eine neue Uniform bekommen

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29.06.2014 12:18
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#1
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die alten DDR-Uniformen verschwanden nach und nach,
eine neue Uniform hat man bekommen,
nun steckte so mancher ehemaliger Genosse in einer Uniform
des Klassenfeindes,
nun ist man nicht mehr der Genosse Oberleutnant,
ja,was war man dann?,
wie wurden die Dienstgrade danach verteilt?
Lutze

wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren


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29.06.2014 12:51 (zuletzt bearbeitet: 29.06.2014 12:51)
#2
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Zitat
nun ist man nicht mehr der Genosse Oberleutnant,
ja,was war man dann?,



Na der Herr Oberleutnant eben!

=============================================================================================
Phantasie ist wichtiger denn Wissen, denn Wissen ist begrenzt!

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29.06.2014 12:55
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#3
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Ich dachte gehört zu haben, das alle einen Dienstgrad tiefer gesetzt wurden! Uwe, müsste es wissen! Oder?
Grüsse steffen52


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29.06.2014 12:56
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#4
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Zitat von steffen52 im Beitrag #3
Ich dachte gehört zu haben, das alle einen Dienstgrad tiefer gesetzt wurden! Uwe, müsste es wissen! Oder?
Grüsse steffen52


.....oder auch 2


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29.06.2014 13:00
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#5
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ABV

Hmmmm....... Einspruch: wer von der NVA in die Bundeswehr übernommen wurde, musste eine Dienstgradherabsetzung hinnehmen. In dem Fall also, maximal Herr Leutnant.
Bei der Polizei in Brandenburg lief es folgendermaßen ab:
zunächst behielt jeder seinen Dienstgrad. Das blieb bis Ende 1991 so. Mit Beginn der Verbeamtungen auf Probe, konnten sich zum Beispiel Polizeiräte, wieder für den höheren Polizeidienst bewerben. Sie konnten sich auch für den " gehobenen Polizeidienst" bewerben. Oder gleich in den " mittleren Polizeidienst" zurückstufen. Das geschah meist dann, wenn die Bewerber keine Führungsfunktionen mehr bekleiden wollten, oder keine Chance hatten eine Führungsfunktion zu bekommen.
Das selbe trifft auf die Dienstgradgruppe der Kommissare zu.

Gruß Uwe

29.06.2014 13:01
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#6
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ich kann mir vorstelen,das viele Genossen
vorher noch befördert wurden
Lutze

wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren


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29.06.2014 13:03
avatar  chantre
#7
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und warum ? @Lutze

Der Vorteil der Klugheit besteht darin, dass man sich dumm stellen kann. Das Gegenteil ist schon schwieriger. Kurt Tucholsky
Weisheit hat Grenzen, Dummheit nicht. Stefan Rogal


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29.06.2014 13:07
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#8
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Damit sie den Klassenfeind mit einem höheren Dienstgrad unterwandern konnten


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29.06.2014 13:10
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#9
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Zitat von Lutze im Beitrag #6
ich kann mir vorstelen,das viele Genossen
vorher noch befördert wurden
Lutze


Ja @Lutze Ich bin am 01.07.1990 vom Hauptwachtmeister zum Meister befördert worden . War aber sowieso dran !

Gruss FRITZE


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29.06.2014 13:20
avatar  ABV
#10
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ABV

Ich hatte durch die Verbeamtung, Anfang Januar 1992, sogar das Glück vom Hauptwachtmeister (ein Stern) auf einen Polizeiobermeister (drei Sterne) hochgeschossen zu werden. Unter Umgehung des Dienstgrades Meister. Den Dienstgrad Hauptwachtmeister hat man in Brandenburg, wenn ich mich recht erinnere, im Verlauf des Jahres 1992 abgeschafft.
Übrigens: meine neue Uniform habe ich erst Ende Januar 1992 bekommen. Solange sind wir in Seelow und anderswo in Brandenburg, noch in der VP-Uniform herumgelaufen.
Am längsten dauerte die Neueinkleidung in Strausberg. Weil die dortigen Polizisten zu klein und zu dick für die "Westuniform" waren. Kein Witz! Das stand sogar in der Zeitung.

Wer vom Grenzschutz der DDR in den BGS übernommen wurde, wurde unabhängig vom Dienstgrad und Dienstalter, zunächst zum Polizeimeisteranwärter heruntergestuft.
Das selbe passierte auch den ehemaligen (Ost)Berliner Volkspolizisten. Erst nach Ablegung spezieller Anpassungslehrgänge bekamen diese Kollegen einen angemesseneren Rang verpasst.

