Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser - wer hätt´s gewusst?

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15.12.2013 17:26
avatar  80er
#1
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Ein Zitat, welches Lenin zugeschrieben wird, hat auch die militärische Führung - hier speziell der GT - der DDR beherzigt:



Quelle: DV 718-0-005, Ausgabe 1985, BstU


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15.12.2013 17:31
avatar  Lutze
#2
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den Küchenleiter kann ich verstehen,
das er den Grenzdienst kontrolliert hat
Lutze

wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren


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15.12.2013 17:32
avatar  exgakl
#3
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was soll uns das jetzt sagen?

Jede gute Idee beginnt mit dem Satz.. "halt mal mein Bier!"

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15.12.2013 17:34
avatar  ( gelöscht )
#4
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( gelöscht )

Zitat von Lutze im Beitrag #2
den Küchenleiter kann ich verstehen,
das er den Grenzdienst kontrolliert hat
Lutze



Wieso?


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15.12.2013 17:37 (zuletzt bearbeitet: 15.12.2013 17:38)
avatar  Lutze
#5
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Zitat von Küchenbulle 79 im Beitrag #4
Zitat von Lutze im Beitrag #2
den Küchenleiter kann ich verstehen,
das er den Grenzdienst kontrolliert hat
Lutze



Wieso?


er muß doch nachfragen,ob sein Essen geschmeckt hat,
und andererseits,was steht morgen auf dem Speiseplan
Lutze

wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren


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15.12.2013 19:55
avatar  80er
#6
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Zitat von exgakl im Beitrag #3
was soll uns das jetzt sagen?


Na dir nichts, aber mir z.B., welches Vertrauen den GWDlern als "politische Elite" entgegengebracht wurde, nämlich gar keines!

Wenn ich zusammenrechne, dann gibt das 59 Kontrollgänge im Monat, rund 15 pro Woche und immerhin 2 am Tag, also in 2 von 3 Schichten.
Auch wenn das nur als Empfehlung gilt und so nicht durchsetzbar gewesen ist, wird doch das Misstrauen deutlich, das uns damals entgegengebracht wurde. Misstrauen durch die politische Führung oben bis nach unten zu den Soldaten.


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15.12.2013 20:02
avatar  Mike59
#7
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Zitat von 80er im Beitrag #6
Zitat von exgakl im Beitrag #3
was soll uns das jetzt sagen?


Na dir nichts, aber mir z.B., welches Vertrauen den GWDlern als "politische Elite" entgegengebracht wurde, nämlich gar keines!

Wenn ich zusammenrechne, dann gibt das 59 Kontrollgänge im Monat, rund 15 pro Woche und immerhin 2 am Tag, also in 2 von 3 Schichten.
Auch wenn das nur als Empfehlung gilt und so nicht durchsetzbar gewesen ist, wird doch das Misstrauen deutlich, das uns damals entgegengebracht wurde. Misstrauen durch die politische Führung oben bis nach unten zu den Soldaten.


Na das hatte auch etwas damit zu schaffen, das die Vorgesetzten nicht den Bezug zur Realität vollkommen verlieren und ! wer nicht genügend Grenzdienststunden nachweisen konnte bekam keine Grenzdienstzulage.


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15.12.2013 20:05
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#8
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Also ich lese das anders.
Meiner Meinung nach steht dort, wie oft die aufgeführten selbst zu kontrollieren sind.


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15.12.2013 20:07 (zuletzt bearbeitet: 15.12.2013 20:14)
avatar  94
#9
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94

Zitat von 80er im Beitrag #6
Auch wenn das nur als Empfehlung gilt und so nicht durchsetzbar gewesen ist, wird doch das Misstrauen deutlich, das uns damals entgegengebracht wurde. Misstrauen durch die politische Führung oben bis nach unten zu den Soldaten.
Quatsch @80er , mag sein das es so von Einigen empfunden wurde, aber es ist ein altes militärisches Prinzip:
Wer befiehlt, muß sicherstellen!
Und zwar, das seine Befehle auch umgesetzt werden und wenn nicht, zumindest herausbekommen, wo's klemmt. Und das sind meist objektive Ursachen, welche dann zu Tage treten. Das der Untergebene das nun als subjektives Misstrauen empfindet, ist ja auch klar. Deswegen waren eine Anzahl dieser Kontrollen als 'gedeckte Kontrolle' auch vorgeschrieben. Eigentlich selbstverständlich, aber das Militär ist nun mal ein Verein, da wird jeder Furz und Feuerstein geregelt. Und achso, der K2 oder der K6 war auch eine (wenn auch nicht ganz offizielle) Variante um als Vorgesetzter auf seine Kontrolle zu kommen *wink*

P.S. Übrigens, das alte russische Sprichwort, welches auch Lenin so gern genutzt haben soll, wird im wiki mit 'Vertraue, aber prüfe nach!' übersetzt, irgendwie treffender, meinste nich auch?

Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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15.12.2013 20:44
avatar  80er
#10
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Zitat von 94 im Beitrag #9
[...]
P.S. Übrigens, das alte russische Sprichwort, welches auch Lenin so gern genutzt haben soll, wird im wiki mit 'Vertraue, aber prüfe nach!' übersetzt, irgendwie treffender, meinste nich auch?

Ja schon, aber populärer wurde die andere Übersetzung!


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15.12.2013 20:59
avatar  exgakl
#11
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Zitat von 80er im Beitrag #6
Zitat von exgakl im Beitrag #3
was soll uns das jetzt sagen?


Na dir nichts, aber mir z.B., welches Vertrauen den GWDlern als "politische Elite" entgegengebracht wurde, nämlich gar keines!

Wenn ich zusammenrechne, dann gibt das 59 Kontrollgänge im Monat, rund 15 pro Woche und immerhin 2 am Tag, also in 2 von 3 Schichten.
Auch wenn das nur als Empfehlung gilt und so nicht durchsetzbar gewesen ist, wird doch das Misstrauen deutlich, das uns damals entgegengebracht wurde. Misstrauen durch die politische Führung oben bis nach unten zu den Soldaten.


da liegst Du völlig daneben, das war und ist nicht Sinn von Kontrollen gewesen

Jede gute Idee beginnt mit dem Satz.. "halt mal mein Bier!"

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15.12.2013 21:11
#12
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Darüber waren doch die GwD'ler informiert. Sie wussten z.B. welchen Tag ich von 22.00 Uhr bis 02.00 Uhr Dienst hatte

März 1986 - Herbst 1986 Uffz. Schule Perleberg, GAR5. Glöwen
Herbst 1986 - Februar 1989 GR Heiligenstadt I. GB Klettenberg, 3. GK Silkerode


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15.12.2013 21:23 (zuletzt bearbeitet: 15.12.2013 21:24)
avatar  80er
#13
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Vielleicht ist der Überschriftenteil " - wer hätt`s gewusst?" irreführend!
Ich habe damit fragen wollen, ob dem GWDler damals bekannt war, in welchem Ausmass lt. aufgeführter DV im Grenzdienst kontrolliert werden sollte?


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15.12.2013 21:52 (zuletzt bearbeitet: 15.12.2013 21:54)
avatar  94
#14
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94

Zitat von 80er im Beitrag #13
Vielleicht ist der Überschriftenteil " - wer hätt`s gewusst?" irreführend!
Ich habe damit fragen wollen, ob dem GWDler damals bekannt war, in welchem Ausmass lt. aufgeführter DV im Grenzdienst kontrolliert werden sollte?

Also die 718/0/005 war 'nur' als VVS eingestuft und damit kein 'Staatsgeheimnis', schon klar. Theoretisch sogar jeden Soldaten einer Linieneinheit zugänglich, zumindest die Postenführer sollten einige Auszüge kennen zur Prüfung, na egal.
Aber jetzt dröseln'mer doch mal die Zahlen auf. Bei vier Zügen kommen knapp 60 Kontrollen des Grenzdienstes im Monat von Kompanie- und Zugführung zusammen. Und wenn wir jetzt mal von sieben Schichten in zwei Tagen ausgehen, kommen reichlich 100 Grenzdienst-Aufzüge zusammen. Also wird sowieso gerade mal jeder zweite Aufzug 'kontrolliert'. Und wenn wir jetzt noch jede dritte Kontrolle abziehen (besonders die StZF sind seeehr gern K2 oder K6 gelaufen), na was bleibt denn dann noch übrig. Und die Kontrollen der Kompanieleitung waren eher weniger wie vorgeschrieben, sicher aber nicht mehr.

Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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15.12.2013 22:01
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#15
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( gelöscht )

dieser ganze Staat bestand doch nur aus Kontrollfuzzis. Wo du gehst und standst , die Frage: wer sind sie (Ausweis, Ausweis und nochmals Ausweis )
was wollen sie hier, sind sie überhaupt berechtigt usw usw. So habe ich es als junger Mensch in der DDR gelernt. In meinem Leben habe ich nie wieder so oft meinen Ausweis vorzeigen müssen, wie ebenda.
Und die Krönung dieses Kontrollwahns der SED war ihre Sicherheitspolizei. Die hat alle menschliche Vorstellungskraft übertroffen. Das haben nicht mal die Nazis geschafft auf dieses Weltniveau zu kommen.


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