Betriebsferienlager, Lager für Arbeit und Erholung

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21.06.2014 12:46
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#46
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Kann sich jemand noch an die Gruselgeschichten erinnern, die man sich so vor dem Einschlafen erzählt hat? Ich kann mich noch an die grüne, rote oder so ähnliche Hand erinnern. Bekomme es aber nicht mehr zusammen.

LG von der Moskwitschka


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21.06.2014 13:58
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#47
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Oh ja dieGruselgeschichten ,vom Schlitzer ,vom nackten Mann vom Kinderfänger !
In jedem Ferienlager fanden sich ein paar ,welche speziell den Kleinen Angst machen wollten.
Aber die Spässe waren auch nicht von ohne . Wer erinnert sich nicht an zugenähte Hosenbeine ,mit Zahnpasta oder Schuhcreme beschmierte Türklinken oder Wasserschüsseln im Bett .
Bei den Jugendferienlagern kam noch Liebeskummer und Discomanie dazu !


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21.06.2014 14:31
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#48
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Betriebsferienlager war für mich als Kind der DDR der Höhepunkt der Ferien. Für 10 Ostmark hatten wir 2 Wochen wunderschönen
Urlaub in Zinnowitz auf Usedom
im betriebseigenen Ferienheim mit allem damaligen Komfort und hatten jeden Tag ein volles Programm mit Ausflügen,Wanderungen
und anderen Veranstaltungen.
Ich denke noch heute an diese schöne Zeit zurück, in der ich viele Freunde gefunden habe.


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21.06.2014 14:56
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#49
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Zitat von FRITZE im Beitrag #47

Bei den Jugendferienlagern kam noch Liebeskummer und Discomanie dazu !



Bei Liebeskummer fällt mir noch was ein, was sogar Bezug zur Grenze hat.
In einem der Ferienlager war ich von einem Mädchen sowas von begeistert, einfach hin und weg. Die Begeisterung hielt auch nach dem Ferienlager noch an. Ich wusste nur, dass das schöne Kind im Grenzgebiet in Ellrich wohnte. 1964 (?) an einem Sonntag wurde das Fahrrad unter den Hintern geklemmt und auf ging es von Nordhausen in einem großen Umweg Richtung Ellrich, bis mir irgendwo hinter Kehmstedt ein Schlagbaum den Weg versperrte. Ein Posten war nicht zu sehen, also wurde das Fahrrad unter dem Schlagbaum durchgezogen. Irgendwann kam ich auch in Ellrich an. Nur, was ich nicht wusste, war die Straße, in der das schöne Kind wohnen sollte. Nach ein paar Runden durch Ellrich musste ich mein Vorhaben aufgeben und bin Richtung Woffleben nach Hause geradelt. Hinter Woffleben erwartete mich der nächste Schlagbaum, der bewacht war. Der Genosse Wachtmeister holte mich ganz schnell runter von meinem Drahtesel und verpasste mir nach einer ausführlichen Befragung eine ordentliche Standpauke. Ein paar Jahre später hätte das Ganze völlig anders enden können.

"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)


