Mathias Rust: Hat er den Fall des Eisernen Vorhangs überhaupt erst möglich gemacht?

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04.06.2014 13:18von matloh
Frage
Mathias Rust: Hat er den Fall des Eisernen Vorhangs überhaupt erst möglich gemacht?

Hat Mathias Rust durch seine Landung auf dem Roten Platz, und den, dadurch entstandenen Wellen im politischen Gefüge der UdSSR, den Fall des Eisernen Vorhangs überhaupt erst möglich gemacht?

Zitat
Zudem nutzte Gorbatschow das Ereignis, sich von über 300 weiteren perestroika- und glasnostfeindlich eingestellten Generälen zu trennen.


Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Mathias_Rust

cheers matloh

04.06.2014 20:55von GZB1
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Zitat von SET800 im Beitrag #14
Zitat von GZB1 im Beitrag #11

Spätestens mit erreichen der Moskauer Luftverteidigungszone hätten die begleitenden MiG-23 die Cessna zur Landung zwingen müssen.



Hallo,
abschiessen ja, aber zur Landung auffordern, dazu braucht es langsamere Flugzeuge als MIG23. 100kn ist einwenig zu langsam für eine MIG23.



Stimmt, Landegeschwindigkeit MiG-23 235 km/h. Ein naher, kreuzender Vorbeiflug mit Wirbelschleppe hätte auch unmissverständlich gewirkt.

05.06.2014 07:49von ( gelöscht )
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Zitat von matloh im Beitrag #6
Wenn es die Landung auf dem Roten Platz nicht gegeben hätte und diese Militärs Gorbatschows Kurs abgelehnt hätten - wer weiß wie das Experiment Perestroika geendet hätte?

cheers matloh


Niemand. Und alle "was-wäre-wenn"-Überlegungen sind hoch spekulativ. Es kann sein, muss aber nicht sein, denn wie sich die geschassten Offiziere bei der weiteren Entwicklung verhalten hätten und welche Auswirkungen das gehabt hätte, ist völlig offen. Vielleicht war Rust ein Steinchen in der ganzen Geschichte, aber auf keinen Fall ein so großer, dass er die ganze Lawine hätte auslösen können.

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05.06.2014 08:59von ( gelöscht )
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Zitat von Harzwanderer im Beitrag #15
Hier sind Ausschnitte der Landung als Film. Der Typ ist irgendwie schräg. Werde nicht schlau aus dem.

https://www.youtube.com/watch?v=Wue02Y0lS38


Hallo miteinander,

danke für den Film. Sekunde 20 und folgende - mein Kommentar:
Hut ab vor dem Handwerk des Flieger-Kollegen Rust - ich hätte mir das nicht mit einer Cessna getraut. Höchstens mit dem Gleitschirm.
Heute dürfte das technisch kaum mehr möglich sein, da es inzwischen dort sicher mehr Autos gibt...
Ansonsten, mein Kommentar zu Rust:
Ein verrückter Abenteurer - ein bisschen was von ihm hab ich ja auch (nun gut, ich bedrohe keine Frauen, nur weil sie mich nicht küssen wollen ).
Dass Rust mit seiner Aktion die Perestroika von Gorbatschow befördert hat, glaube ich nicht.
Die wäre ohnehin passiert.
Um ein paar missliebige Generäle zu feuern, findet ein Staatschef immer einen Anlass - oder er schafft ihn. Wer die Macht hat, findet auch die Mittel, sich durchzusetzen. Er muss natürlich aufpassen, dass er nicht selbst ausgehebelt wird. Wer als Führungskraft in die Politik geht, sollte das wissen und beherrschen - sonst überlebt er nicht lange.

Gruss Hartmut

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05.06.2014 19:19von ( gelöscht )
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Er ist anscheinend nicht genau auf sondern direkt neben dem Roten Platz gelandet. Auf der ansteigenden Fläche vom Flussufer hoch zur Kathedrale, neben der Kremelmauer. Ist wohl ein Busparkplatz bei Großveranstaltungen oder so. Schon erstaunlich, dort einfach zu landen.



