Nahtstelle der Erinnerung:An der Grenze zwischen Freiheit und Unfreiheit

05.08.2009 14:45
avatar  Angelo
#1
avatar

Die Stars and Stripes, die im US-Beobachtungsposten aufgezogen sind, im Rücken, vor Augen die innerdeutsche Grenze mit ihren mörderischen Sperranlagen und im Kopf die allgegenwärtige Gefahr eines Angriffs: So haben die amerikanischen Soldaten hier, auf einer windigen Kuppe der Rhön, über Jahre, Jahrzehnte hinweg ihren Dienst versehen. 24 Stunden Alarmbereitschaft, 365 Tage im Jahr. In den Stiefeln schlafen und wissen, wenn der eine, der echte Alarm kommt, ist das der Beginn des Dritten Weltkriegs – und der Anfang vom kurzen Ende des eigenen Lebens.Hier im US Observation Post Alpha, kurz OP Alpha, ging es um alles. Die Grenze zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik markierte die Trennlinie zwischen Freiheit und Unfreiheit. Die Nato ging in ihren Krisenszenarien davon aus, dass ein Angriff des Warschauer Pakts mit seiner konventionellen Überlegenheit an dieser Stelle am wahrscheinlichsten wäre. Die DDR reichte hier im sogenannten Fulda Gap am weitesten in die Bundesrepublik hinein, ohne Gegenwehr wäre Frankfurt mit seinen wichtigen Militärbasen in wenigen Stunden erreichbar gewesen; innerhalb von 48 Stunden hätten sowjetische Panzer am Rhein stehen können – das Aus für die Freiheit in Westeuropa. Das Abwehrszenario sah den Einsatz von taktischen Atomwaffen vor.

weiterlesen
http://www.merkur.de/2009_32_Nahtstelle_...tml?&no_cache=1


 Antworten

 Beitrag melden
Bereits Mitglied?
Jetzt anmelden!
Mitglied werden?
Jetzt registrieren!