Bundesgrenzschutz

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08.12.2013 13:42
avatar  Telamon
#1
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Hallo,
haben wir in dem Forum auch Menschen die beim Bundesgrenzschutz waren und an der Grenze Dienst hatten?
Ich habe darüber noch nie etwas gehört. Gab es regelmäßige Kontrollen, wie war der Dienstplan usw.? Wie war der Kontakt mit den
"Ost-Grenzern", erlaubt oder verboten?
Gruß Winfried


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08.12.2013 13:49
avatar  Lutze
#2
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ja,der Bundesgrenzschutz ist hier auch vertreten
Lutze


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08.12.2013 14:20
avatar  GKUS64
#3
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Wo bleiben BGS und Zoll im Forum?

mal hier nachschauen!!


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08.12.2013 19:13
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#4
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Kontakte zu Ostgrenzern waren beim BGS nicht nur erlaubt sondern sogar erwuenscht.


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08.12.2013 19:48
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#5
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Zitat von Telamon im Beitrag #1
Hallo,
haben wir in dem Forum auch Menschen die beim Bundesgrenzschutz waren und an der Grenze Dienst hatten?
Ich habe darüber noch nie etwas gehört. Gab es regelmäßige Kontrollen, wie war der Dienstplan usw.? Wie war der Kontakt mit den
"Ost-Grenzern", erlaubt oder verboten?
Gruß Winfried


Moin Winfried ,
Uns vom BGS war es freigestellt ob wir Kontakt zu den Grenzsoldaten und Gakl aufnehmen .
Ich habe es aber nie erlebt , dass eine Kontaktaufnahme erfolgreich war .
Auch ein Oster oder Weihnachtsgruss wurden nicht beantwortet .
Erst nach der Grenzöffnung habe ich einiges über den Grund erfahren .
Grundsätzlich war der Kontakt zu uns verboten . Sollte es aber mal dazu gekommen sein , dann wurde es bei uns auch gleich im Streifenbericht vermerkt oder gefunkt . Da der Funkverkehr rund um die Uhr abgehört wurde und unsere Rufnamen ( wir in RZ waren RAPPE , Schwarzenbek war KEILER , der Zoll war BALDUR ) den DDR Organen bekannt waren konnten sie nachvollziehen wer mit uns Kontakt aufgenommen hatte und der bekam dann Ärger .
Hätten wir diese Vorkommnisse nicht weitergemeldet , hätte es wohl mehr Austausch gegeben .
Von Kameraden des BGS See weiss ich , dass auch international übliche Flaggengrüsse von der VM nicht erwidert wurde .
Aber schau mal tiefer ins Forum , gibt einiges über unseren Grenzdienst .
Grüsse B208


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08.12.2013 19:55
avatar  Mike59
#6
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Zitat von B208 im Beitrag #5
Zitat von Telamon im Beitrag #1
Hallo,
haben wir in dem Forum auch Menschen die beim Bundesgrenzschutz waren und an der Grenze Dienst hatten?
Ich habe darüber noch nie etwas gehört. Gab es regelmäßige Kontrollen, wie war der Dienstplan usw.? Wie war der Kontakt mit den
"Ost-Grenzern", erlaubt oder verboten?
Gruß Winfried


Moin Winfried ,
Uns vom BGS war es freigestellt ob wir Kontakt zu den Grenzsoldaten und Gakl aufnehmen .
Ich habe es aber nie erlebt , dass eine Kontaktaufnahme erfolgreich war .
Auch ein Oster oder Weihnachtsgruss wurden nicht beantwortet .
Erst nach der Grenzöffnung habe ich einiges über den Grund erfahren .
Grundsätzlich war der Kontakt zu uns verboten . Sollte es aber mal dazu gekommen sein , dann wurde es bei uns auch gleich im Streifenbericht vermerkt oder gefunkt . Da der Funkverkehr rund um die Uhr abgehört wurde und unsere Rufnamen ( wir waren RAPPE ) den DDR Organen bekannt waren konnten sie nachvollziehen wer mit uns Kontakt aufgenommen hatte und der bekam dann Ärger .
Hätten wir diese Vorkommnisse nicht weitergemeldet , hätte es wohl mehr Austausch gegeben .
Von Kameraden des BGS See weiss ich , dass auch international übliche Flaggengrüsse von der VM nicht erwidert wurde .
Aber schau mal tiefer ins Forum , gibt einiges über unseren Grenzdienst .
Grüsse B208



