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#221

RE: Schießwütige Grenzposten

in Mythos DDR und Grenze 26.06.2014 17:44
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Zitat von passport im Beitrag #220
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Nach Aussagen ehemaliger bulgarischer Grenzoffiziere, die die bulgarische Zeitschrift "Anti" schon Anfang 1993 veröffentlichte, zahlte die DDR-Botschaft in Sofia bulgarischen Grenzern für jeden getöteten DDR-Flüchtling eine Prämie in Höhe von 2000 Lewa, damals umgerechnet etwa 1000 D-Mark - im bettelarmen Bulgarien ein kleines Vermögen. Außerdem wurden die Todesschützen mit mehreren Tagen Sonderurlaub ausgezeichnet, eine auch in der DDR und in anderen Ostblockländern übliche Praxis. Ehemalige bulgarische Mitarbeiter der DDR-Botschaft in Sofia bestätigten der Zeitschrift seinerzeit, dass bulgarische Grenzer bei "vereitelten Grenzdurchbrüchen" Kopfgelder aus der DDR erhalten hätten. Der Bericht blieb in Deutschland aber weitgehend unbeachtet.

Im Grenzstreifen verscharrt

Sollten DDR-Behörden tatsächlich Kopfgelder an bulgarische Grenzer für die Tötung fluchtwilliger Bürger gezahlt haben, würde das möglicherweise auch erklären, warum einzelne ostdeutsche Flüchtlinge in Bulgarien mit Schüssen in den Hinterkopf regelrecht exekutiert wurde
. usw. usw.


Für diesen geschriebenen Unsinn (Spiegel-Online) gibt es keine Beweise oder Unterlagen. Wenn ich dann lese : "...ehemalige bulgarische Mitarbeiter der DDR-Botschaft....." was soll das. An anderer Stelle wird behauptet es handelt sich um ein "Geheimdokument"
Also kannte auch eine bulgarische Putzfrau dieses "Geheimdokument"

Und dann 2000 Lewa (ca. 6000,-DDR-Mark) Abschußprämie !? Jeder "schiesswütige Grenzer" beisst sich im Nachgang in den eigenen A....weil er sowas nicht bekommen hat.


Im übrigen haben wir dieses Thema schon einmal durchgekaut !

Tod an der verlängerten Mauer in Bulgarien (2)



passport


@ passsport

Vielleicht hilft dieser Link für eine gewisse Glaubwürdigkeit
http://f3.webmart.de/f.cfm?id=2165073&r=threadview&t=2841547

Helfen könnte er dir ein wenig . ratata


zuletzt bearbeitet 26.06.2014 17:48 | nach oben springen

#222

RE: Schießwütige Grenzposten

in Mythos DDR und Grenze 26.06.2014 17:46
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Zitat von Freienhagener im Beitrag #218
Wie denn? Antrag gestellt, genehmigt und fort?
Muß man erklären, daß es für die große Mehrheit die Alternativen nicht gab - erst in den letzten Jahren der DDR im Ausnahmefall.
Es gab meist kein ODER.
Sonst hätten wir tatsächlich unsere Ruhe gehabt.

Na ebend, es war ja nicht so einfach, Antrag stellen und fort, nö! Im Schnitt vier Jahre. Und manch einer zerbrach auch und wird heut als Martyrer wahrgenommen. Doch hätten nun diese Kreise das wahre Ausmaß der Grenzsicherung gekannt, na mit Reisebussen währens vorgefahren, und statt einer Spur auf dem Sechser hätten wir Trampelpfade bis Heerstraßen gehabt. Der schnellste Weg sich aus dem Sozialsystemen der DDR zu lösen war übrigens der Freikauf nach einer Verurteilung, am besten nach Kapitel 2 (Verbrechen gegen die Deutsche Demokratische Republik) oder Kapitel 8 (Straftaten gegen die staatliche Ordnung) des besonderen Teils des StGB von 1968. Und erst in den letzten drei Jahren nahmen die genehmigten Privatreisen deutlich zu, damit dann ebend auch die Zahl der Verbleiber. Somit war das Nichtzurückkommen von einer NSW-Reise, aber erst in den späten 80zigern, dann wohl der eleganteste Weg in den güldenen Westen.
Und übrigens, Ruhe hatten wir Grenzer ganz vorne dann schon, neun von zehn hopps-genommenen 213er-Verurteilten sahen nichtmal den Klingelzaun, geschweige denn den Grenzzaun röhmisch Eins.


