Bewegungsmelder bei Kasernen

25.12.2013 10:53
avatar  peterv
#1
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Hallo. Vorerst Frohe Weihnachten!
Vor kurzem war im TV eine Reportage über bei Kasernenausfahrten montierte Bewegungssensoren, die Anzahl und Richtung der ein und ausfahrenden Fahrzeuge per Funk an die Amis sendete.
Das muss doch eine ziemliche Aufregung gegeben haben. Erstens die Sender so vor den Augen der Wachen montieren zu können und zweitens die Überwachung selbst.
Wurden dann nach den ersten Funden die gefährdeten Stellen abgesucht, oder wie eurde darauf reagiert?
Mfg peterv


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25.12.2013 12:08
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#2
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( gelöscht )

Es gab Erkenntnisse, dass die MVM ( Militärische Verbindungsmission ) versteckte Sender in der Nähe von Kasernen der GSSD im Erdreich, meist an schlecht einsehbaren Wegen und Bereichen anbrachten, um so Truppenbewegungen, Anzahl Fahrzeuge , etc. zu bestimmen.

Die MVM war bei ihrer Tätigkeit ständig unter Bewachung . Bei Feststellung Fahrzeuge der MVM durch die Volkspolizei in der Nähe von militärischen Anlagen, erfolgte eine sofortige Verständigung der zuständigen Organe der GSSD, welche weitere Maßnahmen übernahmen.

Bekannt sind auch Fälle, wo es durch Wachposten (GSSD ) zur Anwendung der Schußwaffe kam.


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26.12.2013 21:32
#3
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@peterv


Zum Thema:

Auszug aus MfS-Insider HA III


Wie im Vietnamkrieg setzten US-Geheimdienste auf dem Gebiet der DDR
auch Sonden/Sensoren ein, die über Satelliten mit Sendezeiten unter einer
Sekunde militärisch wichtige Informationen übermittelten. Bei diesen Sonden
handelte es sich um etwa zigarrenkistengroße batteriegetriebene Geräte,
die in der Nähe von Zufahrtsstraßen militärischer Objekte im Erdreich eingegraben
wurden. Sie waren unterirdisch über einen etwa 2 m langen Draht
mit knopfgroßen Sensoren verbunden. Die Antenne unterschied sich in Länge
und Größe kaum von Gras. Eine visuelle Entdeckung war so gut wie unmöglich.
Diese Sonden/Sensoren waren u. a. in der Lage, Fahrzeugbewegungen
zu/aus militärischen Objekten sehr genau festzustellen und das Gewicht der
Fahrzeuge und deren Fahrtrichtung zu analysieren. Experten erlangten daraus
Aufschlüsse, wann beispielsweise Flugzeuge betankt und wann aufmunitioniert
wurde. Vorgesehen war ein automatisches Bodensensorsystem, das
auch der Zielortung für die auf die DDR gerichteten NATO-Raketen dienen
sollte. 1988/89 wurden solche Geräte am sowjetischen Flugplatz in Finowfurt
und an NVA-Objekten bei Beeskow und im Vogtland eingesetzt und von der
Funkabwehr entdeckt.


Hier der gesamte Beitrag:

http://www.mfs-insider.de/SachbuchPDF/Funk1.pdf


passport


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27.12.2013 10:21
avatar  ABV
#4
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ABV

Ich kann mich dunkel daran erinnern, dass das MfS Ende November oder Anfang Dezember 1989, der Öffentlichkeit solche Dinger präsentierte. Damals hieß es jedoch, dass die Existenz der Bewegungsmelder dem MfS bereits seit vielen Jahren bekannt war. Bei der Präsentation handelte es sich demnach um einen Propagandacoup, quasi als Gegenmaßnahme gegen die aufkommenden Forderungen zur Abschaffung des MfS.
"Komisch" war es schon, dass die Bewegungsmelder ausgerechnet in diesen Tagen vor einer Kaserne gefunden wurden.

Gruß Uwe


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27.12.2013 10:42
#5
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Zitat von ABV im Beitrag #4
Ich kann mich dunkel daran erinnern, dass das MfS Ende November oder Anfang Dezember 1989, der Öffentlichkeit solche Dinger präsentierte. Damals hieß es jedoch, dass die Existenz der Bewegungsmelder dem MfS bereits seit vielen Jahren bekannt war. Bei der Präsentation handelte es sich demnach um einen Propagandacoup, quasi als Gegenmaßnahme gegen die aufkommenden Forderungen zur Abschaffung des MfS.
"Komisch" war es schon, dass die Bewegungsmelder ausgerechnet in diesen Tagen vor einer Kaserne gefunden wurden.

Gruß Uwe


Ich denke auch, dass es ein Propagandacoup war. Es ist aber auch möglich, dass in den Wirren der Wendezeit von irgendwem im MfS die Geheimhaltung gebrochen wurde und man gezwungen war, die Melder publik zu machen: Es war nicht mehr möglich, die Bewegungsmelder zur Desinformation des Westens einzusetzen.
Theo


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27.12.2013 11:09
avatar  Alfred
#6
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Zitat von ABV im Beitrag #4
Ich kann mich dunkel daran erinnern, dass das MfS Ende November oder Anfang Dezember 1989, der Öffentlichkeit solche Dinger präsentierte. Damals hieß es jedoch, dass die Existenz der Bewegungsmelder dem MfS bereits seit vielen Jahren bekannt war. Bei der Präsentation handelte es sich demnach um einen Propagandacoup, quasi als Gegenmaßnahme gegen die aufkommenden Forderungen zur Abschaffung des MfS.
"Komisch" war es schon, dass die Bewegungsmelder ausgerechnet in diesen Tagen vor einer Kaserne gefunden wurden.