Ja das kann ich leider nur bestätigen - war schon doof wenn du gleich nach dem Grenzdienst zur Bestrafung antreten musstest - das hat uns zwar nicht körperlich geschadet, aber wer möchte schon vom Chef vor versammelter Mannschaft angeschissen werden - wohl wissend das es der nächsten Beförderung (somit Gehaltserhöhung) im Wege steht. Ich hatte damals auch nicht gedacht das die Kollegen von drüben so dämlich sind und es gleich via Funk melden.


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08.12.2013 21:16
#7
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Zitat von Mike59 im Beitrag #6
Zitat von B208 im Beitrag #5
Zitat von Telamon im Beitrag #1
Hallo,
haben wir in dem Forum auch Menschen die beim Bundesgrenzschutz waren und an der Grenze Dienst hatten?
Ich habe darüber noch nie etwas gehört. Gab es regelmäßige Kontrollen, wie war der Dienstplan usw.? Wie war der Kontakt mit den
"Ost-Grenzern", erlaubt oder verboten?
Gruß Winfried


Moin Winfried ,
Uns vom BGS war es freigestellt ob wir Kontakt zu den Grenzsoldaten und Gakl aufnehmen .
Ich habe es aber nie erlebt , dass eine Kontaktaufnahme erfolgreich war .
Auch ein Oster oder Weihnachtsgruss wurden nicht beantwortet .
Erst nach der Grenzöffnung habe ich einiges über den Grund erfahren .
Grundsätzlich war der Kontakt zu uns verboten . Sollte es aber mal dazu gekommen sein , dann wurde es bei uns auch gleich im Streifenbericht vermerkt oder gefunkt . Da der Funkverkehr rund um die Uhr abgehört wurde und unsere Rufnamen ( wir waren RAPPE ) den DDR Organen bekannt waren konnten sie nachvollziehen wer mit uns Kontakt aufgenommen hatte und der bekam dann Ärger .
Hätten wir diese Vorkommnisse nicht weitergemeldet , hätte es wohl mehr Austausch gegeben .
Von Kameraden des BGS See weiss ich , dass auch international übliche Flaggengrüsse von der VM nicht erwidert wurde .
Aber schau mal tiefer ins Forum , gibt einiges über unseren Grenzdienst .
Grüsse B208



Ja das kann ich leider nur bestätigen - war schon doof wenn du gleich nach dem Grenzdienst zur Bestrafung antreten musstest - das hat uns zwar nicht körperlich geschadet, aber wer möchte schon vom Chef vor versammelter Mannschaft angeschissen werden - wohl wissend das es der nächsten Beförderung (somit Gehaltserhöhung) im Wege steht. Ich hatte damals auch nicht gedacht das die Kollegen von drüben so dämlich sind und es gleich via Funk melden.


Tja, in der Tat, zumal auch kein Meldewürdiges Ereignis das sofort über Funk weiter gemeldet werden mußte!!!
Eintrag im Streifenbericht des BGS, GZD oder BGP, mehr war nicht für die Streife!


