Arbeiten am Vorderen Sperrelement Nähe Checkpoint Charlie

  • Seite 1 von 4
10.02.2014 16:55
#1
avatar
10.02.2014 21:53
avatar  94
#2
avatar
94

Mal 'ne Frage an die Berliner mit Ortskenntnis, wurden die Bilder im Osten oder in Westen geknipst? Weil mich mach der Archivierungsvermerk 'BV Dresden, Abt. XX' ä bissel stutzig. Also sowohl Dresden wie auch römisch 20.


 Antworten

 Beitrag melden
10.02.2014 22:02
avatar  icke46
#3
avatar

Wenn ich diese ganzen Seh-Leute vor dem Gitterzaun angucke, sieht es eher so aus, als wenn die Bilder zumindest teilweise von der Westseite aufgenommen sind. Auf der Ostseite wären die Neugierigen sicher nicht so dicht an das westliche Mauerelement herangekommen.

Gruss

icke


 Antworten

 Beitrag melden
10.02.2014 22:28
#4
avatar

In diesem Bereich gehörte die Straße mit Bürgersteig komplett zum Osten und die Grenze war die Häuserflucht. Die Mauer stand auf der Fahrbahn, so etwa 4-5 Meter von der Grenze weg. Ist genau umgekehrt wie in der Bernauer Straße. Hier die Häuser West und die Straße Ost, in der Bernauer die Häuser Ost und die Straße West. Der Zaun sollte wohl nur die neugierigen Westberliner zu ihrer eigenen Sicherheit von den Arbeiten etwas fernhalten.
Das linke unterste Bild ist von der Westseite der Mauer aus in Richtung Haus der Ministerien aufgenommen, das in der Bildmitte über dem fehlenden Stück zu sehen ist. Das Bild unten rechts von der Ostseite der Mauer in Richtung Springerhochhaus aufgenommen, ist ja oben rechts an der Fassade vom Haus zu lesen. Ist also korrekt mit dem MfS.
Peter, der Zaunkönig, ein geborener und immer dort gelebter Berliner


 Antworten

 Beitrag melden
10.02.2014 22:43
avatar  94
#5
avatar
94

Also nochmal für Nichtortskundige (so wie miche), der Fotograf stand im Osten, ähm auf dem Territorium der Hauptstadt der DDR?
Na wie auch immer, Dresden war auf jeden Fall etwas entfernt und die XX, das war doch Kirche und Kultur? Ich meine das die BStU korrekte Quellen angibt, also davon gehe ich auch mal aus.


 Antworten

 Beitrag melden
11.02.2014 01:02
#6
avatar

Antwort 94 der Fotograf stand im Osten, ähm auf dem Territorium der Hauptstadt der DDR?
Genau, denn der Bürgersteig gehörte noch zu Ostberlin. Wie und warum Dresden, das weiß ich auch nicht. Vielleicht weiß von den hier an- und abwesenden MfS-Leuten irgend jemand Bescheid.
Peter, der Zaunkönig


 Antworten

 Beitrag melden
11.02.2014 07:47
avatar  icke46
#7
avatar

Um die Verwirrung komplett zu machen, muss ich nochmal fragen:

Die Leute, die die Bauarbeiter beobachten und hinter denen der Fotograf stand, waren also Ost-Berliner? Das würde mich jetzt aber ein wenig erstaunen.

Gruss

icke


 Antworten

 Beitrag melden
11.02.2014 09:00
#8
avatar

Das waren Einwohner von Westberlin oder Touristen in Westberlin. Der Bauzaun stand noch auf Ostberliner Gebiet, da an dieser Stelle die Mauer (Zimmerstrasse) etwas zurückgesetzt lag.
Theo


 Antworten

 Beitrag melden
11.02.2014 09:39
#9
avatar

Wäre in dem Fall nicht eine energische Zurückweisung durch die Sicherungsposten nötig gewesen? Hat der verantwortliche Offizier diesen Massenauflauf direkt am Sicherungszaun toleriert?

Den Auf- und Abbau des Sicherungszauns stelle ich mir unter diesen Bedingungen auch nicht lustig vor.

Im GR42 konnte ich solche Sachen nur vom Kolonnenweg aus beobachten, weil ich keine Bestätigung fürs Vorgelagerte hatte. Aber immerhin fehlten in der Mittagspause mal etliche Meter Sicherungszaun. Das war schon ein komisches Gefühl mit dem Kübel da an einer offenen Grenze vorbeizutuckern. Das war im Bereich des US-TÜP. Da gab es keine neugierigen Westberliner.


 Antworten

 Beitrag melden
11.02.2014 10:16
avatar  ( gelöscht )
#10
avatar
( gelöscht )

Zaunkönig,der Zaun diente sicherlich auch als Hindernis für die Grenzer, baute selbst als Grenzeram Zaun I im Werratal,da waren immer noch Sicherungsposten vor uns und dem Westen....


 Antworten

 Beitrag melden
11.02.2014 10:19
avatar  ( gelöscht )
#11
avatar
( gelöscht )

@terraformer, Recht hast Du, der Kontakt zu den Westberlinern dort am Checkpoint war brenzlig, hier musste der Offz mit viel Fingerspitzengefühl vorgehen...


 Antworten

 Beitrag melden
11.02.2014 11:28
avatar  Zkom IV
#12
avatar

@ terraformer,

Hi Thomas,
hast recht, neugierige Westberliner gabs beim TÜP der Amis nicht. Nur neugierige Zöllner .
Wenn die Amis Übung hatten, waren die aber auch immer recht interessiert, gerade bei Bauarbeiten. Kann mich auch erinnern, dass die es mit dem Grenzverlauf nicht so genau nahmen.
Als in dem Bereich noch Mauer stand, haben sich bei einem Manöver mal vier Soldaten direkt hinter der Mauer , also etwa 5-6 m auf Ostgebiet, ein Versteck gebaut.
War es allierten Soldaten eigentlich erlaubt, die Grenze zu überschreiten. Wahrscheinlich gab es da einen Unterschied zwischen "Ostsektor= Gebiet von Ostberlin und Ostzone= "Rest-DDR".

