Die Zukunft der BStU

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19.02.2014 10:29
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#1
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Eine Expertenkommission soll jetzt beraten und Vorschläge erarbeiten, wie es mit der BStU nach 2019 weiter gehen soll.

Die Kommission soll klären, ob die Stasi-Unterlagenbehörde über 2019 hinaus bestehen soll und wie im Falle einer Schließung mit den Akten verfahren wird. Dies hatten sich bereits Union und FDP in der vergangenen Legislaturperiode vorgenommen, das Vorhaben aber dann nicht weiter verfolgt.

Nach Informationen der »Mitteldeutschen Zeitung« sind bisher drei ehemalige Bundestagsabgeordnete für die Kommission im Gespräch: Beatrix Philipp (CDU), Wolfgang Thierse (SPD) und Wolfgang Wieland (Grüne). Wielands Mitarbeit wird von Behördenleiter Roland Jahn ausdrücklich gewünscht. Der kulturpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Martin Dörmann, sagte der Zeitung, das Thema habe »eine hohe Priorität. Und wir wollen eine möglichst breite Akzeptanz im Parlament«.


http://www.neues-deutschland.de/artikel/...t-mitreden.html

Die Akzeptanz von Lösungen im Parlament ist das eine, die Akzeptanz dieser Lösungen beim Bürger, die in den nächsten Jahren entwicklt werden sollen, das andere. Ich bin der Meinung, dass wir die Diskussion aufmerksm verfolgen sollten.

Daher auch meine Frage an die alle. Wie stellt ihr euch die Zukunft der BStU vor?

LG von der Moskwitschka

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19.02.2014 11:00
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#2
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Zitat von Moskwitschka im Beitrag #1
Daher auch meine Frage an die alle. Wie stellt ihr euch die Zukunft der BStU vor?


Antwort eines (ursprünglichen) Wessis: Gar nicht.

2019 ist die Wende 30 Jahre her: Zeit und Gelegenheit genug, das zu klären, was zu klären war. Und wenn ein bis dato nicht entdeckter IM 30 Jahre lang treu und brav seine Pflichten als Staatsbürger erfüllt hat, dann hat er zumindest seine Akzeptanz der geänderten Verhältnisse bewiesen.

Ich weiß, dass der Vergleich mit dem Strafrecht hinkt, aber dennoch: Auch dort gibt es für alle Straftaten Verjährungsfristen, Mord mal ausgenommen. Irgendwann muss auch mt der "Vergangenheitsbewältigung" Schluss sein, die Akten geschlossen werden.

Sie aber vernichten? Nein. Sie sollten archiviert werden und zukünftigen Historikern zugänglich sein, damit auch in 20 oder 50 Jahren ein möglichst unverfälschtes Bild der Verhältnisse erhalten bleibt.

Howgh, ich habe gesprochen.


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19.02.2014 11:18
#3
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Die Akten hätten gleich von Anfang an ordentlich in das zentrale Bundesarchiv überführt werden sollen. Die BStU ist kein Archiv sondern ein Aktenkramladen aus dem je nach Bedarf "zufällige" Aktenfunde hervorgezaubert wurden und werden.

Fast jeder Staat legt auf seine Geheimdienstakten, egal ob es Inland oder Auslandsaktivitäten betrifft eine Sperrfrist von mehreren Jahrzehnten und selbst nach Ablauf dieser Fristen wird nicht alles veröffentlicht.
Nur die sogenannten Bürgerbewegten wollten, wollten sie das wirklich?, das mit dem ungehindertem Zugang zu den Akten ab und an die sprichwörtliche Sau durchs mediale Dorf getrieben wurde ......

Weil man die "Fehler" aus der Zeit nach 1945 nicht wiederholen wollte schuf man sich die moderne Inquisitation in Form der BStU mit dem obersten Tugendwächter Gauck .....

Akten gehören in Archive und deren Auswertung sollte Historikern und nicht Eiferern überlassen werden.

Gruß
Nostalgiker


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19.02.2014 11:52
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#4
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Es muss weiter gehen, bei mir fehlen noch viele Unterlagen. Was ich aber erhalten habe ist gewaltig, meine Abteilungsleiterin hat mich 13 Jahre bespitzelt.
Sie schrieb eigenhändig Berichte ohne Ende, letzter Bericht von ihr am 12.10.1989.


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19.02.2014 12:03
avatar  Alfred
#5
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Zitat von T55TK im Beitrag #4
Es muss weiter gehen, bei mit fehlen noch viele Unterlagen. Was ich aber erhalten habe ist gewaltig, meine Abteilungsleiterin hat mich 13 Jahre bespitzelt.
Sie schrieb eigenhändig Berichte ohne Ende, letzter Bericht von ihr am 12.10.1989.





Und , schreibt Sie heute auch noch ....


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19.02.2014 12:05
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#6
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Sie ist 1993 in Hannover verstorben (Krebs), ich wünschte ihr telefonisch noch einen schönen Tod.