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


LO-Wahnsinn hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#223

RE: Schießwütige Grenzposten

in Mythos DDR und Grenze 26.06.2014 18:12
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Zitat von ratata im Beitrag #221
@ passsport
Vielleicht hilft dieser Link für eine gewisse Glaubwürdigkeit
http://f3.webmart.de/f.cfm?id=2165073&r=threadview&t=2841547

Na nicht wirklich, zumal das Thema 'Appelius' ja nun schon öfters mal angesprochen wurde, ein weiteres Beispiel ...
Die Deutsche Einheit - eine Illusion #404
oder auch, zwar schon etwas älter ...
Getötete Flüchtlinge in Bulgarien #124

Oder mal für die linksklick-Verweigerer mal was für eine eigne Recherche ...
Die von Prof. (apl.) Appelius öfters erwähnte Quelle, die bulgarische Zeitschrift "Anti" in einer Ausgabe von Anfang 1993.
Yau, also genau so gibt ein seriöser Wissenschaftler Quellen an, odär. Mal abgesehen davon, gibts überhaupt eine bulgarische Zeitschrift namens 'анти' oder notfalls auch noch 'против' (heißt dagegen auf kyrillisch)


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


zuletzt bearbeitet 26.06.2014 18:13 | nach oben springen

#224

RE: Schießwütige Grenzposten

in Mythos DDR und Grenze 26.06.2014 18:20
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Zitat von Kalubke im Beitrag #219
... Im Falle der in Berlin 1967 an der Grenze getöteten Kinder versuchte das MfS den Angehörigen laut Medienbericht einzureden, dass sie bei einem "Badeunfall" ums Leben kamen. Sie wurden heimlich und anonym eingäschert.
Sogar so heimlich, das es nichtmal die chronik-der-mauer.de kennt? Da finden sich für 1967 gerade mal zwei Fälle. Nun aber beides keine Kinder und einer sogar nichtmal erschossen. Aber dafür gewiss nicht weniger tragisch, besonders der ertrunkene Pole ...
http://www.chronik-der-mauer.de/index.ph...Index/id/593923

Also Frage @Kalubke nach der Quelle seines im #219 erwähnten Medienberichtes, oder möchtest Du gerne auf Appelius-Niveau dich hier weiter einbringen?


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


zuletzt bearbeitet 26.06.2014 18:20 | nach oben springen

#225

RE: Schießwütige Grenzposten

in Mythos DDR und Grenze 26.06.2014 18:39
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Zitat von ratata im Beitrag #221
Zitat von passport im Beitrag #220
@Schuddelkind


Nach Aussagen ehemaliger bulgarischer Grenzoffiziere, die die bulgarische Zeitschrift "Anti" schon Anfang 1993 veröffentlichte, zahlte die DDR-Botschaft in Sofia bulgarischen Grenzern für jeden getöteten DDR-Flüchtling eine Prämie in Höhe von 2000 Lewa, damals umgerechnet etwa 1000 D-Mark - im bettelarmen Bulgarien ein kleines Vermögen. Außerdem wurden die Todesschützen mit mehreren Tagen Sonderurlaub ausgezeichnet, eine auch in der DDR und in anderen Ostblockländern übliche Praxis. Ehemalige bulgarische Mitarbeiter der DDR-Botschaft in Sofia bestätigten der Zeitschrift seinerzeit, dass bulgarische Grenzer bei "vereitelten Grenzdurchbrüchen" Kopfgelder aus der DDR erhalten hätten. Der Bericht blieb in Deutschland aber weitgehend unbeachtet.

Im Grenzstreifen verscharrt

Sollten DDR-Behörden tatsächlich Kopfgelder an bulgarische Grenzer für die Tötung fluchtwilliger Bürger gezahlt haben, würde das möglicherweise auch erklären, warum einzelne ostdeutsche Flüchtlinge in Bulgarien mit Schüssen in den Hinterkopf regelrecht exekutiert wurde
. usw. usw.


