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#1

verbotene Glücksspiele in der DDR

in DDR Zeiten 01.02.2014 12:00
von Lutze | 8.266 Beiträge | 760 Punkte
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zum Preisskat war ich oft gewesen,
die waren auch legal ,
auf diesen Tournieren wurde ich angesprochen,
ob ich Lust hätte,auch um Geld zu spielen,
gereizt hätte mich das,war mir doch zu gefährlich gewesen,
hat von euch jemand damit Erfahrungen gemacht?,
oder mit anderen Spielen,Poker,Roulette,17 und 4,etc
gruß Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
zuletzt bearbeitet 01.02.2014 12:25 | nach oben springen

#2

RE: verbotene Glüchsspiele in der DDR

in DDR Zeiten 01.02.2014 12:15
von Eisenacher | 2.069 Beiträge | 4 Punkte
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Berlin-Karlshorst am Rande der Pferderennen, war ein mir bekanntes DDR-Glücksritterzentrum. Da gab es schon Fälle, das ein Glücksritter mit einem Trabant oder Lada (und ein paar Tausender Kleingeld ) vor fuhr und mit der S-Bahn ging es dann Richtung Heimat.


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#3

RE: verbotene Glüchsspiele in der DDR

in DDR Zeiten 01.02.2014 12:19
von furry | 3.792 Beiträge | 510 Punkte
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@Lutze , hier müsstest Du die Überschrift korrigieren, bevor es ein anderer macht und Du Dich anschließend erzürnst.


"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)
Lutze hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 01.02.2014 12:20 | nach oben springen

#4

RE: verbotene Glüchsspiele in der DDR

in DDR Zeiten 01.02.2014 12:30
von Arnstädter | 266 Beiträge | 2 Punkte
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Glücksspiele in der DDR offiziell gabs nicht! In den eigenen 4 Wänden schon .Oder woher kennt ihr denn Pokern?
Heute ein Zeitvertreib,für den der es sich leisten kann.
Damals alles sitsche und ruhig.
Genauso wie Rommee in den eigenen 4 Wänden kommerziell betrieben wurde,ist das deutsche Skat spielen in den Firmen
während der Arbeitspausen alltäglich gewesen. Nicht um riesiege Summen ,aber es
läbberte sich. Damals wie heute,Spaß haben.
No risk,No Fun ,in der heutigen deutschen Sprache.


das System funktioniert weil du funktionierst
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#5

RE: verbotene Glüchsspiele in der DDR

in DDR Zeiten 01.02.2014 12:36
von Diskus303 | 485 Beiträge | 1 Punkte
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Wie schon geschrieben... offiziell war das verboten...

wenn wir irgendwo auf "Tournee" waren (trampen, um irgendeine angesagte Band zu sehen/ hören), haben wir vorher in der Kneipe immer um ein oder zwei (und mehr) Pilsetten gespielt (Karten-=Skat oder Würfeln= Jule).
Das hieß damals bei uns "Bierlachs".
Der Verlierer des Spieles/ der Runde bezahlte für die anderen Mitspieler halt eine Runde Bier...

Pilsetten ugsp. = Bier = Pils

Edith: ob das verboten war?? mmmh gestört hat das wirklich keinen (auch den Wirt nicht)


Gruß Axel
Lutze hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 01.02.2014 12:38 | nach oben springen

#6

RE: verbotene Glüchsspiele in der DDR

in DDR Zeiten 01.02.2014 12:58
von DoreHolm | 8.028 Beiträge | 1029 Punkte
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17 und 4 wurde von uns oft gespielt, auch mal in der Kneipe, also nicht nur im ganz stillen Kämmerlein. Pokern konnte ich nicht. Ansonsten Skat, um die Viertel oder Zehntel. Wenn es um die Halben oder gar Ganzen ging, war mir das schon etwas hoch, da ich kein besonders guter Spieler war (beim Preisskat in der Firma von etwa 20 Spielern den Platz 18). Ansonsten viel Kanasta oder Romme, oder eben Brettspiele. Ein Monopoly hatte ich mir selbst gebaut.



