Krank im ( zum) Grenzdienst

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15.03.2014 21:21von Batrachos
Frage
Krank im ( zum) Grenzdienst

Hallo,

Wie sah es eigentlich damals aus wenn ein Posten im Grenzdienst plötzlich schwer erkrankte.
Nehmen wir mal an Posten und Postenführer müssen zur Spätschicht in den Abschnitt
und essen vorher noch zu Mittag z.B. Kassler und Sauerkraut. Irgendetwas war nicht mehr ganz so genießbar.
Nach einiger Zeit schlägt es dem Postenführer extrem auf den Magen und er bekommt starken Durchfall und Magenkrämpfe
mit Fieber.
So nun meine Fragen:
Konnte die Person problemlos aus dem Grenzdienst ausgelöst werden?
Mußte er die Schicht egal wie zu Ende bringen?
Wer hat solche Erfahrungen von euch gemacht und ist plötzlich im Dienst krank geworden(oder sein Kamerad) so das es sofort ärztlicher Hilfe bedarf?
Wie lange hat es im Regelfall gedauert den Kameraden abzulösen?
Möchte hier auch noch mal ehemalige Angehörige der Passkontrolleinheiten ansprechen,wie sah es da an den Grenzübergangsstellen aus?
Kann mir gut vorstellen bei einer Fahrzeugkontrolle wenn auf einmal der Magen rebelliert.
Mußte man auch dort durchhalten,oder wurde man gleich vom Kollegen abgelöst?
Es geht ja manchmal recht schnell und die Hosen sind dann voll.
Auf eure ersten Antworten freue ich mich.

MFG Batrachos

16.03.2014 14:50von RudiEK89
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Es geht doch hier in dem Thema, um die Erkrankung der AGT, die trotzdem ihren Dienst verrichteten und nicht um verletzte oder ekrankte Grenzverletzer.

16.03.2014 14:56von ( gelöscht )
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Geübt haben wir die Rettung von Schwerverletzten nicht, aufgrund der Zugangsbeschränkungen war die Grenze für Rettungsdienste praktisch unerreichbar.

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16.03.2014 14:57von ABV
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Zitat von Lutze im Beitrag #15
Zitat von RudiEK89 im Beitrag #14
Zitat von Lutze im Beitrag #11
eine einfache Frage habe ich gestellt,
ins lächerliche stellt man mich hin,
woher soll ich das denn als Ungedienter wissen?,
diese Grenze war grausam genug,
wieviele Menschen hat man dort verbluten lassen?
Lutze

Diese Frage kannst du dir doch mit gesunden Menschenverstand selbst beantworten, oder?
Wenn es einem Kammeraden im Dienst nicht gut ging, wurde er rausgelöst und zur Kompanie gefahren.
Danach stellte er sich im Dienstort einem Arzt vor. Ich z.B. war mehrere Male beim Allgemeinmediziner in der Ortschaft Silkerode
vorstellig geworden.


ein Schwerverletzter liegt an der Grenze,
egal ob Grenzsoldat oder Grenzverletzer,
da zählt jede Sekunde,um helfen zu müssen
Lutze


Lutze, lies dir doch einfach die Beiträge zu diesem Thema durch. Dann würdest du sehen, dass es sehr viel Zeit verging, ehe einem verletzten Grenzverletzer die notwendige Hilfe zuteil wurde. Eben weil die verdammten Vorschriften verhinderten, dass ein Rettungswagen mal so eben in den Abschnitt durfte. Wie sollte dann ein Krankenwagen einen "unpässlich gewordenen Grenzer" abholen dürfen?

Gruß Uwe

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ABV
16.03.2014 14:58von Lutze
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Zitat von RudiEK89 im Beitrag #16
Es geht doch hier in dem Thema, um die Erkrankung der AGT, die trotzdem ihren Dienst verrichteten und nicht um verletzte oder ekrankte Grenzverletzer.

was ist eine Erkrankung?,
ein Grenzsoldat wird durch eine Mine verletzt?,
sowas gab es,kein Krankenwagen weit und breit in Sicht,
und manche dieser Erkrankungen wurden sogar verschleiert
Lutze

16.03.2014 15:03von RudiEK89
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Zitat von Lutze im Beitrag #19
Zitat von RudiEK89 im Beitrag #16
Es geht doch hier in dem Thema, um die Erkrankung der AGT, die trotzdem ihren Dienst verrichteten und nicht um verletzte oder ekrankte Grenzverletzer.

was ist eine Erkrankung?,
ein Grenzsoldat wird durch eine Mine verletzt?,
sowas gab es,kein Krankenwagen weit und breit in Sicht,
und manche dieser Erkrankungen wurden sogar verschleiert
Lutze

Gut Lutze, ich vergaß zu schreiben, dass ich von 1986 bis 1989 an der Grenze war. Bei uns gab es keine Minen mehr.