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08.12.2013 23:51
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#8
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Es waren ja nicht nur die offiziellen Funkgespräche , da wurde eine solche Beobachtung auch nicht gleich an die Abteilung gemeldet . Es waren teilweise die Funkgespräche einer Grenzstreife untereinander . In unserer Abteilung war es so geregelt , dass Du während einer Grenzstreife eine Fusstreife gehen musstes . Von wo nach wo war im Streifenbefehl vom I/S festgelegt oder z.B. an der B208 , das Kfz blieb am Schlagbaum stehen , der Streifenführer und ein Posten gingen vor zum Grenzverlauf ( bei gutem Wetter ! ) in solchen Situationen hatten wir das kleine Funkgerät dabei und konnten untereinander funken . Da ging es dann etwas lässiger zu und da wurde dann auch mal über , für uns , belanglose Ereignisse gesprochen .
" Habt ihr das gerade beobachtet , der eine Greso auf dem BT11 hat gerade gewunken und sein Massband gezeigt , 20 cm , der kann bald zurück zu seiner Torte " so einfache Sätze waren das .
Wir hatten zwar eine Funkausbildung , die bezog sich aber nur auf das Bedienen der Funkgeräte und den dienstlich korrekten Ablauf eines Funkgespräches . Über Frequenzen , Abhöranlagen , Scanner usw hat man uns nicht unterrichtet . Wir haben immer gedacht der Kanal ist das Geheime , nicht die Frequenz , heute bin ich schlauer .
Ich hab mich immer über ein kleines zwischenmenschliches Zeichen gefreut . Wenn ich Auge in Auge durch das Fernglas gesehen habe , dass der Gegenüber einen Finger zum Gruss vom Glas nach oben streckte , hab ich das erwidert . Und das war gut so .


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09.12.2013 00:00
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#9
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Eintrag im Streifenbericht des BGS, GZD oder BGP, mehr war nicht für die Streife!

Es gab keine einheitliche Regelung , jede Abteilung hat seinen Grenzdienst eigenständig gergelt .
Wir hatten bei uns auch den Zollfunkkanal geschaltet und da haben wir mitgehört , dass einige Zollstreifen ihren Streifenbericht über Funk übermittelt haben .


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09.12.2013 17:52
#10
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Zitat von B208 im Beitrag #9
Eintrag im Streifenbericht des BGS, GZD oder BGP, mehr war nicht für die Streife!

Es gab keine einheitliche Regelung , jede Abteilung hat seinen Grenzdienst eigenständig gergelt .
Wir hatten bei uns auch den Zollfunkkanal geschaltet und da haben wir mitgehört , dass einige Zollstreifen ihren Streifenbericht über Funk übermittelt haben .



Definitiv Falsch!!!

Was das Meldewesen anging gab es eine einheitliche Regelung der Meldungen und Begrifflichkeiten, spätestens mit Einrichtung der Zentralen (Zentrale in SH, in Niedersachsen, in Hessen und ZiB = Zentrale in Bayern).
Ferner gab es die Dienstanweisungen für den Grenzstreifendienst auf der jeweiligen Ministeriumsebene BMI und BMF (BY nicht vergessen), die sich Inhaltlich nicht viel unterschieden.
Das mancher Leiter einer Dienststelle (ZKom, GPS,) sofort über Funk die Lage haben wollte, war Realität.


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09.12.2013 18:00
#11
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Zitat von B208 im Beitrag #8
Es waren ja nicht nur die offiziellen Funkgespräche , da wurde eine solche Beobachtung auch nicht gleich an die Abteilung gemeldet . Es waren teilweise die Funkgespräche einer Grenzstreife untereinander . In unserer Abteilung war es so geregelt , dass Du während einer Grenzstreife eine Fusstreife gehen musstes .

Die Regelung für Fuß- oder auch Fahrradstreifen galt für alle Abteilungen des BGS. In der Regel wurde dabei nicht über Relay gearbeitet, sondern über Wechselverkehr, der von der Funkaufklärung der GT und die war zunächst relevant wenig bis gar nicht erfaßt wurde. Auch nicht durch die HA III
Der Zoll arbeitete meist über Relay im kleinen Kreis, der von der Ostseite abgehört wurde, wie auch die geschalteten Kanäle des BGS, der BGP, der Landespolizei oder US-Army, etc..

