X

#41

RE: Die Stoßkräfte der Volksmarine

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 07.02.2014 10:44
von Eddy | 83 Beiträge | 8 Punkte
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds Eddy
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Zitat von thomas 48 im Beitrag #40
Eddy
Mal eine dumme Frage, ist aber eine ehrliche Frage
Du hast mal getippt, das euer Kapitän mit einem anderen Kapitän von der selben Flotte sich russisch unterhalten haben.
Warum war in einer deutschen Flotte russisch die ,, Befehlssprache?

Hallo @thomas 48,
es gibt keine dummen Fragen, gleich gar nicht, wenn es um eine völlig andere Materie geht, wo man keine oder wenig Beziehungen dazu hat.
Die Volksmarine, also unsere Kampfschiffe und -boote waren in den Vereinten Ostseeflotten eingebunden, das heißt, sie wirkten immer zusammen mit der Baltischen Rotbannerflotte und der Polnischen Seekriegsflotte. Im Rahmen dieses Zusammenwirkens war die Kommandosprache Russisch und deshalb auch generell, wenn ein Boot in See ging. Wenn eine Brigade mit mehreren Booten zur Seeausbildung in See ging war die Kommandosprache Russisch, wurden an Bord eines Bootes Befehle vom Kommandant an seine Besatzung gegeben sprach er Deutsch.
Du musst dabei auch sehen, dass sich in der Ostsee zwei unterschiedliche Militärbündnisse gegenüber standen, die NATO und der Warschauer Vertrag. Auch aus Sicherheitsgründen für die eigenen Einheiten wurde die Kommandosprache für alle Bündnispartner einheitlich festgelegt. Auch der Funkverkehr grundsätzlich in der Kommandosprache und zusätzlich noch verschlüsselt, eben wie im "Kalten Krieg" üblich.
Heute ist ja die internationale Kommandosprache Englisch. Ich denke, dass auch die Deutsche Marine, wenn sie im Einsatz mit anderen Marinen ist, Englisch in der Kommandosprache spricht. Das ist einfach eine Notwendigkeit, damit die Seeleute untereinander verstehen, was gerade auf See abläuft. Das Wasser ist zwar in der Fläche riesig groß, wenn man mal die Ostsee nimmt, aber es gibt international vorgeschriebene Fahrwasser, die eingehalten werden müssen. Das ist wie im Straßenverkehr, nur es stehen keine Verkehrszeichen in See, die Regeln muss jeder Kommandant oder Kapitän beherrschen, sonst wird er kein Schiffsführer.
Eddy


Der lebende Zeitzeuge ist der Alptraum eines Historikers.
nach oben springen

#42

RE: Die Stoßkräfte der Volksmarine

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 07.02.2014 10:50
von hundemuchtel 88 0,5 | 3.278 Beiträge | 5543 Punkte
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds hundemuchtel 88 0,5
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Moin @ Eddy, schöne und vor allem interessante Fotos!!
Danke für´s einstellen!

gruß h.


nach oben springen

#43

RE: Die Stoßkräfte der Volksmarine

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 03.03.2014 17:58
von Eddy | 83 Beiträge | 8 Punkte
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds Eddy
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

@Thomas 48 hat mich gebeten etwas zu dem Foto "Relikt aus dem kalten Krieg" zu schreiben. Das möchte ich hiermit tun.
Es geht bei diesem frei gespülten Kabel um ein Teil des Projektes TINTENFISCH.
Die Unterwasserhorschanlage "Tintenfisch" wurde 1955 um das Kap Arkona aufgebaut. In Schaprode wurden die benötigten Kabel an Bord des damaligen Schleppers WISMAR übernommen und verlegt. Diese akustische Horchanlage war bis Mitte der 70er Jahre in Betrieb.
Sie wurde in Leipzig Plagwitz gebaut. Wenn man sich am Strand von Bakenberg / Nonnevitz befindet, kann man, wenn man Glück hat, im Herbst nach Strandabspülungen den Kabelstrang noch sehen, der zur Basis West gehörte. Im neu erschienen Buch "Signalstellen der VM und was aus ihnen wurde" schreibt Klaus-Dieter Wittwer etwas dazu. Drei Horschbasen in See, östlich Möwenort, nördlich Kap Arkona und in der Tromper Wiek waren verlegt worden. Das Empfangsgerät befand sich in der TBK Arkona.
Die Kabel gingen etwa 4 bis 4,5 km in die Ostsee und lagen auf dem Grund. Jede Basis (das Ende des Kabels in See) war mit einer trichterförmigen Einrichtung versehen, die eine Schaltrichter ähnelt.
Ich habe mal eine unglückliche Karte, eine andere als der ADAC-Atlas hatte ich nicht zur Verfügung, mit dem etwaigen Kabelverlauf eingestellt. Basis West, das Kabel beim Möwenort, reicht ca. 4,5 km in die See und verläuft tief eingegraben außerhalb des Waldes Richtung Kap Arkona, wo die Basis Nord etwa 4 km in die See reicht. In der Tromper Wiek befand sich die Basis Ost ebenfalls ca. 4,5 km in der Ostsee. Die Empfangsstation dafür war in der TBK Arkona. Gedacht hauptsächlich zum Geräuschempfang von U-Booten. Sicher waren auch andere Schiffe damit "hörbar". Für Nichtseemänner zur Erklärung, man kann unter Wasser anhand der Propellergeräusche erkennen welchen Schiffstyp man vor sich hat bzw. welcher Schiffstyp gerade in die Operationszone der Volksmarine einlief. Für U-Boote besonders wichtig, da diese ja oberhalb der Wasserfläche selten zu sehen sind.
Geplant waren derartige Anlagen entlang der gesamten Küste der DDR bis Travemünde. Außer vorbereitenden Arbeiten erfolgte aber keine Vollendung dieses Plans, es blieb bei der einen Anlage am Kap Arkona.
Schlepper WISMAR
Lage der Anlage
das Kabel am Möwenort
das Buch
Eddy