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21.06.2014 15:53
avatar  KARNAK
#50
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Zitat von furry im Beitrag #2
@Batrachos , einige Antworten auf Deine Fragen kannst Du nachlesen unter dem Thema Meine Kindheit .ein wenig davon möchte ich einmal schreiben!
Was mich betrifft, so war ich regelmäßig in den Sommerferien in einem Ferienlager. Erinnern kann ich mich aber nicht ab und bis zu welchem Alter man teilnehmen durfte.
Nun hole ich mal etwas weiter aus, weil beim Nachdenken sofort ein längerer Film in meinem Kopf abläuft.
Die besten Erinnerungen habe ich an zwei oder drei Aufenthalte in der Schobsemühle bei Gehren (Thür. Wald). Das war eine ehemalige Waldgaststätte, die Ferienheim der Reichsbahn war. Die Mädchen waren in dem festen Gebäude und wir Jungs in einem Barackenanbau untergebracht. Für uns Jungs waren die sanitären Einrichtung noch weniger als spartanisch. Zum Waschen und Zähneputzen ging es in die vorbeifließende Schobse. Die Waschtaschen, auch Kulturbeutel genannt, standen auf den Wurzeln der umstehenden Bäume und wir bis zu den Knien im Gebirgsbach. Toilette war ein Donnerbalken am Waldrand, in den ab und an etwas Chlorkalk gegeben wurde. Einmal in der Woche marschierten wir in eine nahegelegenes Flußspatbergwerk zum Duschen. Ansonsten haben wir sehr schöne horizonterweiternde Wanderungen und Ausflüge gemacht. Dazu fällen mir eine Glashütte und eine Sprungschanze bei Arnstadt ein. Für einen 10jährigen (?) Pimpf waren das damals ohne TV-Vorbildung schon Erlebnisse. Zu der Zeit besaß man auch schon ein Taschenmesser, mit dem Wanderstöcke geschnitzt wurden. Einmal haben mich meine Eltern auf der Heimreise aus diesem Ferienlager in Erfurt abgefangen, um gemeinsam die IGA zu besuchen. Ich muss schlimm ausgesehen haben, denn zuerst ging es an den Anger in ein Kaufhaus, um mich frisch einzukleiden. Rückblickend waren das aber die schönsten Ferienlager.
Durch nicht weiter zu erklärende Umstände bin ich auch mal in einem Ferienlager der Grenztruppen gelandet. Das war auf Rügen in Bobbin in einer zu dem Zeitpunkt leerstehenden Kaserne. Die Ostsee habe ich da nur höchstens dreimal gesehen. Interessant waren Ausflüge nach Saßnitz und zur Insel Hiddensee. Das waren dann schon die schönen Erlebnisse. Weniger schön empfunden habe ich die ständige Exerzierausbildung. Jede Bewegung in der Gruppe wurde im Gleichschritt und mit links- oder rechtsschwenk Marsch absolviert. Bei dieser Vorbildung hätte man mir Jahre später ein halbes Jahr Grundausbildung erlassen können. Trotz Ostsee liegt mir dieses Ferienlager noch heute im Magen.

Um Gottes Willen, bist Du Dir sicher das Du wirklich im Ferienlager warst?

"Das Unglück ist,dass jeder denkt, der Andere ist wie er,und dabei übersieht, dass es auch anständige Menschen gibt."


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21.06.2014 16:06
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#51
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Zitat von KARNAK im Beitrag #50
Zitat von furry im Beitrag #2
@Batrachos , einige Antworten auf Deine Fragen kannst Du nachlesen unter dem Thema Meine Kindheit .ein wenig davon möchte ich einmal schreiben!
Was mich betrifft, so war ich regelmäßig in den Sommerferien in einem Ferienlager. Erinnern kann ich mich aber nicht ab und bis zu welchem Alter man teilnehmen durfte.
Nun hole ich mal etwas weiter aus, weil beim Nachdenken sofort ein längerer Film in meinem Kopf abläuft.
Die besten Erinnerungen habe ich an zwei oder drei Aufenthalte in der Schobsemühle bei Gehren (Thür. Wald). Das war eine ehemalige Waldgaststätte, die Ferienheim der Reichsbahn war. Die Mädchen waren in dem festen Gebäude und wir Jungs in einem Barackenanbau untergebracht. Für uns Jungs waren die sanitären Einrichtung noch weniger als spartanisch. Zum Waschen und Zähneputzen ging es in die vorbeifließende Schobse. Die Waschtaschen, auch Kulturbeutel genannt, standen auf den Wurzeln der umstehenden Bäume und wir bis zu den Knien im Gebirgsbach. Toilette war ein Donnerbalken am Waldrand, in den ab und an etwas Chlorkalk gegeben wurde. Einmal in der Woche marschierten wir in eine nahegelegenes Flußspatbergwerk zum Duschen. Ansonsten haben wir sehr schöne horizonterweiternde Wanderungen und Ausflüge gemacht. Dazu fällen mir eine Glashütte und eine Sprungschanze bei Arnstadt ein. Für einen 10jährigen (?) Pimpf waren das damals ohne TV-Vorbildung schon Erlebnisse. Zu der Zeit besaß man auch schon ein Taschenmesser, mit dem Wanderstöcke geschnitzt wurden. Einmal haben mich meine Eltern auf der Heimreise aus diesem Ferienlager in Erfurt abgefangen, um gemeinsam die IGA zu besuchen. Ich muss schlimm ausgesehen haben, denn zuerst ging es an den Anger in ein Kaufhaus, um mich frisch einzukleiden. Rückblickend waren das aber die schönsten Ferienlager.
Durch nicht weiter zu erklärende Umstände bin ich auch mal in einem Ferienlager der Grenztruppen gelandet. Das war auf Rügen in Bobbin in einer zu dem Zeitpunkt leerstehenden Kaserne. Die Ostsee habe ich da nur höchstens dreimal gesehen. Interessant waren Ausflüge nach Saßnitz und zur Insel Hiddensee. Das waren dann schon die schönen Erlebnisse. Weniger schön empfunden habe ich die ständige Exerzierausbildung. Jede Bewegung in der Gruppe wurde im Gleichschritt und mit links- oder rechtsschwenk Marsch absolviert. Bei dieser Vorbildung hätte man mir Jahre später ein halbes Jahr Grundausbildung erlassen können. Trotz Ostsee liegt mir dieses Ferienlager noch heute im Magen.

