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#1

Mit dem eigenen Boot durch Ostberlin?

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 19.02.2014 14:44
von der glatte | 1.356 Beiträge | 50 Punkte
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Ein herzliches Hallo in die Runde.

War es denn auch für Westberliner möglich mit dem eigenen Boot die Ostberliner Gewässer im Zentrum zu befahren, eventuell auch im Transit?
Was war da zu beachten und welche Grenzübergänge gab es da? Kam man mit dem eigenen Boot zum Beispiel von Westberlin zum Müggelsee?

Gruß Reiner


ACRITER ET FIDELITER


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#2

RE: Mit dem eigenen Boot durch Ostberlin?

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 19.02.2014 15:15
von eisenringtheo | 10.183 Beiträge | 3703 Punkte
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Der grenzüberschreitende sogenannte "Sportbootverkehr" (im Gegensatz zum gewerblichen Gütertransport) war erst ab 01. April 1990 möglich.
https://www.nd-archiv.de/ausgabe/1990-03-30
Theo


der glatte hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#3

RE: Mit dem eigenen Boot durch Ostberlin?

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 19.02.2014 15:16
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Zitat
War es denn auch für Westberliner möglich mit dem eigenen Boot die Ostberliner Gewässer im Zentrum zu befahren, eventuell auch im Transit?



NEIN



Das hätte noch gefehlt, das die verruchten Wessis uns mit ihren Baylinern vor der Nase rumfahren.


.
.

.
zuletzt bearbeitet 19.02.2014 15:18 | nach oben springen

#4

RE: Mit dem eigenen Boot durch Ostberlin?

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 19.02.2014 16:01
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Hallo,
Ergänzungsfrage, was war möglich im Rahmen eines eingeladenen Verwandtenbesuch an freien Umherreisen
für Wessis im genehmigten Reisezeitraum?

Legal durchgeführt, z.B. mit Fahrrad und Zelt ab Besuchsadresse Görlitz an die Ostsee, ggf. bei der Volkspolizei
unterwegs an- und abmelden?

Mit dem Rucksack über den Rennsteig?

Gab es neben den Interhotels auch sonstige Unterkünfte, es gab doch auch Monteure oder Dientreisende die nicht in Luxus
absteigen wollten, oder Privatreisen zu größeren Familienfeiern? Neben Betriebs-, Dienst- und FDGB-Ferienheimen frage ich.

Gruss



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#5

RE: Mit dem eigenen Boot durch Ostberlin?

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 19.02.2014 17:12
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Der Dieter Thomas Heck ist mal wegen einer verlorenen Wetten-dass-Wette mit dem Fahrrad aus'm Saarland nach Berlin geradelt, war '83?


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#6

RE: Mit dem eigenen Boot durch Ostberlin?

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 19.02.2014 17:15
von exgakl | 7.474 Beiträge | 926 Punkte
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Zitat von der glatte im Beitrag #1
Ein herzliches Hallo in die Runde.

War es denn auch für Westberliner möglich mit dem eigenen Boot die Ostberliner Gewässer im Zentrum zu befahren, eventuell auch im Transit?
Was war da zu beachten und welche Grenzübergänge gab es da? Kam man mit dem eigenen Boot zum Beispiel von Westberlin zum Müggelsee?

Gruß Reiner


keine Chance... wollten die Westberliner z.B. auf eigenem Kiel nach Hamburg musste das Boot durch ein Berufsschiff geschleppt werden.... ja so war das damals...


Man sollte niemanden mit Tatsachen verwirren, der sich seine Meinung schon gebildet hat....


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#7

RE: Mit dem eigenen Boot durch Ostberlin?

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 19.02.2014 17:16
von icke46 | 2.753 Beiträge | 674 Punkte
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Zitat von 94 im Beitrag #5
Der Dieter Thomas Heck ist mal wegen einer verlorenen Wetten-dass-Wette mit dem Fahrrad aus'm Saarland nach Berlin geradelt, war '83?


Allerdings ist er ab Helmstedt bis Berlin-Dreilinden im Bus weitergeradelt, weil ihm in Marienborn die Einfahrt per Fahrrad verwehrt wurde.

