Betriebsferienlager, Lager für Arbeit und Erholung

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14.09.2020 10:57
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#136
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( gelöscht )

In den Sechzigern war das Klasse, für die Eltern billig und es waren immer schöne 2 Wochen, mal in der Lausitz, mal in der Mecklenburger Seenplatte, Wandlitzsee, Stralsund, Thüringen (Gotha).
Politik war ein Fremdwort, sieht man von einem improvisierten Morgenappell (ohne Pioniergedöns) ab.
Dafür aber viel Unternehmungen, Nachtwanderungen, Lagerfeuer usw.
Wir aßen sogar die auch angebotene Mehlsuppe gern, neben Marmeladenbrot u.a. Dingen, die heute kaum ein (wohlstandsverwöhntes) Kind kennt oder essen würde.


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14.09.2020 11:20
#137
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Hallo berndk5 und die anderen Forumskameraden die sich hier zum Thema geäußert haben. Ich denke mit großer
Dankbarkeit daran zurück wo ich zum Beispiel an Kinderferienlager teilnehmen konnte. Der Beitrag der zu leisten
war war ja gering, ich hatte ihn trotzdem nicht immer. Deshalb habe ich als Kind schon versucht mir was zu ver-
dienen. Ich habe bei den Bauern gearbeitet, versucht den Lohn in Form von Kartoffeln oder andere Lebensmittel
zu bekommen. Meist wurde ich nur mit ein paar Pfennige abgespeist. Der Geiz bei manchen dieser Menschen war
groß, ich erkannte auch schnell warum sie teilweise den Staat DDR gehaßt haben, sie wollten nicht teilen, egal, ist
ein anderes Thema. Wenn ich Glück hatte konnte ich einen Zaun streichen, damals mit Carboleum, ich weiß nicht
ob ich es richtig geschrieben habe, das Zeug hat gestunken und gehaftet wie verrückt. Ich habe auch bei den Leuten die Straße gekehrt usw..Sehr gute Erinnerungen habe ich an das Kinderferienlager in Geyer/Erzgebirge. Lag mitten im Wald. Jeden Tag eine ordentliche Versorgung.Man konnte sich satt essen, für mich nicht alltäglich damals. Es gab auch mal ein Eis und Süßigkeiten und viel Beschäftigungen. Erstaunte Blicke habe ich gesehen,
wenn ich über der Nacht zum Beispiel meine Unterwäsche oder das Hemd im Waschraum gewaschen habe. Ich
hatte in der Regel nur einmal zu wechseln. Das war trotzdem eine schöne Zeit für mich. Auch die Teilnahme an
den sogenannten Ferienspiele in der Schule war Prima für mich. Diese ganzen Umstände haben mich für mein
ganzes Leben geprägt. Deshalb kann ich auch manche Beiträge über Flüchtlinge hier nicht verstehen und ich
beteilige mich auch nicht an solchen Diskussionen. Kein Kind hat Schuld an irgend was, nur die Erwachsenen,
die Eltern und deren Umfeld. Sorry dafür, dass ich bischen abgeschweift bin. Ich wollte damit auch nur sagen die
Kinderferienlager und andere Veranstaltungen, das war das Gute am Staat DDR, zumindestens für viele.
Gruß Frank


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14.09.2020 11:59
#138
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Ich möchte mal anmerken.Gegenüber meiner Schwester, die öfters mal im Ferienlager war und der es auch immer gefallen hat. War ich nie im Ferienlager, war auch weiterhin nicht schlimm.Aber ich kann mich in etwa noch erinnern--das ich so 2 bis 3 Mal in den Ferienspielen war--die es ja auch noch gab. Aber wir hatten als Kinder,auch unseren Spielplatz und das war an der Ostsee-Steilküste.Na ja, das war mit dem Fahrrad, so etwa 10 bis 15 Minuten entfernt. Ich kann nur sagen--es war ne schöne Zeit--ne schöne Kindheit.


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14.09.2020 12:39
#139
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Ich möchte Mal sagen,das unsere Jahrgänge ,im Osten,fast alle eine unbeschwerte Kindheit und.Jugend hatten.Ich mußte nicht,aber habe auch immer gerne etwas dazu verdient.Das war erzieherisch auch noch wertvoll,weil man lernte,das Geld verdient werden muß.Ein anderer Aspekt war es,das man die Sachen,die man sich vom Selbstverdienten kaufte,ganz anders achtete.Davon zehre ich heute noch.


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14.09.2020 15:08
#140
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Mir hat es als Kind auch gefallen im Ferienlager. Es ging einbischen erzieherisch zu - Fahnenapell... aber das hat mir nichts ausgemacht.
In Silz am Fleesensee waren wir in Zelten untergebracht und zu Mittag durch den Wald zur LPG. Eines Tages kamen wir gerade als ein Schwein 🐷 geschlachtet wurde und das Blut lief, da war uns der Appetit vergangen.
Sportfest Seemannstaufe Angeln Kanu fahren. Das Taschengeld war zwar gering aber ein kleines Souvenir war immer drin.
Ich kann über meine Kindheit nicht klagen... nur der große Obstgarten das hat bei Badewetter genervt.