Gruß in die Altmark.
Frank


 Antworten

 Beitrag melden
13.02.2014 00:07
avatar  ( gelöscht )
#13
avatar
( gelöscht )

Zitat von icke46 im Beitrag #7
Um die Verwirrung komplett zu machen, muss ich nochmal fragen:

Die Leute, die die Bauarbeiter beobachten und hinter denen der Fotograf stand, waren also Ost-Berliner? Das würde mich jetzt aber ein wenig erstaunen.

Gruss

icke



Sorry, wenn ich mich da als "Glatter" und Ungedienter reinhänge, aber ich bin der Meinung, dass diese Zaungäste Touristen oder Westberliner sind. Wo diese Leute stehen, war ja auch der Grenzübergang für Fußgänger und wenn man da die Grenze ohnehin passieren wollte, riskierte man halt einen Blick auf die "Neuerungen" an der Sektorengrenze.

DDR-Bürger oder Ostberliner waren das auf keinen Fall, es sei denn sie kamen gerade von einem Besuch aus Westberlin zurück. An diese Stelle kam man von Ostberliner Gebiet nicht heran, nur mit Reisepass und gültigen Visum und die waren dünn gesät und noch dünner aufgegangen.

Gestattet zwei Fragen. Angenommen ich hätte als Ostberliner an dieser Stelle gestanden, hätte ich da schon die Grenz- und Zollabfertigung hinter mir gelassen? Was hätte mich an dieser Stelle noch von Westberlin getrennt?

Zweite Frage: WIMRE gab es gerade am Checkpoint Charlie einen weißen Strich quer über die Friedrichstraße, war das der genaue Grenzverlauf? Nach meiner Meinung nach haben die "Zaungäste" aber den weißen Strich und das Schild mit dem Hinweisen in verschiedenen Sprachen aber deutlich überschritten und stehen somit schon in Ostberlin. Was werden wohl die Alliierten in ihrem Häuschen gedacht haben bei dem Auflauf an Menschen direkt hinter der Grenze. Haben die nicht die Westberliner Polizei rufen müssen, damit die dann die Leute zurückpfeift?

Gruß Reiner


 Antworten

 Beitrag melden
13.02.2014 11:36
#14
avatar

Zitat von der glatte im Beitrag #13
[quote=icke46|p331665](...)
Zweite Frage: WIMRE gab es gerade am Checkpoint Charlie einen weißen Strich quer über die Friedrichstraße, war das der genaue Grenzverlauf? Nach meiner Meinung nach haben die "Zaungäste" aber den weißen Strich und das Schild mit dem Hinweisen in verschiedenen Sprachen aber deutlich überschritten und stehen somit schon in Ostberlin. Was werden wohl die Alliierten in ihrem Häuschen gedacht haben bei dem Auflauf an Menschen direkt hinter der Grenze. Haben die nicht die Westberliner Polizei rufen müssen, damit die dann die Leute zurückpfeift?

Gruß Reiner

Ja den Strich gab es. Er verlief genau in der Verlängerung der südlichen Seite der Zimmerstrasse. Die Mauer verlief etwas nördlich, so dass man über den Strich und durch diese Strasse gehen konnte. Als sich seinerzeit dort durch ging, fuhr an mir ein Jeep mit westalliiertem Militärpersonal vorbei und später kamen noch zwei DDR Grenzer zu Fuss von der anderen Seite.

Güst Friedrichstraße/ Zimmerstraße
US Präsident Ronald Reagan und der Strich...Um links in die Zimmerstrasse zu kommen, hätte er den Strich überqueren müssen.

http://www.chronik-der-mauer.de/index.ph...4/item/3/page/0
Theo


 Antworten

 Beitrag melden
13.02.2014 12:35
#15
avatar

Zitat von der glatte im Beitrag #13

Sorry, wenn ich mich da als "Glatter" und Ungedienter reinhänge, aber ich bin der Meinung, dass diese Zaungäste Touristen oder Westberliner sind. Wo diese Leute stehen, war ja auch der Grenzübergang für Fußgänger und wenn man da die Grenze ohnehin passieren wollte, riskierte man halt einen Blick auf die "Neuerungen" an der Sektorengrenze.

DDR-Bürger oder Ostberliner waren das auf keinen Fall, es sei denn sie kamen gerade von einem Besuch aus Westberlin zurück.

Der Grenzübergang Friedrichstraße/Checkpoint Charly war nur für Ausländer nutzbar.

Westberliner oder Westdeutsche mussten andere Grenzübergänge passieren. Ostdeutsche oder Ostberliner ebenfalls.
Wer welchen Grenzübergang benutzen musste war akribisch vorgeschrieben, da gab es keine Abweichungen.

So musste ich, weil meine Frau Ausländerin ist, bei einer Reise von Berlin-West nach Dresden, den Grenzübergang Dreilinden/Drewitz benutzen, obwohl der Grenzübergang Rudower-/Waltersdorfer-Chaussee erheblich verkehrsgünstiger und die Srecke nach Dresden kürzer gewesen wäre. Allein, ohne meine Frau, wäre es für mich möglich gewesen, zusammen mit meiner (ausländischen) Frau nicht.


 Antworten

 Beitrag melden
Bereits Mitglied?
Jetzt anmelden!
Mitglied werden?
Jetzt registrieren!