Wehrdienstpflicht in Berlin Ost/West zur Wende

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30.12.2013 17:16von ( gelöscht )
Frage
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Wehrdienstpflicht in Berlin Ost/West zur Wende

Liebes Forum,

ich recherchiere für einen Roman, über einen jungen Westdeutschen der Ende der 80er, Anfang der 90er nach Berlin zieht, weil er hier dem Wehrdienst entgehen will. Um da keinen Riesenfehler einzubauen, brauche ich dringend folgende Frage beantwortet:

Bis zu welchem Tag genau konnte man nach Westberlin ziehen, und damit noch vom Wehrdienst befreit werden? Wann wurde die Wehrdienstpflicht wieder eingeführt (1990, aber wann genau und für wen), und was war dann mit den Männern im richtigen Alter, die schon hier wohnten?

Ansonsten wäre es auch interessant für mich zu wissen, wie das in Ostberlin war: Gab es dort eine Periode nach der Wende, zwischen NVA-Zeit und Bundeswehr-Zeit, wo man sich am Wehrdienst vorbeimogeln konnte, oder ging das nahtlos ineinander über?

Ich freue mich über jeden Einblick von Euch, auch gern Verweise zu Literatur oder Webseiten darüber!
Vielen Dank schon einmal

Mira

30.12.2013 17:24von glasi
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Ab dem 3 Oktober 1990 konnten auch Männer in West Berlin eingezogen werden. Rückwirkend bis zum Jahrgang 1969.

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30.12.2013 17:38von ( gelöscht )
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Zitat von glasi im Beitrag #2
Ab dem 3 Oktober 1990 konnten auch Männer in West Berlin eingezogen werden. Rückwirkend bis zum Jahrgang 1969.


Vielen Dank!!

Weißt Du auch etwas zu Ost-Berlin?

Lieben Gruß
Mira

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30.12.2013 18:02von glasi
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Zitat von mirajka im Beitrag #3
Zitat von glasi im Beitrag #2
Ab dem 3 Oktober 1990 konnten auch Männer in West Berlin eingezogen werden. Rückwirkend bis zum Jahrgang 1969.


Vielen Dank!!

Weißt Du auch etwas zu Ost-Berlin?

Lieben Gruß
Mira

Ich glaube am 1 Januar 1962 wurde die Wehrpflicht in der DDR eingeführt. Auch junge Männer die in Ost Berlin lebten wurden eingezogen. Warum sich die DDR nicht an das 4 Mächteabkommen gehalten hat kann ich dir nicht sagen. Ich könnte was dazu sagen aber ich möchte nicht wieder denn Kalten Krieger raushängen lassen.

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30.12.2013 18:04von ( gelöscht )
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Damals war Westberlin für Drückeberger Totalverweigerer Deserteure und andere Bundeswehrflüchtlinge ein beliebter und relativ sicherer Fluchtpunkt. Totalverweigerer und Deserteure wurden in Westberlin kaum länger wie 12-15 Monate inhaftiert. Häufig zb. bei Weihnachtsamnesten vorzeitig entlassen. Viele waren kaum länger wie 10-12 inhaftiert . Manche auch Freigänger. Aber Legal drücken vor Bundeswehr ging dadurch, das du vor deiner Musterung nach Westberlin ziehst. Da konnte dir nichts passieren. Möglich war das auch nach der Musterung noch, sofern kein Einberufungsbescheid vorlag. Dann wurdest du zurückgstellt . Durftest dich aber im Bundesgebiet nicht anmelden, dann wurdest du schnell eingezogen oder nachgemustert. War aber damals kein Problem sich vor der Bundeswehr zu drücken in dem du nacht Westberlin gehst, oder dorthin desertierst.

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30.12.2013 18:14von ( gelöscht )
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Zitat von mirajka im Beitrag #3
Zitat von glasi im Beitrag #2
Ab dem 3 Oktober 1990 konnten auch Männer in West Berlin eingezogen werden. Rückwirkend bis zum Jahrgang 1969.


Vielen Dank!!

Weißt Du auch etwas zu Ost-Berlin?

Lieben Gruß
Mira



Normalerweise hätten Ostberliner nicht zur NVA eingezogen werden dürfen. Da auch Ostberlin entmilitarisierte Zone war. Sie aber trotzdem ,gegen den Protest der Westallierten zur NVA eingezogen wurden. In der DDR wurden Wehrdienstverweiger und Deserteure hart bestraft. War damals fast schon Kapitalverbrechen . Die wurden dann in Umerziehungslager oder Strafbatallione wie zb. Bausoldaten deportiert.

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30.12.2013 18:22von Pitti53
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Zitat von West_Tourist im Beitrag #6
Zitat von mirajka im Beitrag #3
Zitat von glasi im Beitrag #2
Ab dem 3 Oktober 1990 konnten auch Männer in West Berlin eingezogen werden. Rückwirkend bis zum Jahrgang 1969.


Vielen Dank!!

Weißt Du auch etwas zu Ost-Berlin?

Lieben Gruß
Mira



Normalerweise hätten Ostberliner nicht zur NVA eingezogen werden dürfen. Da auch Ostberlin entmilitarisierte Zone war. Sie aber trotzdem ,gegen den Protest der Westallierten zur NVA eingezogen wurden. In der DDR wurden Wehrdienstverweiger und Deserteure hart bestraft. War damals fast schon Kapitalverbrechen . Die wurden dann in Umerziehungslager oder Strafbatallione wie zb. Bausoldaten deportiert.


