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#21

RE: Flucht am 17.6.1974 Blankenstein

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 20.02.2014 09:47
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Zitat von Rainman2 im Beitrag #20
Aus Sicht des Threads zwar OT, aber vertreiben wir uns mal kurz die Zeit mit der Fluchtgeschichte des Kochs, respektive Küchenleiters.

Der ist im April 1974 erst als Küchenleiter eingesetzt worden und hatte bereits am 31.05.1974 ein für den Verpflegungsoffizier des Regiments aus den Bestandslisten deutlich erkennbares Manko ... hmm. Nun gut, jeder Mensch verhält sich anders in einer Situation der Angst und des Versagens. Was wäre hier tatsächlich passiert? Vorausgesetzt, es lag keine erkennbare persönliche Bereicherung vor, wäre hier das Manko mit Unterstützung des Bereichs Rückwärtige Dienste im Regiment ausgeglichen worden. Er war neu im Amt, nur mangelhaft ausgebildet - da hätte man von vorgesetzter Seite den Ball noch flach gehalten. Der Offizier Beschaffung aus dem Bereich Verpflegung des Regiments hätte desöfteren Marschbefehl in Richtung der GK erhalten, um den jungen Küchenleiter ordentlich einzuarbeiten und bei der Kalkulation zu unterstützen. Der Hauptfeldwebel hätte garantiert eins auf den Deckel bekommen, denn er ist für den Küchenleiter und dessen Tun verantwortlich. Ggf. hätte der Polit der Kompanie auch eins auf den Deckel bekommen, denn der war i.d.R. der Leiter der Küchenkommission. Den Küchenleiter selbst hätte man bestenfalls noch in Regress genommen, was aber nicht über einem Monatssold hätte liegen dürfen (über mehrere Monate verteilt). Über eine Kleinigkeit wie einen Verweis oder strengen Verweis rede ich da mal nicht, der gehörte in der GK eh zum "Tagesgeschäft" vieler Vorgesetzter. Wie gesagt, alles das unter der Voraussetzung, dass er nicht in die eigene Tasche gewirtschaftet hätte - was im übrigen in einer Küche schwer zu beweisen ist, da die Beweismittel ja recht schnell "vernichtet" werden.

Gemessen an dieser Sache scheinen mir die Angst vor der Kontrolle und die Bereitschaft zum Risiko eines Grenzdurchbruchs etwas überzogen, so dass ich mir die Frage stelle, ob da nicht noch mehr im Spiel war. Aber, wie auch schon gesagt, jeder reagiert anders in so einer Situation, und wer weiß, ob er wusste, wie "relativ glimpflich" das letztendlich für ihn hätte ausgehen können.

ciao Rainman



@Rainman2 danke für deine Ergänzung. Ja so wie ich die Flucht des Kochs gelesen habe, hat der junge Mann in Panik gehandelt. Der hatte wohl Angst vor Strafe und das war die Antriebsfeder für die Flucht. Ich habe Offiziere in der NVA genauso erlebt. Von Ausnahmen abgesehen, die auch mal zuhören konnten und Verständnis für Soldaten zeigten, bauten die meisten Offiziere zuallererst mal 'ne Drohkulisse auf, wenn es Probleme am Horizont zu sehen gab. Das war der einfachste Weg , dank ihrer Pickel auf der Schulter. Diesen latenten Sackstand hatte jeder Soldat schon verinnerlicht. Es war keine gutes Gefühl, mit dem man 18 Monate herumlief. Deine Schlussfolgerung ist etwas theoretisch. Hätte er vorher fragen sollen, ob das Defizit in seiner Kasse hart oder weniger hart bestraft wird ? Oder ob es doch besser ist die Fliege zu machen ? Wohl kaum.
Allerdings Rainman, bei dir glaube ich, dass du zu der Minderheit von Offz. gehörtest, die Verständnis für die Probleme der Soldaten hatte. Vorausgesetzt du warst damals schon ein solcher Typ wie ich dich persönlich kennengelernt habe.


hardi24a und Rainman2 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#22

RE: Flucht am 17.6.1974 Blankenstein

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 20.02.2014 10:04
von damals wars | 14.463 Beiträge | 6644 Punkte
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Denke auch, das Schütze Fehlbestand das Weite gesucht hat.


Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
https://www.youtube.com/watch?v=4tlhDA1_w2U
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#23

RE: Flucht am 17.6.1974 Blankenstein

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 20.02.2014 10:53
von Rainman2 | 5.816 Beiträge | 365 Punkte
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Zitat von Gert im Beitrag #21
... @ Rainman2 danke für deine Ergänzung. Ja so wie ich die Flucht des Kochs gelesen habe, hat der junge Mann in Panik gehandelt. Der hatte wohl Angst vor Strafe und das war die Antriebsfeder für die Flucht. Ich habe Offiziere in der NVA genauso erlebt. Von Ausnahmen abgesehen, die auch mal zuhören konnten und Verständnis für Soldaten zeigten, bauten die meisten Offiziere zuallererst mal 'ne Drohkulisse auf, wenn es Probleme am Horizont zu sehen gab. Das war der einfachste Weg , dank ihrer Pickel auf der Schulter. Diesen latenten Sackstand hatte jeder Soldat schon verinnerlicht. Es war keine gutes Gefühl, mit dem man 18 Monate herumlief. Deine Schlussfolgerung ist etwas theoretisch. Hätte er vorher fragen sollen, ob das Defizit in seiner Kasse hart oder weniger hart bestraft wird ? Oder ob es doch besser ist die Fliege zu machen ? Wohl kaum.
Allerdings Rainman, bei dir glaube ich, dass du zu der Minderheit von Offz. gehörtest, die Verständnis für die Probleme der Soldaten hatte. Vorausgesetzt du warst damals schon ein solcher Typ wie ich dich persönlich kennengelernt habe.



Hallo Gert,

zunächst - danke für die Blumen ...

Ich war ja selbst mal zwei Jahre Leiter eines Küchenkollektives und habe diesen Bereich etwas besser kennenlernen können. In diesem Fall hätte weniger das Verständnis der Vorgesetzten gewirkt, sondern eher nüchterne Kalkulation. Der Fakt: Da wird ein unzureichend ausgebildeter junger Mann in eine Funktion mit hoher materieller Verantwortung eingesetzt und die Kontrolle erfolgt nur ungenügend. Die "Anschisskette", wenn man das an die große Glocke gehängt hätte, wäre vom Hauptfeldwebel der Kompanie über den Verpflegungsoffizier bis hin zum Stellvertreter des Regimentskommandeurs für Rückwärtige Dienste gegangen. Und hier ging es nicht um abstrakte Dinge, wie politisch-moralischen Zustand, Sicherheit an der Grenze oder sozialistischen Wettbewerb. Hier ging es um konkrete Werte. Bei der Untersuchung des "Vorkommnisses" hätte ich schon dem Verpflegungsoffizier die Frage gestellt, warum bei so einem heiklen Einsatz nicht zumindest der Offizier für Beschaffung bei den ersten Bestell- und Abrechnungsprozessen zur Unterstützung hingeschickt wurde. Und der Hauptfeldwebel hätte noch mehr peinliche Fragen bekommen: Fehlende Inventur im April, augenscheinlich keine Unterstützung bei den Bestell- und Abrechnungsprozessen. Die haben einfach die Augen zugemacht und gehofft, es geht alles gut. Ging es aber nicht. Genau diese Tatsachen hätten zu einem Flachhalten des Balles geführt, nicht das Verständnis für einen jungen, unerfahrenen Mann (was ich allerdings damit nicht grundsätzlich abspreche).

