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#301

RE: wievieleTote gehen auf das Konto der Staatssicherheit?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 20.04.2014 14:14
von Merkur | 1.097 Beiträge | 272 Punkte
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Zitat von Lutze im Beitrag #298

Säckeweise liegen diese Dokumente auf einen Magdeburger Dachboden,
das hatten wir hier im Forum schon dazu
Lutze


Was ist der Inhalt dieser Säcke ?



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#302

RE: wievieleTote gehen auf das Konto der Staatssicherheit?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 20.04.2014 14:33
von thomas 48 | 3.982 Beiträge | 1272 Punkte
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Merkur,
ich wollte schon immer mal was wissen.
In Eisenach hat auch die MfS viele Papiere verbrannt und man konnte kaum was retten.
Meine Akte ,,Kartause,, hat man in Erfurt gefunden? Warum hat man die nicht in Eisenach aufgehoben?
Thomas



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#303

RE: wievieleTote gehen auf das Konto der Staatssicherheit?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 20.04.2014 14:57
von passport | 2.800 Beiträge | 403 Punkte
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Zitat von Lutze im Beitrag #298
Zitat von passport im Beitrag #297
Zitat von Lutze im Beitrag #296
Zitat von Zermatt im Beitrag #295
In den Anfangsjahren des Mfs ist doch einiges vertuscht worden was dieses Kapitel mit den Toten angeht.Später wurde ja alles dokumentarisch festgehalten.Aber da waren diese Vorfälle die Ausnahme.

bis zuletzt hat man vieles vertuscht,
viele Unterlagen des MfS wurden nicht umsonst beseitigt
Lutze


@Lutze

welche Dokumente wurden denn beseitigt ?


passport

Säckeweise liegen diese Dokumente auf einen Magdeburger Dachboden,
das hatten wir hier im Forum schon dazu
Lutze



@Lutze

Das musst Du hier schon ein bisschen näher erläutern !

Wo z.B. in was für einer Strasse war der Dachboden ? Kenne als Magdeburger diese Information überhaupt nicht !


passport



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#304

RE: wievieleTote gehen auf das Konto der Staatssicherheit?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 20.04.2014 15:09
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Zitat von passport im Beitrag #303
Zitat von Lutze im Beitrag #298
Zitat von passport im Beitrag #297
Zitat von Lutze im Beitrag #296
Zitat von Zermatt im Beitrag #295
In den Anfangsjahren des Mfs ist doch einiges vertuscht worden was dieses Kapitel mit den Toten angeht.Später wurde ja alles dokumentarisch festgehalten.Aber da waren diese Vorfälle die Ausnahme.

bis zuletzt hat man vieles vertuscht,
viele Unterlagen des MfS wurden nicht umsonst beseitigt
Lutze


@Lutze

welche Dokumente wurden denn beseitigt ?


passport

Säckeweise liegen diese Dokumente auf einen Magdeburger Dachboden,
das hatten wir hier im Forum schon dazu
Lutze



@Lutze

Das musst Du hier schon ein bisschen näher erläutern !

Wo z.B. in was für einer Strasse war der Dachboden ? Kenne als Magdeburger diese Information überhaupt nicht !


passport

extra für dich,
BStU-Außenstelle in Magdeburg,
Georg-Kaiser-Straße 7,
dort bastelt man eure ehemaligen Schnipsel zusammen
Lutze


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wer nicht kämpft hat schon verloren


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#305

RE: wievieleTote gehen auf das Konto der Staatssicherheit?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 20.04.2014 15:12
von thomas 48 | 3.982 Beiträge | 1272 Punkte
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Passport,
ich verstehe ja deine Frage an Lutze, nur du kannst ja nicht alles wissen-
In Magdeburg gibt es zig. tausende Dachböden und wahrscheinlich in der Wendezeit viele Gerüchte. Das meiste hat man ja wieder vergessen.
War ja in meiner kleinen Stadt auch so. Vieles hat man leider vergessen oder nicht aufgeschrieben
Thomas



