Versuchter LKW-Durchbruch in der Grenzkontrollstelle Marienborn

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21.07.2009 17:21
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#1
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Am 21.04.1973, 01:14 Uhr;
Zwei Todesopfer und einen lebensgefährlich Verletzten hat ein Durchbruchversuch mit einem LKW am Grenzkontrollpunkt Marienborn/DDR gefordert.
Wie durch Reisende bekannt wurde versuchte ein LKW im Osterreiseverkehr im Jahr 1973 die Grenzkontrollstelle Marienborn unkontrolliert zu durchfahren.
Nach Durchbruch wurde die hydraulisch ausfahrbare Betonsperre auf der Autobahn A 2 geschlossen.
Der LKW stürzte um, als er auf die Betonsperre (im DDR-Sprachgebrauch auch "Fiffi" genannt) auffuhr.
Der Fahrer des LKW wurde aus dem Fahrzeug herausgeschleudert und lebensgefährlich verletzt.
Zwei weitere Personen (Mitfahrer) wurden bei dem Versuch, zu Fuß ihre Flucht fortzusetzen durch Schußwaffengebrauch der DDR getötet.
Die Autobahn wurde für 3 Stunden voll gesperrt.
-
Es ist zwar sehr lange her - aber kann sich noch jemand daran erinnern, hat jemand Kenntnis ??

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Ort: Standort der fahrbaren Betonsperre

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21.07.2009 17:30
avatar  glasi
#2
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ich glaube es war mal ein bericht im mdr. ein mann hatte einen lkw von minol entwendet und versuchte die grenzanlagen zu durchbrechen. er saß sehr lange im gefängniß. der knaller war er gild bis heute als vorbestrafft. nur weil er von deutschland nach deutschland wollte. ich glaube das nachfolgeunternehmen von minol hat ihn auch noch verklagt. wegen den schaden am lkw. ich hoffe das das richtig ist was ich erzähle. lg glasi


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21.07.2009 17:31
avatar  Pitti53
#3
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glasi das war später.1985 glaube ich.war dabei


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21.07.2009 17:34
avatar  glasi
#4
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sorry.aber der rest war doch richtig? oder? du warst dabei? kannst du mir was davon erzählen? lg glasi


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21.07.2009 17:40
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#5
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Bitte nicht streiten Leute,
es ist halt nur ein Stück Geschichte.
Aber die Konsequenzen der damaligen DDR-Führungen waren bestimmt hart - kann ich mir gut vorstellen.
Danke für eure Kommentare.
Th


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21.07.2009 17:43
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#6
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Hallo Thorsten

also in der Tagesmeldung der GT liest es sich etwas anders:

Am 21.0.4.73,gegen 01.15 Uhr,versuchter gewaltsamer Grenzdurchbruch durch drei männliche Personen,unter Ausnutzung
eines gestohlenen LKW W 50.
Durch schnelles Reagieren und entschlossendes Handeln der Sicherungskräfte konnte der Durchbruch verhindert werden.
Die Fahrzeuginsassen,die nach dem Aufprall auf die KFZ Sperre zu flüchten versuchten,wurden durch Anwendung der Schusswaffe
verletzt und festgenommen.
Die verletzten Personen wurden in das Krankenhaus Magdeburg eingeliefert.Durch das Auffahren auf die KFZ Sperre
erlitt der Weike,F.,geb 16.10.1949 tödliche Verletzung.
Die Grenzübergangstelle musste aufgrund des Vorkommnisses in der Zeit von 01.15 bis 03.55 für den Verkehr gesperrt werden.
Ein grösserer Stau trat in diesem Zeitraum beiderseitig der Grenzübergangstelle nicht auf.


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21.07.2009 17:50
avatar  glasi
#7
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hallo zermatt. wiso kammen die drei auf die verrückte idee ausgerechnet in marienborn denn grenzdurchbruch zu wagen. oder waren es angehörige der grenztruppen? lg glasi


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21.07.2009 17:55
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#8
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Hi,
recht herzlichen Dank für deinen Beitrag.
Da es seitens der Bundesrepublik keine offiziellen Angaben gibt - nur Angaben von Reisenden, die damals Augenzeugen waren, kann es natürlich auch etwas anders verlaufen sein.
Die Grenzorgane der Bundeesrepublik haben damals den Bericht gefertigt nach diesen, ihnen vorliegen Augenzeugenberichten, die ja auch etwas von dem Vorfall mitbekommen haben als sie vermutlich hinter dem LKW lange warten mussten.
-
Trotzdem noch mal recht herzlichen Dank für deinen Kommentar.
Th


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21.07.2009 18:23 (zuletzt bearbeitet: 21.07.2009 18:25)
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#9
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Hallo Thorsten, noch ein Zusatz. Lt. http://www.denkmalprojekt.org/2008/sb_ddr_4.htm wird der Name als Woitke, Fred, angegeben. Nur als Hinweis, falls du noch weiter recherchieren willst. Ist natürlich keine 100%ige Angabe, wer weiß, wie der Name richtig war.


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21.07.2009 18:36 (zuletzt bearbeitet: 21.07.2009 18:40)
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#10
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Karl,die Angabe ist korrekt,wir meinen den gleichen,bei mir war ein Schreibfehler.

Hallo Gasi,soweit ich weiss waren es keine Angehörigen der Grenztruppen.


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21.07.2009 18:48
avatar  glasi
#11
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danke. es war doch unmöglich durch marienbon durchzukommen? gab es überhaupt an der innerdeutschen grenze eine stelle wo man sagen konnte , hier war es möglich? lg glasi


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21.07.2009 20:03
avatar  Pitti53
#12
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marienborn war schon gut gesichert.da war kein durchkommen.die sicherung war perfekt.wo anders gab es schon lücken


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21.07.2009 20:17
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#13
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Hallo Glasi,
der Harz war nicht so gut ,wie z.B. das Flachland zu sichern. Dort waren meiner Meinung die meisten
Durchbrüche. Vielleicht weiß jemand aus dem Forum, wann der letzte Grenzdurchbruch im Harz war.
Viel Durchbrüche waren um den Brocken rum. Steht aber auch schon im Forum.

Tiroler


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22.07.2009 09:52
avatar  sentry
#14
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Für Durchbrüche mit Fahrzeug war wohl Berlin die bevorzugte Wahl, weil hier die Tiefe der Grenze natürlich wesentlich geringer war. In Marienborn waren das etwa 5 km, selbst der Grenzstreckenabschnitt nach dem Kontrollterritorium war noch um die 1000 m lang, genug Zeit um zu reagieren.
Der Checkpoint Charlie in der Friedrichstraße in Berlin war z.B. insgesamt nur 200 m tief.
Aber grundsätzlich muss man sagen, dass der Denkansatz, eine GÜSt wäre ein riesiges Loch im Zaun und daher leichter zu überwinden, wohl falsch war.


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22.07.2009 09:55
avatar  Pitti53
#15
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trotzdem haben es immer wieder welche versucht.wir hatten da in der sik eine chronik über die specktakulärsten fälle


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