Eine Frage an die GT Experten

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05.08.2009 15:13von ( gelöscht )
Frage
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Eine Frage an die GT Experten

Hallo,
eine Frage an die Experten der GT.

Kann mir jemand sagen, welches der "niedrigste" und welcher der "höchste" Dienstgrad bei den GT war, die den Äskulapstab getragen haben.
Jahrgänge würden mich nat. auch interessieren.
Namen der höheren DG nat. auch.
Viele Fragen - ich hoffe, man kann mir hier helfen.
Danke im Voraus.

der Oss`n

05.08.2009 15:17von ( gelöscht )
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Namen - wo - wann - wer - alles schreiben.
Nat. auch über PN.
Danke

Oss`n

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05.08.2009 18:19von ( gelöscht )
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@ Oss`n,
in der Poliklinik der Stadtkommandantur Berlin, in Berlin - Friedrichsfelde, kannte ich den Zahnarzt - ein Major, der später dann zum Regierungskrnkenhaus wechselte und den Allgemeimediziner, ein Oberstleutnant und auch wohl Chef der POl.kl.. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass es eine Gesamtleitung der Berliner Med.punkte gab und das wird bestimmt ein Oberst gewesen sein.
Die Orchester der NVA, Grenztruppen....hatten einen Musikinspizienten und das war auch "nur" ein Oberst, obwohl der Chef des Zentralen Orchesters der NVA ein Oberst war, die anderen Chefs der Musikkorps waren sonst Oberstleutant.
Zu meiner Zeit ( Nov.80 - Mai 82 )war selbst der Stadtkommandant "nur" ein Generalmajor.
Es muß so 1981 gewesen sein, da ist Admiral Paul Verner gestorben. Da das Stabsmusikkorps für solche Sachen zuständig war mußten wir die Beerdigung spielen. Da hatte ich 48 Generale und Admirale gezählt und dachte, na das waren sie alle, die wir haben. Ich mußte mich eines Besseren belehren lassen, es sollen ca.250 gewesen sein. Für die kleine DDR ein Wahnsinn und wenn man die Orden noch alle sah, konnte man denken: Was haben die für Schlachten geschlagen! Mann, Mann!
Ist zwar keine Antwort auf Deine Frage, aber ein guter Anfang.
VG Affi

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05.08.2009 19:15von ( gelöscht )
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Hallo Affi,
wie du schon sagtest, ein Anfang.
Ich danke dir.
Das hilft mir schon weiter.
Über weiter zu Wort Meldungen bin ich nat. auch nicht böße.

Oss`n

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05.08.2009 20:15von icke46
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Hallo Affi,

Dir ist da wohl eine kleine Verwechslung unterlaufen - der Admiral war Waldemar[b] Verner, der Bruder von [b]PaulVerner. Musste mich auch erst in Wikipedia schlau lesen, weil ich Paul Verner nicht mit Offizier in Verbindung bringen konnte.

Gruss

icke

05.08.2009 21:50von ( gelöscht )
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@ icke46,
da hab ick mia wohl jeirrt wa?
Ne, Danke für die Berichtigung, war mir in die falsche Kehle gekommen. Fakt ist er ist tot und wir haben in mit dem Chopin`schen Trauermarsch zu Grabe getragen.
Tschö und VG
Affi

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06.08.2009 09:46von Pille
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Hallo und Guten Morgen !
Eine gute Frage stellst Du da.Ich beschäftige mich schon mehrere Jahre mit DDR-Militaria,speziell im Bereich Grenztruppen und Generalität.Habe daher eine ziemlich umfangreiche Sammlung an Effekten,Orden und Uniformen.Durch meine Sammelleidenschaft habe ich auch Kontakt zu anderen Sammmlern,die mir immer wieder wertvolle Tipps und Hinweise geben,die in keinem Buch stehen;ganz einfach,weil sie mit ehem.Generälen Kontakt haben bzw.nach der Wende bei der Übergabe/Auflösung der NVA/GT... dabei waren.
Um auf Deine Frage zurück zu kommen:vom Dienstgradniedrigsten mit einem Äskulapstab habe ich nur eine Vermutung:wahrscheinlich wird es ein Leutnant gewesen sein.Wenn ich richtig informiert bin dauerte eine Mediziner-Ausbildung bei der NVA 6 Jahre,also "genügend" Zeit um nebenbei die Offiziershochschule zu absolvieren.Allerdings haben mir Fachleute gesagt,daß es bei den GT keine derartige 6-jährige Ausbildung (Schulterstücke GT-Offiziersschüler mit 6 Balken)gab.Es existieren zwar solche Schulterstücke,diese sollen aber extra angefertigte Phantasiestücke sein.Das legt den Schluß nahe,daß die GT-Ärzte ihre Medizin-Ausbildung "unter" einer anderen Waffenfarbe absolviert haben und dann,je nach Notwendigkeit,zu den Grenztruppen versetzt wurden.Wie gesagt,das sind Vermutungen.Wen jemand etwas genaueres dazu weiß,dann bitte melden.
Zu dem Dienstgrad-Höchsten Arzt fällt mir Generalmajor Dr.sc.med.OMed.Rat E.B. ein.(Name kommt per PM)
Er war der einzige General,der,zumindest kurzfristig,in die Bundeswehr übernommen wurde.(als Oberstarzt).Er war von 1987-1990 Chef des med.Dienstes im Ministerium für Nationale Verteidigung.Soweit ich weiß,hatte er rot paspellierte Schulterstücke,also Landstreitkräfte.Das wiederum läßt vermuten,daß der höchste GT-Arzt ein Oberst war.(evtl.Generalmajor mit niedrigerer Dienststellung).
Das ist eine interessantes Thema.Ich werde in nächster Zeit mal dranbleiben und versuchen,genaueres zu erfahren.

