KFZ-Werkstätten und -Mechaniker

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27.06.2014 18:06
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#16
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Aber @Krepp Lutze wollte doch auch nur ein grosses Stück vom Kuchen


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27.06.2014 18:09
#17
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Trabbi, LiMa kaputt, beim Meister in der Anmeldung abgeblitzt : In 8 Wochen.
Also hinten rein in die Werkstatt, direkt mit dem Gesellen verhandelt und am kommenden Tag war der "Privattermin",
sogar für wenig Geld.
(PGH Ostberlin um 1974)

Nächster Fall : Heckmittelteil Wartburg 353 eingedrückt, war ein Skoda im Stau bei Schritttempo !!
Keine Werkstatt konnte innerhalb einer Woche helfen, unser Urlaub stand bevor.
Dann eine kleine Privatbude in Köpenick, rein, Meister gefragt : "Laß mal hier, ist Freitag fertig".
Auto war Freitag fertig, zwar ohne Lack, das ist eine andere Geschichte, aber instand gesetzt.
Rechnung bezahlt, Trinkgeld ? Der Meister zu mir : "Gib das mal dem Jungen, der läßt schon die Arme hängen".
Also hin, Fuffi gegeben, das WE des Lehrlings war gesichert und alle waren zufrieden.
(um 1980)

Fazit: Fast alles war möglich.


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27.06.2014 18:10
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#18
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Wer wollte das nicht , das große Stück vom Kuchen.
Da hat dich doch jeder Kellner stramm stehen lassen und angepflaumt wenn du am Sie werden platziert Schild vorbeigelaufen bist.


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27.06.2014 18:20
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#19
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Wir mussten nie in eine KFZ Werkstatt ! Am Skoda und am Trabbi konnten wir alles allein und ausserdem waren wir nicht gewillt diese Fatzkes in den Werkstätten zu unterstützen..
Heutzutage isses ja oft schon notwendig, das halbe Auto auseinander zu nehmen um eine Glühbirne zu wechseln.!
Und für die Ersatzteilbeschaffung hatten wir auch unsere Gegenwerte .Reifen sind wir meist Runderneuerte gefahren und für die war es sowieso besser ,wenn sie ein halbes Jahr gelagert haben.
Skuril waren nach der Währungsumstellung die Preise für Ersatzteile der Ostmarken .
Am 02.07.1990 durfte ich für ein Schwimmernadelventil für 600er Trabbi 14.95 DM berappen . Der verkäufer sagte mir "In der letzten Woche, hättste dit Ding für 4.50 Ostmark jekricht ! "
Willkommen im Kapitalismus !

FRITZE


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27.06.2014 18:26
avatar  Krepp
#20
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Zitat von schulzi im Beitrag #16
Aber @Krepp Lutze wollte doch auch nur ein grosses Stück vom Kuchen

Hallo,
aber nicht unbedingt von meinem.
Den habe ich mir selber gebacken und ausserdem war's nur Rührkuchen.
Die Torten hatten immer die anderen


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27.06.2014 18:27
avatar  Lutze
#21
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Zitat von FRITZE im Beitrag #19
Wir mussten nie in eine KFZ Werkstatt ! Am Skoda und am Trabbi konnten wir alles allein und ausserdem waren wir nicht gewillt diese Fatzkes in den Werkstätten zu unterstützen..
Heutzutage isses ja oft schon notwendig, das halbe Auto auseinander zu nehmen um eine Glühbirne zu wechseln.!
Und für die Ersatzteilbeschaffung hatten wir auch unsere Gegenwerte .Reifen sind wir meist Runderneuerte gefahren und für die war es sowieso besser ,wenn sie ein halbes Jahr gelagert haben.
Skuril waren nach der Währungsumstellung die Preise für Ersatzteile der Ostmarken .
Am 02.07.1990 durfte ich für ein Schwimmernadelventil für 600er Trabbi 14.95 DM berappen . Der verkäufer sagte mir "In der letzten Woche, hättste dit Ding für 4.50 Ostmark jekricht ! "
Willkommen im Kapitalismus !

FRITZE






wie kann ein Schwimmernadelventil kaputtgehen?
Lutze


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27.06.2014 18:38
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#22
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Es war ausgearbeitet und klemmte immer !


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27.06.2014 18:57
#23
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Zitat von FRITZE im Beitrag #22
Es war ausgearbeitet und klemmte immer !


Und meistens in geöffnetem Zustand, damit der Sprit ausläuft und die Karre absoff.


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27.06.2014 20:05
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#24
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Zitat von Krepp im Beitrag #1
Hallo,
wie war das denn in der DDR.
Ich habe eigentlich nur schlechte Erfahrungen, man hat immer gehofft dass man nie hinmuß.
Als ich z.B. 1988 für meinen S105 einen Austauschmotor brauchte, mußte ich das doppelte hinlegen
um dann nach 3Monaten endlich einen zu bekommen.
Also eigentlich mußte ich nicht, aber damit das Auto wieder fährt mußte ich eben doch.
Kurz danach bekam ich Heckbesuch von einem Mossi. Gleiches Spiel für Karosserie und Lack.

O.K. der Ersatzteilmangel kann den Werkstätten nicht zugeschrieben werden,
aber warum wurden denn die eigenen Mitbürger so über den Tisch gezogen.
Warum wurde von staaatlicher Seite nicht gegen die Korruption eingeschritten.
Was habt Ihr für Erfahrungen?



Noe eijentlich nich,auf kurz oder lang konnte man sich gegen Ersatzteilmangel nicht mehr wehren...sozusagen....
Jeder der im eigenen Betrieb oder Privatleben nicht nen Brett vorm Kopp hatte wusste...
man braucht fuer Etliches einen Kooperationsbeschleuniger...
"Sozialistische Werkshilfe" im Privatleben sozusagen.