Für diesen geschriebenen Unsinn (Spiegel-Online) gibt es keine Beweise oder Unterlagen. Wenn ich dann lese : "...ehemalige bulgarische Mitarbeiter der DDR-Botschaft....." was soll das. An anderer Stelle wird behauptet es handelt sich um ein "Geheimdokument"
Also kannte auch eine bulgarische Putzfrau dieses "Geheimdokument"

Und dann 2000 Lewa (ca. 6000,-DDR-Mark) Abschußprämie !? Jeder "schiesswütige Grenzer" beisst sich im Nachgang in den eigenen A....weil er sowas nicht bekommen hat.


Im übrigen haben wir dieses Thema schon einmal durchgekaut !

Tod an der verlängerten Mauer in Bulgarien (2)



passport


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Vielleicht hilft dieser Link für eine gewisse Glaubwürdigkeit
http://f3.webmart.de/f.cfm?id=2165073&r=threadview&t=2841547

Helfen könnte er dir ein wenig . ratata




Naja Passport.....

So ne kleine Bildungsreise ins Hauptquartier der BSTU koennte Dir mal wirklich nicht schaden,natuerlich nur meine private Meinung.

Wie hoch die Belohnung oder Belobigung der BGT war ist die eine Sache,die andere waere,die Bulgaren haben irgenwann mitbekommen,das die DDR
"eingefangenen Grenzverletzer" erst einmal in den Knast gesteckt hat und dann fuer "etwas"mehr Valutamark in den Westen verscherbelte.
Nu koennte man ja sagen dumm gelaufen Bulgarien,die Valutas haetten sie wohlmoeglich gern selbst verdient.

BO

P.S. im uebrigen gibt es ausreichend Veroeffentlichungen im Netz(Taetigkeitsberichte etc.diese Links koennen Dir doch nicht verborgen geblieben sein oder hats wieder einmal etwas nicht gegeben,was es nicht geben sollte.


Hapedi und IM Kressin haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 26.06.2014 18:42 | nach oben springen

#226

RE: Schießwütige Grenzposten

in Mythos DDR und Grenze 26.06.2014 19:29
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Zitat von 94 im Beitrag #224


Also Frage @Kalubke nach der Quelle seines im #219 erwähnten Medienberichtes, oder möchtest Du gerne auf Appelius-Niveau dich hier weiter einbringen?


http://www.tagesspiegel.de/berlin/die-le...den/103388.html

www.tagesspiegel.de/berlin/das-leben-geh...ter/693056.html

... bin nicht ganz so fix mit meiner EDV. Bei mir rennen da drin noch die Hamster im Laufrad.

Dass es Absprachen zwischen Ostberlin und Sofia bezüglich der Zusammenhaltung der Herde von ostdeutschen Touristenschäfchen in Bulgarien gab, ist doch unstrittig, oder? Ich selbst habe damals in Achtopol gesehen, dass die Grenzgebietsschilder auf bulgarisch/deutsch waren und auch an der Straße sitzende Bulgaren, mit unübersehbarer Aufmerksamkeit gerade für ostdeutsche Tramper. Also auffälliger konnte man den IM "Mastika" gar nicht platzieren.

Gruß Kalubke



94 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 27.06.2014 08:41 | nach oben springen

#227

RE: Schießwütige Grenzposten

in Mythos DDR und Grenze 26.06.2014 19:36
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Zitat von Boelleronkel im Beitrag #225
Zitat von ratata im Beitrag #221
Zitat von passport im Beitrag #220
@Schuddelkind


Nach Aussagen ehemaliger bulgarischer Grenzoffiziere, die die bulgarische Zeitschrift "Anti" schon Anfang 1993 veröffentlichte, zahlte die DDR-Botschaft in Sofia bulgarischen Grenzern für jeden getöteten DDR-Flüchtling eine Prämie in Höhe von 2000 Lewa, damals umgerechnet etwa 1000 D-Mark - im bettelarmen Bulgarien ein kleines Vermögen. Außerdem wurden die Todesschützen mit mehreren Tagen Sonderurlaub ausgezeichnet, eine auch in der DDR und in anderen Ostblockländern übliche Praxis. Ehemalige bulgarische Mitarbeiter der DDR-Botschaft in Sofia bestätigten der Zeitschrift seinerzeit, dass bulgarische Grenzer bei "vereitelten Grenzdurchbrüchen" Kopfgelder aus der DDR erhalten hätten. Der Bericht blieb in Deutschland aber weitgehend unbeachtet.