Diskus303 und Lutze haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#7

RE: verbotene Glüchsspiele in der DDR

in DDR Zeiten 01.02.2014 13:01
von Arnstädter | 266 Beiträge | 2 Punkte
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Zitat von Diskus303 im Beitrag #5
Wie schon geschrieben... offiziell war das verboten...

wenn wir irgendwo auf "Tournee" waren (trampen, um irgendeine angesagte Band zu sehen/ hören), haben wir vorher in der Kneipe immer um ein oder zwei (und mehr) Pilsetten gespielt (Karten-=Skat oder Würfeln= Jule).
Das hieß damals bei uns "Bierlachs".
Der Verlierer des Spieles/ der Runde bezahlte für die anderen Mitspieler halt eine Runde Bier...

Pilsetten ugsp. = Bier = Pils

Jule ,war das etwa das Würfelspiel mit der großen Straße (123456),oder den dreier ,vierer Pasch?(3x3 ,3x4)
Würfelpunkten?
Manchmal mußten sich da die Mädels nackig machen,immer wieder ne schicke Zeit.

Edith: ob das verboten war?? mmmh gestört hat das wirklich keinen (auch den Wirt nicht)


das System funktioniert weil du funktionierst
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#8

RE: verbotene Glüchsspiele in der DDR

in DDR Zeiten 01.02.2014 13:11
von Gelöschtes Mitglied
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Da, gab es mal im MDR, eine Doko über Glücksspiele in der DDR. Leider weiß ich nicht mehr wie sie hieß, war aber sehr interessant, was da manche für Kohle gemacht haben, hatten Autos vom feinsten( Lada, Fiat, Melkus) und alles nur mit Glücksspielen , ohne Arbeit! Wurden dann aber auch von der Stassi überwacht und später hob genommen. Da gab es auch einen Film darüber" Der Staatsanwalt hat das Wort"zu DDR-Zeiten! Einige werden sich noch daran erinnern und noch genau wissen wie die Sendung hieß!
Grüsse Steffen52


Lutze und der Anderdenkende haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#9

RE: verbotene Glüchsspiele in der DDR

in DDR Zeiten 01.02.2014 13:16
von Diskus303 | 485 Beiträge | 1 Punkte
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Hallo @Arnstädter

Zitat von Arnstädter im Beitrag #7
Zitat von Diskus303 im Beitrag #5
Wie schon geschrieben... offiziell war das verboten...

wenn wir irgendwo auf "Tournee" waren (trampen, um irgendeine angesagte Band zu sehen/ hören), haben wir vorher in der Kneipe immer um ein oder zwei (und mehr) Pilsetten gespielt (Karten-=Skat oder Würfeln= Jule).
Das hieß damals bei uns "Bierlachs".
Der Verlierer des Spieles/ der Runde bezahlte für die anderen Mitspieler halt eine Runde Bier...

Pilsetten ugsp. = Bier = Pils


Jule ,war das etwa das Würfelspiel mit der großen Straße (123456),oder den dreier ,vierer Pasch?(3x3 ,3x4)
Würfelpunkten?
Manchmal mußten sich da die Mädels nackig machen,immer wieder ne schicke Zeit.

Edith: ob das verboten war?? mmmh gestört hat das wirklich keinen (auch den Wirt nicht)


überprüfe doch mal bitte Deine Kopierfunktionstaste"...

Das mit dem Würfespiel "Jule" kommt (ungefähr) hin...
Es wurde mit 3 Würfeln (plus Becher) gespielt
Die "Jule" war dann der höchste Wurf und beinhaltete 1-2-4
Die anderen Würfe: wie von Dir schon aufgezeigt. Leider weiß ich nicht mehr die Rangfolge der anderen Würfe (Pasch höher als Straße o der umgekehrt?

Übrigens: Sowohl Spielkarten als auch Würfel/ -Becher gabs immer in der Kneipe (meistens am Tresen) zum ausleihen -also doch offiziell geduldet ???