Gruß an alle
Uwe

29.06.2014 14:00
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#11
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Zitat von ABV im Beitrag #5
Hmmmm....... Einspruch: wer von der NVA in die Bundeswehr übernommen wurde, musste eine Dienstgradherabsetzung hinnehmen. In dem Fall also, maximal Herr Leutnant.
Bei der Polizei in Brandenburg lief es folgendermaßen ab:
zunächst behielt jeder seinen Dienstgrad. Das blieb bis Ende 1991 so. Mit Beginn der Verbeamtungen auf Probe, konnten sich zum Beispiel Polizeiräte, wieder für den höheren Polizeidienst bewerben. Sie konnten sich auch für den " gehobenen Polizeidienst" bewerben. Oder gleich in den " mittleren Polizeidienst" zurückstufen. Das geschah meist dann, wenn die Bewerber keine Führungsfunktionen mehr bekleiden wollten, oder keine Chance hatten eine Führungsfunktion zu bekommen.
Das selbe trifft auf die Dienstgradgruppe der Kommissare zu.

Gruß Uwe


in dem fall vllt. kam drauf an. es gab schlichtweg auch zu wenig stellen für ehemalige NVA offiziere. da wurde dann auch schonmal mal die laufbahn gewechselt. es gab durchaus auch die "beförderung" vom hptm zum ofw. kann man hier nachlesen....
---->http://www.tagesschau.de/inland/nvabundeswehr100.html
üblich waren 1-2 dienstgrad herabsetzungen.
für @Lutze noch ein wenig lesematerial mit zahlen untermauert.
---->http://www.y-punkt.de/portal/a/ypunkt/!u...eIy3L8AS2GLJI!/


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29.06.2014 14:08
avatar  ABV
#12
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ABV

Was die NVA / BW angeht, bin ich kein Experte. Aber in der Brandenburger Polizei gab es Fälle, in dem ein Oberrat von einem Tag auf den anderen zum Polizeihauptmeister heruntergestutzt wurde. Der Dienstgrad mag ja "Schall und Rauch" sein. Aber auf dem kommenden Gehaltszettel fehlten dann im kommenden Monat etliche hundert DM.
Für manch einen war das möglicherweise trotzdem das kleinere Übel. Wer als Führungskraft in der Vergangenheit vermeintlich oder tatsächlich " Dreck am Stecken hatte", konnte sich auf einen weniger herausgehobenen Posten "aus der Schusslinie bringen". Das hat aber nicht in jedem Fall funktioniert.

Gruß Uwe

29.06.2014 14:09
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#13
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( gelöscht )

Zitat von Lutze im Beitrag #6
ich kann mir vorstelen,das viele Genossen
vorher noch befördert wurden
Lutze

Die mussten aber aufpassen, Oberste wurden, entgegen anderslautenden veräppelnder Zusagen, nicht übernommen.


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29.06.2014 14:22
avatar  ABV
#14
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ABV

Die neue Uniform, inklusive des neuen Dienstgrades, haben ja auch nur die bekommen, die, zunächst, übernommen wurden.
Alle anderen schieden spätestens am 02.10. 1990 aus dem Dienst aus. Bei der Polizei traf das auf alle Kollegen zu, die vor dem 03. Oktober das fünfzigste Lebensjahr bereits vollendet hatten.
Im Klartext: von einem Tag auf den anderen büsste die Polizei jede Menge geballte Erfahrung ein.

Gruß Uwe

29.06.2014 14:35
#15
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Ich wurde am 07.10.1988 bei den Grenztruppen zum Feldwebel befördert. Das ich im Anschluss zur Polizei ging, unterschrieb ich im
Frühjahr 1986. Als ich mich auf dem VPKA im Februar 1989 meldete, wurde ich als Hauptwachtmeister der VP eingestellt.
Und schon hatte man mir einen Dienstgrad "geklaut", denn Feldwebel sollten als Polizeimeister übernommen werden.
Aber egal.
Nach der Wende wurden jedenfalls der höhere Dienst (Major) zum Hauptkommissar herabgestuft. Viele Offiziere (Unterleutnant u. Leutnant),
die ihre Schule in Aschersleben 1990 beendeten, wurden in den mittleren Polizeivollzugsdienst herabgesetzt.
Das heißt, 3 Jahre Offiziersschule wurden nicht anerkannt.

Diese hatten später die Gelegenheit durch ein halbes Jahr Schule (Schnellbesohlung) wieder Offizier zu werden. Das haben
natürlich viele genutzt.

Andreas

März 1986 - Herbst 1986 Uffz. Schule Perleberg, GAR5. Glöwen
Herbst 1986 - Februar 1989 GR Heiligenstadt I. GB Klettenberg, 3. GK Silkerode


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