Buchtipp: Sprutz in den Fängen der NVA

24.02.2014 20:57 (zuletzt bearbeitet: 24.02.2014 20:58)
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#1
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Ich bin auf dieses Buch durch Zufall im Internet gestoßen. Der Autor Peter Tannhoff verarbeitet hier seine Dienstzeit bei einer streng geheimen Raketeneinheit. Erzählt über EK-Bewegung, den Psychoterror der Vorgesetzten und ein vierwöchiges Manöver in Kasachstan.
Jetzt kann ich verstehen wenn manche behaupten das Grenzer keine richtigen Soldaten waren, ich denke die Dienstzeiten bei den Mot.schützen oder
auch in solcher Raketeneinheit waren doch wesentlich härter als auf einer Grenzkompanie, zumindestens was die Ausbildung und die EK-Bewegung betrifft, von den Manövern und Übungen ganz zu schweigen. Als ich das Buch gelesen hatte, war ich zumindestens froh das ich an der Grenze war.


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24.02.2014 21:00
#2
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Zitat von Duck im Beitrag #1
Ich bin auf dieses Buch durch Zufall im Internet gestoßen. Der Autor Peter Tannhoff verarbeitet hier seine Dienstzeit bei einer streng geheimen Raketeneinheit. Erzählt über EK-Bewegung, den Psychoterror der Vorgesetzten und ein vierwöchiges Manöver in Kasachstan.
Jetzt kann ich verstehen wenn manche behaupten das Grenzer keine richtigen Soldaten waren, ich denke die Dienstzeiten bei den Mot.schützen oder
auch in solcher Raketeneinheit waren doch wesentlich härter als auf einer Grenzkompanie, zumindestens was die Ausbildung und die EK-Bewegung betrifft, von den Manövern und Übungen ganz zu schweigen. Als ich das Buch gelesen hatte, war ich zumindestens froh das ich an der Grenze war.


Ja, das kann man wohl sagen. Ich denke, das war uns schon damals während des GWD klar. Aber wir haben das Weiße im Auge des Feindes gesehen !


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24.02.2014 21:40
#3
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Die Grundausbildung lassen wir mal außen vor, die war sicher nirgendwo ein Zuckerschlecken. Ansonsten bin ich der Meinung , Mot.Schützen oder auch Raketentruppen hatten sicher eine Menge Streß bei Manövern, Feldlagern usw., aber in normalen Zeiten hatten sie ihre (relative) Ruhe. Am Kanten gingen die Uhren zugegebener Weise anders. Wir hatten außerhalb des Dienstes sicher unsere Ruhe, aber wir hatten JEDEN Tag Grenzdienst, nicht nur ein mal im halben Jahr für 2 Wochen. Und was Urlaub und Ausgang betrifft, haben uns die Mucker ausgelacht.


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25.02.2014 11:20 (zuletzt bearbeitet: 25.02.2014 12:47)
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#4
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Zitat von LO-Fahrer im Beitrag #3
Die Grundausbildung lassen wir mal außen vor, die war sicher nirgendwo ein Zuckerschlecken. Ansonsten bin ich der Meinung , Mot.Schützen oder auch Raketentruppen hatten sicher eine Menge Streß bei Manövern, Feldlagern usw., aber in normalen Zeiten hatten sie ihre (relative) Ruhe. Am Kanten gingen die Uhren zugegebener Weise anders. Wir hatten außerhalb des Dienstes sicher unsere Ruhe, aber wir hatten JEDEN Tag Grenzdienst, nicht nur ein mal im halben Jahr für 2 Wochen. Und was Urlaub und Ausgang betrifft, haben uns die Mucker ausgelacht.