06.08.2009 20:18von ( gelöscht )
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Hallo,
das sind ja alles Klasse Antworten.
Die bringen mich wieder ein ganzes Stück weiter.
Es hat nat.grün paspellierte Schulterstücke mit Äskulapstab gegeben.
Leider hatte ich bis heute noch keine genauen Angaben von-bis zu welchem DG.

Vielen vielen Dank ersteinmal für die Antworten von euch.
Nat. auch die über PN.
PN heißt für mich Vertraulich - deshalb keine Namen.
Ich glaube, das ist in euerem Sinn.
Möchte nur nicht, das ihr denkt ich habe euch vergessen.

Danke sagt noch mal der

Oss`n

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06.08.2009 20:50von ( gelöscht )
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Hallo Pille,
wie Du schreibst, beschäftigst Du Dich ebenfalls mit den Uniformen-GT. Hätte da auch eine Frage, vielleicht kannst Du sie mir beantworten. Die Bootskompanien der GT (Mannschaften und Uffz.) trugen an der Tellermütze bis etwa 1972/73 das Mützenband "Grenztruppen", dann wurde es gewechselt auf "Grenztruppen der DDR". Wann genau war der Wechsel? Außerdem suche ich Fotos aus den 80er Jahren, welche belegen, dass das frühere Band noch weitergetragen wurde, evtl. bis 1990?

Grüße von Rico

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06.08.2009 21:00von Pille
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Schönen Guten Abend,
habe mich heute noch mal ein bißchen schlau gemacht zum Thema:Mediziner in den GT.
Nach meinen Unterlagen habe ich nur den Beleg für einen Oberstleutnant der GT mit Äskulap-Stab;also weder Oberst noch Generalmajor.
Wie gesagt,ich bleibe an der Sache dran;ist ja auch mein Hobby und interessiert mich auch schon länger.

06.08.2009 21:07von ( gelöscht )
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danke Pille

Oss`n

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06.08.2009 21:49von Pille
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Hallo,
die Sache mit der Grenzbrigade Küste ist,wie die ganze Volksmarine,ein ziemlich komplexes Gebiet.Und als Thüringer ist mir die Bratwurst doch näher als das Wasser!!!
Aber Spaß bei Seite:ich kenne drei Varianten von Mützenbändern.Von 1962-1990 soll es ein Band mit der Aufschrift "Grenzbrigade Küste" gegeben haben.
Kurioserweise gab es aber ab 1966 ein Band mit der Aufschrift "Grenztruppen" und später eines mit der Aufschrift "Grenztruppen der DDR".(bis 1990).
Wie das genau zusammenhängt,werde ich versuchen,in Zukunft herauszubekommen.Ich weiß zum Thema Überschneidung von Uniformteilen,daß es bis hinauf zu den Generälen und Admirälen vorkam,daß "veraltete"Uniformen weiter getragen wurden.Das lag bei den Mannschaftdienstgraden wohl daran,daß die relativ hohe Stückzahl nicht immer gleich zur Verfügung stand (Stichwort Engpaß,wie bei so vielen Sachen in der DDR).Einen genauen Termin der Einführung ist bei so einem gleitendem Übergang nicht nachweißbar.Da war heute mal die Einheit dran,morgen diese usw.
Bei der Generalität lag das ein bißchen anders:denen konnten ja nicht mehr allzu viele Vorgesetzte etwas in punkto Uniform vorschreiben.
Natürlich gab es auch für sie Bekleidungsvorschriften,die aber gern ein bißchen "variiert" wurden.So soll zum Beispiel kein Admiral aus Metall geprägte Kragenecken getragen haben.Diese sollten zwar 1978 eingeführt werden,der Chef der Volksmarine jedoch soll gesagt haben:"So lange ich was zu sagen habe,trägt keiner meiner Leute (Admiräle) Blech".Und so wurden bis 1990 die gestickten Kragenecken getragen.
Das ist ein wirklich interessantes Thema,würde mich freuen,wenn sich der eine oder andere daran mitbeteiligt.