Also die Feierabendbrigade der Elektriker,hilft die Werkstatt vom Automeister zu installieren,der wiederum kuemmert sich um das Wohlergehen der Fahrzeuge,dann das Einfamilienhaus vom LPG Vorsitzenden,das neue Feuerwehrhaus,die Friedhofskapelle.das elektrische Geblaese fuer doe Orgel eijens aus Westen einjeflogen inne Dorfkirche einjebaut...irgendwann schliesst sich der Kreis und Jeder hat mindestens einen Zuverlaessigen an der Hand bei dem er seine technischen oder Andere Sorgen loswerden kann.
Dem Genossen Major wurde natuerlich in seinem Bungalow auch das Licht elektrisch entzuendet,allerdings hatte der das Material selbst mitzubringen!

Braucht die Arbeiterin eine Schukosteckdose Feuchtraum im Bad,dann wird das erledigt und sei es mit Rechnung vom Hauptbuchalter.
Ja Mangel macht erfinderisch.
Uebrigens braucht man heute ja auch wenigsten einen zuverlaessigen Elektriker,Gas Wasser Scheisse Monteur,etc.....

Sonst loeft der Laden naehmlich oooch nicht rund.

Gruessli BO

Die Elektifizierung des ganzen Landes.....ach wem sag ich das.


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27.06.2014 20:23
#25
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Ja ja, da entwickelten sich viele kleine eigene Wirtschaftskreisläufe. Hilfreich war irgendwie alles, was es nicht gab. Rosenthaler Kadarka gegen Dichtungssatz vom Dacia 1300, den gegen einen Satz Bremsklötze vom Lada getauscht, die konnte man wieder prima gegen ein Trabant-Geweih tauschen und irgendwann hattest du dann über weitere "Umwege" wie Wartburg-Kopfdichtungen, Bad-Armaturen, Fliesen, Wernesgrüner Pils endlich deine Fuhre Sand zum Bauen da liegen. Schneller gings mit D-Mark, die hatte aber nicht jeder.


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27.06.2014 20:30
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#26
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Zitat von Unner Gräzer im Beitrag #25
Ja ja, da entwickelten sich viele kleine eigene Wirtschaftskreisläufe. Hilfreich war irgendwie alles, was es nicht gab. Rosenthaler Kadarka gegen Dichtungssatz vom Dacia 1300, den gegen einen Satz Bremsklötze vom Lada getauscht, die konnte man wieder prima gegen ein Trabant-Geweih tauschen und irgendwann hattest du dann über weitere "Umwege" wie Wartburg-Kopfdichtungen, Bad-Armaturen, Fliesen, Wernesgrüner Pils endlich deine Fuhre Sand zum Bauen da liegen. Schneller gings mit D-Mark, die hatte aber nicht jeder.


Dann Raeucheraal....selbst gebloekert

Gruss BO

"Vorwaerts zu neuen Taten"


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27.06.2014 20:31
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#27
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Wenn man gute Beziehungen oder noch besser D-Mark hatte, dann bekam man schon fast alles, aber leider nur unter diesen Bedingungen!
Grüsse steffen52


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27.06.2014 21:23
avatar  PF75
#28
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Zitat von Krepp im Beitrag #6
Zitat von furry im Beitrag #5
@Krepp , lies mal hier
es war nicht einfach

Weiter ging der Spaß bei Reifen. Ein Vierteljahr voranmelden, bevor es neue Schlappen gab.
Außer man hat vom Gendarmen oder bei der technischen Überprüfung einen Mängelschein bekommen. In dem Fall sollte es wohl etwas schneller gegangen sein.


Hallo,
mir ging es nicht um die allgemeine Mangelwirtschaft, sondern darum dass diese
von einigen gegen ihre eigenen Mitbürger (oder auch Leidensgenossen) dann
schamlos zum eigenem Vorteil ausgenutzt wurde.



Nach Meinung einiger hier inm Forum war es doch grundvoraussetzung um in der DDR zu überleben das man nach dem Motto ging "das Hemd isz mir näher als die Hose "


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28.06.2014 11:29
#29
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Zitat von PF75 im Beitrag #28


Nach Meinung einiger hier inm Forum war es doch grundvoraussetzung um in der DDR zu überleben das man nach dem Motto ging "das Hemd isz mir näher als die Hose "


Nö, besser : Eine Hand wäscht die andere, und beide das Gesicht.


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29.06.2014 17:33
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#30
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Zum Teil half aber auch etwas anderes. In einer Wohnung (KWV) mußte eine Toilette erneuert werden. Der Klempner konnte auf offiziellen Auftragsschein angeblich kein Toilettenbecken liefern und wollte Schmiergeld. Statt zu zahlen, Eingabe an den Berliner Oberbürgermeister, auf einmal hatte der Klempner das Toilettenbecken (ihm waren lt. Antwort auf Eingabe mehrere Toil.'s geliefert worden). Aber die wollte er offenbar für Überpreis oder Westgeld an Privatkunden verschieben, statt damit KWV-Aufträge abzuarbeiten.
Wenn mehr Bürger mit Eingaben statt Schmiergeldern gegen den "Mangel" (Der durch Schiebereien erst erzeugt wurde) vorgegangen wären, hätten sich die Handwerker keine goldenen Nasen ergaunert.
Nicht umsonst gab es einen Witz: Wie sorgt man dafür, daß es keinen Senf mehr gibt? Man hängt einen Zettel an das Regal "nur 2 Becher entnehmen".


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