Herzlich Willkommen in der BRD: Begrüßungsgeld im Rathaus

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31.07.2009 10:23
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#1
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Plakat in der Nähe des Grenzübergangs zwischen Lauenstein, einem Stadtteil der bayerischen Stadt Ludwigsstadt, und der thüringischen Gemeinde Probstzella. Die Öffnung der innerdeutschen Grenze begann in den Landkreisen Kronach (Bayern) sowie Sonneberg und Saalfeld (Thüringen) am 11. November 1989. Die Aufnahme entstand in der Nähe des Felsens Falkenstein (Thüringen), der dem Grenzübergang den Namen gibt.




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31.07.2009 12:05
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#2
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Toll, Angelo
Das mit den Samstag- und Sonntaggeschäftsöffnungen kenne ich auch noch. Das war bei uns auch so.
Und brachte mir dann eine Sieben-Tage-Arbeitswoche ein: Von Mo bis Fr im Werk eines großen Automobilherstellers als Praktikantin in der FE; Samstag und Sonntag dann Kassiererin im hawege (heute tegut) für Obst und Gemüse.
Aber es war ne irre Zeit, die ich nicht missen möchte.
Ich kann mich nur nicht an so ein großes Plakat mit dem Begrüßungsgeld erinnern. Ich glaub, da gab es bei uns in der Stadt so Klapptafeln.


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31.07.2009 12:23
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#3
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Mir hat mal einer erzählt das es für Soldaten noch ein extra Begrüßungsgeld gab.
Kann das einer Bestätigen?
Gruß harry


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31.07.2009 14:25
#4
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Zitat von harry
Mir hat mal einer erzählt das es für Soldaten noch ein extra Begrüßungsgeld gab.
Kann das einer Bestätigen?
Gruß harry


Hallo harry ,

zu Deiner Nachfrage: Ich habe kein Extra-Begrüßungsgeld bekommen und bekannt ist es mir auch nicht.

Extra-Begrüßungsgeld gab es - soviel ich gehört habe - in manchen Kommunen (evtl. auch Bundesländern?). Ich habe in Niedersachsen/Wolfenbüttel kein Extra-Geld bekommen.

Tschüß

____________________________________________________________
Ich finde Menschen faszinierend, die meinen mich zu kennen.
Manchmal drängt es mich sie zu fragen, ob sie mir ein bisschen was über mich erzählen können ...

Ich übernehme die Verantwortung für alles, was ich sage, aber niemals für das, was andere verstehen!

Die Dummheit ist wie das Meer. Sie bedeckt sieben Zehntel der Erde, wirft gern hohe Wellen ... und manche baden wohlig darin!

.

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31.07.2009 14:53 (zuletzt bearbeitet: 31.07.2009 14:53)
#5
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Zitat von harry
Mir hat mal einer erzählt das es für Soldaten noch ein extra Begrüßungsgeld gab.
Kann das einer Bestätigen?
Gruß harry


Hallo Harry,

kann ich auch nicht bestätigen. Einzige Möglichkeit wäre gewesen, wenn Du einmal mit dem Wehrdienstausweis und einmal mit dem Personalausweis Geld abgeholt hättest. Kommunal kann es vielleicht Unterschiede gegeben haben, glaube ich aber nicht. Ich hatte beide Ausweise, aber irgendwo setzt auch der Stolz Grenzen. Warum ich mir, als strammer Politoffizier dann überhaupt das Geld abgeholt habe? Naja, zum einen kam es von dem Land, dem wir bald angehören sollten und das von uns Steuern verlangen würde, zum anderen brauchte ich ordentliche Gitarrensaiten für meine Akkustik-Gitarre. In der DDR Bückware mit höchstem Hexenschussfaktor!

ciao Rainman

"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


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31.07.2009 16:11
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#6
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In Antwort auf:
In der DDR Bückware mit höchstem Hexenschussfaktor!


Also bei uns wurden einige Fälle bekannt, wo Leute versucht hatten (teilweise auch erfolgreich), mehrfach das Begrüßungsgeld einzustreichen.
Aber das ist halt überall so: Es gibt solche und es gibt Strolche


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31.07.2009 17:19
avatar  glasi
#7
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Mehr Bilder hier
https://www.wir-waren-so-frei.de/index.p...show/set_id/318[/quote]
hallo an alle. auf diesem link habe ich auch ein super video vom güst dreilinden gefunden .der sogar noch in betrieb ist. lg glasi


