Das Ende der UDSSR 1991.

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08.01.2022 17:12
#76
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#Gert
Mit der brüderlichen Hilfe, wie zur Zeit in Kasachstan zelebriert, kennen sich die Russen ja aus. Ich erinnere an Die großen Hilfsaktionen in Ungarn 1956, in der CSS R 1968. Putin hat sein Handwerk gelernt, geht doch nichts über einen guten Geheimdienstler.

Ich erinnere dich und andere Streithähne nur an die brüderliche Hilfe in Vietnam durch die USA in Afghanisthan durch die NATO, im Irak usw.
Ich habe Angst, das da ein neuer Konflikt entsreht und verweise auf den leider
schon verstorbenen Peter Scholl-Latour unter anderem mit:
- "Rußland im Zangengriff"
-"Die Welt aus den Fugen"
oder "Der Weg in einen neuen Kalten Krieg"
und andere Veröffentlichungen von Ihm, einschließlich auf You-Tube.

Dann wird zumindestens die Diskussionskultur sachlicher und keiner versucht den anderen ans Bein zu pinkeln.

Ich habe schon in anderen Foren meine Meinung geäußert, das ein Teil der Ursachen im Hitler-Stalin Pakt von 1939
zu suchen sind, und die USA zu spät begriffen haben, daß Stalin Europa erobern wollte.

Die 2. Front kam viel zu Spät( Juni 1944) als sich der Durchmarsch der Sowjet`s bis an den Atlantik schon
abzeichnete
Dann machten alle Stalin Zugeständnisse mit den Verschiebungen der Grenzen an die Oder, der bleibenden Besetzungen der Baltenstaaten, weil man trotz Abwurf von 2 Atomwaffen dem russischen Kolloss nichts entgegensetzen konnte.

Ich glaube nicht, daß sich die "Freiheitskämper" in Kasachstan ohne Gelder des CIA und anderer Geheimdienste durchsetzen können.
Mich würde interessieren, was Bilden (USA) machen, wenn in Mexiko eine Revolte ausbricht?


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08.01.2022 17:22 (zuletzt bearbeitet: 08.01.2022 17:24)
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#77
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@Grenzläufer, das kann nur vorkommen weil man einige Parteilehrjahre nicht ernst genommen hat. Der Politik heute zu folgen, fast unmöglich, hinzu das Verhalten der Politiker uns hinter die Fichten zu führen
Du hast es schon in deinem Posting richtig geschrieben gegenteilige Versuche werden ausgelassen oder verneint.
Man merkt schon das es große Mängel in der Argumentationskette gibt.


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08.01.2022 17:36
#78
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Zitat von Oberelch1954 im Beitrag #76

Ich glaube nicht, daß sich die "Freiheitskämper" in Kasachstan ohne Gelder des CIA und anderer Geheimdienste durchsetzen können.
Mich würde interessieren, was Bilden (USA) machen, wenn in Mexiko eine Revolte ausbricht?


Man muss nicht hinter jeder Revolte irgendwo auf der Welt die Machenschaften finsterer Mächte vermuten.
Manchmal treibt tatsächlich auch eine Regierung mit einer schlechten Politik die Leute auf die Straße.


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08.01.2022 17:53 (zuletzt bearbeitet: 08.01.2022 17:55)
avatar  Gert
#79
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Zitat
Mit der brüderlichen Hilfe, wie zur Zeit in Kasachstan zelebriert, kennen sich die Russen ja aus. Ich erinnere an Die großen Hilfsaktionen in Ungarn 1956, in der CSS R 1968. Putin hat sein Handwerk gelernt, geht doch nichts über einen guten Geheimdienstler.

Ich erinnere dich und andere Streithähne nur an die brüderliche Hilfe in Vietnam durch die USA in Afghanisthan durch die NATO, im Irak usw.
Ich habe Angst, das da ein neuer Konflikt entsreht und verweise auf den leider
schon verstorbenen Peter Scholl-Latour unter anderem mit:
- "Rußland im Zangengriff"
-"Die Welt aus den Fugen"
oder "Der Weg in einen neuen Kalten Krieg"
und andere Veröffentlichungen von Ihm, einschließlich auf


@Oberelch1954 , zunächst mal die Rückfrage , wieso betitelst du mich als Streithahn, etwa nur weil ich nicht immer deiner Meinung bin ? Wenn das dein Kriterium ist , hier im Forum aufzutreten, dann liegen wir meilenweit auseinander und du evtll ganz falsch.
Weiterhin frage ich dich wieso du mir Zustimmung zu allen amerikanischen Abenteuern unterstellst ? Als der Vietnamkrieg tobte, habe ich mich schon sehr kritisch dazu geäußert, da hast du sicher noch mit der Schn... im Sand deiner Offizierschule gelegen . Das gilt auch für die anderen Griffe ins Klo, die die Amis sich geleistet haben einschließlich Afg. Den letzteren hättest du aber besser nicht aufgeführt, denn den kann ich dir als russischen Fehltritt über 10 Jahre genauso um die Ohren hauen. Genau so war der Abgang aus Afg. bei beiden so was von dilletantisch und demütigend. Da steht es 1:1

Stil ist nicht das Ende des Besens.