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#306

RE: wievieleTote gehen auf das Konto der Staatssicherheit?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 20.04.2014 15:15
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Ich verstehe Lutzes Aussage so, dass während der Wendezeit auf einem Dachboden, irgendwo in Magdeburg, MfS-Dokumente gefunden und sichergestellt wurden. Da diese jetzt durch die BSTU-Außenstelle Magdeburg wieder rekonstruiert werden, müssten sie demnach zum Zeitpunkt der Auffindung bereits vorvernichtet gewesen sein.

Richtig@Lutze?

Gruß Uwe


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#307

RE: wievieleTote gehen auf das Konto der Staatssicherheit?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 20.04.2014 15:21
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Zitat von Merkur im Beitrag #293
Zitat von Schuddelkind im Beitrag #282
Heute kann aber kein Mediziner gezwungen werden, die Todesursache zu ändern. Die Trachtengruppe kann das zwar versuchen, aber wenn der Arzt sagt "Nö", dann ist Pumpe.


Gezwungen werden konnte damals ein Mediziner auch nicht. Aber sagen denn heute alle Ärzte Nö?

Mal ein Bsp. einer Ärztin aus Bayern:
"Am folgenden Montag wurde ich früh von einem Herrn der Kripo Erlangen angerufen. Ich wurde in barschem Ton gefragt, ob ich denn einen begründeten Verdacht auf eine gewaltsame beziehungsweise nicht natürliche Todesursache der Frau Z. hätte. Meiner etwas eingeschüchterten Antwort (...), dass ich keinen direkten Hinweis oder Beweis dafür hätte, dass aber die Todesursache unklar und unnachvollziehbar sei,, wurde eindringlich entgegengehalten, ob ich den wisse, welche Lawine ich mit so einem Leichenschein lostreten würde. (...)
Ich muss erklären, dass ich, als das alles über mich hereinbrach, noch relativ unerfahren war mit diesen Aspekten des ärztlichen Handelns, und ich gab letztlich nach. Ich erklärte mich bereit, einen neuen Leichenschein auszustellen, welcher dann von den Kripobeamten höchstpersönlich abgeholt wurde."

Ein anderer Mediziner aus NRW berichtet folgendes nach einem Notarzteinsatz mit ungeklärter Todesursache:
"Wenig später erhalte ich schon wieder einen Anruf. Diesmal ist es die Sekretärin meines Chefs, der zur Zeit im Urlaub weilt: Falls ich den Schein nicht ändere, sagt sie, hätte ich mit Ärger von Seiten des Chefarztes zu rechnen. Sie selbst kenne den Bestatter auch sehr gut, er habe sie daher gebeten, mich doch zur Vernunft zu bringen."

Noch Fragen ?




Das glaube ich weniger. Und zu deinen Beispielen: Sicher kommt so was bzw. wird es versucht, aber niemand ist dem Arzt weisungsbefugt, auch kein Chefarzt. Das ist Schwachsinn!


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#308

RE: wievieleTote gehen auf das Konto der Staatssicherheit?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 20.04.2014 15:25
von Lutze | 8.350 Beiträge | 1270 Punkte
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Zitat von ABV im Beitrag #306
Ich verstehe Lutzes Aussage so, dass während der Wendezeit auf einem Dachboden, irgendwo in Magdeburg, MfS-Dokumente gefunden und sichergestellt wurden. Da diese jetzt durch die BSTU-Außenstelle Magdeburg wieder rekonstruiert werden, müssten sie demnach zum Zeitpunkt der Auffindung bereits vorvernichtet gewesen sein.

Richtig@Lutze?