Gruß Axel
Arnstädter und schulzi haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#10

RE: verbotene Glüchsspiele in der DDR

in DDR Zeiten 01.02.2014 14:32
von Arnstädter | 266 Beiträge | 2 Punkte
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zu punkt 6/7

Entschuldigung mit den kopieren bzw.zitieren deines Beitrages.

Wir hatten immer 6 Würfel,einen Knobelbecher,und eine gesunde Runde mit mitspielern/innen


das System funktioniert weil du funktionierst
Diskus303 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#11

RE: verbotene Glüchsspiele in der DDR

in DDR Zeiten 01.02.2014 15:47
von Gelöschtes Mitglied
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Gab es denn auch "offizielle" Spiele und Wetten wie Lotto, Toto oder Pferdewetten?


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#12

RE: verbotene Glüchsspiele in der DDR

in DDR Zeiten 01.02.2014 16:01
von Kurt | 933 Beiträge | 2 Punkte
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Zitat von Dandelion im Beitrag #11
Gab es denn auch "offizielle" Spiele und Wetten wie Lotto, Toto oder Pferdewetten?



Hallo Dandelion,

Natürlich gab es Lotto.

Gruß, Kurt


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#13

RE: verbotene Glüchsspiele in der DDR

in DDR Zeiten 01.02.2014 17:03
von DoreHolm | 8.028 Beiträge | 1029 Punkte
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Zitat von Dandelion im Beitrag #11
Gab es denn auch "offizielle" Spiele und Wetten wie Lotto, Toto oder Pferdewetten?


Meine Eltern hatten sogar mal in "Sportfest-Lotto 6 aus 49" alle sechs richtig. Allerdings auf eine Zahlenkombination, die sie einige Wochen vorher getippt hatten. Ca. 200.000,-Mark wären es gewesen. Ein Traumbetrag für damalige Verhältnisse und auch heute noch (bei gleichem Betrag in Euro) für die meisten, bei denen sich danach etwas im Leben deutlich ändert. Eine Bekannte gewann mal ca. 50.000,-Mark und konnte dadurch ihren geschiedenen Ehemann auszahlen und das EFH schuldenfrei behalten. Ja Lotto war genau wie heute auch ein Mittel, um dem Staat Einnahmen in die Kasse zu spülen.



zuletzt bearbeitet 01.02.2014 17:04 | nach oben springen

#14

RE: verbotene Glüchsspiele in der DDR

in DDR Zeiten 01.02.2014 18:06
von Batrachos | 1.549 Beiträge | 21 Punkte
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Zitat von DoreHolm im Beitrag #6
17 und 4 wurde von uns oft gespielt, auch mal in der Kneipe, also nicht nur im ganz stillen Kämmerlein. Pokern konnte ich nicht. Ansonsten Skat, um die Viertel oder Zehntel. Wenn es um die Halben oder gar Ganzen ging, war mir das schon etwas hoch, da ich kein besonders guter Spieler war (beim Preisskat in der Firma von etwa 20 Spielern den Platz 18). Ansonsten viel Kanasta oder Romme, oder eben Brettspiele. Ein Monopoly hatte ich mir selbst gebaut.



17 und 4 kann man ja heute auch noch im Casino oder im Netz spielen.
Es heißt aber heute "Black Jack".

MFG Batrachos


Drosseln sind Vögel. Sie in Motorräder zu stecken ist Tierquälerei!!
Motorradfahren ist das schönste, was man angezogen machen kann.
45° ist das zu schräg-bist du zu schwach
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#15

RE: verbotene Glüchsspiele in der DDR

in DDR Zeiten 02.02.2014 20:22
von Unner Gräzer | 401 Beiträge | 8 Punkte
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Bei Skattournieren wurde öfters in den Pausen weitergespielt, der Punkt = 1 Mark. Wenn man da nen Grand ordentlich vergeigte, so mit Spritze und Re, da waren schon mal ein paar Hunderter weg.