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08.01.2022 18:16
#80
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Zitat von glasi im Beitrag #1
Am 26 Dezember 1991 löste sich das Riesenreich auf. Alle 17 Republiken gingen ihren eigenen Weg. Wer war Schuld daran? War es gut für die Welt? Was ist eure Meinung? Lg Glasi


Es ist eigentlich ein recht komplexes Thema, das man gar nicht im Vorbeigehen abarbeiten kann.
Trotz mehrfacher Reisen in die UdSSR, u.a auch Kiew, Ufa, Moskau habe ich die Sowjetunion nur als Einheit wahr genommen.
Für mich war dieser Völkerbund das Selbstverständlichste auf der Welt und das Land auch eine Weltmacht, führend in Raumfahrt, Militärtechnik, Sport, erschlossenen Rohstoffreichtum u.v.a. m.
Warum nun das Machtvakuum und die Schwäche des Kreml zum Zerfall und zur proklammierten Unabhängigkeit vieler autonomer Sowjetrepubliken (ASSR) geführt hat, dürfte ausschließlich finanzielle Gründe haben.
Inzwischen hat man die Gefahr des vagabundierenden Fremdkapitals erkannt, was da noch zu retten ist, weiß man nicht.
Eine verantwortungsbewußte Regierung hätte die ausländischen Milliardenbeteiligungen auf Basis der geförderten Rohstoffe mit maximaler Kraft zurück kaufen müssen, so wie sich ein Immobilieninvestor von der Abhängigkeit der Banken auf Basis eingenommener Mieten frei schwimmen sollte.
Wirtschaftliche Unabhängigkeit sollte immer das Anliegen von Regierungen sein und das dünn besiedelte Kasachstan sollte eine ausreichende Versorgung der Bevölkerung mit einer guten Infrastruktur möglich machen, Norwegen schafft das schließlich auch auf nahezu alleiniger Basis der eigenen Ölvorkommen, im weiteren Verlauf auch weiterer Beteiligungen im Ausland, ähnlich der arabischen Ölstaaten.
Statt dessen hat man beschlossen, von der Hand in den Mund zu leben und da ist er auch prompt da, der Stunk und die Armut, siehe auch Venezuela.
Allerdings beanspruchen die Kasachen neuerdings die Rechte an der Kultfigur Dschingis Khan, so hat‘s bei Himmler auch mal angefangen.

Viele leben zu sehr in der Vergangenheit.
Aber die Vergangenheit soll ein Sprungbrett sein aber kein Sofa.


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08.01.2022 18:22
#81
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@Grenzläufer ,

habe schon öfters feststellen müssen das verstehend lesen bei Euch alten "Kalten Kriegern" große Mangelware ist

Deine Sätze :
Ist das nicht beeindruckend? 1999 haben Lukaschenko und Putin den Vertrag unterzeichnet. Das ist nur nur ein paar Tage her, wie es @passport beeindruckend genial erkannte. Das war vor 23 Jahren, solange sind die Herren Lukaschenko und Putin schon an der Macht.

und so steht es in meinen Beitrag :

Der Unionsvertrag Russland - Belorussland wurde schon am 8. Dezember 1999 von Jelzin und Lukaschenko unterschrieben. Das ist schon ein paar Tage her Der Beitrag war für Tobeck gedacht, nicht für Dich ! Du warst überhaupt nicht angesprochen

achso Putin : Seit dem 7. Mai 2000 (mit Unterbrechung von 2008 bis 2012) ist er Präsident der Russischen Föderation.

so nebenbei : Am 8. Dezember 1999 wurde der o.g. Unionsvertrag unterzeichnet, aber nicht von Putin.


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08.01.2022 18:24 (zuletzt bearbeitet: 08.01.2022 18:49)
#82
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Ob du mich ansprichst oder nicht, interessiert mich null. Deine dogmatischen Sprüche erinnern mich an das schneidige Gebärden der in falschen Uniformen auftretenden Stasi-Grenzkontrolleure an der innerdeutschen Grenze. Bekommt man den Tonfall nicht raus?