Um Gottes Willen, bist Du Dir sicher das Du wirklich im Ferienlager warst?

Kristian, wen er älter wäre, würde ich denken, er war im Arbeitslager bei den Braunen gewesen, aber es passt nicht mit den Alter!
Grüsse steffen52


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21.06.2014 16:13
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#52
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Buna hatte mehrere KFL, eins in Glowe auf Rügen ,eins in Jösik in der Dübener Heide, eins in Friedrichsbrunn im Harz ,eins in Eckartsberga,und eins in Blankenburg/Hartz Goldbachmühle. 12 Mark für 3 Wochen. Hinzu kam das Taschengeld,das zum Teil durch die Aufsicht verwaltet wurde.
Oma so lieb, dann kam mal ein Zuschußschein im Brief mit!
Und ich musste jedes Jahr fahre, damit ich mal aus der Bunafahne (Karbidstaub) rauskam.
Das mit der Schuhkreme kenne ich auch.
Der Aptraum schlechthin war Parchim, ein zentrales Pionierferienlager, landschaftlich toll, mit Badesee,
aber lauter schwer Erziehbare auf dem Zimmer.


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21.06.2014 16:40 (zuletzt bearbeitet: 21.06.2014 16:41)
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#53
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Zur Aufbesserung des Taschengeldes im Ferienlager gab es damals einen Postkarten füllenden Spruch:
Liebe Eltern und Geschwister,
dass ich Geld brauch, das wisst ihr.
Verkauft die Katze und den Hund,
schickt mir's Geld und bleibt gesund.

Zu den Beiträgen von @KARNAK und @steffen52 .
In dem Grenztruppenferienlager war es leider so, dass wir z.B. zum Essen im Gleichschritt marschieren mussten. Den beruflichen Hintergrund der Betreuer in diesem Lager kannte ich nicht, es muss aber wohl ein militärischer gewesen sein.
Das war aber auch das einzige Ferienlager, dass ich in unangenehmer Erinnerung habe.

"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)


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21.06.2014 16:44 (zuletzt bearbeitet: 21.06.2014 16:45)
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#54
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( gelöscht )

Ja das liebe Taschengeld hat nie gereicht. Aber das scheint ein generationsübergreifendes Problem gewesen sein. Als mein Sohn das erste mal nach der 1. Klasse ins Ferienlager fuhr und wir das erst mal von ihm eine selbst geschriebene Poskarte bekommen haben, stand sinngemäß mit etlichen Rechtschreibfehlern - Mir geht es gut. Ich brauch Geld. Sogar den Grund nannte er - Er wollte sich ein Taschenmesser kaufen. Da standen mir dann die Haare zu Berge.

LG von der Moskwitschka


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21.06.2014 16:47
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#55
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Zitat von Moskwitschka im Beitrag #54
Ja das liebe Taschengeld hat nie gereicht. Aber das scheint ein generationsübergreifendes Problem gewesen sein. Als mein Sohn das erste mal nach der 1. Klasse ins Ferienlager fuhr und wir das erst mal von ihm eine selbst geschriebene Poskarte bekommen haben, stand sinngemäß mit etlichen Rechtschreibfehlern - Mir geht es gut. Ich brauch Geld. Sogar den Grund nannte er - Er wollte sich ein Taschenmesser kaufen. Da standen mir dann die Haare zu Berge.

