Frauen hatten in der DDR wenig zu lachen

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05.08.2009 11:52
avatar  Angelo
#1
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Eines war in der DDR doch immerhin gut, heißt es immer wieder: Die Frauen waren gleichberechtigt, sie hatten Jobs und die Kinder wurden umfassend. betreut. Das Ideal der werktätigen Frau und Mutter war aber eben nur das - ein Ideal.Die Feministin und Gründerin des Unabhängigen Frauenverbandes Tatjana Böhm hat die Realität der DDR-Frauen ganz anders wahrgenommen. Tatjana Böhm machte wie viele andere Frauen in der DDR die Erfahrung, dass Frauen zwar arbeiten konnten, die Männer aber deshalb noch lange nicht den Haushalt machten. Frauen, die keine Mütter sein wollten oder homosexuell waren, wurden vom Staat regelrecht benachteiligt. Irène Bluche hat Tatjana Böhm an ihrem alten Arbeitsplatz getroffen, der Akademie der Wissenschaften am Gendarmenmarkt.

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http://www.inforadio.de/radio_zum_lesen/...rechtlerin.html


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06.08.2009 00:47
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#2
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S51

Na ja, diese Probleme hatten eher wenig mit dem System der DDR an sich zu tun als mit der allgemeinen Rollenverteilung an sich. Die resultierte in der DDR wie auch in ganz Europa aus geschichtlichen und gesellschaftlichen Traditionen und wesentlich anders ist es auch heutzutage nicht. Der Staat schaffte Voraussetzungen aber er konnte traditionelles Rollenverständnis in den Köpfen nicht ändern. Aus der Sicht der Feministinnen hätte er es vorschreiben und durchsetzen müssen ohne Rücksicht darauf, dass das nun wieder auch nur eine Diskriminierung wäre. Nur halt anders herum.
Die grenzenlose Freiheit der einen durch Vorschriften und Gesetze gegen die Freiheit anderer durchzusetzen oder dies zu fordern ist auch nicht besser als jede andere Bevormundung.
Oder einfacher formuliert: Als lediger Mann, damals noch ohne Kind, hatte ich, was Urlaubsplätze, Dienstfrei, Ansprüche auf Wohnung und geringeren Verdienst betraf, die gleichen Nachteile gegenüber Verheirateten oder Kollegen mit Kindern wie Frauen unter gleichen Bedingungen. Warum sollten dann jene besser dran sein? Weil sie Frauen oder nicht hetero sind? Was hätte eine solche Forderung mit Gleichberechtigung zu tun?


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26.05.2010 22:01
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#3
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Habe einmal einen älteren Fred aktiviert und mir den Link von Angelo zu dieser Frau Tatjana Böhm durchgelesen.
Kann mir Einer sagen, ob die Frau einen Mann an ihrer Seite zum damaligen Zeitpunkt hatte? Weil, im Text steht nichts davon.

R-M-R


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01.06.2010 20:05
avatar  94
#4
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94

_Rainer-Maria-Rohloff_> Kann mir Einer sagen, ob die Frau einen Mann an ihrer Seite zum damaligen Zeitpunkt hatte?

Hallo RMR, Wikipedia ist hier nicht besonders hilfreich, habe trotzdem eine Antwort auf Deine Frage gefunden:
Im Sommer 1989 war Tatjana Böhm Mitte 30, verheiratet, hatte eine kleine Tochter und arbeitete als Soziologin in der Akademie der Wissenschaften. Sie entsprach dem Idealbild der DDR-Frau.
[Quelle: http://www.inforadio.de/radio_zum_lesen/...rechtlerin.html]

[Edit 1.6.2010 20:06]
Uppps, das ist ja der gleiche Link, den Don Angelone schon gepostet hat, tschuldischung *grins*


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01.06.2010 20:57
#5
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hallo Freunde,
das ist offensichtlich nur eine sehr allg. Aussage. Und, für meine Frau mit Sicherheit nicht zutreffend. Nach ihrer Lehre konnte sie problemlos ein Studium aufnehmen. Danach lernten wir uns kennen und gründeten unsere Familie. Als Leiterin und Schichtarbeiterin ging es garnicht anders, sodass ich auch mit häuslichen Pflichten betraut wurde, einschließlich der Kinderbetreuung. Ein Folgestudium, nach Feierabend mit monatl. Konsultationen außerhalb unseres Wohnortes, mußten ebenfalls von mir mit abgesichert werden. Ihre berufl. Funktion nach erfolgreichem Studium veränderte sich. Sie genoss Hochachtung und Vertrauen aller männl. Kollegen und der Betriebsleitung. Wichtig: auch die Entlohnung erfolgte gleichberechtigt!!

mfG
Torpedoschlosser


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01.06.2010 23:05
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#6
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94 du weilst wieder unter uns, mir fällt ein Stein vom Herzen und torpedoschlosser, ich kenne zwei Dutzend ähnlicher junger Leute. damals junger Leute, die Kinder neben dem Studium bekommen haben und doch was aus ihrer beruflichen Laufbahn machen konnten.
Das war die DDR, wie sie leibt und lebte und nicht dieser Rückschritt, dieser Rückschritt ins Mittelalter von Heute.