Gruss

icke

PS: Zitat aus http://www.fernsehlexikon.de/327/wetten-dass/ :

Dieter Thomas Heck radelte 1983 in zehn Tagen rund 800 km weit von Bexbach an der Saar zur Funkausstellung nach Berlin. Die Transitstrecke Helmstedt-Berlin musste er allerdings auf dem Heimtrainer im Bus absolvieren, weil die DDR-Behörden die Durchreise auf dem Fahrrad verweigerten.



zuletzt bearbeitet 19.02.2014 17:18 | nach oben springen

#8

RE: Mit dem eigenen Boot durch Ostberlin?

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 19.02.2014 17:19
von 94 | 11.501 Beiträge | 2842 Punkte
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Yepp, hab leider noch keinen Filmbeitrag gefunden, nur das hier ...
http://www.mainpost.de/regional/main-spe...t129810,7518694


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#9

RE: Mit dem eigenen Boot durch Ostberlin?

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 19.02.2014 17:28
von passport | 2.906 Beiträge | 903 Punkte
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Zitat von icke46 im Beitrag #7
Zitat von 94 im Beitrag #5
Der Dieter Thomas Heck ist mal wegen einer verlorenen Wetten-dass-Wette mit dem Fahrrad aus'm Saarland nach Berlin geradelt, war '83?


Allerdings ist er ab Helmstedt bis Berlin-Dreilinden im Bus weitergeradelt, weil ihm in Marienborn die Einfahrt per Fahrrad verwehrt wurde.

Gruss

icke

PS: Zitat aus http://www.fernsehlexikon.de/327/wetten-dass/ :

Dieter Thomas Heck radelte 1983 in zehn Tagen rund 800 km weit von Bexbach an der Saar zur Funkausstellung nach Berlin. Die Transitstrecke Helmstedt-Berlin musste er allerdings auf dem Heimtrainer im Bus absolvieren, weil die DDR-Behörden die Durchreise auf dem Fahrrad verweigerten.





Mir ist nicht bekannt, damals wie heute, das man mit einen Fahrrad die Autobahn benutzen darf. Die damalige Transitstrecke Marienborn - Drewitz (A2) war nun mal eine Autobahn !


passport



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#10

RE: Mit dem eigenen Boot durch Ostberlin?

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 19.02.2014 17:29
von Heckenhaus | 6.941 Beiträge | 8286 Punkte
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Dieser Link erklärt die Reisesituation recht deutlich :

http://www.nachkriegsmuseen.de/west.html

Privatreisen waren eingeschränkt möglich , siehe :

http://www.zeitklicks.de/ddr/zeitklicks/...taaten/transit/
.


.
.

.
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#11

RE: Mit dem eigenen Boot durch Ostberlin?

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 19.02.2014 18:15
von eisenringtheo | 10.183 Beiträge | 3703 Punkte
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Zitat von SET800 im Beitrag #4
Hallo,
Ergänzungsfrage, was war möglich im Rahmen eines eingeladenen Verwandtenbesuch an freien Umherreisen
für Wessis im genehmigten Reisezeitraum?

Legal durchgeführt, z.B. mit Fahrrad und Zelt ab Besuchsadresse Görlitz an die Ostsee, ggf. bei der Volkspolizei
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Gab es neben den Interhotels auch sonstige Unterkünfte, es gab doch auch Monteure oder Dientreisende die nicht in Luxus
absteigen wollten, oder Privatreisen zu größeren Familienfeiern? Neben Betriebs-, Dienst- und FDGB-Ferienheimen frage ich.

Gruss


Rechtlich war das möglich, wenn man in Interhotels und in Intercamping übernachtete und in Devisen bezahlte, zumindest ab 1985, weil bei der besuchsweisen Einreise das Aufenthaltsvisum den Zusatz "gültig für die ganze DDR" enthielt. Zumindest bei uns (Schweizern) war das so. Und das war laut der Polizistin auf dem VPKA Senftenberg "neu". "Neu" war auch, dass man auch gleich das Ausreisevisum erhielt und "neu" war, dass das Meldeamt nur noch an drei Tagen in der Woche für wenige Stunden geöffnet war und die 24 Stundenfrist für die polizeiliche Anmeldung entsprechend ausgedehnt wurde.
Faktisch konnte man auch bei bei den Bekannten der Bekannten übernachten. Erlaubt war es eigentlich mit polizeilicher Anmeldung und Eintrag im Hausbuch. Das habe ich aber tunlichst unterlassen.
Theo


94 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#12

RE: Mit dem eigenen Boot durch Ostberlin?