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31.07.2009 22:39
#8
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Hallo glasi,

danke für die Bilder. Ja, in Bezug auf die Information zum Begrüßungsgeld war der Westen sehr kommunikativ. Ich erinnere mich noch an unsere erste Passage (mehrere Politoffiziere aller möglicher Waffengattungen in Zivil) am Übergang Sonnenallee. Wir waren kaum ein paar Schritte "Drüben", ich hatte kaum das flaue Gefühl abgestreift, den Kanten passiert zu haben, da kamen schon ein paar Westberliner und riefen auf gefühlte 500 Meter Entfernung: "Eh, wenna det Bejrüßungsjeld abholn wollt, det is da drübn inne Sparkasse!" Ick sach mal nur: Herz und Schnauze ... Wir konnten dieser Aufforderung einfach nicht widerstehen. In der Sparkasse gings dann auch sehr schnell. Gottseidank mussten wir uns keine anderen Ossis angucken und wurden auch nicht beäugt. Mensch war das ein blöder Moment. Und dann war der Sparkassentyp auch noch wirklich freundlich und garnicht mal vom Kapital gezeichnet. Off nüscht konnte man sich im Kapitalismus verlassen. Als wir dann auch noch vom Hermannplatz aus in eine große Straße einbogen und feststellen mussten, dass die Karl-Marx-Straße hieß ... Ach, der Westen, der Westen - ein sehr verwirrendes Pflaster für Politoffiziere.

ciao Rainman

"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


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01.08.2009 00:19
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#9
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Zit. Und dann war der Sparkassentyp auch noch wirklich freundlich und garnicht mal vom Kapital gezeichnet.

Hallo Rainman, ja ich kann mir richtig vorstellen, wie dein Gehirn gerattert ist, zu dieser Zeit. Jahrelange Schulungen konnten über das damalige praktische wahre Leben nicht hinwegtäuschen.

Janz Berlin war eben 'ne Wolke, und du warst jenau druff, uff die Wolke....


Gruß, Augenzeuge


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01.08.2009 00:46
#10
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Man ich will nun nicht meckern--wegen dem Thema Ossis und Wessis.
Aber es gab auch solche Sachen,wie nach der Grenzöffnung.Wo ganze Drückerkollonnen in den Osten einvielen und den Leuten Versicherungen oder Zeitschriften aufschwatzten.Wo sie von Ort zu Ort zogen in kleinen Ortschaften bei Leuten klingelten,und fragten--haben sie alte Möbel,wir kaufen sie billig auf.Oder vor der Währungsunion massenhaft Ost-Produkte aufgekauft.War ja billig mit der DM.Auch so was gab es.


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01.08.2009 08:57
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#11
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Wie kommst du jetzt vom Begrüßungsgeld auf Haustürgeschäfte. Das hat doch damit wirklich nichts zu tun. Wenn man hier liest, gewinne ich immer wieder den Eindruck, steht was positives da, muß es gleich wieder mit irgendetwas negativen widerlegt werden.


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01.08.2009 09:08
#12
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Hallo Karl,eher guten Morgen!
Habe es garnicht so Negativ gesehen und meine Absicht ist sicherlich auch nicht.Etwas Positives kaputt zu reden.


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01.08.2009 12:07
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#13
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Ach Rostocker,bei mir klingelt auch oft das Telefon und an der Strippe versucht man mir irgend einen Mist anzudrehen,da hat sich auch nicht viel geändert.Bevor ich mich vollquatschen lasse,sag ich"Schönen Tag" und leg auf.An der Türe ist sofort
Schluss.


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01.08.2009 18:43
avatar  TOMMI
#14
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Zitat von Zermatt
Ach Rostocker,bei mir klingelt auch oft das Telefon und an der Strippe versucht man mir irgend einen Mist anzudrehen,da hat sich auch nicht viel geändert.Bevor ich mich vollquatschen lasse,sag ich"Schönen Tag" und leg auf.An der Türe ist sofort
Schluss.


Da bist du aber noch höflich. In solchen Fällen sage ich je nach Laune vorm Auflegen gar nichts oder ich verwende
das Zitat des Götz von Berlichingen. Auch mit Trillerpfeife habe ichs schon versucht.
Aber wir schweifen vom Thema ab. Ich habe meine 100DM Begrüßungsgeld damals bei der Post im Bahnhof
Bebra abgeholt. Bayern zahlte damals extra nochmal 40 DM, gabs in einer Bundeswehrkaserne in Coburg.
Aus heutiger Sicht wäre mir das unendlich peinlich, mich da anszustellen und ohne Gegenleistung
Geld abkassiere. Aber damals war es halt normal....

TOMMI

EK 88/I
GR4 / 5.GK (Teistungen)


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01.08.2009 20:56
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#15
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Also mir sind da schon diverse Fälle bekannt, wo Begrüßungsgeld mehrfach ausgegeben wurde.

Nach der Grenzöffnung stömten die Massen zu tausenden in unser verschlafenes Ratzeburg. Ich war natürlich unter den Leuten, um die Stimmung mitzunehmen und sagen zu können "ich war dabei".

Wenn dann aber die Gespräche auf der Straße darum gingen "geh doch auch mal in die Volksbank; die zahlen auch aus" oder "wenn du bei der Post warst, kannst Du in der Kreissparkasse auch noch mal was holen" usw. dann hab ich mich schon an der Stirne gekratzt.

Wenn dann an der Kasse unseres einzigen großen Kaufhausen auch mehrere Ost-Bürger vor Dir stehen und in deren Portemonnaies mehrere Hunderter rausschauen, weiß man eigentlich , was Sache ist.

Hat man damals sicherlich nicht so eng gesehen und man hat es den Leuten auch wirklich gewünscht, war aber rein rechtlich sicher nicht in Ordnung.


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