R-M-R


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02.06.2010 08:27
avatar  Corres
#7
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In der DDR wurde der Haushaltstag 1952 gesetzlich für verheiratete Frauen eingeführt. Ab 1965 galt er auch für unverheiratete Frauen mit Kindern unter 18 Jahren, und 1977 wurde das Anrecht auf den Haushaltstag auch unverheirateten, vollzeitbeschäftigten Frauen ab 40 Jahren ohne Kinder sowie teilweise auch Männern (alleinstehend, mit Kindern oder mit erkrankter Ehefrau unter bestimmten Bedingungen) zugestanden. Nach der Wiedervereinigung wurde der Haushaltstag 1994 auch in den neuen Bundesländern durch das Arbeitszeitgesetz abgeschafft.
(Quelle: Wikipedia)
Weitere Themen wären: Zinsloser Kredit für junge Ehen, Vergünstigungen für kinderreiche Familien, Gleichberechtigung zwiscehn Mann und Frau... etc.
Gruß Corres
Gruß Corres


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02.06.2010 10:15
#8
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Tjaaa, in der DDR war alles auf's Konventionelle ausgerichtet...lesbische Frauen kamen in der Idiologie nicht vor....oder kennt da jemand Maßnahmen um diesen Menschen eine vernünftige Basis zu geben....????

Auch homosexuelle Männer lebten eher versteckt....

Immerhin ist ein nicht geringer Anteil der Menschheit homosexuell....und ja, das ist angeboren....

Mara


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02.06.2010 11:01
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#9
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Zitat von SkinnyTrucky
Tjaaa, in der DDR war alles auf's Konventionelle ausgerichtet...lesbische Frauen kamen in der Idiologie nicht vor....oder kennt da jemand Maßnahmen um diesen Menschen eine vernünftige Basis zu geben....????

Auch homosexuelle Männer lebten eher versteckt....

Immerhin ist ein nicht geringer Anteil der Menschheit homosexuell....und ja, das ist angeboren....

Mara


..............................................................................................
In der Ideologie beider deutscher Staaten kam dies nicht vor.
Der Deutsche möchte immer ein "Saubermann"sein, ausgestattet mit einer gewissen "Doppelmoral",aber so lebt
es sich am einfachsten.

Aber mal zurück zum Thema,

Ich kenne einige Meisterinnen und weibl.Ing´s aus Betrieben und wenn die was gesagt haben und das haben Sie öfters,dann
stand weder Ihre fachliche Eignung,noch Ihr Wissen in Frage.

So verallgemeinern würde ich das nicht


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02.06.2010 11:15
#10
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Zitat von Boelleronkel
In der Ideologie beider deutscher Staaten kam dies nicht vor.
Der Deutsche möchte immer ein "Saubermann"sein, ausgestattet mit einer gewissen "Doppelmoral",aber so lebt
es sich am einfachsten.



Zum Glück sind wir ja heute in der Hinsicht etwas weiter.....

Ich steh im Moment in Orte beim Hotel Millennium und gestern als ich hier eintrudelte und an dem langen Tisch voller holländischer Trucker mich setzte, bekam ich doch oft zu hören, das se Respekt haben, das ich so offen lebe....unter den Italienfahrer bin ich ja natürlich bekannt, wie ein bunter Hund....

....lustig dabei ist eher, das Leute, die nur von mir mal gehört haben, mich am meisten verurteilen....ich kann aber darauf setzen, das die die mich halt kennen, mich rigoros verteidigen gegenüber die angeblichen Moralapostel....das wird mir auch oft genug gesagt....

Mara....


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02.06.2010 12:55
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#11
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Bella, das mit der vernüftigen Basis von Homos und Lesben zu DDR-Zeiten musst du mir mal erklären? Also ich kannte etliche Leute, die vom anderen Ufer waren, aber sie posaunten es nicht so hinaus wie heutzutage, wo sogar noch Ümzüge gefahren werden und alles amüsiert sich über die schillernden Figuren auf den Wagen. das ist jetzt nicht abwertend gemeint, es ist nur so gemeint...damals in der DDR ging das Alles ruhiger, diskreter über die Bühne.
Es küssten sich keine Homos beim Fasching...mich schüttelt bei dem Gedanken...oder lesbische Frauen lagen sich in den Armen...da sag ich nix, bin doch ein Mann.
Bei Wohnungssuche damals, das konnte eventuell schon von Nachteil sein, weil eben Verheiratete Paare bevorzugt wurden, aber sonst?
Siehst du irgendwie berufliche Nachteile oder was meinst du mit deiner "vernünftigen Basis?".Der Chef meiner Schwiegermutter in einem damaligen öffentlichen Amt der DDR, der war verheiratet und stockschwul daneben.Alle wußten es und nichts ist passiert, das war normal.
Er kam immer mal mit nem blauen Auge, wenn er bei Schwulentreffen im Park in Leipzig von normalen Männern in der Toilette maßgenommen wurde, aber sonst, er war ihr Chef, angesehen, hatte was in der Birne und wie geschrieben, sein Leben war in Ordnung.
Das war die DDR, ein Homo und Staatsbürger der nichts, aber auch nichts auszustehen hatte."Außer seine blauen Augen..."