Im Grenzstreifen verscharrt

Sollten DDR-Behörden tatsächlich Kopfgelder an bulgarische Grenzer für die Tötung fluchtwilliger Bürger gezahlt haben, würde das möglicherweise auch erklären, warum einzelne ostdeutsche Flüchtlinge in Bulgarien mit Schüssen in den Hinterkopf regelrecht exekutiert wurde
. usw. usw.


Für diesen geschriebenen Unsinn (Spiegel-Online) gibt es keine Beweise oder Unterlagen. Wenn ich dann lese : "...ehemalige bulgarische Mitarbeiter der DDR-Botschaft....." was soll das. An anderer Stelle wird behauptet es handelt sich um ein "Geheimdokument"
Also kannte auch eine bulgarische Putzfrau dieses "Geheimdokument"

Und dann 2000 Lewa (ca. 6000,-DDR-Mark) Abschußprämie !? Jeder "schiesswütige Grenzer" beisst sich im Nachgang in den eigenen A....weil er sowas nicht bekommen hat.


Im übrigen haben wir dieses Thema schon einmal durchgekaut !

Tod an der verlängerten Mauer in Bulgarien (2)



passport


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Vielleicht hilft dieser Link für eine gewisse Glaubwürdigkeit
http://f3.webmart.de/f.cfm?id=2165073&r=threadview&t=2841547

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Naja Passport.....




So ne kleine Bildungsreise ins Hauptquartier der BSTU koennte Dir mal wirklich nicht schaden,natuerlich nur meine private Meinung.

Wie hoch die Belohnung oder Belobigung der BGT war ist die eine Sache,die andere waere,die Bulgaren haben irgenwann mitbekommen,das die DDR
"eingefangenen Grenzverletzer" erst einmal in den Knast gesteckt hat und dann fuer "etwas"mehr Valutamark in den Westen verscherbelte.
Nu koennte man ja sagen dumm gelaufen Bulgarien,die Valutas haetten sie wohlmoeglich gern selbst verdient.

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P.S. im uebrigen gibt es ausreichend Veroeffentlichungen im Netz(Taetigkeitsberichte etc.diese Links koennen Dir doch nicht verborgen geblieben sein oder hats wieder einmal etwas nicht gegeben,was es nicht geben sollte.







@Boelleronkel


Tja, und was sollte ich da finden ?



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#228

RE: Schießwütige Grenzposten

in Mythos DDR und Grenze 26.06.2014 19:40
von Freienhagener | 6.079 Beiträge | 9001 Punkte
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Zitat von 94 im Beitrag #222
Zitat von Freienhagener im Beitrag #218
Wie denn? Antrag gestellt, genehmigt und fort?
Muß man erklären, daß es für die große Mehrheit die Alternativen nicht gab - erst in den letzten Jahren der DDR im Ausnahmefall.
Es gab meist kein ODER.
Sonst hätten wir tatsächlich unsere Ruhe gehabt.

Na ebend, es war ja nicht so einfach, Antrag stellen und fort, nö! Im Schnitt vier Jahre. Und manch einer zerbrach auch und wird heut als Martyrer wahrgenommen. Doch hätten nun diese Kreise das wahre Ausmaß der Grenzsicherung gekannt, na mit Reisebussen währens vorgefahren, und statt einer Spur auf dem Sechser hätten wir Trampelpfade bis Heerstraßen gehabt. Der schnellste Weg sich aus dem Sozialsystemen der DDR zu lösen war übrigens der Freikauf nach einer Verurteilung, am besten nach Kapitel 2 (Verbrechen gegen die Deutsche Demokratische Republik) oder Kapitel 8 (Straftaten gegen die staatliche Ordnung) des besonderen Teils des StGB von 1968. Und erst in den letzten drei Jahren nahmen die genehmigten Privatreisen deutlich zu, damit dann ebend auch die Zahl der Verbleiber. Somit war das Nichtzurückkommen von einer NSW-Reise, aber erst in den späten 80zigern, dann wohl der eleganteste Weg in den güldenen Westen.
Und übrigens, Ruhe hatten wir Grenzer ganz vorne dann schon, neun von zehn hopps-genommenen 213er-Verurteilten sahen nichtmal den Klingelzaun, geschweige denn den Grenzzaun röhmisch Eins.