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 22.02.2014 02:26
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Vielen Dank für Eure Antworten.

Da kommt bei mir die Frage auf, ob es denn von Seiten der Alliierten in Berlin auf Spree oder Havel Kontrollfahrten gegeben hat? Hatten sie überhaupt Boote oder Wasserfahrzeuge stationiert, wie war das geregelt?

In Ostberlin habe ich derartiges auf den Gewässern nie gesehen. Auf den Straßen dagegen, sah man oft Fahrzeuge der westlichen Alliierten und natürlich auch solche aus der SU.

Gruß Reiner


ACRITER ET FIDELITER


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#13

RE: Mit dem eigenen Boot durch Ostberlin?

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 22.02.2014 22:19
von passport | 2.906 Beiträge | 903 Punkte
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Bei Wiki gefunden :

Wasserstraßen[Bearbeiten]

Die zahlreichen Grenzübergänge an den Wasserstraßen (zum Beispiel Spree, Havel, Teltowkanal) waren nur für den gewerblichen Güterverkehr zugelassen. Sportboote mussten auf Binnenschiffe verladen werden oder im Schlepp die Strecke passieren.

Übergangsstellen und Verkehrswege im Binnenschiffsverkehr[Bearbeiten]
Kleinmachnow – Dreilinden, Teltowkanal
Kleinmachnow, Teltowkanal (ab 1981)
Potsdam-Nedlitz, Jungfernsee, Untere Havel-Wasserstraße Cumlosen (Kreis Perleberg)/Schnackenburg (Elbe)
Buchhorst bei Oebisfelde (Bezirk Magdeburg/Rühen, bei Wolfsburg) (Mittellandkanal)

Hennigsdorf, Havelkanal/Havel-Oder-Wasserstraße (nur Wechselverkehr und Transitverkehr (Polen), nicht nach Westdeutschland zugelassen)
Berlin-Mitte Marschallbrücke wie oben
Berlin-Britz Britzer Zweigkanal wie oben
Berlin-Treptow Osthafen Spree wie oben



passport



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#14

RE: Mit dem eigenen Boot durch Ostberlin?

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 23.02.2014 12:52
von Harzwanderer | 3.279 Beiträge | 1101 Punkte
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Zitat
Da kommt bei mir die Frage auf, ob es denn von Seiten der Alliierten in Berlin auf Spree oder Havel Kontrollfahrten gegeben hat? Hatten sie überhaupt Boote oder Wasserfahrzeuge stationiert, wie war das geregelt?

In Ost-Berlin habe ich derartiges auf den Gewässern nie gesehen. Auf den Straßen dagegen, sah man oft Fahrzeuge der westlichen Alliierten und natürlich auch solche aus der SU.



Da ich jahrelang in West-Berlin gerudert bin, kann ich mich gut an ein weißes Boot der amerikanischen Militärpolizei erinnern, in der Art eines großen Polizeibootes, auf dem US-MP in Uniform Streife fuhr. Die fuhren auch unter der Glienicker Brücke durch und hintenrum in den Griebnitzsee rein. WIMRE auch schon vor der Wende. Das war aber eine ganz entspannte Sache. Die fuhren immer langsam und manchmal waren da auch so Stehparties an Bord mit Gästen. In Ost-Berlin habe ich die nie gesehen. Muss aber nichts heißen. Die Briten hatten größere Ponton-Landungsboote auf der Havel und Schlauchboote. Die fuhren aber WIMRE nicht in den Osten.

Das ist der amerikanische Militärhafen am Wannsee. Das besagte Boot war so ähnlich wie das oben am Steg, leicht links.



der glatte hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 23.02.2014 12:57 | nach oben springen


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