Historische Verbrechen

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16.04.2014 22:13
#16
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Selbstmorde
Ruhla
1909
12.03
Der Wirt der Gaststätte zur Krone hat sich beim Bockbierfest im Zimmer seines Schwiegervaters aufgehängt.
7.10
Gestern erhängte sich der ehemaliger Maurer Schenk in seiner Wohnung. Trotz mehrmaliger Operation wurden seine Augen immer schlechter.
18.10
Der vor kurzem aus den Gefängnis entlassener Eigentümer J. erhängte sich in seiner Wohnung.

Thal
1909
14.08
Gestern vergiftete sich der Arbeiter Ernst Liebetrau im sogenanten Schoßgrund zwischern der Brauerei Heiligenstein und dem Güter Werk. Er stürzte im Sommer von einer Schaukel und wurde nicht mehr gesund.


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18.04.2014 08:35
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#17
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Die Kriminalgeschichte von Eisenach ist im Polizeimuseum in der Ernst - Thälmann - Strasse 78 ausgestellt. ( ehem. GT Stabsblock GAR 11 )

Neben originalen Akten u Täterfotos kann man auch alte Technik der Kriminalpolizei besichtigen zur Spurensicherung, Erkennungsdienst usw.

In 3 Räumen sind Uniformen , Waffen, Technik , Utensilien , Polizeigeschichte bis 1990 zu sehen.

Interessierte oder Gruppen können sich gerne telefonisch 03691 - 2610 oder auch schriftlich anmelden. Einmal im Jahr ( Sommer ) gibt es einen Tag der offenen Tür.


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18.04.2014 08:45
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#18
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Ein Bild vom Schnellkommando VPKA Eisenach 1960


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18.04.2014 08:51
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#19
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Einlaßkontrolle im VPKA Eisenach 1952 - noch mit blauer Uniform und 98 K durch Posten Schnellkommando.
Der alte Eingang war in der August Bebel Strasse gegenüber Gasthaus " Weimarer Hof ".


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18.04.2014 09:36
#20
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Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #15
Bin schon oft da vorbei gegangen, ist irgendwie gruselig wenn man solche Orte leibhaftig sieht und sich vorstellt was dort geschehen ist.
www.flickr.com/photos/41569813@N03/8294729699/
Das Haus steht schon ewig leer und ich denke der Laden der Ohme die eingeweckt wurde ist seit damals unberührt.
Den anfangs ermittelnden Polizisten soll er ja, entgegen des obigen Berichts, seine Schwester zubereitet aufgetischt haben und sie sollen das Essensangebot (1948) auch dankbar angenommen haben.


das habe ich schon vor Jahren in einem Buch gelesen welches von Hans Girod geschrieben wurde. Er ist ehemaliger Kriminalbeamter und hat auf Grund seines Wissens und seiner konnektion´s mehre Bücher über Krimminalfälle der DDR geschrieben und wie ich finde, es ist ihm sehr gut gelungen.
Falls Euch mal was von ihm in die Hände fällt, es lohnt sich immer!!! Soll ne kleine Empfehlung sein!!

gruß h.


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18.04.2014 09:55
#21
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Girod habe ich auch einiges, sehr gut.


Ich habe erst mal alle Kriminalfälle aus Ruhla usw., aus Treffurt, Lauchröden und von der Eisenbahn gesucht. bin jetzt im Jahre 1916, muß noch geschrieben und getippt werden. Dauert immer etwas lange.
Habe dabei gemerkt, das im Krieg wenige Meldungen ich finde, entweder gab es wenige Reporter oder die Täter waren alle an der Front.
habe auch sehr viel über Eisenach gelesen, bringe ich auch mal.
Trenne seit gestern die Morde und die Selbstmorde


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18.04.2014 17:53
#22
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Zitat von Moskwitschka im Beitrag #13
@turtle

Schau Dir das mal an


http://www.technoseum-blog.de/?p=437

Und rate mal woher dieser Automat kommt

LG von der Moskwitschka

EDIT Leipzig schien damals eine Hochburg bei der Herstellung von Spieluhren und -automaten gewesen zu sein http://www.alte-spieluhren.de/lochplatten_spieldosen.htm


Da der Automat in einer Gaststätte stand, nehme ich an, dass es ein Orchestrion war

