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#241

RE: Eintritt in die SED

in DDR Zeiten 19.06.2017 14:23
von icke46 | 2.859 Beiträge | 1129 Punkte
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Zitat von linamax im Beitrag #240
Zu Beitrag 236 Meine Eltern haben diese Werber für die SED genervt ohne Ende .
(...)



Ich vermute jetzt aber mal, Du meinst das umgekehrt - nicht Deine Eltern haben die SED-Werber genervt, sonder die SED-Werber Deine Eltern.

Gruss

icke



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#242

RE: Eintritt in die SED

in DDR Zeiten 19.06.2017 14:34
von linamax | 2.643 Beiträge | 3121 Punkte
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Alles klar ,da hast du natürlich recht .


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#243

RE: Eintritt in die SED

in DDR Zeiten 19.06.2017 23:03
von Pitti53 | 9.981 Beiträge | 7053 Punkte
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[quote="Freienhagener"|p620601]"Säuberungen" gab es in den späten Jahren, als man merkte, daß Opportunisten überhand nahmen.

Das war die Folge der vorhergehenden intensiven Werbung.
Funktionäre hatten dabei Zielvorgaben. So auch mein Abteilungsgewerkschaftsleiter.

Das alles bekam man auch als Außenstehender mit.[/quote]

Das nannte man diskret "Umtausch " der Parteidokumente...Nun ja. Die Vorgaben waren schon hart. wimri.....Aber in meiner Einheit haben alle überlebt


Freienhagener hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#244

RE: Eintritt in die SED

in DDR Zeiten 20.06.2017 06:42
von berlin3321 | 3.558 Beiträge | 4254 Punkte
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Zitat von Freienhagener im Beitrag #239

"Säuberungen"
gab es in den späten Jahren, als man merkte, daß Opportunisten überhand nahmen.

Das war die Folge der vorhergehenden intensiven Werbung.
Funktionäre hatten dabei Zielvorgaben. So auch mein Abteilungsgewerkschaftsleiter.

Das alles bekam man auch als Außenstehender mit.


Zitat von Pitti53 im Beitrag #243
Das nannte man diskret "Umtausch " der Parteidokumente...Nun ja. Die Vorgaben waren schon hart. wimri.....Aber in meiner Einheit haben alle überlebt


Hab´das mal etwas berichtigt um es besser lesbar zu machen.

MfG Berlin


Dieser Beitrag ist eine Meinungsäußerung, nicht repräsentativ, im Sinne des Art. 5 des Grundgesetzes und durch diesen gedeckt !

Ein Holder geht durch dick und dünn...


Der Holder auf dem Acker, der kleine Racker schlägt sich wirklich wacker, ...


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#245

RE: Eintritt in die SED

in DDR Zeiten 20.06.2017 08:10
von furry | 4.748 Beiträge | 6576 Punkte
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Zitat von berlin3321 im Beitrag #244
Zitat von Freienhagener im Beitrag #239

"Säuberungen"
gab es in den späten Jahren, als man merkte, daß Opportunisten überhand nahmen.

Das war die Folge der vorhergehenden intensiven Werbung.
Funktionäre hatten dabei Zielvorgaben. So auch mein Abteilungsgewerkschaftsleiter.

Das alles bekam man auch als Außenstehender mit.


Zitat von Pitti53 im Beitrag #243
Das nannte man diskret "Umtausch " der Parteidokumente...Nun ja. Die Vorgaben waren schon hart. wimri.....Aber in meiner Einheit haben alle überlebt


Hab´das mal etwas berichtigt, um es besser lesbar zu machen.

MfG Berlin



Berichtigung Teil 2.


"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)
IM Kressin und 94 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#246

RE: Eintritt in die SED

in DDR Zeiten 11.03.2018 12:32
von STEFFENTAXI | 85 Beiträge | 208 Punkte
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mich würde auch mal interessieren was das besondere an solch einen dokumentenstift war.und welche Ausführungen es gab.

mfg steffentaxi



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#247

RE: Eintritt in die SED

in DDR Zeiten 11.03.2018 12:55
von damals wars (gelöscht)
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#248

RE: Eintritt in die SED

in DDR Zeiten 11.03.2018 13:00
von STEFFENTAXI | 85 Beiträge | 208 Punkte
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danke,wieder etwas schlauer geworden.



