Eintritt in eine Blockpartei

10.02.2014 10:56
#1
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Sehr viele user waren in der SED und berichten zum Teil sehr ehrlich darüber.
In der DDR gab es aber auch kleine bürgerliche Parteien
DdB dort waren vor allem Bauern Mitglied
NdPD ehemalige Wehrmachtsangehörige, viele Handwerker
LdPD Kaufleute, Schauspieler, Mittelstand, in Eisenach war immer der Oberbürgermeister Mitglied
CDU Christen, einige ehemalige von der JG, viele Bürgermeister in Eichsfeld und in Weimar

Wer kann über dies Parteien was berichten?
Ich weiß, es werden wenige dazu was tippen, nur warum können nicht mal die ehemaligen Genossen etwas lernen


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10.02.2014 13:47 (zuletzt bearbeitet: 10.02.2014 13:49)
#2
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War noch ungefähr vier Jahre in der NdPD, in unserer Gemeinde, in der ich damals wohnte.
Der Friseur, Autoschlosser, Maler, Fleischer, Dachdecker, Klempner und das war es schon fast.
Einmal monatlich "Versammlung", 15 min politisches Dummschwätzen, anschließend gemütliches Beisammensein.
Im Dezember nichts, es stand ja Weihnachten vor der Türe, im Sommer nichts, war Urlaubszeit, im Oktober nichts,
war Erntezeit, wenn es hoch kommt, 6-7 "Versammlungen" im Jahr.

Es sah einfach besser aus bei "Denen da oben", wenn die Handwerker aktiv sind.



P.S. Wer nicht dabei war, hatte keine Nachteile, also war es umsonst. Vorteile hatten wir nämlich auch nicht.


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10.02.2014 13:55
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#3
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Die Rolle der führenden Partei war klar vorgegeben. Da hat man sich in der DDR die Blockparteien als schmückendes Beiwerk zur Rechtfertigung des zweiten D im Staatsnamen geleistet. Die Motivation der Mitglieder bestand darin, das man mit einer Mitgliedschaft in einer Blockpartei, der Mitgliedschaft in der SED entging und trotzdem eine Chance auf eine Führungsposition der mittleren Ebene behielt.


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