16.03.2014 15:09von Pit 59
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was ist eine Erkrankung?,
ein Grenzsoldat wird durch eine Mine verletzt?,
sowas gab es,kein Krankenwagen weit und breit in Sicht,
und manche dieser Erkrankungen wurden sogar verschleiert
Lutze

Das Frage ich mich auch manchmal,wenn Leute die 112 wählen. Mensch Lutze,wir waren Junge Leute fast ohne Zipperlein,dann die gesunde Luft an der grünen Grenze, auch kam die noch gesündere von drüben.
Ich kann mich überhaupt nicht erinnern das welche durch Pille Palle (Husten,Schnupfen,Heisserkeit) u.s.w. ausgefallen sind.

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16.03.2014 15:14von ( gelöscht )
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Lutze, beim Militär läuft es nun mal generell anders als im zivilen Leben. Das war kein Phänomen bei den Grenztruppen, sondern ist auch im Hier und Heute so.

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16.03.2014 20:07von Batrachos
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Zitat von mibau83 im Beitrag #12
[quote=ABV]
Aber ok. Es soll ja sogar Abschnitte mit einer Gemeindeschwesternstation gegeben haben



ja das stimmt! die hießen in der regel schwester agnes und kamen mit der schwalbe dann den kolonnenweg lang. :-)))))
[/quote]

Und die Ärztin hinten drauf hieß Doktor Federau.

MFG Batrachos

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16.03.2014 20:36von mibau83
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lutze, wenn ein grenzsoldat durch eine mine verletzt wurde, so war es in der regel ein grenzpioniersoldat. diese räumten von zeit zu zeit die alten minenfelder und legten neue aus.
bei denen war aber immer ein sankra-kfz vor ort.
diese bodenminen lagen zwischen 2 grenzzäunen, um diese auszulösen entweder von ost oder westseite, mußte mindestens ein zaun überklettert werden!
bei den sm70 splitterminen war der äußerste handlungsbereich für uns grenzer der kolonnenweg und man war dort sicher!

ich staune immer wieder was leute die von der grenze null ahnung haben hier für beiträge schreiben! :-(

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17.03.2014 18:57von jecki09
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Hallo Lutze,

du bereust schon sicher diese Frage gestellt zu haben.....

Wenn ein AGT während der Schicht ernsthaft krank wurde, und dies auch der Führungsstelle meldete, weil es nicht mehr ging, wurde dieser durch ein anderes Postenpaar aus- oder abgelöst. Oft wurde die planmäßige Ablösung früher zum Dienst geschickt. Diese Schicht ging dann eben ein paar Stunden länger als sonst. Oder wie bereits genannt, musste die A-Gruppe ran. Aber das war riskant, falls es einen Alarm gab. Damit war das "Problem" kurzfristig gelöst.
Die Führung der GK musste dann - für die anderen GD-Schichten - umplanen.

Sonst waren alle Grenzer "hart im nehmen".

Sollte dieses "Unwohlsein" (wir reden nicht über [schwere] Unfälle) längerfristig anhalten, gings ins GR zum Med-Punkt. Dazu muste einer, der sonst frei hatte fahren und den Kranken transportieren. Der Fahrer hatte sich über die Extrafahrt nicht gefreut. Zwischen den Kompanien wurde da auch schon mal telefoniert, ob eine Nachbar-GK gerade ein Fahrt ins GR hatte. Dann konnte man das koordinieren. Ebenso wenn der Soldat aus dem Med-Punkt kam, musste er irgendwie abgeholt werden.

Die Grenzkompanien lagen alle im Grenzgebiet / Schutzstreifen. Da durfte nicht jeder Sani-Fahrer oder Taxi-Fahrer ins Grenzgebiet. Vom Schutzstreifen ganz zu schweigen.

Stell dir vor, du möchtest einen aus dem Gelände von Fort Nox abholen. Das geht auch nicht so .... (Ich weiß, der Vergleich hinkt).
Gruß Jecki09

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17.03.2014 19:47von ( gelöscht )
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Interessante Schilderung. Wenn ein "Kollege" krank ist, würde man den doch schon aus Hilfsbereitschaft mal schnell zum Arzt fahren. Warum war das zuviel verlangt? War das "im Osten" generell üblich, so egoistisch zu sein? "Ich habe frei, der stört meine Ruhe."
Frage ich jetzt mal als Westler und ohne provokatorische Absichten. Aber war das echt die Stimmung untereinander bei den Grenztruppen?