Wir hatten zwar eine Funkausbildung , die bezog sich aber nur auf das Bedienen der Funkgeräte und den dienstlich korrekten Ablauf eines Funkgespräches . Über Frequenzen , Abhöranlagen , Scanner usw hat man uns nicht unterrichtet . Wir haben immer gedacht der Kanal ist das Geheime , nicht die Frequenz , heute bin ich schlauer .

Die Abhörgefahr war kein Geheimnis. Bei jeder Funkausbildung wurde darauf hingewiesen. Zumal die Funkaufklärung Ost durch die NVA, GT, MfS (HA III) bekannt war.



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09.12.2013 19:07
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#12
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( gelöscht )

Was bisher noch nicht erwähnt wurde:
Es gab bei der GSA Mitte 2, Bad Hersfeld, eine Anweisung an die im Grenzbereich eingesetzen Kräfte (Streifen, Sonderstreifen, Kräfte in der Ausbildung, Streifenkontrollen usw.) daß außergewöhnliche Ereignisse ( z.B. Daten von geflüchteten Personen, außergewöhnliche Aktivitäten der GrTr usw.) nicht über Funk (wegen der Abhörgefahr) an die zuständige Abteilung bzw. I/S (Sachgebiet Sicherheit) gemeldet werden sollten.
Statt dessen sollte schnellstmöglich eine Meldung über "Draht", also Telefon erfolgen.
Anmerkung: Telefongespräche wurden natürlich auch abgehört (Richtfunkstrecken!).

Also bei einem Ereignis an der Grenze erstmal nichts über Funk melden, sondern zum nächsten Telefonhäuschen fahren und von dort nur sehr kurz ein paar Angaben an den Mitarbeiter Sachgebiet Sicherheit machen. Ausführliche Angaben wurden im Streifenbericht vermerkt und nach Rückkehr in die Unterkunft auch persönlich gemeldet.

Die Regelung wurde wimre bei allen Einheiten im GSK Mitte so durchgeführt.

Gruß Willie


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09.12.2013 20:10
#13
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Zitat von willie im Beitrag #12
Was bisher noch nicht erwähnt wurde:
Es gab bei der GSA Mitte 2, Bad Hersfeld, eine Anweisung an die im Grenzbereich eingesetzen Kräfte (Streifen, Sonderstreifen, Kräfte in der Ausbildung, Streifenkontrollen usw.) daß außergewöhnliche Ereignisse ( z.B. Daten von geflüchteten Personen, außergewöhnliche Aktivitäten der GrTr usw.) nicht über Funk (wegen der Abhörgefahr) an die zuständige Abteilung bzw. I/S (Sachgebiet Sicherheit) gemeldet werden sollten.
Statt dessen sollte schnellstmöglich eine Meldung über "Draht", also Telefon erfolgen.
Anmerkung: Telefongespräche wurden natürlich auch abgehört (Richtfunkstrecken!).

Die Regelung wurde wimre bei allen Einheiten im GSK Mitte so durchgeführt.

Gruß Willie



Nicht nur für das GSK Mitte.

Es wurden gezielt die relevanten Telefonnummern überwacht!
War aber nicht Baustelle der Funkaufklärung der GT.


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12.12.2013 23:07
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#14
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( gelöscht )

Naja , Theorie und Praxis gehen manchmal sehr verschiedene Wege .

Ich weiß wie es bei uns in RZ in den Jahren meiner Dienstzeit lief .
Nicht mehr und nicht weniger zählt für mich und meine Beiträge .

Den legalen Streik der Beamten nennt man - Dienst nach Vorschrift - .
Das ist die Situation im Urlaub , in der man in der Ferienzeit 12 Std und mehr auf seinen Abflug ins Urlaubsland wartet .
Die Situation , in der der Beamte nach den Dienstanweisungen eines Theoretikers arbeitet .

In der Ausbildung wurde von der - Gefahr des Abhörens - gesprochen .
Es wurde uns NICHT gesagt - Staatliche Organe der DDR hören flächendeckend über 24 Stunden den Funkverkehr ab - .
Wäre diese Abhörgefahr so präzise ausgesprochen worden , hätte ein für den Grenzdienst zuständiger Beamter des BGS in Schwarzenbek sicherlich keine Funkmeldung über den Aufenthaltsort von Michael Gartenschläger an das GSK gefunkt .