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#16

RE: verbotene Glüchsspiele in der DDR

in DDR Zeiten 02.02.2014 20:49
von 94 | 11.062 Beiträge | 953 Punkte
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Zitat von steffen52 im Beitrag #8
Da, gab es mal im MDR, eine Doko über Glücksspiele in der DDR. Leider weiß ich nicht mehr wie sie hieß, war aber sehr interessant, was da manche für Kohle gemacht haben, hatten Autos vom feinsten( Lada, Fiat, Melkus) und alles nur mit Glücksspielen , ohne Arbeit! Wurden dann aber auch von der Stassi überwacht und später hob genommen. Da gab es auch einen Film darüber" Der Staatsanwalt hat das Wort"zu DDR-Zeiten!

Besonders beliebt in Zockerkreise war auch der rumänische Dacia (ein Renault12-Verschnitt), der eleganteste Wagen unter den Ostblockautos. Die Dokumentation hieß 'Zocken statt Sozialismus - Glücksspiel in der DDR' und wurde erst vor kurzem (wieder) auf tagesschau24 ausgestrahlt (17.11.13,21:45) ...
http://programm.ard.de/TV/tagesschau24/z...872111015782387

Und diese Überschrift wieder, naja. Glücksspiel war seit 1968 bis 1988 nicht verboten, zumindest NICHT in der DDR! Im StGB der DDR wurde der Tatbestand schlicht 'vergessen' und erst 1988 in Form einer Ergänzung des Assiparagrafen 249 verschämt nachgereicht:

§ 249a. Unzulässige Glücksspiele und Wetten. Wer ohne Genehmigung in der Öffentlichkeit
Glücksspiele oder Wetten organisiert oder betreibt, um sich oder anderen erhebliche Vorteile zu
verschaffen, wird mit Geldstrafe, Haftstrafe, Verurteilung auf Bewährung oder mit Freiheitsstrafe
bis zu zwei Jahren bestraft.
Anmerkung: Derartige Handlungen, die nicht auf die Erlangung eines erheblichen Vorteils gerichtet
sind, können als Ordnungswidrigkeit verfolgt werden.


Ich hab mal den dritten von fünf Schnippseln der Doku aus der Röhre gegraben ...



(O.T.) Schade das sich Christian Kaisan, bekannt als 'Sachse, der Kesselgucker' aus allen Onlineplattformen das Glücksspiel betreffend zurückgezogen hat, hier sein letzter Beitrag auf roulette-portal.org, ich kann ihn verstehen ...
http://www.roulette-portal.org/threads/1...ight=#post20722


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#17

RE: verbotene Glücksspiele in der DDR

in DDR Zeiten 19.02.2017 13:24
von Angelo | 12.489 Beiträge | 355 Punkte
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Im Laufe der Geschichte waren Glücksspiele bei Menschen schon immer sehr beliebt. Nicht immer waren Regierungen oder Herrscher von diesen Spielen erfreut, das hat jedoch selten dazu geführt, dass sie tatsächlich komplett eliminiert wurden. Selbst offizielle Verbote führen in der Regel nur dazu, dass sich die Menschen in anderer Form mit Glücksspielen beschäftigen. In der DDR waren solche Spiele ebenfalls eine populäre Beschäftigung in der Freizeit. In einer Zeit, in der es natürlich noch keine Online Casino Spiele und nicht einmal offizielle Casinos oder Spielbanken gab, mussten Fans von Glücksspielen zwar sehr kreativ werden, das war jedoch das kleinste Problem.

Ein Aspekt, der wenig bekannt ist, ist das Strafgesetzbuch der DDR, das im Dezember 1968 von der Volkskammer offiziell in Kraft gesetzt wurde. In diesem Gesetzbuch war das Glücksspiel im privaten Rahmen nicht mehr ausdrücklich verboten. Was aus heutiger Sicht wie eine kleine Gesetzeslücke wirkt, führte in der Praxis dazu, dass sich viele Menschen mit Glücksspielen beschäftigen konnten, ohne sofort Probleme mit den Behörden befürchten zu müssen. Findige Zocker begannen schnell damit, mit Würfel- oder Kartenspielen ihren Mitbürgern das Geld aus der Tasche zu ziehen.