Wie gesagt, es war die Ausnahme.

Den Eindruck, daß die Freigekauften nur opponierten, um ins Gefängnis und dann in den Westen zu kommen, willst Du aber nicht vermitteln, oder?

Zuerst der Knast, nicht nur paar Tage. Der Freikauf war bis zuletzt unsicher. Manche erfuhren erst davon, als man sie in den Bus setzte.
Andere wollten gar nicht in den Westen und wurden ausgebürgert.
Also lassen wir das besser.


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)


zuletzt bearbeitet 26.06.2014 19:43 | nach oben springen

#229

RE: Schießwütige Grenzposten

in Mythos DDR und Grenze 26.06.2014 19:51
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Erstes Halbjahr 1989
38.917 gesamt für BRD / WB
27.507 Bürger im Arbeitsfähigen Alter
Darunter 1.076 aus Strafvollzugseinrichtungen.
8.977 Kinder
2.433 Alters und Invalidenrentner
In Ihrer Qualifikation nach befanden sich unter diesen DDR – Bürgern – ausgenommen Alters und Invalidenrentner –
17.111 Facharbeiter
4.159 Personen mit abgeschlossener Hoch – bzw. Fachschulausbildung darunter 339 Ärzte und Zahnärzte und 258 Lehrer aus der Volksbildung.



zuletzt bearbeitet 26.06.2014 19:52 | nach oben springen

#230

RE: Schießwütige Grenzposten

in Mythos DDR und Grenze 26.06.2014 20:37
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Zitat von Alfred im Beitrag #229
Einige Zahlen zu den ständigen Ausreisen :

Ständige Ausreisen:

Erstes Halbjahr 1989
38.917 gesamt für BRD / WB
27.507 Bürger im Arbeitsfähigen Alter
Darunter 1.076 aus Strafvollzugseinrichtungen.
8.977 Kinder
2.433 Alters und Invalidenrentner
In Ihrer Qualifikation nach befanden sich unter diesen DDR – Bürgern – ausgenommen Alters und Invalidenrentner –
17.111 Facharbeiter
4.159 Personen mit abgeschlossener Hoch – bzw. Fachschulausbildung darunter 339 Ärzte und Zahnärzte und 258 Lehrer aus der Volksbildung.


Danke für die Zahlen,
schon beachtlich,was alles wegwollte
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren


IM Kressin hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#231

RE: Schießwütige Grenzposten

in Mythos DDR und Grenze 26.06.2014 20:40
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Das waren die realisierten ständigen Ausreisen.



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#232

RE: Schießwütige Grenzposten

in Mythos DDR und Grenze 26.06.2014 21:10
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Zitat von Alfred im Beitrag #229
Einige Zahlen zu den ständigen Ausreisen :

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Erstes Halbjahr 1989
38.917 gesamt für BRD / WB
27.507 Bürger im Arbeitsfähigen Alter
Darunter 1.076 aus Strafvollzugseinrichtungen.
8.977 Kinder
2.433 Alters und Invalidenrentner
In Ihrer Qualifikation nach befanden sich unter diesen DDR – Bürgern – ausgenommen Alters und Invalidenrentner –
17.111 Facharbeiter
4.159 Personen mit abgeschlossener Hoch – bzw. Fachschulausbildung darunter 339 Ärzte und Zahnärzte und 258 Lehrer aus der Volksbildung.