LG von der Moskwitschka



stand da nicht,
schickt mir Geld,dann geht es mir gut?
Lutze

wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren


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21.06.2014 16:50
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#56
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Zitat von Moskwitschka im Beitrag #54
Ja das liebe Taschengeld hat nie gereicht. Aber das scheint ein generationsübergreifendes Problem gewesen sein. Als mein Sohn das erste mal nach der 1. Klasse ins Ferienlager fuhr und wir das erst mal von ihm eine selbst geschriebene Poskarte bekommen haben, stand sinngemäß mit etlichen Rechtschreibfehlern - Mir geht es gut. Ich brauch Geld. Sogar den Grund nannte er - Er wollte sich ein Taschenmesser kaufen. Da standen mir dann die Haare zu Berge.

LG von der Moskwitschka



Du hast aber gar kein Verständnis für Kinder, jedenfalls nicht für heran wachsende Jungs


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21.06.2014 16:51
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#57
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Zitat von Moskwitschka im Beitrag #54
Ja das liebe Taschengeld hat nie gereicht. Aber das scheint ein generationsübergreifendes Problem gewesen sein. Als mein Sohn das erste mal nach der 1. Klasse ins Ferienlager fuhr und wir das erst mal von ihm eine selbst geschriebene Poskarte bekommen haben, stand sinngemäß mit etlichen Rechtschreibfehlern - Mir geht es gut. Ich brauch Geld. Sogar den Grund nannte er - Er wollte sich ein Taschenmesser kaufen. Da standen mir dann die Haare zu Berge.
LG von der Moskwitschka



Hat die besorgte Mutti denn Geld für ein Taschenmesser geschickt?
Mein Hirschfänger, also so ein Ding mit Geweihstücken am Griff, liegt heute noch in meiner Werkzeugkiste.

"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)


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21.06.2014 16:53 (zuletzt bearbeitet: 21.06.2014 16:54)
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#58
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Zitat von Lutze im Beitrag #55

stand da nicht,
schickt mir Geld,dann geht es mir gut?
Lutze


Nee @Lutze Bestimmt nicht. Er kannte seine Mutter und ist taktisch klug vorgegangen. Um es abzukürzen, wir haben ihm dann unter der Bedingung, dass wir das Taschenmesser gemeinsam zu hause aussuchen, Geld geschickt. Das Thema hat uns übrigens damals fast die gesamten Sommerferien beschäftigt - das erste Taschenmesser unser Sohnes.

LG von der Moskwitschka


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21.06.2014 16:55
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Zitat von Lutze im Beitrag #55
Zitat von Moskwitschka im Beitrag #54
Ja das liebe Taschengeld hat nie gereicht. Aber das scheint ein generationsübergreifendes Problem gewesen sein. Als mein Sohn das erste mal nach der 1. Klasse ins Ferienlager fuhr und wir das erst mal von ihm eine selbst geschriebene Poskarte bekommen haben, stand sinngemäß mit etlichen Rechtschreibfehlern - Mir geht es gut. Ich brauch Geld. Sogar den Grund nannte er - Er wollte sich ein Taschenmesser kaufen. Da standen mir dann die Haare zu Berge.

LG von der Moskwitschka



stand da nicht,
schickt mir Geld,dann geht es mir gut?
Lutze


Ja der Spruch zog sich dann hin bis zu Armeezeit, in etwa so.

Oma,willste Deinen Enkel retten--so schicke in Geld und Zigaretten
verkaufe die Ziege und den Hund und bleib bis auf weiteres gesund.


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21.06.2014 16:56
#60
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Zitat von Moskwitschka im Beitrag #58
Zitat von Lutze im Beitrag #55

stand da nicht,
schickt mir Geld,dann geht es mir gut?
Lutze


Nee @Lutze Bestimmt nicht. Er kannte seine Mutter und ist taktisch klug vorgegangen. Um es abzukürzen, wir haben ihm dann unter der Bedingung, dass wir das taschenmesser gemeinsam zu hause aussuchen, Geld geschickt. Das Thema hat uns übrigens damals fast die gesamten Sommerfrein beschäftigt - das erste Taschenmesser unser Sohnes.

LG von der Moskwitschka



da stimmt wieder der Spruch:

kleine Kinder - kleine Sorgen,
große Kinder - große Sorgen

wir haben das auch durch @Moskwitschka, aber das gehört wohl dazu Kinder großzuziehen

schönen Sonntag noch allen, gruß h.


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