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17.03.2014 20:07von jecki09
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Hallo "Harzwanderer"

Es geht um "Krank im (zum) Grenzdienst".

In einer militärischen Einheit gibt es "Regeln" und "Vorgesetzte".
Abgesehen davon dass kein Soldat mit seinem Auto - so fern er überhaupt ein Auto hatte - bis zur Grenzkompanie fahren konnte, konnte nicht jeder machen was er - auch wenn es moralisch richtig war - wollte. Das hat nichts mit " War das "im Osten" generell üblich, so egoistisch zu sein?" zutun.

Egoistisch waren im Osten die wenigsten. Zu DDR-Zeiten halfen sich die Menschen untereinander mehr als heute.

Auch heute gibt es bei jeder bewaffneten Einheit "Regeln" und "Vorgesetzte". Das hat auch nichts mit Hilfe oder Egoismus zu tun........

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17.03.2014 20:15von ( gelöscht )
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@ Harzwanderer: Wie stellst du dir das vor, so schnell mal jemanden aus Freundlichkeit zum Onkel Doktor fahren?

Es gab Dienstvorschriften, Kommandostrukturen, Meldeketten, jeder war in den täglichen Dienst eingebunden, nur Militärkraftfahrer durften dich mit Dienstauftrag fahren.
Als Grenzer musstest du schon einiges aushalten. Mal ein Beispiel: Fieber galt erst ab 38,5 °C als Fieber, das gehörte einfach zur abverlangten militärischen Härte.
Du gingst einfach zum Kompanieschreiber, der dir eine Tablette, ein wirksames Hustenmittel oder sonst was gab und dann ging es weiter in der Tagesordnung.
Weinerlich durfte man nicht sein, was nicht heißt, dass irgendjemandem bei akuten Gesundheitsproblemen ärztliche Versorgung verweigert wurde.

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( gelöscht )
17.03.2014 20:39von RudiEK89
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Ich war in meiner zweieinhalbjährigen Dienstzeit in der GK zwei mal krank. Grippe und Kehlkopfentündung.
Zum Arzt ging ich, wie schon geschrieben, in der Ortschaft zum Allgemeinmediziner. Ich musste nicht ins GR gefahren werden.
Da ich stellv. ZF war, musste auch keiner meine Schicht (Kontrolle Grenzposten 22.00 Uhe bis 02.00 Uhr) übernehmen.
Diese vielen einfach aus. Und die Schichten als KGsi übernahmen Offz., BU und UaZ.
Dafür machte ich dann für diese eine Sonderschicht. Es war einfach ein nehnen und geben in der "großen Familie"
Grenzkompanie.

Gruß Andreas

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17.03.2014 20:51von Mike59
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Zitat von HG19801 im Beitrag #28
@ Harzwanderer: Wie stellst du dir das vor, so schnell mal jemanden aus Freundlichkeit zum Onkel Doktor fahren?

Es gab Dienstvorschriften, Kommandostrukturen, Meldeketten, jeder war in den täglichen Dienst eingebunden, nur Militärkraftfahrer durften dich mit Dienstauftrag fahren.
Als Grenzer musstest du schon einiges aushalten. Mal ein Beispiel: Fieber galt erst ab 38,5 °C als Fieber, das gehörte einfach zur abverlangten militärischen Härte.
Du gingst einfach zum Kompanieschreiber, der dir eine Tablette, ein wirksames Hustenmittel oder sonst was gab und dann ging es weiter in der Tagesordnung.
Weinerlich durfte man nicht sein, was nicht heißt, dass irgendjemandem bei akuten Gesundheitsproblemen ärztliche Versorgung verweigert wurde.


Echt, so war das?

Warst du krank hast du dich beim Spieß/Schreiber gemeldet. Warst du der Meinung das die "Kompanie-Hausmittel" nicht helfen, hattest du das Recht auf jeden anderen verfügbaren Arzt. War keine Verlegung in ein öffentliches Krankenhaus notwendig oder der Aufenthalt war dort nicht mehr notwendig wurdest du in den Med. Punkt verlegt.
Das wurde dir (sollte dir) in der Grundausbildung so vermittelt worden sein.
Aber! Ich kenne keinen welcher in den Med Punkt wollte - meine Person eingeschlossen. Keine Ahnung aus welchem Grund, ich wollte einfach nicht von meiner Einheit weg. Und in dieser Einheit gab es wohl wie in jeder anderen auch riesige Arschlöcher, aber auch echte Kameraden.
In meinen 10 Jahren war ich nur einmal wegen Erkrankung für 10 Tage nicht im Dienst, alle anderen Erkrankungen haben mich im Urlaub erwischt.
Der Doc @Hufklaus kann da bestimmt etwas zu sagen.

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