Ich gebe zu, dass das dem jungen Unteroffizier nicht klar sein musste. Er hatte aus seiner Sicht Scheiße gebaut und ihm ging deshalb nun die Muffe. Kenne ich aus meiner eigenen Offizierskarriere zur Genüge. Wir waren ja auch in erster Linie zur Selbstkritik erzogen.

ciao Rainman


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
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#24

RE: Flucht am 17.6.1974 Blankenstein

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 20.02.2014 13:30
von sundw | 22 Beiträge
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Hallo jogl,

ich habe mich vielleicht falsch ausgedrückt wegen der gesuchten Informationen. (Google Earth Breite: 50°23'42.95"N, Länge: 11°41'29.47"E ) Die Flucht fand so statt wie Du es in Erinnerung hast, nur bin ich nicht gegen die Mauer gefahren sondern durch beide Tore und dann zu Fuß durch die Selbitz. Wenn hier jemand meint ich binde einen Bären auf, von mir aus. Meine Gründe waren privat und ich war allein. Ich war Busfahrer beim Kraftverkehr Saalfeld und wurde wegen Damen Problemen ( es war schliesslich die Zeit der Miniröcke und ich war einfach nur schwach ) Strafversetzt Kieskipper zu fahren. Der Fehler war mich ins Grenzgebiet zu schicken. In Blanckenstein haben wir bei der Erweiterung der Papierfabrik mitgewirkt. Einen Groll gegen die Grenzer habe ich nie gehabt denn die haben auch nur Ihren Job gemacht.



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#25

RE: Flucht am 17.6.1974 Blankenstein

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 20.02.2014 13:47
von sundw | 22 Beiträge
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Hallo Vogländer,

Zitat
Na,dann kann der Sperrbrecher ja mal von seiner Flucht erzählen.
Irritieren tut mich nur,das gerade er nach Infos fragt.Hat ne komichen Beigeschmack.



du musst aber schon schlechte Erfahrungen gemacht haben. Meine Frage nach Infos sind ohne Hintergedanken. Das Fluchtdatum war Zufall, denn ich hätte es doch nie bewusst an diesem Tag gemacht. Ich wüsste nur gern ob hier ein miserabler Schütze oder ein Mensch Dienst hatte.



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#26

RE: Flucht am 17.6.1974 Blankenstein

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 20.02.2014 14:27
von Rainman2 | 5.816 Beiträge | 365 Punkte
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Zitat von sundw im Beitrag #25
Hallo Vogländer,

Zitat
Na,dann kann der Sperrbrecher ja mal von seiner Flucht erzählen.
Irritieren tut mich nur,das gerade er nach Infos fragt.Hat ne komichen Beigeschmack.


du musst aber schon schlechte Erfahrungen gemacht haben. Meine Frage nach Infos sind ohne Hintergedanken. Das Fluchtdatum war Zufall, denn ich hätte es doch nie bewusst an diesem Tag gemacht. Ich wüsste nur gern ob hier ein miserabler Schütze oder ein Mensch Dienst hatte.


Hallo sundw,

ja, wir haben hier auch schon schlechte Erfahrungen gemacht. Danke, dass Du Dich von den Zweiflern nicht hast abhalten lassen. Die "Knochen" Deiner Geschichte sind schon ganz gut. Kannst Du noch etwas "Fleisch" drum herum machen? War ja bestimmt nicht mit: "Ich fahr dann mal los", getan. Seit wann hattest Du die Absicht, abzuhauen. Wie bist Du auf den Plan mit dem LKW gekommen? Hast Du den Abschnitt vorher aufgeklärt? Wusste jemand von Deinem Vorhaben? Hattest Du große Angst? Wie wurdest Du im Westen empfangen?

Das nur mal so interessehalber von mir.
Den Rest der Fragen stellt dann sicher Lutze
Ja, man hat so seine Erfahrungen mit diesem Forum.