Da wir gerade beim Thema Grenzkontrollen sind. Du hast ja als einer der ganz wenigen Deutschen -ich hoffe du fühlst dich als Deutscher oder muss ich sowjetifizierter Sowjetdeutscher sagen- das Vergnügen gehabt von einem einem fröhlichen Tiroler Grenzbeamten kontrolliert zu werden. Hast du dabei glänzende Augen bekommen? Ich kann mir vorstellen, für dich war das ein ganz besonderes Erlebnis, eine Form der Glückseligkeit. Hast du Sefies gemacht oder kannst du uns genau berichten was der Tiroler Grenzbeamte dir zujodelte? Jetzt treten ja unsere humorvollen und beschwingten Tiroler Nachbarn ganz anders auf als die preußischen Stasi-Grenzkontrolleure. Wie war es bei dir? Kannst du dazu einen extra Thread eröffnen?
Themenvorschlag:
Grüß Gott der Herr, sie sehen danach aus, dass sie ganz hingebungsvoll, fürsorglich und behutsam kontrolliert werden möchten.


PS
Putin ist seit 1999 an der Macht. Benötigst du Nachhilfe in Geschichte oder blendest du das ganz bewusst aus?
1999 Ministerpräsident Russland, 2000-2008 Präsident der Russischen Föderation, 2008-2012 Ministerpräsident Russlands und von 2012 bis heute wieder Präsident der Russischen Föderation.


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08.01.2022 18:29
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#83
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( gelöscht )

... und den Demonstranten unterstell sie wären der Mob. Wie immer, und wer war es 1989 in der DDR, es wäre mal von Interesse da euere Kenntnisse zu schildern. Durchaus könnte es die Unachtsamkeit des MfS gewesen sein weil sie gerade mit anderen Themen beschäftigt waren. Immer fremde Mächte ins Spiel zu bringen war und ist noch heute die Flucht ins Dunkel ...


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08.01.2022 18:45
avatar  Gert
#84
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Ich denke 89 Haben Sie wohl ähnlich von euch als DDR-Bürger und Protestierende gedacht. Das war sicher dann zu Ende als der Mob Bei Ihnen einen Hausbesuch machte und sie um Klärung eines Sachverhalts bat.

Stil ist nicht das Ende des Besens.

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08.01.2022 18:48
#85
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Drei Gründe für den Untergang der Sowjetunion

1. Ölpreis und wirtschaftliche Ineffizienz

„Der Zeitpunkt des Zusammenbruchs der UdSSR ist bekannt. Es ist weder der Tag des Belavezha Abkommens, noch der August-Putsch 1991. Es war der 13. September 1985, als der saudi-arabische Ölminister [Ahmed] Yamani erklärte, dass Saudi-Arabien die Vereinbarung über die Drosselung der Ölförderung aufkündige und seinen Anteil auf dem Ölmarkt wieder ausbaue. Saudi-Arabien erhöhte die Ölproduktion um das 5,5-fache und die Ölpreise fielen um das 6,1-fache“, schrieb Jegor Gaidar (rus), der Architekt radikaler Wirtschaftsreformen im postsowjetischen Russland, in den 1990er Jahren.

2. Ethnische Spannungen

In den späten achtziger Jahren, der Zeit der Perestroika, stieg die durch konkurrierende Ethnien verursachte Gewalt in den Sowjetrepubliken.

Erstmals trat diese ethnisch begründete Gewalt Ende 1986 in der damaligen kasachischen Hauptstadt Almaty auf, als Jugendliche, die frustriert waren, dass ein ethnischer Russe Oberhaupt der Republik wurde, den Aufstand probten. Es wurden Soldaten geschickt, um die Unruhen einzudämmen.

Dann gab es einen Pogrom in der aserbaidschanischen Stadt Sumgait und die gewalttätigen Vorfälle in Tbilissi, Baku und anderen Orten. Der blutigste Konflikt fand in Karabach zwischen Aserbaidschan und Armenien statt und wird gelegentlich als „einer der wichtigsten politischen Auslöser“ (rus) bezeichnet. Damit begann der Zerfall der UdSSR. In den späten achtziger Jahren nahmen ethnische Konflikte eine neue tödliche Wendung und forderten Hunderte von Menschenleben bei den Auseinandersetzungen.