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19.02.2014 12:07
avatar  linamax
#7
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Zitat von Alfred im Beitrag #5
Zitat von T55TK im Beitrag #4
Es muss weiter gehen, bei mit fehlen noch viele Unterlagen. Was ich aber erhalten habe ist gewaltig, meine Abteilungsleiterin hat mich 13 Jahre bespitzelt.
Sie schrieb eigenhändig Berichte ohne Ende, letzter Bericht von ihr am 12.10.1989.





Und , schreibt Sie heute auch noch ....


Hallo Alfred
So kennt man dich alles lächerlich machen .


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19.02.2014 12:08
avatar  Mike59
#8
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Ich bin für das weiter bestehen dieser Behörde.


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19.02.2014 12:30
avatar  werner
#9
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Zitat von Mike59 im Beitrag #8
Ich bin für das weiter bestehen dieser Behörde.




Cui bono?


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19.02.2014 12:56
avatar  SCORN
#10
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Zitat von Nostalgiker im Beitrag #3


Akten gehören in Archive und deren Auswertung sollte Historikern und nicht Eiferern überlassen werden.

Gruß
Nostalgiker


auf den Punkt gebracht!


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19.02.2014 13:32
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#11
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Als politischer Gefangener sollte man in seine angelegten Akten schauen dürfen, nur schauen was die ROT lackierten Nazis so losgelassen haben.


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19.02.2014 13:32
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#12
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Zitat von Nostalgiker im Beitrag #3


Weil man die "Fehler" aus der Zeit nach 1945 nicht wiederholen wollte schuf man sich die moderne Inquisitation in Form der BStU mit dem obersten Tugendwächter Gauck .....

Gruß
Nostalgiker


Den Tugendwächter haben sie gerade in Indien schön abgebügelt.
Sie lassen sich von jemanden, der in wilder Ehe lebt, keine moralischen Vorhaltungen machen.


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19.02.2014 13:51
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#13
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Zitat von werner im Beitrag #9
Zitat von Mike59 im Beitrag #8
Ich bin für das weiter bestehen dieser Behörde.




Cui bono?

@werner
natürlich nicht dir, aber deinen ehemaligen " Kunden", die sicher noch zur Gesundung ihrer Seelen und ihrer schlechten Erinnerungen an diesen abartigen Schnüffelstaat einiges zu klären haben. Es war die beste Entscheidung nach dem Zusammenbruch der DDR diese Behörde BstU einzurichten, weil sie vielen Geschädigten half wieder in ein normales Leben zurückzufinden.
@Nostalgiker das war kein Kramladen mit lückenhaften Ergebnissen, ursprünglich war der Bestand komplett. Für die lückenhaften Ergebnisse haben die Täter gesorgt, in dem sie begannen, alles zu vernichten ( Du sagstest doch selbst, jeder Staat legt seine Akten für 50 Jahre ins Archiv, warum hat das MfS nicht archiviert? ) Also ist die DDR auch nicht unter der Rubrik "jeder" einzuordnen und erfährt somit nun eine besondere Behandlung.
Wenn man den wirklichen Geheimdienst, also HVA, nimmt, so haben sie doch schon ganze Arbeit in Sachen Spurenvernichtung geleistet.Da kann sich das Bundesarchiv die Regale sparen, weil es nichts merh zu archivieren gibt.,
Mein Facit : Beibehaltung dieser wichtigen Behörde, Verringerung des Personalbestandes mit abnehmender Arbeitsfrequenz für noch ca. 10 Jahre bis 2029. Dann Bücher schließen.


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19.02.2014 13:52
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#14
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versehntlich doppelt


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19.02.2014 14:02
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#15
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Zitat von SCORN im Beitrag #10
Zitat von Nostalgiker im Beitrag #3


Akten gehören in Archive und deren Auswertung sollte Historikern und nicht Eiferern überlassen werden.

Gruß
Nostalgiker


auf den Punkt gebracht!


@SCORN aber das MfS wollte doch gar nicht archivieren. Die Angehörigen des MfS hatten offenbar etwas zu verbergen, das geht doch klar aus ihren hektischen Vernichtungsaktivitäten hervor. Oder hast du für diese plötzlich einsetzenden Vernichtungsaktionen von Akten eine andere Erklärung ? Wenn das eine normale, "saubere Behörde" gewesen wäre, hätte es nie eine BstU gegeben und nie Akteneinsichten.
Oder hast du etwas davon gehört, dass Akten des DDR Aussenministeriums, oder des DDR-Wirtschaftsministeriums vernichtet wurden ? Diese letzteren sind ganz normal in die Archive gelegt worden. Diese beinhalten aber auch kein Blut, keine Misshandlungen, keine Desinformationen, keine Zerstörungen ganzer Familien, keine Terrorurteile usw. Das sit der kleine, aber entscheidende Unterschied bei der Beurteilung ob ja oder nein


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