis verurteilt - die Strafe, vermerkt das Register zu dem Fall unter dem Aktenzeichen 6 Ks 4/50, war bereits "durch U-Haft verbüßt".

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13488216.html
Theo


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