Aber selbst 1990 wollte die Mehrheit der Sowjetrepubliken die UdSSR nicht verlassen, und nach Ansicht des russischen Historikers Alexander Schubin stellte sich die Lage relativ ruhig dar, da nur die baltischen Staaten und Georgien einen separatistischen Weg eingeschlagen hatten. „Trotz aller Gefahren, die die national-separatistischen Bewegungen für die Staatsstruktur der UdSSR mit sich brachten, hatten sie nicht genügend Potenzial zur Zerstörung der Sowjetunion", sagt der Historiker (rus).

3. Gorbatschows Reformen

Es besteht kein Zweifel – eine schwache Wirtschaftsleistung und wachsender Nationalismus waren sicherlich von Bedeutung, aber der Faktor, der den Zusammenbruch der Sowjetunion letztendlich ausgelöst hat, war das Handeln der Staatsführung. Mitte der 1980er Jahre, angefangen mit Gorbatschows Perestroika.

Es gibt eine populäre Verschwörungstheorie in Russland, die besagt, dass es Gorbatschows Absicht gewesen sei, den Sozialismus und die Sowjetunion zu zerstören. Diese Theorie wird jedoch nicht ernst genommen, da es keinerlei Hinweise darauf gab, dass er bewusst seine eigene Herrschaft untergraben wollte.

https://de.rbth.com/geschichte/81411-gru...all-sowjetunion

Mein Erzgebirge,
hoch über dunklen Schächten lauscht deiner Halden wilde Einsamkeit.
Still raunen sie von guten Himmelsmächten,
von Berggeschrei aus längst vergangener Zeit.
(Edwin Bauersachs)


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08.01.2022 18:55 (zuletzt bearbeitet: 08.01.2022 18:57)
#86
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Zitat von Hackel39 im Beitrag #80

Trotz mehrfacher Reisen in die UdSSR, u.a auch Kiew, Ufa, Moskau habe ich die Sowjetunion nur als Einheit wahr genommen.
Für mich war dieser Völkerbund das Selbstverständlichste auf der Welt und das Land auch eine Weltmacht, führend in Raumfahrt, Militärtechnik, Sport, erschlossenen Rohstoffreichtum u.v.a. m.
Warum nun das Machtvakuum und die Schwäche des Kreml zum Zerfall und zur proklammierten Unabhängigkeit vieler autonomer Sowjetrepubliken (ASSR) geführt hat, dürfte ausschließlich finanzielle Gründe haben.



Dies ist das in der DDR propagierte Zerrbild über die Sowjetunion und das scheinbar konfliktfreie Zusammenleben der unterschiedlichsten Nationalitäten und Ethnien in dem Vielvölkerstaat Sowjetunion.
Die Unabhängigkeitsbestrebungen nach dem Zerfall der Sowjetunion gehen über finanzielle Gründe weit hinaus.


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08.01.2022 19:00
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#87
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( gelöscht )

Buschgespenst,
zu Punkt 1 und 2 volle Zustimmung.
Über Punkt 3 die Perestroika-und Glasnost von Gorbatschow als Sargnagel der SU kann man kontrovers diskutieren.
Mit Vorsatz wollte Gorbatschow ganz sicher nicht die Sowjetunion zu Fall bringen.
Punkt 1 und 2 haben ausgereicht um den tönernen Riesen kaputt zu machen.
Die Perestroika Legende allein für den Zerfall verantwortlich zu machen ist zu kurz gedacht.


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08.01.2022 19:07 (zuletzt bearbeitet: 08.01.2022 19:08)
#88
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@Grenzläufer ,

1. beziehe einmal Stellung warum Du Beiträge anderer User umschreibst und deren Inhalt entstellst.
2. Im Thread über Russland artfremde, nicht zum Thema paseende Passagen schreibst.
3. User hier angreifst die im Rahmen der Gesetze der DDR ihre Aufgaben erfüllt haben!


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08.01.2022 19:14
#89
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Zitat von birx20 im Beitrag #87
Buschgespenst,
zu Punkt 1 und 2 volle Zustimmung.
Über Punkt 3 die Perestroika-und Glasnost von Gorbatschow als Sargnagel der SU kann man kontrovers diskutieren.
Mit Vorsatz wollte Gorbatschow ganz sicher nicht die Sowjetunion zu Fall bringen.
Punkt 1 und 2 haben ausgereicht um den tönernen Riesen kaputt zu machen.
Die Perestroika Legende allein für den Zerfall verantwortlich zu machen ist zu kurz gedacht.


Wer redet den von Vorsatz? Nehmen wir mal Litauen:
9. Februar 1991. In Litauen, der bevölkerungsreichsten der drei baltischen Republiken, sind knapp 2,7 Millionen Wahlberechtigte aufgerufen, über die Zukunft ihres Landes zu entscheiden.