=========================================
Wer einen Fehler gemacht hat und ihn nicht korrigiert, begeht einen zweiten.
Konfuzius


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14.09.2020 15:38
avatar  Gert
#141
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ich habe diese Zeit in den 50er Jahren auch noch mit gemacht, Ferienlager in Zelten und so. Hat mir, bis auf das Fahnenappellgedöns, auch gut gefallen. Ja wir haben auch einfaches Essen bekommen, das war aber Ok. Die heutigen Kinder, meine Enkel, essen am liebsten auch so, Marmelade , Nutella ( war bei uns Kunsthonig) usw. Sie sind in Sachen Essen überhaupt nicht abgehoben. Den Parmaschinken esse ich dann
Wenn ich meinen Eltern erzählte, wie es in den Ferien-Lagern war, kam sofort der Reflex, das ist ja wie bei der HJ, haben wir auch so erlebt.
Gutes überlebt eben alle Gesellschaftsformen

Stil ist nicht das Ende des Besens.
Der Hauptgrund für Stress ist der tägliche Umgang mit Idioten!


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14.09.2020 15:55
#142
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Zitat
.Ein anderer Aspekt war es,das man die Sachen,die man sich vom Selbstverdienten kaufte,ganz anders achtete




Gibt es heute nicht mehr. Heute kaufen die sofern sie geschäftsfähig sind vieles auf Pump.

1981 habe ich mir Schnaps, Kippen und was zum anziehen gekauft. 350 DDR-Mark bekam jeder der mit in Jena war.
War ne tolle Zeit.


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14.09.2020 18:07
#143
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Hallo ferienlager so direkt gab es bei uns nicht nur Klassenfahrt das gab es jedes Jahr von Harz bis auch mal an die Ostsee aber nur ne woche das war schon schön mal von zuhause weck.
Lager für Arbeit und Erholung gab es auch 9/10 klasse kabelgeaben Schippen bei der Reichs Bahn gab gutes Geld dort. Am Wochenende fuhr man nach Berlin umsonst. Mädels waren auch dabei da waren die Abende recht kurzweilig.
Das sind so meine errinerungen an die Zeit.


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14.09.2020 20:42 (zuletzt bearbeitet: 14.09.2020 20:45)
#144
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Ferienlager vom Betrieb meines Vater aus fast immer in Schulen/Internaten von Sprechbehinderten-Schulen, mit denen die Firma partnerschaftliche Beziehungen hatten. So waren überall in der DDR Möglichkeiten, wo es solche ausreichend große Schulen mit den entsprechenden Einrichtungen (Schlafplätze, Küche u.a.) waren. So war es anfangs Hirzbach/Th.Wd., dann auch Eberswalde und mehrfach auch Sellin. Wenn Morgenapell erfolgt sein sollte, war er so, daß ich ihn nicht in mein Gedächtnis gespeichert hatte. Mein Vater war einige Male dort als Wirtschaftsleiter eingesetzt. Er war immer von den Kindern umringt, wenn er spannende Geschichten aus seiner Soldatenzeit erzählte. Kampf mit Wölfen in Norwegen und mit Skorpionen in Afrika. Er konnte das richtig spannend ausschmücken. Habe mal eines der wenigen Fotos angehangen, die diese Zeit zeigen.
Weiterhin war ich in den großen Ferien meist in meinem Heimatdorf beim Onkel und nahm an den Ferienspielen teil. Auch dort erlebten wir fast täglich für uns Kinder spannende Erlebnisse. Meine Oma (Vaters Mutter, die dort wohnte) schmierte die Brötchen für unterwegs. Brötchen, Wurst und Butter wurden von den Bauern gespendet.
Marmelade gab es sowohl im Ferienlager als auch den Ferienspielen immer im großen 10 l-Pappeimer, der dann in die Näpfchen aufgeteilt wurde. Mein Erinnenrungen an diese Zeit sind susschließlich positiv.


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14.09.2020 21:33 (zuletzt bearbeitet: 14.09.2020 21:38)
#145
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Zitat von DoreHolm im Beitrag #145
Ferienlager...Hirzbach/Th.Wd.,...


Seit wann liegt Hirzbach im Thüringer Wald, DoreHolm?