06.08.2009 23:26von S51
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Meines Wissens gehörten die Bänder "Grenzbrigade Küste" zur Grenzbrigade, die auf der Ostsee bzw. an deren Küste Dienst tat. Die anderen Mützenbänder "Grenztruppen der DDR" jedoch wurden von Bootsbesatzungen an der Elbe getragen. Das war in jenen Bereichen, wo die Grenze in der Flußmitte bzw. am westlichen Ufer verlief. Dies hat mir mein Bruder erzählt, der dort als Binnenschiffer unterwegs war. Angeblich gabe es diese Mützenbänder auch in Berlin aber das kenne ich persönlich nicht.

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S51
07.08.2009 09:06von ( gelöscht )
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Guten Morgen,
erst einmal Danke an Pille und S51 für die Antworten. Also folgende Fakten habe ich bereits herausbekommen. Die Grenzbrigade Küste wurde 1961 aus der Grenzpolizei-See gebildet und unterstand direkt dem Kommando der Volksmarine. 1961 wurde auch das Mützenband getauscht. Aufgrund der damaligen Materialknappheit, wie Pille schon geschrieben hat, ist das auch nicht sofort passiert, sondern schrittweise, sogenannte Übergangszeit. Ab 1962/63 wurde dann sicherlich und einheitlich das Band "Grenzbrigade Küste" getragen.

Die Bootskompanien der GT gab es schon Anfang der 60er Jahre, allerdings trugen sie noch keine Marineuniformen sondern die steingrauen, wie die GT-Land. Einführung der Marineuniformen erst ab 1966. Ab 1966 befand sich auch das Band "Grenztruppen" an den Tellermützen. Die Bootskompanien hatten nicht direkt etwas mit der Grenzbrigade Küste zu tun.Ab 1972/73 bekamen die GT aber ein eigenes Kommando und gehörten nicht mehr zum Bestand der NVA. Als sichtbares Zeichen wurde u.a. ein neues Mützenband eingeführt "Grenztruppen der DDR". Laut Aussagen ehemaliger Angehöriger war dieses Band aber nicht unbedingt beliebt bei den Matrosen und Maaten. Es wurde teilweise weitergetragen und immer wieder weitervererbt, von Diensthalbjahr zu Diensthalbjahr. Diese Praxis ist ja auch bei den GT-Land nachweisbar, z.B. das Tragen des E-Käppis. Dieses Weitervererben hatte natürlich zur Folge, dass warscheinlich bis 1990 teilweise das Band "Grenztruppen" an den Mützen zu finden war. Offenbar wurde das so auch von den Vorgesetzten geduldet. Gewisse Traditionen wurden eben abgesehen von den Dienstvorschriften weitergeführt, auch manchmal von BU und Offizieren.Feldwebel und Meister trugen auch noch bis in die 80er Jahre hinein die großen Dienstgradsterne von 12-16 mm Kantenlänge aus den 50/60er Jahren.

Genaue Daten der Einführung neuer Effekten und Uniformen kann man eben nicht sagen. Von Einheit zu Einheit eben sehr unterschiedlich, wie Pille das schon richtig erwähnt hat.Übergangszeiten konnten gerade im Dienstbereich manchmal bis 2 Jahre und länger dauern. Dieser Umstand erschwert natürlich das korrekte Zusammentragen und Darstellen der Uniformen. Wichtig sind in diesem Zusammenhang zeitgenössische Fotos, welche meiner Meinung nach wertvoller sind als manche Dienstvorschriften. Dieses Gebiet der Uniformkunde wird wohl noch in der Zukunft viele Fragen aufwerfen, aber auch sehr interessant sein, zumindest für den ernsthaft interessierten Uniform-und Effektensammler.

Vielleicht kann das eine oder andere Mitglied hier im Forum seine Erinnerungen daran preisgeben und somit uns Sammlern helfen, Lücken zu schließen bei den Forschungsarbeiten.

Übrigens wurde auch als Äusseres Zeichen der Eigenständigkeit der GT 1976 das Ärmelband eingeführt, für alle Dienstgrade (außer Gererale). Die Grenzbrigade Küste trug dieses Band nicht. Sie waren aber durch das Mützenband und der hellgrünen Waffenfarbe an den Schulterklappen erkennbar.

Viele Grüße von Dienstrock

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07.08.2009 09:22von ( gelöscht )
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Die von Pille schon erwähnte Tatsache, dass Admirale bis 1990 handgestickte Effekten an ihren Uniformen trugen, wurde mir ebenfalls schon auch von anderen Sammlern bestätigt. Es ist auch eine alte Tradition bei der Marine. Selbst die Knöpfe mit dem DDR-Emblem wurden nur selten getragen. Überwiegend waren die Anker-Knöpfe zu finden. Wer also vielleicht mal eine Uniform der Admirale in die Finger bekommt, sollte unbedingt beachten, dass keine "Blecheffekten" vorhanden sind. Diese Teile wurden zwar hergestellt, aber nicht verwendet. Authentisch sind generell die Handstickerein.

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( gelöscht )
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