Das Flugzeug hängt heute im Berliner Verkehrsmuseum am Gleisdreieck.
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/co...athias_Rust.jpg

Sowieso sehenswert. Die haben in der großen Autosammlung auch einen persönlichen Jagdwagen von EH. (Range Rover, umgebaut)

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05.06.2014 19:29von ( gelöscht )
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Zitat von Harzwanderer im Beitrag #19
Er ist anscheinend nicht genau auf sondern direkt neben dem Roten Platz gelandet.
Wie ich weiter oben schon schrieb, ist Rust nicht auf dem Roten Platz gelandet.

Der Pilot ging auf der Großen Moskwa-Brücke nieder und fuhr anschließend bis zu einer Parkfläche neben der Basilius-Kathedrale, die am Roten Platz steht.

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05.06.2014 19:31von ( gelöscht )
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Der braucht 168 Meter reine Rollstrecke zum Landen. Knapp 400 Meter, wenn er über ein 15-Meter-Hindernis anfliegt bis zum Stillstand.

http://www.aerokurier.de/general-aviatio...-skyhawk/470448

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05.06.2014 19:32von ( gelöscht )
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Versucht hat er anscheinend aber erst den Platz. Dann ist er durchgestartet. Hier direkt am Leninmausoleum und vor Gorbis Arbeitszimmer.



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05.06.2014 20:09von ( gelöscht )
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Hallo!
Wenn man alles bedenkt,kommt mir einiges nicht astrein vor.
Wo hat er getankt,glaube kaum das er von der BRD durch fliegen konnte.
Er musste einige Länder überfliegen,auch diese haben nichts gemerkt?
Es sind einige Fragen offen,vielleicht haben wir hier einen Experten,der eine Antwort hat.
Gruß Rei

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05.06.2014 20:18von ( gelöscht )
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Abend, Gemeinde....
Ne, Tanken mußte Rust nicht.
Letzter Startpunkt war Helsinki, das sind bis Moskau rund 900 Km.
Reichweite der Cessna 172 - je nach Version, 1190 Km +
73 Hans

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05.06.2014 20:18von ( gelöscht )
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Er ist in Finnland gestartet und hat über der Ostsee Benzinkanister abgeworfen, damit man denken sollte, er sei dort abgestürzt. Die Finnen haben eine große Suchaktion nach ihm gestartet. Da war schon "kriminelle Energie" dahinter. Und eine erstaunlich gute Planung. Alles echt merkwürdig. Fliegerisch auch nicht übel umgesetzt. Was ist das nur für ein Typ?

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05.06.2014 20:45von eisenringtheo
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Was mich damals immer etwas erstaunte, war die Tatsache, dass die 1269 km lange Grenze der UdSSR zu Finnland weder zu Land (und offenbar auch in der Luft) kaum bewacht wurde. Eine Tatsache, welche für (fluchtwillige) DDR Bürger nicht uninteressant war.
Theo

05.06.2014 20:52von GZB1
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Die Cessna von Rust ist mit Einflug in den sowjet. Luftraum von der Luftabwehr erfasst worden.

05.06.2014 20:56von ( gelöscht )
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Man stelle sich das Gekreische vor,wäre der abgeschossen worden!

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05.06.2014 21:04von ( gelöscht )
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Zitat von damals wars im Beitrag #28
Man stelle sich das Gekreische vor,wäre der abgeschossen worden!

damals wars, Du kannst es nicht lassen!
Grüsse steffen52

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05.06.2014 21:27von icke46
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Zitat von eisenringtheo im Beitrag #26
Was mich damals immer etwas erstaunte, war die Tatsache, dass die 1269 km lange Grenze der UdSSR zu Finnland weder zu Land (und offenbar auch in der Luft) kaum bewacht wurde. Eine Tatsache, welche für (fluchtwillige) DDR Bürger nicht uninteressant war.
Theo


Das kann ich jetzt nicht so ganz nachvollziehen. Flüge mit Privatmaschinen von DDR-Bürgern in die SU waren wohl eher selten, so dass ihnen die laxe Luftraumüberwachung nichts brachte. Und ob man als Tourist aus der DDR so ohne Probleme an die finnische Grenze reisen konnte? Das kommt mir doch eher unwahrscheinlich vor.

Gruss

icke

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