Im Laufe der 70er Jahre wurde dem Treiben noch relativ wenig Einhalt geboten. Unter anderem gab es Zentren für das Glücksspiel an Pferderennbahnen wie dem Leipziger Scheibenholz oder an der Pferderennbahn in Hoppegarten in der Nähe von Berlin. Dort wurde bei gutem Wetter in der Regel im Außenbereich an kleinen Tischen gespielt, ohne dass die Polizei gegen solche Spiele vorgehen konnte – es gab einfach keine gesetzliche Handhabe. Trotzdem waren die Behörden natürlich über die Glücksspiele besorgt – solche Spiele durfte es im real existierenden Sozialismus eigentlich gar nicht geben. Es dauerte jedoch einige Jahre, bis die Stasi damit begann, in der Szene zu ermitteln und mehr darüber zu erfahren.

Als das gegen Ende der 70er Jahre immer intensiver geschah, wurden den Behörden das Ausmaß des Glücksspiels in der DDR klar. Einige Spieler hatten bis dahin bereits ein für die damaligen Verhältnisse enormes Vermögen angehäuft, andere Spieler hatten hingegen viel Geld und manchmal noch andere Dinge verloren. Natürlich gab es keine Regulierung oder Lizenzen für die Anbieter von Glücksspielen, deshalb waren Betrügereien in der Szene unvermeidbar – für viele Teilnehmer war das jedoch nicht auf den ersten Blick erkennbar, zudem hofften auch in der DDR viele Menschen auf das schnelle Geld. Obwohl es also keine offiziellen Gesetze gegen das private Glücksspiel gab, versuchte die Stasi , diesem Treiben Einhalt zu gebieten.

Ähnlich wie in vielen anderen Bereichen der Gesellschaft führte das im Laufe der 80er Jahre allerdings vor allem dazu, dass das Glücksspiel in einem noch privateren Rahmen populär wurde. Gemeinsam mit Freunden oder guten Bekannten wurde in Wohnzimmern und manchmal auch in Hinterzimmern von Kneipen gespielt. Von 17 und 4 über Roulette bis hin zu „Tante“ oder „Goldener Sechs“ gab es eine ganze Reihe von Spielen, die in der DDR sehr beliebt waren. Das Geld war dabei sicher ein wichtiger Faktor, zum anderen war das Glücksspiel jedoch auch ein Ausbruch aus dem Alltag, bei dem man sich für einige Stunden wie in einer anderen Welt fühlen konnte.


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#18

RE: verbotene Glüchsspiele in der DDR

in DDR Zeiten 21.02.2017 18:34
von 94 | 11.062 Beiträge | 953 Punkte
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Glücksspiele waren auch in der DDR sehr beliebt
Vor ein paar Tagen gabs hier im Forum mal einen schönen, vor allem aber wirklich interessanten Beitrag. Nur ... der scheint jetzt gerad irgendwie verschwunden. Ich 'rette' mal den Text hierher. Falls ein Admin diesen Beitrag ja irgendwie, irgendwo oder irgendwann auffinden mag, na dann kann'r ja den hier löschen und diesen Thread mit forum-ddr-grenze.de/t15816f153-.html zusammenführen, hmm?

Hab das mal gemacht, Danke für den Tipp!
Altmark01


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


Lutze hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 21.02.2017 18:48 | nach oben springen

#19

RE: verbotene Glücksspiele in der DDR

in DDR Zeiten 22.02.2017 08:02
von Wahlhausener | 377 Beiträge | 556 Punkte
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Angelo, Du mußt in einer anderen DDR gelebt haben.
Wahlhausener


Signatur gelöscht...
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#20

RE: verbotene Glücksspiele in der DDR

in DDR Zeiten 22.02.2017 08:06
von Harsberg | 3.529 Beiträge | 978 Punkte
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Wir haben im Bullenkloster öfter mal 17 & 4 gespielt...


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