also, @Alfred das waren aber auch undankbare Staatsbürger. Statt jeden Tag einen Kniefall vor Erich zu machen, was er für ein großer Führer ist und wie dankbar man ihm für die Ausbildung ist, wollten sie einfach zu den kapitalistischen Ausbeutern im Westteil unseres Landes. ts, ts, ts


Hapedi und IM Kressin haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#233

RE: Schießwütige Grenzposten

in Mythos DDR und Grenze 26.06.2014 21:15
von Alfred | 7.419 Beiträge | 1768 Punkte
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Zitat von Gert im Beitrag #232
Zitat von Alfred im Beitrag #229
Einige Zahlen zu den ständigen Ausreisen :

Ständige Ausreisen:

Erstes Halbjahr 1989
38.917 gesamt für BRD / WB
27.507 Bürger im Arbeitsfähigen Alter
Darunter 1.076 aus Strafvollzugseinrichtungen.
8.977 Kinder
2.433 Alters und Invalidenrentner
In Ihrer Qualifikation nach befanden sich unter diesen DDR – Bürgern – ausgenommen Alters und Invalidenrentner –
17.111 Facharbeiter
4.159 Personen mit abgeschlossener Hoch – bzw. Fachschulausbildung darunter 339 Ärzte und Zahnärzte und 258 Lehrer aus der Volksbildung.



also, @Alfred das waren aber auch undankbare Staatsbürger. Statt jeden Tag einen Kniefall vor Erich zu machen, was er für ein großer Führer ist und wie dankbar man ihm für die Ausbildung ist, wollten sie einfach zu den kapitalistischen Ausbeutern im Westteil unseres Landes. ts, ts, ts


Mir ist nicht bekannt, dass entsprechendes verlangt wurde.
Aber Du wirst die Gründe der 38.917 Personen sicher kennen.



passport hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#234

RE: Schießwütige Grenzposten

in Mythos DDR und Grenze 26.06.2014 21:20
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Zitat von ratata im Beitrag #221
Zitat von passport im Beitrag #220
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Nach Aussagen ehemaliger bulgarischer Grenzoffiziere, die die bulgarische Zeitschrift "Anti" schon Anfang 1993 veröffentlichte, zahlte die DDR-Botschaft in Sofia bulgarischen Grenzern für jeden getöteten DDR-Flüchtling eine Prämie in Höhe von 2000 Lewa, damals umgerechnet etwa 1000 D-Mark - im bettelarmen Bulgarien ein kleines Vermögen. Außerdem wurden die Todesschützen mit mehreren Tagen Sonderurlaub ausgezeichnet, eine auch in der DDR und in anderen Ostblockländern übliche Praxis. Ehemalige bulgarische Mitarbeiter der DDR-Botschaft in Sofia bestätigten der Zeitschrift seinerzeit, dass bulgarische Grenzer bei "vereitelten Grenzdurchbrüchen" Kopfgelder aus der DDR erhalten hätten. Der Bericht blieb in Deutschland aber weitgehend unbeachtet.

Im Grenzstreifen verscharrt

Sollten DDR-Behörden tatsächlich Kopfgelder an bulgarische Grenzer für die Tötung fluchtwilliger Bürger gezahlt haben, würde das möglicherweise auch erklären, warum einzelne ostdeutsche Flüchtlinge in Bulgarien mit Schüssen in den Hinterkopf regelrecht exekutiert wurde
. usw. usw.


Für diesen geschriebenen Unsinn (Spiegel-Online) gibt es keine Beweise oder Unterlagen. Wenn ich dann lese : "...ehemalige bulgarische Mitarbeiter der DDR-Botschaft....." was soll das. An anderer Stelle wird behauptet es handelt sich um ein "Geheimdokument"
Also kannte auch eine bulgarische Putzfrau dieses "Geheimdokument"

Und dann 2000 Lewa (ca. 6000,-DDR-Mark) Abschußprämie !? Jeder "schiesswütige Grenzer" beisst sich im Nachgang in den eigenen A....weil er sowas nicht bekommen hat.


Im übrigen haben wir dieses Thema schon einmal durchgekaut !

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Nee, bei den Link kommt mir das Grausen,so ein Scheiß.