Gruß Uwe


Diese Teile waren schon länger bekannt, richtig.

Es gab aber vorher keine Gründe dies zu vermelden.

Wenn ich eine solche Nachricht öffentlich mache, gebe ich meinen Gegenspieler eben eine entsprechende Info und dies ist eben nicht immer angebracht.


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27.12.2013 13:00
#7
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Zitat von UvD815 im Beitrag #2
Es gab Erkenntnisse, dass die MVM ( Militärische Verbindungsmission ) versteckte Sender in der Nähe von Kasernen der GSSD im Erdreich, meist an schlecht einsehbaren Wegen und Bereichen anbrachten, um so Truppenbewegungen, Anzahl Fahrzeuge , etc. zu bestimmen.

Die MVM war bei ihrer Tätigkeit ständig unter Bewachung . Bei Feststellung Fahrzeuge der MVM durch die Volkspolizei in der Nähe von militärischen Anlagen, erfolgte eine sofortige Verständigung der zuständigen Organe der GSSD, welche weitere Maßnahmen übernahmen.

Bekannt sind auch Fälle, wo es durch Wachposten (GSSD ) zur Anwendung der Schußwaffe kam.




Was die MVM alles gemacht haben sollen!!!
Dazu unter ständiger Bewachung!!! Grins!


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27.12.2013 13:21
#8
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Zitat von peterv im Beitrag #1
Hallo. Vorerst Frohe Weihnachten!
Vor kurzem war im TV eine Reportage über bei Kasernenausfahrten montierte Bewegungssensoren, die Anzahl und Richtung der ein und ausfahrenden Fahrzeuge per Funk an die Amis sendete.
Das muss doch eine ziemliche Aufregung gegeben haben. Erstens die Sender so vor den Augen der Wachen montieren zu können und zweitens die Überwachung selbst.
Wurden dann nach den ersten Funden die gefährdeten Stellen abgesucht, oder wie eurde darauf reagiert?
Mfg peterv


Operation Hamster
http://www.bstu.bund.de/DE/Wissen/Publik...II_schmidt.html

Spätestens ab Ende 1986 ein alter Schuh.


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27.12.2013 13:56
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#9
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( gelöscht )

Zitat von Thunderhorse im Beitrag #7
Zitat von UvD815 im Beitrag #2
Es gab Erkenntnisse, dass die MVM ( Militärische Verbindungsmission ) versteckte Sender in der Nähe von Kasernen der GSSD im Erdreich, meist an schlecht einsehbaren Wegen und Bereichen anbrachten, um so Truppenbewegungen, Anzahl Fahrzeuge , etc. zu bestimmen.

Die MVM war bei ihrer Tätigkeit ständig unter Bewachung . Bei Feststellung Fahrzeuge der MVM durch die Volkspolizei in der Nähe von militärischen Anlagen, erfolgte eine sofortige Verständigung der zuständigen Organe der GSSD, welche weitere Maßnahmen übernahmen.

Bekannt sind auch Fälle, wo es durch Wachposten (GSSD ) zur Anwendung der Schußwaffe kam.




Was die MVM alles gemacht haben sollen!!!
Dazu unter ständiger Bewachung!!! Grins!


Zumindest haben sie ständig versucht sich unbemerkt zu bewegen !
Dazu eine eigene Schilderung .Im Mai 1985 kam ich des Nachts von einem Dorffest und wollte die Autobahn im Bereich Warnitz Uckermark überqueren um so einen Umweg von ca 4 km zu sparen . Bei völlig (visuell) leerer Autobahn hörte ich laute Motorengeräusche und dann sah ich die Siluette eines Strassenkreuzers in sehr hohem Tempo unbeleuchtet vorbeifliegen .
Und ich hatte Keinen Drinne oder in der Krone ! ! !


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03.03.2015 18:22
#10
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Zitat von Gast im Beitrag #9
Zitat von Thunderhorse im Beitrag #7
Zitat von UvD815 im Beitrag #2
Es gab Erkenntnisse, dass die MVM ( Militärische Verbindungsmission ) versteckte Sender in der Nähe von Kasernen der GSSD im Erdreich, meist an schlecht einsehbaren Wegen und Bereichen anbrachten, um so Truppenbewegungen, Anzahl Fahrzeuge , etc. zu bestimmen.

Die MVM war bei ihrer Tätigkeit ständig unter Bewachung . Bei Feststellung Fahrzeuge der MVM durch die Volkspolizei in der Nähe von militärischen Anlagen, erfolgte eine sofortige Verständigung der zuständigen Organe der GSSD, welche weitere Maßnahmen übernahmen.

Bekannt sind auch Fälle, wo es durch Wachposten (GSSD ) zur Anwendung der Schußwaffe kam.




Was die MVM alles gemacht haben sollen!!!
Dazu unter ständiger Bewachung!!! Grins!


Zumindest haben sie ständig versucht sich unbemerkt zu bewegen !
Dazu eine eigene Schilderung .Im Mai 1985 kam ich des Nachts von einem Dorffest und wollte die Autobahn im Bereich Warnitz Uckermark überqueren um so einen Umweg von ca 4 km zu sparen . Bei völlig (visuell) leerer Autobahn hörte ich laute Motorengeräusche und dann sah ich die Siluette eines Strassenkreuzers in sehr hohem Tempo unbeleuchtet vorbeifliegen .
Und ich hatte Keinen Drinne oder in der Krone ! ! !





Das hat man,an in der Masse der Fahrten auch geschafft, wenn auch die Schatten teilweise bereits ab dem Objekt an den Fahrzeugen dran hingen bzw. versuchten den Fahrzeugen zu folgen.


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