Der vor 100 Jahren verstorbene Franz Rudolph Wurlitzer wurde Marktführer.
http://de.wikipedia.org/wiki/Franz_Rudolph_Wurlitzer
Sehr bald kamen statt der Metallscheiben Hollerith Lockkarten als Datenträger zur Anwendung


Theo


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21.04.2014 12:46
#23
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1909
Lauchröden
5.11
In der letzten Zeit fanden einige Einbrüche in Eisenach, Hörschel und in Lauchröden statt.
Am 4.11. ging der Müller von L. nachts auf die Straße, er hörte Geräusche in der Jütefeindischen Gaststätte, weckte den Gendarmerie-Wachtmeister Schödel auf. Der umstellte mit seinem Hund und dem Müller und seinem Sohn die Gaststätte und wartete bis der Dieb aus einem Fenster kam.
es ist der Arbeiter Hermann Ochs.


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21.04.2014 13:08
#24
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1910
Ruhla
2.05
Ein Mann fand unter einem Reisighaufen auf seinem Boden etwas lebendiges. Er holte den Wachtmeister Würzig. Beide fanden in einem Sack einen Mann, der sofort verhaftet wurde.

Thal
2.9
Die Eisenacher Ferienkammer verurteilte in 6 stündiger Verhandlung gestern den Lehrer Villing aus Kittelsthal zu 8 Monaten Gefängnis. Ihm wurde ein Verbrechen an eine 13 jährige Schülerin vorgeworfen.
2.11
Am 30.08 wurde in Ohrdruf die Frau Bockröder vom Täter Wilhelm Bach aus Hornhausen ermordet. Er konnte mit einem Fahrrad entkommen ,welches er am 23.09 verkaufen wollte um mit dem Erlös über die belgische Grenze zu entkommen. Der Ruhlaer Wachtmeister Würzig verhaftete ihn und seinem
Freund den Stallschweizer Alfred Forster aus Neustadt an der Saale.


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21.04.2014 14:48
#25
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Zum Schwerpunkt der Notzuchtverbrechen (heißt heute wohl Sexualdelikte) hier einmal aus der internen Zeitschrift "Die Volkspolizei" von 1957 ein paar Details aus der Vorgehensweise der damaligen Ermittler, verbunden mit recht bemerkenswerten Kritiken an die Adresse der Sachbearbeiter, die wohl nicht immer die notwendige Sorgfalt walten ließen und so die Ermittlungsarbeiten beeinträchtigten.



Zwar versuchte man Tätergruppen schon vorab einzukreisen, indem man gerade Sexualverbrechern Schwachsinn und geistige Unzurechnungsfähigkeit bescheinigte, oft war man damit jedoch auf dem Holzweg wie der Kreuzworträtselfall Jahrzehnte später noch dokumentieren sollte.
Ich meine, daß genau diese Vorsortierung der Verbrechensbekämpfung in diesem Segment eher abträglich war, unterstelle den Kriminalisten aber nicht, daß sie mit Blick auf Überarbeitung, den schnellen Erfolg oder gar Ruhm den Täter "passend" gemacht haben.
Skandale dieser Art sind ja kürzlich erst in den USA publik geworden.
Am Ende des Artikels stellt man fest, daß bei der Ermittlung solcher Straftaten sich zahlenmäßig das "Ertappen auf frischer Tat" mit dem langwierigem Ermittlungserfolg die Waage hielt, um den Sinn von einem ordentlichen Streifendienst zu bestätigen.
Vielleicht sollten unsere Innenminister des Bundes und der Länder so etwas einmal zur Kenntnis nehmen.

Viele leben zu sehr in der Vergangenheit.
Aber die Vergangenheit soll ein Sprungbrett sein und kein Sofa.

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21.04.2014 15:18
avatar  Merkur
#26
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Zitat von Hackel39 im Beitrag #25


Zwar versuchte man Tätergruppen schon vorab einzukreisen, indem man gerade Sexualverbrechern Schwachsinn und geistige Unzurechnungsfähigkeit bescheinigte, oft war man damit jedoch auf dem Holzweg wie der Kreuzworträtselfall Jahrzehnte später noch dokumentieren sollte.



Das man bei einem solchen Ereignis einschlägig Vorbestrafte oder Erfasste (in Richtung sex. Missbrauch von Kindern) überprüft, liegt in der Natur der Sache. Im Kreuzworträtselfall ging aber keine der aufgestellten Versionen in Richtung Schwachsinnige oder geistig Unzurechnungsfähige. Vielmehr bestätigten sich einige der aufgestellten Versionen zum Täter.