Der lebende Zeitzeuge ist der Alptraum eines Historikers.
thomas 48 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 03.03.2014 18:02 | nach oben springen

#44

RE: Die Stoßkräfte der Volksmarine

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 27.08.2019 20:33
von Inuzuma | 2 Beiträge | 8 Punkte
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds Inuzuma
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Hallo erst einmal. Über die Suche nach Informationen über das Projekt "Tintenfisch" bin ich hier gelandet. Daher jetzt erst ein paar Bemerkungen zu dem Thema, obwohl schon einige Zeit, seit dem letzten Eintrag vergangen ist. Jetzt möchte ich mich erst einmal zum Schiff mit dem A-Mast äußern. Ich war von 1984 bis 1987 in Peenemünde als Taucher stationiert. Zu der Zeit bin ich des öfteren mit der A-15 (Hugo Eckner) raus gefahren. Sie war als Flugsicherungsboot eingesetzt und wurde als erweiterte Ansteuerung der in Karlshagen stationierten Flugzeuge für den Flugplatz Peenemünde genutzt. Es lag, im Gegensatz zu den anderen Schiffen der 1.Flotille (Peenemünde) im Hafen Karlshagen. So weit mir bekannt ist, ist es das einzige Schiff der Marine gewesen, welches einen A-Mast besaß. Es wurde dann 1991 an die Niederlande verkauft. Der Link zeigt das Schiff: http://www.vierte-flottille.de/schiffeundboote/hischi/berg/hugo/hugo.html


andyman hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#45

RE: Die Stoßkräfte der Volksmarine

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 27.08.2019 21:04
von Inuzuma | 2 Beiträge | 8 Punkte
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds Inuzuma
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Jetzt möchte ich mich noch zu dem Projekt "Tintenfisch" äußern. So weit mir bekannt ist, wurden die beiden nördlichen Stationen Anfang der 70-er geborgen und nur die Kabel blieben übrig. Im Gegensatz zu den beiden nördlichen Stationen (die Anlage in der Tromper Wiek wurde verbessert), benötigte diese kein Kabel mehr zu Land. Sie besaß dann auch schon einen Trichter, der mit Luft gefüllt wurde. Daher konnte die Station besser zum Zielpunkt geschleppt werden. Außerdem besaß sie die doppelte Anzahl an Höhrmikrofone, als die Vorgänger.
Ich arbeite beim BSH als Taucher und habe die vor einigen Jahren durch Zufall gefundenen Station nun schon einige Male betaucht. Zum Anfang konnten wir diese Objektes nirgenwo zuordnen. Daher habe ich einen Bekannten (Archeologe) gebeten, sich diesem Objekt mal anzunehmen. Lt seinen Recherchen kam dann heraus, das es sich um die Station Tromper Wiek des Projektes "Tintenfisch" handelt. Er hat auch einige Zeitzeugen gefunden und interviewt. Diese Station wurde einfach an Ort und Stelle liegen gelassen und verschwand aus dem Gedächnis.
Über die Staionen wurde jetzt auch eine Reportage gedreht, die wahrscheinlich im November im ZDF bei TerraX zu sehen sein soll.


andyman hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#46

RE: Die Stoßkräfte der Volksmarine

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 30.08.2019 20:57
von 635 | 56 Beiträge | 244 Punkte
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds 635
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Noch mal eine kurze Info zum A - Mast. Habe diese Beiträge erst jetzt gelesen.
Bei dem Schiff kann es sich nur um die U 33 bzw. A 115 ( Flugsicherungsschiff )gehandelt haben.Ist auf der Basis eines Fangschiffes der Fischfangflotte ( Typ HAVANNA) aufgebaut worden.
eignes Foto


nach oben springen

#47

RE: Die Stoßkräfte der Volksmarine

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 31.08.2019 00:37
von andyman | 3.538 Beiträge | 8758 Punkte
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds andyman
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Zitat von 635 im Beitrag #46
Noch mal eine kurze Info zum A - Mast. Habe diese Beiträge erst jetzt gelesen.
Bei dem Schiff kann es sich nur um die U 33 bzw. A 115 ( Flugsicherungsschiff )gehandelt haben.Ist auf der Basis eines Fangschiffes der Fischfangflotte ( Typ HAVANNA) aufgebaut worden.


Ist im #44 im Link bereits bestätigt worden.Hier noch mal ein Bild
Lgandyman


Gruß aus Südschweden
Was nützt alles Hasten und Jagen,auch du bist nur ein Tropfen im Meer der Unendlichkeit. Confuzius


635 hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen



Besucher
18 Mitglieder und 70 Gäste sind Online

Besucherzähler
Heute waren 1313 Gäste und 135 Mitglieder, gestern 1735 Gäste und 156 Mitglieder online.

Forum Statistiken
Das Forum hat 16623 Themen und 720137 Beiträge.

Heute waren 135 Mitglieder Online:

Besucherrekord: 488 Benutzer (15.11.2019 16:38).

Xobor Ein eigenes Forum erstellen