Gruß Uwe

nicht ganz,auch aus anderen Bezirken der ehemaligen DDR,
sind dort zerrissene Unterlagen des MfS zu finden
Lutze


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#309

RE: wievieleTote gehen auf das Konto der Staatssicherheit?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 20.04.2014 15:28
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Zitat von Alfred im Beitrag #284
Zitat von Schuddelkind im Beitrag #282
Heute kann aber kein Mediziner gezwungen werden, die Todesursache zu ändern. Die Trachtengruppe kann das zwar versuchen, aber wenn der Arzt sagt "Nö", dann ist Pumpe.


Woher hast Du denn diese Sicherheit ?

Würdest Du da Wetten abschließen ?

Konnten oder haben Mediziner in der DDR vielleicht auch "nein" gesagt ?

Ich bin auf Deine Informationen gespannt.



So langsam langweilt mich dein Spiel ein wenig. Beweis du mal lieber, dass es nie, niemals und unter keinem Fall dazu gekommen ist, das ein Todesfall durch das MfS verschleiert wurde! Und zwar detailliert mit Fakten, Fakten, Fakten.
Aber um deinen Wissensdurst zu stillen, ein Anästhesist bei uns hat zusätzlich Rechtsmedizin studiert und sich zu dem Thema eine interessante Masterarbeit geschrieben. Wenn ich ihn wieder sehe, werde ich ihm zu dem Thema ein paar Fragen stellen!


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#310

RE: wievieleTote gehen auf das Konto der Staatssicherheit?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 20.04.2014 15:29
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@Lutze
Und warum verweist du dann auf die BSTU-Außenstelle Magdeburg, um Passports Frage nach dem mysteriösen Dachboden zu beantworten?

Gruß Uwe


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#311

RE: wievieleTote gehen auf das Konto der Staatssicherheit?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 20.04.2014 15:54
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Zitat von ABV im Beitrag #310
@Lutze
Und warum verweist du dann auf die BSTU-Außenstelle Magdeburg, um Passports Frage nach dem mysteriösen Dachboden zu beantworten?

Gruß Uwe

les doch einfach meine Beiträge durch,
ist da was falsch dran?,
oder wird versucht,ein Thema abzuwürgen?
Lutze


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#312

RE: wievieleTote gehen auf das Konto der Staatssicherheit?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 20.04.2014 15:57
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Nein, ich versuche kein Thema abzuwürgen! Ich komme nur einfach nicht mit deinen Antworten klar. Weil sie ganz selten zu den Fragen passen.
Das wollte ich damit gesagt haben. Nicht mehr und auch nicht weniger!

Gruß Uwe


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#313

RE: wievieleTote gehen auf das Konto der Staatssicherheit?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 20.04.2014 16:08
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Zitat von ABV im Beitrag #312
Nein, ich versuche kein Thema abzuwürgen! Ich komme nur einfach nicht mit deinen Antworten klar. Weil sie ganz selten zu den Fragen passen.
Das wollte ich damit gesagt haben. Nicht mehr und auch nicht weniger!

Gruß Uwe

welche Antwort ist denn von mir unklar?
Lutze


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#314

RE: wievieleTote gehen auf das Konto der Staatssicherheit?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 20.04.2014 16:14
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Ehe es zu sehr OT wird, nur ein Beispiel:

Ausgangsfrage Passport:
Das musst Du hier schon ein bisschen näher erläutern !

Wo z.B. in was für einer Strasse war der Dachboden ? Kenne als Magdeburger diese Information überhaupt nicht !


passport
--------------------------------------------------------------------------------
Antwort Lutze:
extra für dich,
BStU-Außenstelle in Magdeburg,
Georg-Kaiser-Straße 7,
dort bastelt man eure ehemaligen Schnipsel zusammen
Lutze



Und davon könnte ich hunderte Beispiele nennen. Das wäre aber OT und führt zu nichts. Nimm es als gut gemeinten Ratschlag.