(Quellen der Anlage: Screenshots aus www)

1. Kompanie, MSR 3, Soldat, Gefreiter


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14.09.2020 22:18 (zuletzt bearbeitet: 14.09.2020 22:20)
#146
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Hohenstücken, Du hast teilweise Recht. Hatte es verwechselt, einmal weil irgendwann kürzlich der Ortsname Hirzbach genannt wurde und außerdem tatsächlich eine Ferienlager der Firma meines Herrn in Hirzbach stattfand. Aber da war ich schon aus diesem Alter raus, erinnere mich aber noch, daß ich mit meinem Vater mal dort mit dem Firmen-PKW (ein alter DKW(?), der mit der Holzlattenkarosse) dort hin fuhr, um was zu klären. Es muß um 60 gewesens ein (da war ich 13). Jedenfalls hatte sich mein Vater oben im Gebirge wohl irgendwo im dichten Nebel verfranst und ich erinnere mich noch, wie wir plötzlich an einem Schlagbaum mit Posten standen. Nach kurzer Unterhaltung fuhren wir dann weiter. Weiß aber nicht, ob wir da kehrt machten um den richigen Weg zu finden oder durchgelassen wurden. Meine jüngeren Schwestern waren dort im Ferienlager. Hirschbach war das Ferienlager, wo ich mehrfach war und das liegt bei Altendambach, ca. 10 - 15 m OSO südlich von Suhl.
Schaumal in Google Earth. Da gibt es einige Hirzbäche. Hinter einem davon steht Leutenberg. Das ist es. Im Thüringer Schiefergebirge. Das rechte Bild zeigt also das Hirzbach, was ich jetzt meine.


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14.09.2020 22:24
#147
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DoreHolm...es war Spaß!!!

1. Kompanie, MSR 3, Soldat, Gefreiter


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14.09.2020 22:33
#148
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Zitat von Hohenstücken7072 im Beitrag #148
DoreHolm...es war Spaß!!!


War trotzdem gut. Das hat mich an das Ferienlager Hirzbach und die Geschichte dazu wieder erinnert.


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14.09.2020 23:13
#149
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Ferienlager– Ferienspiele– (Zentrales) Pionierlager– Pionierrepublik– Schwimmlager– Betriebsferienlager– Lager für Arbeit und Erholung....bereit zum Ossiquiz ?

http://www.p-messerschmidt.homepage.t-online.de/schu04d.htm

Gar nicht so einfach, ohne Hilfe alles aufzuzählen und dann auch noch zu erklären sowie die jeweiligen Perspektiven, z. B. der Lehrer, Betreuer, Teilnehmer, ortsansässigen Kinder des Gastgeber– Ortes zu reflektieren.
Hat eigentlich jemand in einem Lager für Arbeit und Erholung seinen Wunschberuf gefunden ?
Nach meiner Erinnerung waren diese (letzteren) Lager durch relativ kurze Entfernungen gekennzeichnet, ich selbst war am D 3 (Drehpunkt 3) bei Etzdorf (BKK/ BKW Gustav Sobottka Röblingen) mit meiner Truppe untergebracht, von dort aus ging es vormittags auf den Acker zum Steine lesen, andere mußten zum Obstbau „Walter Schneider“ zum Süßen See oder auch in den Forst Ziegelroda.
Für die Lehrer, die in den Ferienlagern dabei waren muß dieser Job der Horror gewesen sein, da sie praktisch 24 h im Dienst waren.
Erinnern kann ich mich noch daran, einmal einen Stundenlohn von 2,50 M abgezogen bekommen zu haben, weil ich unbedingt einen Mitstreiter ein rohes Ei im Haar verreiben mußte, der uns zu ungepflegt aussah und in der Werbung gerade Ei– Shampoo von Schwarzkopf thematisiert wurde.
Andere waren aber auch zu Streichen inspiriert und so war man mal Täter und mal Opfer, der Geldabzug hat uns aber schon gejuckt zumal man bei der Auszahlung nochmal gefragt wurde, warum einige Hartgeld und der Lohntüte hatten und die Bestarbeiter einen roten Friedrich (50 M) bekamen.

Viele leben zu sehr in der Vergangenheit.
Aber die Vergangenheit soll ein Sprungbrett sein aber kein Sofa.


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02.10.2020 22:13 (zuletzt bearbeitet: 02.10.2020 22:15)
avatar  Kesti
#150
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Ich war nur einmal im Ferienlager in Strausberg und ich erinnere mich an eine schöne Zeit. Da mein Bruder in einer anderen Gruppe war wie ich und dort ein Mädchen war, welches ihre beste Freundin in meiner Gruppe hatte, haben das Mädchen und ich einfach die Gruppen getauscht. Es gab dort Nachtwanderungen, Lagerfeuer und wir haben sehr viel unternommen. Dort habe ich übrigens in einem See Schwimmen gelernt, natürlich unter Aufsicht. Es war ein Betriebsferienlager und wurde auch vom Betrieb, wo mein Vater arbeitete, organisiert. Glücklicherweise hat man uns dort mit der sozialistischen Weltanschauung zum größten Teil in Ruhe gelassen. Geschlafen haben wir dort in Baracken, wo Doppelstockbetten waren. An das Essen kann ich mich nicht mehr so erinnern, nur, dass es mal Wassermelone gab und dass mein Bruder sich mal in einer Postkarte an meine Eltern über das Essen beschwert hat, wobei es mir eigentlich geschmeckt hat.


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