Herzliche Grüße und lass mal von Dir hören!
ciao Rainman


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(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


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#27

RE: Flucht am 17.6.1974 Blankenstein

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 20.02.2014 15:15
von Batrachos | 1.549 Beiträge | 21 Punkte
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Hallo sudw,

wäre wirklich interessant zu erfahren wie deine Flucht abgelaufen ist.
So etwas lese ich nämlich immer sehr gerne.
Wo bist Du danach hingekommen und vor allem wie hat man dich in der BRD danach behandelt.
Hattest Du deine Flucht jemals bereuht oder hattest Du irgendwann mal Heimweh.
Wann konntest Du zum ersten mal deine Heimat wieder sehen.
Auf deine Antworten freue ich mich jetzt schon.

MFG Batrachos


Drosseln sind Vögel. Sie in Motorräder zu stecken ist Tierquälerei!!
Motorradfahren ist das schönste, was man angezogen machen kann.
45° ist das zu schräg-bist du zu schwach


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#28

RE: Flucht am 17.6.1974 Blankenstein

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 20.02.2014 15:32
von Vogtländer (gelöscht)
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@sudw:
Grundsätzlich bin ich erstmal misstrauich.Das es Dich getroffen hat,das hing mit Deiner Frage nach Infos zusammen und mit den schlechten Erfahrungen,die wir hier sammelten.Leider etwas dumm gelaufen.


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#29

RE: Flucht am 17.6.1974 Blankenstein

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 20.02.2014 15:43
von T55TK | 64 Beiträge
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Mit einem W 50 durch die Grenze, alle ACHTUNG.........Ich bin deswegen zu den Panzertruppen gegangen, war aber an der falschen Grenze.....POLEN (Spremberg).....

Eine Übung in der Nähe der Westgrenze wäre mir sehr lieb gewesen...mit vollgas durch


hardi24a hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 20.02.2014 15:44 | nach oben springen

#30

RE: Flucht am 17.6.1974 Blankenstein

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 20.02.2014 15:55
von furry | 4.116 Beiträge | 2451 Punkte
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Zitat von T55TK im Beitrag #29
Mit einem W 50 durch die Grenze, alle ACHTUNG.........Ich bin deswegen zu den Panzertruppen gegangen, war aber an der falschen Grenze.....POLEN (Spremberg).....

Eine Übung in der Nähe der Westgrenze wäre mir sehr lieb gewesen...mit vollgas durch


OT: @T55TK , da hast Du Dich auf dem Weg zu den Panzertruppen wohl etwas in der Richtung geirrt. Warum hast Du denn Dein Vorhaben nicht schon bei der Musterung vorgetragen?


"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)
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#31

RE: Flucht am 17.6.1974 Blankenstein

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 20.02.2014 16:08
von T55TK | 64 Beiträge
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Die waren sooo lieb bei der Musterung 1973, aber Saudoof.............da ging einiges schief.........man merkte es erst am 18. Dezember 1975.....


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#32

RE: Flucht am 17.6.1974 Blankenstein

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 20.02.2014 16:56
von Greso | 2.459 Beiträge | 830 Punkte
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Zitat von Lutze im Beitrag #7
hier bindet uns Einer einen Bären auf,
so eine Flucht wäre bekannt geworden
Lutze

Es gab diese Flucht.