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#235

RE: Schießwütige Grenzposten

in Mythos DDR und Grenze 27.06.2014 00:02
von Kalubke | 2.807 Beiträge | 1697 Punkte
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Zitat von passport im Beitrag #227


@Boelleronkel


Tja, und was sollte ich da finden ?



z.B. das:

BStU Reihe B Analysen und Berichte Nr.1/98: Tantzscher Monika: Die verlängerte Mauer, Die Zusammenarbeit der Sicherheitsdienste der Warschauer-Pakt-Staaten bei der Verhinderung von "Republikflucht"

Kapitel 6.3 Bulgarien,
Kapitel 6.3.1 Rechtshilfeverträge
Rechtshilfevertrag vom 27.01.1958,
Einsatz von MfS Operativgruppen,
Einsatz einer Beobachtergruppe der HA VIII,
Protokoll der Zusammenarbeit auf dem Gebiet des Tourismus zwischen den Abteilungen des MfS der DDR und der VR Bulgarien von 1971 (Informationsaustausch, Einsatz von operativer Technik in Hotels),
Vereinbarung zwischen dem Leiter der Hauptabteilung Untersuchung (HA IX) des MfS und dem Leiter der Hauptabteilung Untersuchung des MdI der VR Bulgarienüber über den Rechtsverkehr in Zvil-, Familien und Strafsachen vom 12.10.1978, Protokoll vom 12.11.1985

Gruß Kalubke



zuletzt bearbeitet 27.06.2014 08:43 | nach oben springen

#236

RE: Schießwütige Grenzposten

in Mythos DDR und Grenze 27.06.2014 00:10
von passport | 2.906 Beiträge | 897 Punkte
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Zitat von Kalubke im Beitrag #235
Zitat von passport im Beitrag #227


@Boelleronkel


Tja, und was sollte ich da finden ?



z.B. das:

BStU Reihe B Analysen und Berichte Nr.1/98: Tantzscher Monika: Die verlängerte Mauer, Die Zusammenarbeit der Sicherheitsdienste der Warschauer-Pakt-Staaten bei der Verhinderung von "Republikflucht"

Kapitel 6.3 Bulgarien,
Kapitel 6.3.1 Rechtshilfeverträge
Rechtshilfevertrag vom 27.01.1958,
Einsatz von MfS Operativgruppen,
Einsatz einer Beobachtergruppe der HA VIII,
Protokoll der Zusammenarbeit auf dem Gebiet des Tourismus zwischen den Abteilungen des MfS der DDR und der VR Bulgarien von 1971 (Informationsaustausch, Einsatz von operativer Technik in Hotels), V
Vereinbarung zwischen dem Leiter der Hauptabteilung Untersuchung (HA IX) des MfS und dem Leiter der Hauptabteilung Untersuchung der MdI der VR Bulgarienüber den Rechtsverkehr in Zvil-, Familien und Strafsachen vom 12.10.1978, Protokoll vom 12.11.1985

Gruß Kalubke




@Kalubke

Dazu benötige ich nicht die BStU !




Einfach dieses Buch lesen und man ist im Bilde.


passport



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#237

RE: Schießwütige Grenzposten

in Mythos DDR und Grenze 27.06.2014 01:00
von Moskwitschka (gelöscht)
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Zitat von Freienhagener im Beitrag #228

Den Eindruck, daß die Freigekauften nur opponierten, um ins Gefängnis und dann in den Westen zu kommen, willst Du aber nicht vermitteln, oder?

Zuerst der Knast, nicht nur paar Tage. Der Freikauf war bis zuletzt unsicher.



Hätte ich das nicht in einer Doku von einem Zeitzeugen gehört - kommentiert mit: das Gefängnis als Fluchtweg, hätte ich das auch nicht geglaubt:



Ab ca. 30:20 in einer Doku über HSH.

Da stellt man sich automatisch die Frage - Ein Einzelfall? Wenn er aber in einer solchen Doku so herausgestellt wird, dann gehe ich davon aus, das es kein Einzelfall ist. Oder doch?

Alles nicht so einfach.

