Grenzdurchbruch im Grenzabschnitt Ifta am 21.12.1988

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12.01.2014 00:18
avatar  80er
#16
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Spätestens nach dem "Strauss-Sponsering" wurde doch schon am VP KP "Roter Kopf" ein weiterer GSZ gebaut. Ich nehme mal an, dass der bisherige (entlang "Pferdsdorfer Köpfchen", "Willershäuser Weg", "Ziegental", "Rotrain", "Strasse Netra") bestehen geblieben ist?
Also den ersten Zaun im Grenzgebiet überwinden, den zweiten in den Schutzstreifen und dann - im Falle POP "Willershäuser Weg" nochmal ca. 1-1.5 km bis zum GZ I - tolle Leistung!

PS: Die Tornummern sagen mir (uns) natürlich nichts. In welchem POP/PO-Gebiet fand denn der GDB statt?


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12.01.2014 00:22
avatar  hslauch
#17
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Das ist eine sehr gute Frage.
Die habe ich mir auch einige Male gestellt und bis heute nicht wirklich eine Antwort darauf.

Die erste Auslösung war zwar an einem "bekannten Pannenfeld" aber gleich neben dem Zugangstor zur Anfahrt zum Alarmgruppenturm.
Und dieser Turm stand Luftlinie geschätzt vielleicht gerade mal 100 m vom Tor entfernt und hatte eigentlich freie Sicht.

Ich habe mir auch oft die Frage gestellt, was wäre gewesen, wenn "rein zufällig" gerade jemand von der A-Gruppe zum Zeitpunkt der Auslösung zum Tor sprich zum Feld geschaut hätte - und haben die Zwei vielleicht bereits damals vom "Pannenfeld" gewußt oder war es einfach nur Zufall.

Und Frage zwei von vielen Fragen, die ich mir gestellt habe, wieso haben Sie soweit entfernt dann erneut eine Auslösung erzeugt ? um einfach abzulenken ?
Ich weiß es nicht wirklich, aber meiner Meinung nach, wenn die beiden schon so wahnsinnig waren sich genau den schlecht zu durchquerenden Abschnitt am Auslösepunkt 2 auszuwählen hätten sie sich die "Ablenkung" am Auslösepunkt 1 sparen können.
Wie schon gesagt - es war,ist und bleibt für mich unglaublich und bis heute nicht wirklich nachvollziehbar, dass es die beiden doch geschafft haben.
Aber ich kann euch leider nur das erzählen, was ich heute noch von damals weiß


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12.01.2014 00:29
avatar  94
#18
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94

Na zumindest der ehem. ZF sollte zumindest noch ansatzweise die 'Kunst' einer Weg-Zeit-Berechnung beherrscht haben dürfen, odär?
Was gibts da viel zu erklären, im IP-basiertem Internetz nennt man dieses Angriffsszenario DoS ...
(z.B.) http://de.wikipedia.org/wiki/SYN-Flood

Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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12.01.2014 00:43 (zuletzt bearbeitet: 12.01.2014 15:06)
avatar  80er
#19
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Meinste sowas?


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12.01.2014 08:41 (zuletzt bearbeitet: 12.01.2014 17:56)
avatar  GZB1
#20
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Wurde die Auslösung der Felder im Abschnitt noch mit den Rundumleuchten (rot/grün) + Büffel/ Signalhorn angezeigt oder waren die schon demontiert? Ohne 1. Auslöseanzeige für die GV wäre die evtl. angestrebte Ablenkung möglicherweise ins Leere gelaufen, da sie nicht sicher sein konnten ob das Feld wirklich ausgelöst hat.


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12.01.2014 08:48
avatar  hslauch
#21
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@80er
Ja die Dienstvorschrift (genial von dir) beschreibt die Sache ganz genau und bringt es eigentlich auf den Punkt!
Ich habe gestern Nacht (bzw heute früh - 0:45 Uhr) nochmal Kontakt per Email mit einem ehemaligen Kameraden aufgenommen, der damals im betreffenden Grenzabschnitt am K6 gestanden hat.Läßt mir irgendwie keine Ruhe mehr. Aber nach 25 Jahren verblassen leider auch wichtige Erinnerungen......
Er ist wohl leider nicht hier im Forum aktiv aber ich gehe davon aus, dass er mehr weiß als ich, weil es durchaus sein kann, das ich da zeitlich vom Ablauf vielleicht auch was "durcheinandergebracht" habe. Sorry. Aber ich kam Gott sei Dank zu spät.
Nichts desto trotz ist mir schon klar, dass du und viele andere im Forum mit den Torbezeichnungen und Postenpunkten nicht viel anfangen kannst.
Vieleicht liest Willie (vom BGS) ja diesen Beitrag und hat ne alte Karte vom Grenzabschnitt.
Dann könnte ich dir genauer schildern, wo ungefähr die Stellen waren.
Die beiden sollen sich wohl vom Bereich Creuzburg (wo heute das Sägewerk von Fa. Pollmeier steht) in den Bereich des Zusammenflusses der Ifta in die Werra begeben haben und von da aus entlang des Feldweges Richtung Ifta gelaufen sein.
Ich hoffe mal das ich von meinem Kollegen Antwort erhalte und weitere Aufklärung liefern kann