Gruß Uwe
für den die Sache damit erledigt ist


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zuletzt bearbeitet 20.04.2014 16:15 | nach oben springen
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#315

RE: wievieleTote gehen auf das Konto der Staatssicherheit?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 20.04.2014 16:18
von damals wars | 13.447 Beiträge | 2123 Punkte
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Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html


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#316

RE: wievieleTote gehen auf das Konto der Staatssicherheit?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 20.04.2014 16:22
von Alfred | 7.291 Beiträge | 1168 Punkte
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Zitat von Schuddelkind im Beitrag #309
Zitat von Alfred im Beitrag #284
Zitat von Schuddelkind im Beitrag #282
Heute kann aber kein Mediziner gezwungen werden, die Todesursache zu ändern. Die Trachtengruppe kann das zwar versuchen, aber wenn der Arzt sagt "Nö", dann ist Pumpe.


Woher hast Du denn diese Sicherheit ?

Würdest Du da Wetten abschließen ?

Konnten oder haben Mediziner in der DDR vielleicht auch "nein" gesagt ?

Ich bin auf Deine Informationen gespannt.



So langsam langweilt mich dein Spiel ein wenig. Beweis du mal lieber, dass es nie, niemals und unter keinem Fall dazu gekommen ist, das ein Todesfall durch das MfS verschleiert wurde! Und zwar detailliert mit Fakten, Fakten, Fakten.
Aber um deinen Wissensdurst zu stillen, ein Anästhesist bei uns hat zusätzlich Rechtsmedizin studiert und sich zu dem Thema eine interessante Masterarbeit geschrieben. Wenn ich ihn wieder sehe, werde ich ihm zu dem Thema ein paar Fragen stellen!


Merkur hat die Frage doch schon beantwortet.



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#317

RE: wievieleTote gehen auf das Konto der Staatssicherheit?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 20.04.2014 16:35
von passport | 2.800 Beiträge | 403 Punkte
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Zitat von Lutze im Beitrag #304
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Zitat von passport im Beitrag #297
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In den Anfangsjahren des Mfs ist doch einiges vertuscht worden was dieses Kapitel mit den Toten angeht.Später wurde ja alles dokumentarisch festgehalten.Aber da waren diese Vorfälle die Ausnahme.

bis zuletzt hat man vieles vertuscht,
viele Unterlagen des MfS wurden nicht umsonst beseitigt
Lutze


@Lutze

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Säckeweise liegen diese Dokumente auf einen Magdeburger Dachboden,
das hatten wir hier im Forum schon dazu
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Das musst Du hier schon ein bisschen näher erläutern !

Wo z.B. in was für einer Strasse war der Dachboden ? Kenne als Magdeburger diese Information überhaupt nicht !


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Lutze



@Lutze

Bei der BStU Aussenstelle Magdeburg, Gerog-Kaiser-Str. handelt sich um das ehemalige Objekt der BVfS Magdeburg, Kroatenweg. Das dort Dokumente und Unterlagen der dort damals tätigen Behörde gefunden wurde ist doch normal, oder ?

BVfS Magdeburg im Kroatenweg


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#318

RE: wievieleTote gehen auf das Konto der Staatssicherheit?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 20.04.2014 16:42
von Moskwitschka (gelöscht)
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Jeder der @Lutze kennt, weiß, dass er Quellen weder zitiert oder verlinkt. Daher finde ich es schon eigenartig, dass er jetzt hier festgengelt werden soll.

Fakt ist doch, dass nach der Wende unzählige Papiersäcke mit geschredderten Unterlgen gefunden werden, die noch heute rekonstruirt werden. Da ist mir schon fast egal wo -ob in Berlin, Rostock, oder Magdeburg.

Weil ich aber neugierig bin, bin ich auf die Suche gegangen und habe etwas anderes gefunden. Kein Bericht über geschredderte Unterlagen, sondern über Urnen von gestorbenen Häftlingen, die man auf einem Dachboden gefunden hat:

1957 sind im Grabfeld U 18 des Chemnitzer Friedhofes 136 Urnen anonym vergraben worden, darunter die Urnen von 32 Frauen und drei Kindern aus der Frauenhaftanstalt Hoheneck, die dort auf dem Dachboden gefunden wurden.

http://www.uokg.de/cms/attachments/Stacheldraht%208-2011.pdf

An der Stelle höre ich auf zu suchen.