LG von der Moskwitschka


zuletzt bearbeitet 27.06.2014 01:01 | nach oben springen

#238

RE: Schießwütige Grenzposten

in Mythos DDR und Grenze 27.06.2014 06:16
von Kalubke | 2.807 Beiträge | 1697 Punkte
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Zitat von passport im Beitrag #236



@Kalubke

Dazu benötige ich nicht die BStU !




Einfach dieses Buch lesen und man ist im Bilde.


passport


Hi @passport,

Danke für den Buchhinweis, werde ich mir auf jeden Fall besorgen. Ost Pfütze als Leiter der Abt. HA IX/10 (Internationale Zusammenarbeit) der MfS-HA IX (Untersuchung) wird sicher an der Erarbeitung der Vereinbarungen über den Rechtsverkehr zwischen der DDR und der VR Bulgarien von 1978 und 1985 maßgeblichen Anteil gehabt haben. Vieleicht war auch er eine Art Geheimdiplomat des MfS in besonderer Mission, zumindest aber einer, der über die tatsächlichen Vorgänge bestens Bescheid wissen müsste.

Gruß Kalubke



passport hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 27.06.2014 12:16 | nach oben springen

#239

RE: Schießwütige Grenzposten

in Mythos DDR und Grenze 27.06.2014 07:11
von Schuddelkind | 3.725 Beiträge | 444 Punkte
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Zitat von passport im Beitrag #220



Für diesen geschriebenen Unsinn (Spiegel-Online) gibt es keine Beweise oder Unterlagen.

Und dann 2000 Lewa (ca. 6000,-DDR-Mark) Abschußprämie !? Jeder "schiesswütige Grenzer" beisst sich im Nachgang in den eigenen A....weil er sowas nicht bekommen hat.

passport



Naja, die Aufarbeitung ist wohl etwas zäh, aber mit der Behauptung, es gäbe keine Beweise oder Unterlagen, begibst du dich auf dünnes Eis...........

" Bisher konnten 20 Todesfälle von flüchtenden DDR-Bürgern an der bulgarischen Grenze in den Archiven der bulgarischen Staatssicherheit nachgewiesen werden."

"Gisela Kallenbach, ehemaliges Mitglied des Europäischen Parlamentes, berichtete von ihrer Beteiligung an der Aufarbeitung des bulgarischen Geheimdienstes und von den ersten Akten, die sie im Mai 2008 überreicht bekam. Dabei handelte es sich um die Akten von den Toten an der bulgarischen Grenze. Bis heute bleibe der Prozess der Aufarbeitung in Bulgarien recht schwerfällig. Vor jeder neuen Wahl gebe es das Versprechen, dass die Geschichte aufgearbeitet werden soll. Passiert sei aber bis heute nicht viel."

Aber um Fair zu bleiben, bei der "Abschußprämie" handelt es sich definitiv um eine klassische Ente!
"Zum Abschluss räumte Freya Klier noch mit einem Gerücht auf. Demzufolge sollte die Stasi eine Kopfgeldprämie für jeden getöteten Flüchtling ausgesetzt haben. In ihren Recherchen fand sie darauf jedoch keinerlei Hinweise. Möglich waren lediglich Sonderurlaube für die an den "Zwischenfällen" beteiligten Grenzer."


Was aber nix an der Tatsache ändert, dass bulgarische Grenzer zahlreiche DDR-Bürger ermordet haben, obwohl sie schon aufgegeben hatten.

". So wurden auch zwei männliche Jugendliche aus Leipzig, die im März 1980 über die Grenze in den Westen wollten, trotz erhobener Hände als Zeichen ihrer Aufgabe von bulgarischen Grenzsoldaten erschossen."

http://www.bstu.bund.de/DE/InDerRegion/L...tversuche.html


Leider kann man den Film"Tod, wo andere Urlaub machten" im Netz nicht aufspüren..........


Intellektuelle spielen Telecaster
IM Kressin hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#240

RE: Schießwütige Grenzposten

in Mythos DDR und Grenze 27.06.2014 07:27
von Gelöschtes Mitglied
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@ schuddelkind ,

die Dokumentation , lief mal vor ca. 3 Jahren im Fernsehen . Habe sie auch gesehen . ratata


Schuddelkind hat sich für diesen Beitrag bedankt
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