R-M-R


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02.06.2010 13:42
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#12
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( gelöscht )

Zitat von Rainer-Maria-Rohloff
Außer seine blauen Augen..."

R-M-R



Hallo Rainer, hier mal 2 links zu blauen Augen

http://www.pinkmelon.de/magazin/schminkt...entimental.html

https://www.youtube.com/watch?v=cbS7C2UyXCU


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02.06.2010 13:57
#13
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Zitat von Rainer-Maria-Rohloff
....damals in der DDR ging das Alles ruhiger, diskreter über die Bühne.
Es küssten sich keine Homos beim Fasching...mich schüttelt bei dem Gedanken...oder lesbische Frauen lagen sich in den Armen...da sag ich nix, bin doch ein Mann.



Siehste, du gehörst auch zur Riege der Doppelmoral....

....aber Hetros dürfen sich beim Fasching küssen oder was....sach ma....nur weil 90% der Menschheit hetro is, müssen die die andern 10% nich als unnormal finden....immerhin sucht sich keiner seine sexuelle Idendität aus, die is angeboren und nicht veränderbar....

....ah und bei Lesben drückst du ein Auge zu....warum eigendlich....??? Macht dich geil wah...etwas zu sehen, wat de eh nich flachlegen kannst....??? Versteh ich zwar nich aber hab mal gehört, dat dat nich so selten is bei Männern....du gibst es ja selbst als Begründung....is ja auch nich schlimm....

Und weiter gibt es genug Riten, wo Hetrosexualität zelebriert wird....nur Homos dürfen sich sprichwörtlich keine Federn in den Hintern stecken und fröhlich ausgelassen feiern....die sollen am liebsten nicht sichtbar sein....so wie die ganzen Hetros oder was....mein Gott, gerade die Hetros sind doch sichtbar als ma wat....

...mann-mann-mann RMR, starker Tobak von deiner Seite, findste nich....!!!!????

Weißte, mich schüttelt bei dem Gedanke, wie du deine Sexualität auslebst....nee, kleiner Scherz, tut et nich, is eh dein Ding....

Mich ärgert nur eins....das ich diesess Jahr nich nach Köln fahren kann zum CSD...da solltest du auch mal hinfahren....is einer der geilsten Stadtpartys der Welt....und nich nur von Homos und Lesben besucht....

groetjes uit Orte

Mara


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02.06.2010 14:02
#14
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Zitat von Feliks D.
Hallo Rainer, hier mal 2 links zu blauen Augen

http://www.pinkmelon.de/magazin/schminkt...entimental.html

https://www.youtube.com/watch?v=cbS7C2UyXCU





Hahahahahahaha, Feliks....dein Humor is echt Klasse.....



Mara


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02.06.2010 14:44
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#15
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( gelöscht )

Zitat von SkinnyTrucky


Weißte, mich schüttelt bei dem Gedanke, wie du deine Sexualität auslebst....nee, kleiner Scherz, tut et nich, is eh dein Ding....


ist opa rainer anders als die anderen ?
komm @mara, du weisst doch schon wieder mehr als die anderen...


zurück zum thema.
in der ddr konnte die gesellschaft schwer mit gleichgeschlechtlichen dingen umgehen. erst spät wurde der sogenannte "homo- paragraph" im strafgesetzbuch geändert. (jetzt wo ich das schreibe, bin ich der meinung, wir hatten das thema hier schon mal) homosexuelle trauten sich oft nicht, da sie angst hatten geächtet zu werden, über ihre sexuelle neigung zu sprechen. oftmals zog das bekanntwerden der homosexualität auch berufliche nachteile nach sich. viele homosexuelle wurden antragsteller auf ständige ausreise, in der hoffnung, dass sie im westen ihre sexualität besser ausleben könnten.
die gesellschaft tolerierte es auch, wenn halbstarke oder randgruppen ein "schwulen-klatschen" (für unbedarfte: verprügeln) organisierten bzw. veranstalteten.

die ddr und ihre führende partei hat sich damals viel vergeben, indem sie sich nicht lautstark hinter homosexuelle menschen stellte und diesen einen besonderen schutz gewährte.
die diskriminierung in der gesellschaft war vielfach, ein paar beispiele:
- keine adoption
- kein gemeinsamer wohnraum
- halb- bzw. militärische berufe waren unmöglich
- höhere leitungsfunktionen blieben versagt

ich selbst habe mich als jugendlicher oft über homosexuelle lustig gemacht. erst im mfs lernte ich, neben dem zuhören, dass diese menschen zwar anders sind, aber dafür oft sehr viel toleranter und ehrlicher. erst dadurch akzeptierte ich homosexuelle als völlig normal. was mich jedoch noch heute oftmals stört, ist diese aggressive, zur schau gestellte, homosexualität.


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