Du hast aber richtig Ahnung. wurden deportiert.Ts ts

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30.12.2013 18:23von eisenringtheo
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Zitat von glasi im Beitrag #4

Ich glaube am 1 Januar 1962 wurde die Wehrpflicht in der DDR eingeführt. Auch junge Männer die in Ost Berlin lebten wurden eingezogen. Warum sich die DDR nicht an das 4 Mächteabkommen gehalten hat kann ich dir nicht sagen. Ich könnte was dazu sagen aber ich möchte nicht wieder denn Kalten Krieger raushängen lassen.


Demilitarisierte Zone bedeutet doch nur, dass in diesem Gebiet keine deutschen Truppen stationiert sein dürfen. Auf die Wehrpflicht der Bewohner hatte das doch keinen Einfluss, das ist ein rein deutsches Problem. Nur so aus Neugier: Gab es überhaupt NVA Kasernen auf dem Stadtgebiet von Ostberlin?
Theo

30.12.2013 18:28von ( gelöscht )
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Abend, Gemeinde…
Einführung der Wehrpflicht in der DDR mit Gesetz über den Wehrdienst vom 24.01.1962.
Erste Einziehung von Wehrpflichtigen zum 03.05.1962.
Eine Kurzübersicht findest Du hier: www.ddr-wissen.de/wiki/ddr.pl?Wehrpflicht‎;
Bemerkung zu meinen Vorredner in #6: Der Dienst als Bausoldat war eine/die Möglichkeit, den Wehrdienst ohne Waffe zu leisten, keine Bestrafung oder so.
Und :Straf-Bataillone ? Na-im Kalender verrutscht ? Das war wohl eine Staatsform früher.
Viel Spaß beim Ausknobeln deiner Geschichte,Mirajka.
73 Hans
Edit : Link vers. zu repar.

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30.12.2013 18:34von ( gelöscht )
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Zitat von Pitti53 im Beitrag #7
Zitat von West_Tourist im Beitrag #6
Zitat von mirajka im Beitrag #3
Zitat von glasi im Beitrag #2
Ab dem 3 Oktober 1990 konnten auch Männer in West Berlin eingezogen werden. Rückwirkend bis zum Jahrgang 1969.


Vielen Dank!!

Weißt Du auch etwas zu Ost-Berlin?

Lieben Gruß
Mira



Normalerweise hätten Ostberliner nicht zur NVA eingezogen werden dürfen. Da auch Ostberlin entmilitarisierte Zone war. Sie aber trotzdem ,gegen den Protest der Westallierten zur NVA eingezogen wurden. In der DDR wurden Wehrdienstverweiger und Deserteure hart bestraft. War damals fast schon Kapitalverbrechen . Die wurden dann in Umerziehungslager oder Strafbatallione wie zb. Bausoldaten deportiert.


Du hast aber richtig Ahnung. wurden deportiert.Ts ts



Ja ! Hast Recht Deportiert war nicht die richtige Wortwahl . Hin und wieder gibt es auch hier Märchenstunde. Daher nix für ungut und Guten Rutsch.

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30.12.2013 18:43von ( gelöscht )
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Für Wehrpflichtige der damaligen DDR gab es drei Möglichkeiten. 1. man absolvierte 18 Monate Grundwehrdienst- 2. man leistete den Dienst für 18 Monate ohne Waffe (Bausoldaten "Spatis") oder 3. man ging (meistens) 18 Monate als Totalverweigerer ins Gefängnis. An den 18 Monaten führte kein Weg vorbei. Strafbatallione oder Militärgefängnisse (Schwedt) waren für Wehrdienstverweigerer nicht vorgesehen.


Gruß Hartmut!

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30.12.2013 18:48von Alfred
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Zitat von eisenringtheo im Beitrag #8
Zitat von glasi im Beitrag #4

Ich glaube am 1 Januar 1962 wurde die Wehrpflicht in der DDR eingeführt. Auch junge Männer die in Ost Berlin lebten wurden eingezogen. Warum sich die DDR nicht an das 4 Mächteabkommen gehalten hat kann ich dir nicht sagen. Ich könnte was dazu sagen aber ich möchte nicht wieder denn Kalten Krieger raushängen lassen.


Demilitarisierte Zone bedeutet doch nur, dass in diesem Gebiet keine deutschen Truppen stationiert sein dürfen. Auf die Wehrpflicht der Bewohner hatte das doch keinen Einfluss, das ist ein rein deutsches Problem. Nur so aus Neugier: Gab es überhaupt NVA Kasernen auf dem Stadtgebiet von Ostberlin?
Theo



Hallo,

aus dem Grund befand sich das Ministerium für Nationale Verteidigung auch nicht in Berlin.

30.12.2013 18:49von Lutze
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über die Militär-Paraden in Ostberlin habe ich mich
immer gewundert,das diese nicht strenger von den
Westmächten kritisiert wurden
Lutze

30.12.2013 18:51von Marder
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Genau genommen gehörte Ost Berlin weder zur DDR noch West Berlin zur Bundesrepublik. Daher konnten normaler Weise auch keinen Wehrpflichtigen Berliner zur jeweiligen Armee gezogen werden.

Diese Tatsache hat man zumindest von DDR Seite ignoriert und dies hat man von Seiten der Westalliierten moniert aber auch toleriert des lieben Friedens willen.
Andersherum hätte es sicher ein Riesentheater im schwarzen Kanal mit Sudel Ede und seinen Mitstreitern gegeben.
MfG Marder

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30.12.2013 18:54von ( gelöscht )
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Abend.....
Eine der NVA unterstehende Einheit -samt Kaserne- gab es in Berlin.
Mal an Radio DDR denken-Mittwochs-Mittags : Wir Übertragen den großen Wachaufzug .......
Also : Wachbatt. des Stadtkommandanten bzw. Wachregiment F.Engels ---je nach Zeitpunkt.
73 , Hans

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