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#249

RE: Eintritt in die SED

in DDR Zeiten 12.03.2018 17:03
von der 39. | 1.153 Beiträge | 5231 Punkte
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Die meisten User werden schon wissen, dass von mir oft alte Geschichten kommen und auch meistens auf eigenes Erleben bezogen, das müsst ihr nun mal ertragen. Einige User werden sich an meine Autobiographie erinnern, wil Vaterl trotzdem meinen Parteieintritt noch mal aufschreiben. Im Herbst 1945, ich war 15 Jahre alt, kam "Vater Bloh" einalter KPD-Mann und Bergarbeiter zu meiner Mutter und erklärte ihr, dass ich nun alt genug sei, um die Reihen der KPD zu stärken. 1945 wusste niemand wohin der Hase läuft, also wurde nicht lange überlegt und formlos mein Antrag auf KPD-Mitgliedschaft aufgesetzt und von mir und meiner Mutter unterschrieben. Im November kam aus der Landesleitung Halle der Bescheid: Abgelehnt, zu jung. Nach meinem 16. Geburtstag am 17 Dezember stand Vater Bloh wieder auf der Matte und wir schrieben einen neuen Antrag. Unter dem 11,März 1946 kam die Bestätigung als KPD-Mitglied. Keine 6 Wochen vergingen und ich war SED-Mitglied, Grothewohl und Fechner hatten nachgegeben und sich mit "meiner" KPD zusammengeschlossen.
Ich bekam auch gleich im Herbst 1945 als MItglied in spe eien Parteiauftrag: Die Antifa-Jugendorganisation im Dorf ins Leben zu rufen. Habe ich gemacht, aber paar Monate später war ich "FDJ-Funktionär". So lief das damals.
Wer die alten Geschichten nicht mag, einfach wegklicken.



Pitti53, schulzi, Rainer-Maria Rohloff, Ehli, Hackel39, vs1400 und berndk5 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#250

RE: Eintritt in die SED

in DDR Zeiten 12.03.2018 17:09
von Freienhagener | 7.776 Beiträge | 17941 Punkte
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Dieser "Vater Bloh" agierte scheinbar nicht anders als Generationen von Werbern nach ihm.

Die späteren Werber hatten nach Vorgaben "von Oben" eine gewisse Anzahl von neuen Mitgliedern zu finden. Echtes Interesse an den Personen bestand nicht.
Das war früher sicherlich nicht anders, oder?


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)


der 39. hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 12.03.2018 17:10 | nach oben springen

#251

RE: Eintritt in die SED

in DDR Zeiten 12.03.2018 18:31
von thomas 48 | 4.993 Beiträge | 6525 Punkte
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Ich war in der CDU, da war es anders
tho


der 39. hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#252

RE: Eintritt in die SED

in DDR Zeiten 12.03.2018 18:47
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Vater Bloh hat ohne Auflage geworben, einfach nur so: Du kommst aus dem Kohlenpott, da sind nur Kommunisten, Du gehörst auch dazu. Ich glaube aus heutiger Sicht, es war einfach seine innere Haltung. Ich war ihm ja auch in den ersten Jahren sehr dankbar, dass er mich an die Hand genommen hat und genau diesen Weg bin ich eigentlich auch dann ohne ihn gegangen, bis die Zweifel kamen. Klassenkampf, Klassenzugehörgkeit war das was Vater Bloh antrieb. Ich war ja eigentlich überhaupt nicht "Arbeiterklasse" ich kam ja vom Gymnasium, aber das hat er nicht so gesehen. Ich kam aus Essen und damit war ich Arbeiterklasse. Als ich Kreisleitungsmitglied der FDJ in Stendal war, hat er mich mal angesprochen und sagte sinngemäß, schade dass du hier nicht mitkämpfen kannst gegen die Großbauern, aber gut das Du da oben jetzt mitredest. So einfach war das damals, immer klare Fronten.



Pitti53, schulzi, Freienhagener, vs1400 und berndk5 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#253

RE: Eintritt in die SED

in DDR Zeiten 12.03.2018 20:34
von Freienhagener | 7.776 Beiträge | 17941 Punkte
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Der Wunsch des "Vater Bloh" ist nachvollziehbar.
Vertretbar finde ich dabei eine Empfehlung - aber nicht diese massive Einflußnahme auf Mutter und Kind in der Nachbarschaft.
Da legte ein Außenstehender einfach fest. Du bist sozusagen "eingetreten worden".

Im Prinzip so wie noch kurz vorher die andere Seite offiziell und ganz extrem die Jugend rekrutierte.


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)


der 39. hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 12.03.2018 20:51 | nach oben springen

#254

RE: Eintritt in die SED

in DDR Zeiten 12.03.2018 20:46
von Kontrollstreife | 2.236 Beiträge | 15229 Punkte
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Die Werbung für den Eintritt in die CDU und das Aufnahmverfahren mögen anders gewesen sein, aber die CDU war eben eine Blockpartei und damit nicht unabhängig von der SED.

Ich kenne ein ganz Teil Leitungskader die sind nur in die CDU eingetreten damit sie die Werber der SED losgeworden sind.