"Stimmen Sie Artikel 1 der geltenden litauischen Verfassung zu, wonach der litauische Staat eine unabhängige, demokratische Republik ist?"

Das Ergebnis ist ebenso eindeutig wie eindrucksvoll: 85 Prozent der Wahlberechtigten nehmen an der Abstimmung teil, gut 90 Prozent stimmen für die Unabhängigkeit.

"Mit der Volksabstimmung in Litauen hat die Regierung der Balten-Republik für ihren Weg der staatlichen Unabhängigkeit ein überzeugendes Mandat erhalten."
Für die Moskauer Zentralregierung ist das Referendum ungültig

Doch so klar das Mandat auch ist: Dass daraus schon bald reale staatliche Souveränität werden würde, kann an diesem Tag niemand ahnen. Für die Moskauer Zentralregierung ist das Referendum ungültig. Litauen ist Teil der Sowjetunion. Punkt. Doch Kazimira Prunskiene, bis Anfang 1991 Ministerpräsidentin Litauens, ist optimistisch:

"In dieser Situation sehe ich die Möglichkeit, das zu erreichen durch drei wichtige Momente. Durch unsere weitere feste Haltung bei Unabhängigkeit Position. Durch die … Konsolidierung demokratischer Kräfte in Russland und zwischen alle Staaten und Republiken, die haben gleiche Interessen. Sowie durch die Unterstützung von West."

Die litauische Unabhängigkeitsbewegung war ein Produkt der Perestroika. Im Sommer 1988 gründeten kommunistische und nichtkommunistische Intellektuelle in Vilnius die "Initiativgruppe Sajudis". Explizites Ziel: Die Unterstützung von Gorbatschows Glasnost-Politik. Innerhalb weniger Monate wurde aus der Forderung nach Demokratie die nach Wiederherstellung der staatlichen Unabhängigkeit. Im Februar 1990 führte der Musikprofessor Vytautas Landsbergis die nationale Bewegung "Sajudis" zum Sieg bei den Parlamentswahlen. Am 11. März verkündete er die Wiedereinsetzung der Litauischen Vorkriegsverfassung.

"124 sind dafür, dagegen niemand, und sechs haben sich der Stimme enthalten. Das Gesetz ist verabschiedet. Ich gratuliere dem Obersten Rat. Ich gratuliere Litauen."
Aus Sicht Litauens war damit die illegitime sowjetische Besatzung beendet.

Quelle für den Beitrag:
https://www.deutschlandfunk.de/vor-25-ja...r-fuer-100.html

Mein Erzgebirge,
hoch über dunklen Schächten lauscht deiner Halden wilde Einsamkeit.
Still raunen sie von guten Himmelsmächten,
von Berggeschrei aus längst vergangener Zeit.
(Edwin Bauersachs)


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08.01.2022 19:51
#90
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Zitat von Roland K. im Beitrag #86
Zitat von Hackel39 im Beitrag #80




Dies ist das in der DDR propagierte Zerrbild über die Sowjetunion und das scheinbar konfliktfreie Zusammenleben der unterschiedlichsten Nationalitäten und Ethnien in dem Vielvölkerstaat Sowjetunion.
Die Unabhängigkeitsbestrebungen nach dem Zerfall der Sowjetunion gehen über finanzielle Gründe weit hinaus.


Wann immer Begründungen für Aufstände publik werden geht es um die vermeintliche oder tatsächliche ungerechte Verteilung der Wirtschaftserträge zu Gunsten dieser oder jener Klientel, um die Macht der Oligarchen… ja über was denn sonst wenn nicht über Geld wird gestritten, das ja der Gradmesser des Wohlstands, der Werthaltigkeit einer Volkswirtschaft und der Verteilung des Reichtums ist aus der sich die Aufständischen ausgeschlossen fühlen.
Geld domestiziert jede Rasse, das ist meine Erfahrung aus meinem Multi- Kulti- Kollegenkreis aus dem Bahnbetrieb, das kann man auf ganze Nationen hoch rechnen, der Rest ist das Werk von Journalisten.
So wie Liebe reine Biochemie ist, so ist Geld die Kommunikation der Macht, alles wird umschwärmt von Forschern, Zeitungsjournallien und Fernsehreportern, die mit Nachrichten Geld verdienen obwohl es nur diese eine Wahrheit gibt.

Viele leben zu sehr in der Vergangenheit.
Aber die Vergangenheit soll ein Sprungbrett sein aber kein Sofa.


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