Kooperation bzw. Zusammenarbeit an der Grenze zwischen Ost und West

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01.03.2014 21:26
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#1
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Ich hatte es schon mal versucht, unter dem Titel Wechselwirkungen zwischen der DDR und der BRD/Westberlin. leider war das Echo nicht so berauschend. Also versuche ich es noch einmal, ermutigt durch andere User.
Mich interessiert, wie wurde bei besonderen Lagen aber auch im normalen Betrieb miteinander umgegangen und miteinander kommuniziert? Ich denke da zum Beispiel an die Abwicklung des grenzüberschreitenden Zugverkehrs, die Binnenschiffahrt, aber auch die Gefahrenabwehr (Elbe-Hochwasser, Brände), aber auch ganz alltägliche Sachen wie die Ver- bzw. Entsorgung in Westberlin. Funktionierte auch in diesen Bereichen der sogenannte "kleine Dienstweg", gab es ihn überhaupt?
Ich würde mal sagen, das Spiel ist eröffnet.

Noch einen schönen Abend
Steffen

Der Vorteil der Klugheit besteht darin, dass man sich dumm stellen kann. Das Gegenteil ist schon schwieriger. Kurt Tucholsky
Weisheit hat Grenzen, Dummheit nicht. Stefan Rogal


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01.03.2014 21:34
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#2
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Es wurden sog. Grenzinformationspunkte ( GIP ) meist an den GÜG ( Grenzübergangsstellen ) eingerichtet.
Man konnte so per Telefon bei Katastrophen, wie Hochwasser, Bränden an der Staatsgrenze ,kommunizieren.
Aber auchmal, wenn z.B. eine " WESTKUH " auf dem Hoheitsgebiet der DDR war und den Aufforderungen ( Zurückweisung ) keine Folge leistete.

Jedoch auch benutzt bei besonderen Verkehrslagen im Bereich Transitautobahn, etc.


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01.03.2014 21:49
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#3
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Da haben wir die Kuh :
Aufnahme 1977 durch BGS Bad Hersfeld, Abschnitt Lüderbach / GK Ifta - GR 1


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01.03.2014 21:54
#4
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Zitat von UvD815 im Beitrag #2
Es wurden sog. Grenzinformationspunkte ( GIP ) meist an den GÜG ( Grenzübergangsstellen ) eingerichtet.
Man konnte so per Telefon bei Katastrophen, wie Hochwasser, Bränden an der Staatsgrenze ,kommunizieren.
Aber auchmal, wenn z.B. eine " WESTKUH " auf dem Hoheitsgebiet der DDR war und den Aufforderungen ( Zurückweisung ) keine Folge leistete.

Jedoch auch benutzt bei besonderen Verkehrslagen im Bereich Transitautobahn, etc.



@UvD815

was ist den eine "GÜG" ?

Du meinst bestimmt eine "Güst" !


passport


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01.03.2014 21:55
avatar  Lutze
#5
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"Kühe geflüchtet",auch so ein Theater,
und kaum einer hat das mitbekommen
Lutze

wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren


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01.03.2014 21:59
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#6
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Grenzübergangsstelle - GÜST - so DDR

Bezeichnung von westd. Seite GÜG - Grenzübergang


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01.03.2014 22:01 (zuletzt bearbeitet: 01.03.2014 22:02)
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Zitat von Lutze im Beitrag #5
"Kühe geflüchtet",auch so ein Theater,
und kaum einer hat das mitbekommen
Lutze



Die KUH wollte einfach keine MILKA Werbung tragen. Doch als sie erfuhr, dass die DDR " Schlagersüßtafel " auf die Kuh schreiben wollte, entschied sie sich doch lieber für MILKA......


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01.03.2014 22:03 (zuletzt bearbeitet: 01.03.2014 22:06)
#8
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Zitat von UvD815 im Beitrag #6
Grenzübergangsstelle - GÜST - so DDR

Bezeichnung von westd. Seite GÜG - Grenzübergang




@UvD815


Nachfrage : Wurden Diese nicht "Gkst" Grenzkontrollstellen genannt ?

passport


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01.03.2014 22:05
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#9
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Zitat von chantre im Beitrag #1
Ich hatte es schon mal versucht, unter dem Titel Wechselwirkungen zwischen der DDR und der BRD/Westberlin. leider war das Echo nicht so berauschend. Also versuche ich es noch einmal, ermutigt durch andere User.
Mich interessiert, wie wurde bei besonderen Lagen aber auch im normalen Betrieb miteinander umgegangen und miteinander kommuniziert? Ich denke da zum Beispiel an die Abwicklung des grenzüberschreitenden Zugverkehrs, die Binnenschiffahrt, aber auch die Gefahrenabwehr (Elbe-Hochwasser, Brände), aber auch ganz alltägliche Sachen wie die Ver- bzw. Entsorgung in Westberlin. Funktionierte auch in diesen Bereichen der sogenannte "kleine Dienstweg", gab es ihn überhaupt?
Ich würde mal sagen, das Spiel ist eröffnet.