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21.04.2014 15:35
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#27
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ABV

Die Kriminalwissenschaft hat sich in den letzten Jahren enorm entwickelt. Dazu gehört unter anderem, dass mit dem Blödsinn einen Verbrecher quasi " an seinem Gesichtsausdruck zu erkennen" unbedingt dazu. Mörder und Vergewaltiger können auch hochintelligent und gut aussehend sein! Gerade solche Typen sind hochgefährlich. Wie das Beispiel des amerikanischen Serienmörder Ted Bundy zeigt. Auf den smarten Sunnyboy sind eine Menge Frauen hereingefallen und haben den "Irrtum" anschließend mit dem Leben bezahlt.

Gruß Uwe

21.04.2014 16:35
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#28
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Zitat von ABV im Beitrag #27
Die Kriminalwissenschaft hat sich in den letzten Jahren enorm entwickelt.
Gruß Uwe


Nur leider, so mein Eindruck, in Deutschland oftmals nicht. Hier habe ich den Eindruck, dass Lehre und Forschung oft nicht den gewachsenen Anforderungen entsprechen. Viele Betätigungsfelder, so z. B. die Kriminaltaktik, liegen brach.


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21.04.2014 16:43
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#29
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ABV

Ja, wahrscheinlich hapert es in Deutschland, wie so oft, am Geld. Dessen ungeachtet: was mich am meisten fasziniert, ist die Entwicklung der DNA-Analysen. Vor allem dann, wenn Morde die fünfzehn, zwanzig oder noch mehr Jahre zurückliegen, doch noch aufgeklärt werden können. Späte Gerechtigkeit ist besser als gar keine.
Aber auch da gbt es wieder Hindernisse: zum Beispiel wenn man nicht mehr genau klären kann, ob es sich tatsächlich um einen Mord oder um einen Totschlag handelte. Mord verjährt ja bekanntlich nicht. Totschlag jedoch nach dreißig Jahren. Meiner Meinung nach sollten Tötungsdelikte grundsätzlich nicht verjähren! Damit schafft man lange unentdeckt gebliebenen Tätern nur ein zusätzliches Schlupfloch.

Gruß Uwe

21.04.2014 16:52 (zuletzt bearbeitet: 21.04.2014 16:54)
#30
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Zum Thema Streifentätigkeit wäre es einmal interessant von den Aktiven zu erfahren, ob hier und heute immer noch von einer "Trefferqote" von 50 % (wie am Ende des Artikels bemerkt, Beitrag #25) auszugehen ist und ob eine solche Angabe von damals überhaupt seriös ist.
Gilt das Ansprechen eines Kindes durch eine unbekannte Person bereits als vereitelte Straftat oder mußte erst mehr passiert sein, z. B. eine sich anbahnende Entführung, wo waren die Grenzen für die statistische Erfassung, ab wann kam es zum Ermittlungsverfahren- damals und heute.
Leider nutzt die Polizei tatsächlich nicht die technischen Möglichkeiten des digitalen Medienzeitalters, das Potenzial dafür ist vorhanden.
Als ich einmal eine Wartezeit auf einen stark verspäteten Zug hatte, sprach ich an einem Infomobil der Polizei einen der Sachverstöändigen an, warum man sich in Deutschland so schwer damit tut, Handyaufnahmen offensichtlicher Straftaten nicht effizienter zu verwerten, so wie das z. B. in New York passiert.
Es würde eine einfache und überall verfügbare Email- Adresse, analog zum Notruf, genügen, um Filmaufnahmen, z. B. Sachbeschädigungen und Schlägereien sofort in die Ermittlungen einzubeziehen ohne Rücksicht auf Datenschutz und Informantenpreisgabe, das alles tut meiner Meinung nach überhaupt nichts zur Sache sobald der Schaden da ist.
Der Uniformierte sah mich recht irritiert an und meinte, daß so etwas technisch nicht so einfach ist und der Filmer sich in Gefahr bringen würde.
Mich überzeugt so etwas überhaupt nicht, ich fand es einfach nur borniert, ohne es ihm zu sagen und ging meiner Wege.

Viele leben zu sehr in der Vergangenheit.
Aber die Vergangenheit soll ein Sprungbrett sein und kein Sofa.

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