LG von der Moskwitschka


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zuletzt bearbeitet 20.04.2014 16:55 | nach oben springen
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#319

RE: wievieleTote gehen auf das Konto der Staatssicherheit?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 20.04.2014 17:03
von Ostlandritter | 2.456 Beiträge | 29 Punkte
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Zitat von Moskwitschka im Beitrag #318
Jeder der @Lutze kennt, weiß, dass er Quellen weder zitiert oder verlinkt. Daher finde ich es schon eigenartig, dass er jetzt hier festgengelt werden soll.

Fakt ist doch, dass nach der Wende unzählige Papiersäcke mit geschredderten Unterlgen gefunden werden, die noch heute rekonstruirt werden. Da ist mir schon fast egal wo -ob in Berlin, Rostock, oder Magdeburg.

Weil ich aber neugierig bin, bin ich auf die Suche gegangen und habe etwas anderes gefunden. Kein Bericht über geschredderte Unterlagen, sondern über Urnen von gestorbenen Häftlingen, die man auf einem Dachboden gefunden hat:

1957 sind im Grabfeld U 18 des Chemnitzer Friedhofes 136 Urnen anonym vergraben worden, darunter die Urnen von 32 Frauen und drei Kindern aus der Frauenhaftanstalt Hoheneck, die dort auf dem Dachboden gefunden wurden.

http://www.uokg.de/cms/attachments/Stacheldraht%208-2011.pdf

An der Stelle höre ich auf zu suchen.

LG von der Moskwitschka


Danke an @Moskwitschka für Deine intensive Sucharbeit.

Ich habe mich in dieses erschütternde Dolument

http://www.uokg.de/cms/attachments/Stacheldraht%208-2011.pdf

eingearbeitet !

Meine Frage an die User aus der MfS-Fraktion :

Handelt es sich bei diesem Dokument nach ihrem Dafürhalten um ein rachsüchtiges Hetzblatt ehemaliger DDR-Feinde,-
oder könnt ihr wenigstens in Teilen diesem Dokument einen Wahrheitsgehalt zusprechen ?


....................................
Dieser Beitrag ist eine Meinungsäußerung im Sinne des Art. 5 des Grundgesetzes und durch diesen gedeckt !


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#320

RE: wievieleTote gehen auf das Konto der Staatssicherheit?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 20.04.2014 19:19
von Moskwitschka (gelöscht)
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Ich weiß, dass es nicht einfach ist, darüber zu schreiben, wenn man so etwas liest. Zumal es fast 60 Jahre her ist, und die meisten von uns damals noch nicht gelebt haben. Geschweige denn für solche Vorgänge verantwortlich waren. Trotzdem hat mich dieser Bericht über eine Frau sehr berührt und eigene Erinnerungen wach gerufen:

Ein zweites Beispiel aus Hoheneck für den menschenverachtenden Charakter dieses Unrechtsstaates ist Edeltraud Eckert. Sie wurde 1950 zu 25 Jahren verurteilt, von Waldheim kam sie im März 1954 nach Hoheneck in die Schneiderei. Am 24.1.1955 erlitt sie beim Bücken nach einer Spindel eine schwere Kopfverletzung, fachgerechte Behandlung erhielt sie erst mehrere Tage später. Sie wurde dann nach Meusdorf verlegt, mehrfach operiert, Infektionen führten zum Wundstarrkrampf. Man äscherte sie ein, und die Urne wurde von Behörden in einem geheimgehaltenen Massengrab beigesetzt.