Noch einen schönen Abend
Steffen


@chantre, hallo Steffen, ich kann Dir an einen Beispiel, was ich selbst erlebt habe, das schildern . Beim Grenzumbau von Stacheldraht zum Streckmetall Zaun, hatte ich mit bekommen, war nur als Grillmeister für die Genossen Offiziere mit vor Ort, es war alles abgerissen und es sollten die Pfähle für den neuen Zaun gesetzt werden, als sich ein BGS-Beamter sich in den Weg stellte.Der Soldat(Pionier) musste seine Arbeit einstellen und er durfte den BGS- Mann, nicht ansprechen(gehe mal ein Stück beiseite) was er etwas bewusst gemacht hatte( der BGS- Mann). Sondern musste einen Vorgesetzten verständigen , der wiederum einen in Uniform( Schulderstückwechsler MfS) verständigte , der nun endlich zu diesen BGS- Mann ging und eigentlich das sagte was auch der Soldat hätte sagen können! Aber für mich ist das so etwas von krank gewesen, vor allem sprachen alle die gleiche Sprache!Aber so war es leider und heute sagt man einfach krank die Leute die so etwas unnormales angeordnet haben! Mein Erlebtes zu deiner Frage!
Grüsse Steffen52


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01.03.2014 22:05
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#10
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In den 50 iger u 60 iger Jahren gab es noch die Bezeichnung KPP - Kontrollpassierpunkte

Jedoch offiziell im Sprach und Dienstgebrauch DDR ab 70iger Jahre - GÜST und beim BGS u Zoll - GÜG


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01.03.2014 22:11
#11
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Zitat von UvD815 im Beitrag #10
In den 50 iger u 60 iger Jahren gab es noch die Bezeichnung KPP - Kontrollpassierpunkte

Jedoch offiziell im Sprach und Dienstgebrauch DDR ab 70iger Jahre - GÜST und beim BGS u Zoll - GÜG



@UvD815

Na, wenn Du es schreibst

http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Defi...esetz-gueg.html


passport


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01.03.2014 22:12
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#12
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Weiteres Beispiel der Verständigung - neben GIP, auch direkt an der Grenze :

1975/76 (?) Auffindung einer schweren anglo - amerikanischen Fliegerbombe ( Blindgänger ) zwischen Dankmarshausen - Kr. Eisenach, DDR , direkt am Grenzzaun - Kleinensee - Kr. Hersfeld - Rotenburg / BRD.

Das Entschärfen erfolgte durch Kampfmittelräumdienst Erfurt ( Hptm Max Zinke ). Es erfolgte eine Evakuierung von Bewohnern aus Dankmarshausen und Kleinensee. Nach der Entschärfung gab es Kontakte vor Ort.

In beiden Ortschaften heulten die Sirenen für die Maßnahmen der Entschärfung, auch wieder zur Entwarnung.


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02.03.2014 08:28
avatar  furry
#13
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Zitat von UvD815 im Beitrag #3
Da haben wir die Kuh :
Aufnahme 1977 durch BGS Bad Hersfeld, Abschnitt Lüderbach / GK Ifta - GR 1


Könnte man das angehangene Bild von links nach rechts gelesen auch als Organigramm einer Grenzkompanie interpretieren?

"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)


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02.03.2014 09:52 (zuletzt bearbeitet: 02.03.2014 09:57)
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#14
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Zitat von furry im Beitrag #13
Zitat von UvD815 im Beitrag #3
Da haben wir die Kuh :
Aufnahme 1977 durch BGS Bad Hersfeld, Abschnitt Lüderbach / GK Ifta - GR 1


Könnte man das angehangene Bild von links nach rechts gelesen auch als Organigramm einer Grenzkompanie interpretieren?


Ich weiß jetzt jedenfalls was mein KC früher gemeint hat als er schimpfte "Wir sind Grenzer und keine Cowboys!" wenn er Heinz Schlendrian ansichtig wurde.


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02.03.2014 11:59
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#15
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Mahlzeit , Gemeinde…..
Zusammenarbeit über die Grenze hinweg – klingt so schön Dramatisch – gab es , auch den sogenannten „Kleinen Dienstweg“ nach meiner Erfahrung dann , wenn sozusagen praktische Probleme eben möglichst schnell gelöst werden mussten . Quasi im beiderseitigen Interesse.
Allerdings kam es dabei – nach meiner Erfahrung zumindest, sehr auf die jeweiligen Akteure an.
Ein „Eigenbeispiel“ , Zusammenarbeit zwischen Trapo und der Berliner Landespolizei (W) hab ich –in „Kurzfassung“ , im # 186 der Geisterbahnhöfe mal beschrieben.
Manchmal ist das jeweilige Ereignis sogar dokumentiert, und man merkt es kaum. Beispiel:
Q: 2: Welt 1: Ausstellung NOB

Das Bild stammt aus einer Serie, die quasi eine Fluchtgeschichte illustriert. Diese fand tatsächlich 1963 hinter dem Bahnhof Heinrich Heine Straße statt. (Während der Baumaßnahmen im Schacht, nicht die quer stehende Mauer , also etwas vorher.) Nun wurde dort also gebaut – ein paar Meter vor dem Strich. Manchmal ist dann eben Kommunikation notwendig.
Sogar über den Stacheldraht hinweg. Zur Erläuterung: Der Fotograf steht im Westen, der Spanische Reiter ganz kurz hinter dem Strich. Und wo stehen die beiden Pol.-Beamten und der Grenzer ?
Vergrößerung :
Alles Klärchen ? Ach so - worum gings da wohl ? Die Vermauerung auf der linken Seite ist im letzten Schacht der U-Bahnlinie vor der Grenze, man wollte abklären, ob der Schacht in Notfällen begehbar war - hat man dann auch geklärt, der Schacht war dann der Einstieg in die U-Bahn-Linie von der Güst HH aus.
Es geht also - bei beiderseitigen Interesse. - Manchmal - nicht immer.. Wem die ganze Geschichte interessirt- sie ist u.a. in "Grenz undGeisterbahnhöfe "beschrieben und es gibt einen recht umfangreichen Welt -Artikel dazu.Von dem beschriebenen "Kleinen Grenzverkehr" ist da allerdings nicht die Rede.
Nicht bemerkt? Oder durfte es nur nicht sein? Immerhin -1963 !
73 Hans


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