KS


thomas 48, Grenzläufer, der 39., Ehli, Bastler100 und berndk5 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#255

RE: Eintritt in die SED

in DDR Zeiten 13.03.2018 06:05
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Zu Werbung für die SED kann ich persönlich sagen da ich von selber eingetretten war ich der Meinung wer will soll auch selber kommen ,was mir von der BPO-Leitung zwar etwas Ärger einbrachte konnte damit aber gut Leben.


berndk5 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#256

RE: Eintritt in die SED

in DDR Zeiten 13.03.2018 09:25
von bürger der ddr | 8.119 Beiträge | 31495 Punkte
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Auch wenn es ein wenig OT ist, viele Mitglieder der Blockparteien hätten auch in der SED sein können...
Ich weiß konkret (persönlich) von einem Fall, ein Mitglied der "Deutschen Bauern Partei" besuchte zusammen mit den Genossen der SED ein Jahr die die Bezirksparteischule der SED in Erfurt im Direktstudium. Der Lernfreudige war penetranter "links" als die anderen, der Ärmste versuchte noch auf seiner Schleimspur die Genossen links zu überholen.....
Der Typ war Vorsitzender einer Agrargenossenschaft und wollte wahrscheinlich noch höher steigen und verdiente sich so das nötige "Rüstzeug". Machen wir uns nichts vor, wer in den Blockparteien war und beruflich weiterkommen wollte machte die gleichen Sprüche wie die Kampfgefährten der SED.


Ein Ausspruch von A. Schopenhauer: "Seit ich die Menschen kenne liebe ich die Tiere"


Kontrollstreife hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#257

RE: Eintritt in die SED

in DDR Zeiten 13.03.2018 11:30
von geckesieben | 20 Beiträge | 150 Punkte
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Meine Eltern waren sehr kritisch dem Staat gegenüber geworden. Nach 1956 hatten sie Hoffnungen aufgegeben auf Besserung, sie hatten sich mit der Situation abgefunden. Eine Flucht in den Westen kam nicht in Frage. Uns schulpflichtigen Kindern machten sie trotzdem Mut, sich auf die Zukunft bestmöglich vorzubereiten.
Ich selbst war dem Staat gegenüber positiv eingestellt, meine Schwester dagegen nicht.
In der Berufsausbildung war ich einer der Besten. Mein Lehrausbilder sprach mich an für den Eintritt in die SED. Mit der Übergabe des Gesellenbriefes bekam ich auch die Kanditatenkarte. 2 Monate später wurde ich zu den GT auf 3 Jahre (69-72) eingezogen, war mein Wunsch. Dort wurde ich dann Mitglied. Ich erlebte zur damaligen Zeit, das Kanditaten abgelehnt worden, Mitglieder aus der Partei gedrängt worden wegen Fehlverhaltens. Das fand ich i.O. Nach meiner Entlassung ging ich zurück in meinen Bau-Betrieb. Dort erlebte ich mit Erschrecken, das Kollegen beworben worden mit einer höheren Gehaltsgruppe, für die sie keine Qualifikation hatten, Parteimitglieder gedeckt worden usw. Austreten konnte und wollte ich nicht, hatte ich mittlerweile eine höhere fachliche Position erreicht. Gegen Ende der 70. Jahre erlebte ich persönlich, wie ein Kollege (Bauleiter) von seiner Stellung abgesetzt und als einfacher Arbeiter auf der Baustelle eingesetzt wurde. Grund war sein Ausreiseantrag samt Familie. Damals zeichnete sich verstärkt ab, das der Staat in immensen Schwierigkeiten steckte. Man sprach offen über diese Problematik betreff nicht ausreichend vorhandenes Material, keine Lohnerhöhungen usw. Einige Kollegen aus den Brigaden traten tatsächlich aus der Partei aus, weil sie nicht mehr einverstanden waren. Mit ihnen wurden Gespräche geführt, aber sie hatten danach meines Wissens keine Schwierigkeiten bekommen.
Auch ich habe immer noch gehofft, das es doch besser wird. Als Gorbatschow die Führung übernahm, las auch ich seine gedruckten Reden. Die Hoffnung war für mich begründet, schaute unsere Parteiführung doch immer nach Moskau, um deren "Gedanken schon in die Tat umzusetzen". Das unsere Altherren-Riege keine Veränderungen wollte, sonder "weiter so" propagierte, wurde im Freundes- und Kollegenkreis als schlechtes Zeichen gewertet.
Natürlich kenne ich auch mindestens 4 Kollegen, die dem Werben in die SED begegnet sind durch den Eintritt in die CDU, LDPD. NDPD und der DBD. Wahr ist auch, das diese Herren politisch sehr aktiv waren im Sinne der SED.
Meine persönliche poltische Aktivität in einer Partei endete mit dem Austritt auus der SED Anfang Februar 1990. Ich bin auch weiterhin offen für alle politischen Themen und nehme regen Anteil.


der 39., 94, Ehli, berndk5, Rothaut und Lutze haben sich für diesen Beitrag bedankt
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