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#33

RE: Flucht am 17.6.1974 Blankenstein

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 20.02.2014 17:05
von jogl | 8 Beiträge
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Hallo sundw,
Ich möchte mal kurz schildern, was mir zu diesem Tag nach fast 40 Jahren noch im Gedächtnis geblieben ist.
Ich bin heute noch sehr froh über jeden der unverletzt und gesund diese üble Grenze überwunden hat, ganz
gleich was ihn bewogen hat diesen mutigen Schritt zu tun.
Das sage ich obwohl ich zu denen gehöre, die gerade verhindern sollten, daß Dir der Schritt in ein freiheitliches Leben
gelingt.
Ich war als Du mit dem LKW in die Tore gefahren bist, oberhalb vom Blechschmiedehammer als Posten im Wald.
Von Deinem erfolgreichen Durchbruch habe ich um 18:00 Uhr erfahren, als ich mich wie immer um diese Zeit im
Grenzmeldenetz gemeldet hatte, um den üblichen 18:00 Uhr EK Singsang dort abzulassen.
Grenzdienst hatte zu diesem Zeitpunkt der Zug der Kompanie, der ich angehörte.
Auf dem Turm in der Nähe befanden sich zwei Posten aus meinem Zug. Das waren zwei Wehrpflichtige im
2. und 3. Diensthalbjahr, die auch meine Zimmernachbarn in der Kaserne waren.
Natürlich hat uns das noch lange untereinander beschäftigt.
Kurz nachdem Dir die Flucht gelungen war, ist da unten an der Selbitz ein General der Grenztruppen aufgetaucht.
Welcher General das war, weiß ich nicht. Aber er war wohl zufälligerweise auf Kontrolle in dem Abschnitt.
Das erste Tor, welches Du mit dem W50 "geöffnet" hast, hatte übrigens ein kaputtes Schloss. Es ist schon
vorgekommen, daß man als Posten das Tor passieren mußte und keinen Schlüssel hatten. Man konnte das Schloss
dann einfach mit der Schere öffnen.
Nun zu dem Verhalten der beiden Posten auf dem Turm. Ich kann hier Ihre Aussagen wiedergeben, soweit sie mir
noch im Laufe der Zeit in Erinnerung geblieben sind. Die beiden haben es nur kurz knallen gehört und dann festgestellt,
das ein LKW mehr oder weniger in der Selbitz stand und zwar unmittelbar neben der Mauer.
Einer der Posten hat dann das Turmfenster geöffnet und vor dem Turm auf DDR Gebiet in den Sand geschossen.
Beide Posten sind meiner Kenntnis na



hardi24a, Rainman2 und Gert haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#34

RE: Flucht am 17.6.1974 Blankenstein

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 20.02.2014 17:29
von jogl | 8 Beiträge
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Hallo sundw,
Ich bin jetzt wohl auf die falsche Taste geraten.
Hier geht es also weiter
Beide Posten sind meiner Kenntnis nach auch nicht bestraft worden.
Ein Gerücht, welches umging, kann ich natürlich nicht nachprüfen.
Es gab wohl einen förmlichen Protest der Bundesrepublikan die DDR wegen des Beschießens des
Territoriums der Bundesrepublik. Dies war aber sicher nicht der Fall,denn man muß auch Bedenken,
daß am Blechschmiedehammer auf der fränkischen Seite ein Lokal und Hotel war.
Die Zeit danach war natürlich schlimm. In der Grenzkompanie wurde alles auf den Kopf gestellt.
Ich glaube, ich kann auch für meine Kameraden sprechen, wenn ich sage, daß unser einziges Ziel war
wieder Heil nach Hause zu kommen.
Die Straße zur Grenze, die Du passieren konntest, wurde durch diese üblichen Sperren "gesichert".
Ich selbst wurde immer mehr im Hinterland eingesetzt. Man hatte Angst, daß ich die Nerven verliere und
abhaue. Ich habe das in den Stasiakten gefunden.
Übrigens kannte ich den kleinen Koch über den hier diskutiert wurde auch. Wir waren in Johanngeorgenstadt
in der gleichen Kompanie.
Falls interesse besteht kann ich mal ein paar Gedanken aufschreiben, wie ich heute über diesen Dienst denke.



hardi24a, Rainman2, hslauch, Harzwanderer, Gert und MHL-er haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#35

RE: Flucht am 17.6.1974 Blankenstein

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 20.02.2014 18:14
von Thunderhorse | 4.636 Beiträge | 2601 Punkte
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Zitat von jogl im Beitrag #34
H
Es gab wohl einen förmlichen Protest der Bundesrepublikan die DDR wegen des Beschießens des
Territoriums der Bundesrepublik. Dies war aber sicher nicht der Fall,denn man muß auch Bedenken,
daß am Blechschmiedehammer auf der fränkischen Seite ein Lokal und Hotel war.