http://www.uokg.de/cms/attachments/Stacheldraht%208-2011.pdf

Leipzig - Meusdorf ist für mich ein Stück Heimat und war solange meine Großeltern noch lebten auch Lebensmittelpunkt. Ich weiß nicht wie oft ich mit dem grünen Fahrrad meines Großvaters in der Gegend unterwegs war, einerseits einfach nur so und dabei die aktuellsten Schlager trällernd. Oder zum Einkaufen für meine Großmutter. Nicht selten führte mein Weg an Dösen vorbei – der Irrenanstalt, wie es damals so hieß. Es war bedrückend dort vorbei zu fahren, ohne zu wissen, was hinter den Zäunen sich verbarg – „Irre“ eben. Daher trat ich damals um so schneller in die Pedalen, um dort wieder weg zu kommen.

Wenn ich heute solche Berichte lese, krampft sich bei mir alles zusammen. Nicht, dass ich irgendwelche Schuldgefühle habe, sondern, dass man damals nicht weiter über die „Irren“ nachgedacht hat. Wie denn auch. Selbst meine Großeltern werden nicht gewusst haben, dass dort nach hoher Wahrscheinlichkeit auch politische Strafgefangene behandelt wurden. Auf andere gerechtfertigten medizinischen Indikationen, die wahrscheinlich die Mehrheit ausmachten, will ich jetzt nicht eingehen. Nur eins – was war damals in Dösen „politisch“ und was war strafrechtlich oder medizinisch gerechtfertigt. Von den Bedingungen in solchen „Anstalten“ ganz zu schweigen. Offiziell hieß die Klinik damals Bezirkskrankenhaus für Psychiatrie Leipzig-Dösen https://www.rhoen-klinikum-ag.com/rka/cm.../deu/63161.html

Die zweite Erinnerung, die hoch gekommen ist, ist noch persönlicher. Als ich mit 20 Jahren nicht so funktionierte, wie alle von mir erwartet haben, vor allem wahrscheinlich nicht der „Arbeitgeber“ meines Vater, muss es einen Tipp von wem auch immer gegeben haben – „Deine Tochter ist wahrscheinlich krank. Lass sie mal untersuchen.“ Und so saß ich eines Tages in Begleitung meiner Mutter in Berlin Herzberge einem Psychologen gegenüber. Es war damals für mich demütigend. Nur, weil ich anders dachte und auch entsprechend handelte, sollte ich auf meinen geistigen Zustand untersucht werden. Im Detail kann ich mich an das Gespräch nicht mehr erinnern. Da es ein „privat“ anberaumter Termin war, ging es damals relativ glimpflich aus. Ich kann mich nur an zwei Dinge erinnern. An das Lächeln des Arztes und die Frage, die mich seit dem immer wieder beschäftigte – Bin ich nun irre oder die anderen? Es hat lange gedauert, bis ich die Frage für mich beantwortet habe.

Dieses Erlebnis war wahrscheinlich auch ausschlaggebend, warum ich mich dann von meiner Familie „getrennt“ habe. Und das war 1978. Mein langer Weg der Aufarbeitung

Das hat alles nicht mit dem Thema dieses threads zu tun. Aber es ist wie oft bei solchen Themen – man stochert rum und dann man findet eine Ecke. Und wenn man sie anhebt, fällt einem mehr oder weniger die eigene Geschichte entgegen.

Mir liegt es fern hier ehemaligen MfS - Mitarbeitern persönlich, zumal sie nicht involviert waren, irgendwelche Vorwürfe zu machen. Ich möchte nur nicht den Gesprächsfaden zu dem Thema abreißen lassen. Vieles ist auch die Geschichte unserer Väter und Mütter. Erst recht was die Urnen auf dem Dachboden in Chemnitz betrifft. Dieser Geschichte können wir nicht ausweichen. So schmerzlich das für jeden einzelnen auch sein mag.

LG von der Moskwitschka


sektor hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 20.04.2014 19:25 | nach oben springen
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