Was den Urlaub betrifft haben vielleicht die Mucker gelacht aber die Ihren Dienst bei den Raketentruppen leisten mussten, waren sicherlich noch schlimmer dran wie wir, denn sie mussten ständig Gefechtsbereit sein und so konnte immer nur ein kleiner Teil von Leuten in den Urlaub gehen.
Zum einen denke ich war die Grundausbildung bei der NVA auch noch etwas härter wie bei GT, dann wurde ständig geübt in Komplexen wie schnell solch ein Sprengkopf gefechtsbereit ist, von solchen "Übungen" sind wir doch zum Glück verschont geblieben. Du schreibst sie hatten in normalen Zeiten "relative" Ruhe, ich denke das war ja gerade das schlimme, die Zeit verging nicht und so wurde das Tagedrücken immer stärker und die EK-Bewegung war deswegen in solchen Einheiten auch besonders stark. Dagegen war es doch auf einer GK fast wie in einen kleinen "Familienbetrieb", du warst meist 8h draußen keiner ging Dir auf die Nerven, die Zeit verging schnell und EK-Bewegung gab es auf der Kompanie auch kaum und was die Gefahr im Grenzdienst betrifft, seien wir doch mal ehrlich die meisten von uns haben in den 15 Monaten am Kanten nicht einen GV gesehen (zum Glück)


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25.02.2014 12:08 (zuletzt bearbeitet: 25.02.2014 12:13)
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#5
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Unter den Arbeitskollegen früher war ja die Armeezeit immer ein beliebtes Thema und jeder war meist da wo es am schlimmsten war
Ich wollte schon mal in dieses NVA-Forum um in die unbekannte Welt des damaligen NVA-Soldaten einzutauchen, bisher bin ich noch nicht dazu gekommen.
Ich kann mir aber vorstellen das man dort von oben mehr Druck auf den einzelnen machen konnte, ging ja bei den GT nicht ganz so weil schlimmstenfalls Verabschiedung feindwärts drohte.
Der Übergang von der Knolle an den Kanten war ja schon regelrecht "erschütternd"


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25.02.2014 13:21
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#6
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Was man hier lesen kann.

Wir waren eine kleine Truppe von 24 Mann. Unser Zug hatte 2 Kranpanzer, 4 Bergepanzer, 6 Tatra813 mit Tieflader (40 Räder), Automobilkran Tatra 148, G5 Kran und G5 mit Schleppachse. Bei großen Übungen wurde unsere Truppe immer aufgeteilt. Urlaub aller 12-15 Wochen.
Durchgemacht haben wir einiges, was hier bestimmt nicht jeder verstehen würde.
2 Monate Wachkommando (Uvd, OvP I und OvP II) beim OVP II konnte man 24 schlafen, Streß waren die Unterwasserfahrten in der Elbe.
Im Sommer auf großen Übungsplätzen mit Pionieren Fahrschulstrecken gebaut, 12 Wochen auf dem Panzer geschlafen und abends Partys ohne Ende. Körperpflege nur im Stausee Bagenz. Ganze Wälder Platt gefahren im Raum Spremberg und Weißwasser (Waldbrände)
Wochenlang in der Schwarzen Pumpe gesprengte Hallen frei geschleppt und vor Ort im Zelt geschlafen, dazu noch einen täglichen Gutschein von 25 Mark für Betriebsessen (Bier) und Mädels waren auch 24 vor Ort.

und, und, und.


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25.02.2014 13:38
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#7
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Zitat von T55TK im Beitrag #6
Was man hier lesen kann.

Wir waren eine kleine Truppe von 24 Mann. Unser Zug hatte 2 Kranpanzer, 4 Bergepanzer, 6 Tatra813 mit Tieflader (40 Räder), Automobilkran Tatra 148, G5 Kran und G5 mit Schleppachse. Bei großen Übungen wurde unsere Truppe immer aufgeteilt. Urlaub aller 12-15 Wochen.
Durchgemacht haben wir einiges, was hier bestimmt nicht jeder verstehen würde.
2 Monate Wachkommando (Uvd, OvP I und OvP II) beim OVP II konnte man 24 schlafen, Streß waren die Unterwasserfahrten in der Elbe.
Im Sommer auf großen Übungsplätzen mit Pionieren Fahrschulstrecken gebaut, 12 Wochen auf dem Panzer geschlafen und abends Partys ohne Ende. Körperpflege nur im Stausee Bagenz. Ganze Wälder Platt gefahren im Raum Spremberg und Weißwasser (Waldbrände)
Wochenlang in der Schwarzen Pumpe gesprengte Hallen frei geschleppt und vor Ort im Zelt geschlafen, dazu noch einen täglichen Gutschein von 25 Mark für Betriebsessen (Bier) und Mädels waren auch 24 vor Ort.

und, und, und.

Hört sich interessant an aber wenn ich die Wahl gehabt hätte, ich wäre doch lieber bei den GT geblieben.




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