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12.01.2014 10:02
avatar  80er
#22
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Zitat von hslauch im Beitrag #21
[...] Läßt mir irgendwie keine Ruhe mehr. Aber nach 25 Jahren verblassen leider auch wichtige Erinnerungen......
Er ist wohl leider nicht hier im Forum aktiv aber ich gehe davon aus, dass er mehr weiß als ich, weil es durchaus sein kann, das ich da zeitlich vom Ablauf vielleicht auch was "durcheinandergebracht" habe. Sorry. Aber ich kam Gott sei Dank zu spät. [...]

Wenn dich der GDB noch interessiert; im Bundesarchiv in Freiburg (Militärarchiv) liegen u.a. die Unterlagen, welche die Untersuchungskommissionen nach jeder "Grenzprovokation" detailiert angefertigt haben. Der Nachteil: Man muss einen Besucherantrag stellen und kann dann die Unterlagen nur vor Ort einsehen. Kopien können kostenpflichtig erstellt werden - sofern freigegeben- aber nicht zeitnah, weil freie Firmen damit beauftragt werden. Ich finde, dass sich ein Besuch, insbesondere für Insider, lohnt!


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12.01.2014 10:59
#23
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Danke für deinen Beitrag und die geschilderten Abläufe.

Ufw # Grenztruppen

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12.01.2014 11:07
avatar  80er
#24
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@hslauch

Den nördlichen Sicherungsabschnittes der GK Ifta findest du hier in dieser Karte:

Vom Paulus zum Saulus (10)


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12.01.2014 11:24
avatar  hslauch
#25
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@80er
Danke für den Hinweis auf die Karte.
Am unteren linken Bildrand der Karte ist die Zufahrtstraße von Ifta zum Tor 79 (Zufahrt zum A-Gruppen-Turm) zu erkennen.


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12.01.2014 12:23 (zuletzt bearbeitet: 12.01.2014 12:25)
avatar  ( gelöscht )
#26
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( gelöscht )

Geschichtliche Info zur GK Ifta :

Ab 1948 werden 2 Grenzpolizeikommandos dort untergebracht, welche der Kommandantur Creuzburg unterstehen
1 Kommando ist in der alten Danzen Villa , 1 Kommando im alten Gasthaus - Roter Kopf

Selbst von 1948 - 1950 sind in Wolfmannsgehau 2 Kommandos Grenzpolizei

Schwerpunkt war Kontrolle Schmuggelweg übern Stauffelsberg

1952 / Sommer sind in Ifta am Kuhlaich 2 Baracken der DGP - Typ 209 KA und 308

1963/64 Umzug in da neue Kompaniegebäude am Ortsausgang - Strasse Netra ( Vor der Mühle )

Bis Oktober 85 gehört GK Ifta zum GB Schnellmannshausen / GR 1

Ab Ende 1985 schon 5. GK, I.GB Hildebrandshausen , GR 1 Mühlhausen

ab August 1989 3. GK , GKK 304 Eisenach.


Noch zur Besonderheit , es gab eine alte FÜST an der F 7, Strasse Netra - Höhe Abzw. Wolfmannsgehau, welche Anfang der 80iger Jahre abgerissen wurde und Ähnlichkeit mit der Bauweise der FÜST 4 x 4 schon hatte


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12.01.2014 12:34
avatar  hslauch
#27
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@GZB1
Um deine Frage noch zu beantworten..
Zu dieser Zeit gab es wenn ich mich recht erinnere keine Rundumleuchten und Signalhörner mehr am Grenzsignalzaun in Ifta.
Also konnten Sie wie du richtig vermutest auch nicht 100% sicher sein, ob es tatsächlich eine Auslösung gab.


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12.01.2014 12:40
avatar  Lutze
#28
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steht dort noch so ein vierecker Beobachtungsturm bei Ifta?,
ich habe genau an der Grenze angehalten,
dort ist auch ein Parkplatz,
war der Grendurchbruch Richtung Eisenach,oder nördlich?
Lutze

wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren


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12.01.2014 12:45
avatar  hslauch
#29
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@Lutze
Ja du hast recht. Es ahndelt sich um den alten A-Gruppen-Turm


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12.01.2014 12:57
avatar  ( gelöscht )
#30
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( gelöscht )

Bei Auslösung der GSZA 80 - Anlage war zum Zeitpunkt mit neuen GSSZ im Bereich Ifta in Betrieb, hätte der KGSi auf der FÜST eine
Auslösung in der Empfangsanlage optisch u akustisch wahrnehmen müssen, welches GSZ Feld ausgelöst hat.


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