Es gab eine Protest seitens der Bundesrepublik Deutschland, da mindestens eines der Geschosse auf Bundesgebiet, ca. 3 m neben einer sich dort aufhaltenden Person einschlug.


"Mobility, Vigilance, Justice"


jogl und Harzwanderer haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 20.02.2014 18:15 | nach oben springen

#36

RE: Flucht am 17.6.1974 Blankenstein

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 20.02.2014 18:49
von Lutze | 8.763 Beiträge | 3687 Punkte
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Zitat von sundw im Beitrag #24
Hallo jogl,

ich habe mich vielleicht falsch ausgedrückt wegen der gesuchten Informationen. (Google Earth Breite: 50°23'42.95"N, Länge: 11°41'29.47"E ) Die Flucht fand so statt wie Du es in Erinnerung hast, nur bin ich nicht gegen die Mauer gefahren sondern durch beide Tore und dann zu Fuß durch die Selbitz. Wenn hier jemand meint ich binde einen Bären auf, von mir aus. Meine Gründe waren privat und ich war allein. Ich war Busfahrer beim Kraftverkehr Saalfeld und wurde wegen Damen Problemen ( es war schliesslich die Zeit der Miniröcke und ich war einfach nur schwach ) Strafversetzt Kieskipper zu fahren. Der Fehler war mich ins Grenzgebiet zu schicken. In Blanckenstein haben wir bei der Erweiterung der Papierfabrik mitgewirkt. Einen Groll gegen die Grenzer habe ich nie gehabt denn die haben auch nur Ihren Job gemacht.

den Bären binde ich wieder ab,
herzlich Willkommen hier im Forum
gruß Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren


hardi24a hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#37

RE: Flucht am 17.6.1974 Blankenstein

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 20.02.2014 20:26
von sundw | 22 Beiträge
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Hallo jogl,

genau um diese Infos ging es mir und wenn Du die Möglichkeit hast, so grüss die beiden. Mein Schwiegersohn war bis Frühjahr 1989 in Berlin als Grenzer und daher bin ich über den Grenzaltag sehr gut Informiert.
Mir wird jetzt noch ganz mulmig wenn ich darann denke ein General im Grenzbereich. Naja Glück gehört auch dazu.
Jetzt ist mir auch klar warum das erste Tor so leich aufgegangen ist denn das zweite habe ich aus den Scharnieren rausgerissen und habe es mitgeschleift. Da sage noch jemand die DDR hat keine stabielen Autos gebaut.



hardi24a hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#38

RE: Flucht am 17.6.1974 Blankenstein

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 20.02.2014 21:01
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Hi Thunderhorse,

Zitat von Thunderhorse im Beitrag #35
[quote=jogl|p334175]H
Es gab wohl einen förmlichen Protest der Bundesrepublikan die DDR wegen des Beschießens des
Territoriums der Bundesrepublik. Dies war aber sicher nicht der Fall,denn man muß auch Bedenken,
daß am Blechschmiedehammer auf der fränkischen Seite ein Lokal und Hotel war.




ja Du hast recht und es standen dort jede Menge Leute die einen Ausflug zur Grenze gemacht haben.



Gert hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#39

RE: Flucht am 17.6.1974 Blankenstein

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 20.02.2014 21:07
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Hi jogl,

habe gerade in Deinem Profil gesehen. Du hast mit Karl Marx zusammen geburtstag? Ich auch und sogar das Jahr stimmt.



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#40

RE: Flucht am 17.6.1974 Blankenstein

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 20.02.2014 21:17
von Gert | 14.058 Beiträge | 6677 Punkte
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Zitat von sundw im Beitrag #39
Hi jogl,

habe gerade in Deinem Profil gesehen. Du hast mit Karl Marx zusammen geburtstag? Ich auch und sogar das Jahr stimmt.

Was so alt bist du schon?


sundw hat sich für diesen Beitrag bedankt
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