Fakt ist , dass die Abteilungen ( Bat.) ihren Grenzdienst für ihren Abschnitt organisiert haben .
Alles andere ist Theorie .

Wir in RZ hatten zig Kilometer Wassergrenze Binnensee . Hatten andere Abteilungen nicht .
Wenn ich Bootsstreife hatte und ich beobachtete ein meldewürdiges Ereigniss , dann habe ich mich nicht mit dem Streifenboot auf die Suche nach einer Telefonzelle gemacht .
Wenn ich im Grenzgebiet zwischen Mariental und Klein Zecher , in der Pampa , eine meldewürdige Beobachtung hatte , dann habe ich NICHT nach einer Telefonzelle gesucht . Ich habe auch NICHT nachts um 03:27 an einem einem Privathaus geklingelt und gefragt ob ich mal telefonieren darf .
Ich habe auch nicht in einer Lage meine Streife , meine Stärke , halbiert um eine Hälfte zum Telefonieren zu schicken .
Wir hatten in unseren Streifenunterlagen keine Liste mit Telefonzellen in unserem Abschnitt , wir hatten bei unserer Ausrüstung keine 2 Groschen für ein Telefonat . Es gab keine Liste von Möglichkeiten ein Telefonat zu führen . Das ist Theorie , das ist Sesselfurzer Logik .
Für mich zählt wie es damals war , nicht wie es hätte seien müssen .
Denn wenn es so gewesen wäre , hätte es den 9.November nicht gegeben .
B208


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14.12.2013 20:29
#15
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Zitat von B208 im Beitrag #14
Naja , Theorie und Praxis gehen manchmal sehr verschiedene Wege .

Ich weiß wie es bei uns in RZ in den Jahren meiner Dienstzeit lief .
Nicht mehr und nicht weniger zählt für mich und meine Beiträge .

Den legalen Streik der Beamten nennt man - Dienst nach Vorschrift - .
Das ist die Situation im Urlaub , in der man in der Ferienzeit 12 Std und mehr auf seinen Abflug ins Urlaubsland wartet .
Die Situation , in der der Beamte nach den Dienstanweisungen eines Theoretikers arbeitet .

In der Ausbildung wurde von der - Gefahr des Abhörens - gesprochen .
Es wurde uns NICHT gesagt - Staatliche Organe der DDR hören flächendeckend über 24 Stunden den Funkverkehr ab - .
Wäre diese Abhörgefahr so präzise ausgesprochen worden , hätte ein für den Grenzdienst zuständiger Beamter des BGS in Schwarzenbek sicherlich keine Funkmeldung über den Aufenthaltsort von Michael Gartenschläger an das GSK gefunkt .

Fakt ist , dass die Abteilungen ( Bat.) ihren Grenzdienst für ihren Abschnitt organisiert haben .
Alles andere ist Theorie .

Wir in RZ hatten zig Kilometer Wassergrenze Binnensee . Hatten andere Abteilungen nicht .
Wenn ich Bootsstreife hatte und ich beobachtete ein meldewürdiges Ereigniss , dann habe ich mich nicht mit dem Streifenboot auf die Suche nach einer Telefonzelle gemacht .
Wenn ich im Grenzgebiet zwischen Mariental und Klein Zecher , in der Pampa , eine meldewürdige Beobachtung hatte , dann habe ich NICHT nach einer Telefonzelle gesucht . Ich habe auch NICHT nachts um 03:27 an einem einem Privathaus geklingelt und gefragt ob ich mal telefonieren darf .
Ich habe auch nicht in einer Lage meine Streife , meine Stärke , halbiert um eine Hälfte zum Telefonieren zu schicken .
Wir hatten in unseren Streifenunterlagen keine Liste mit Telefonzellen in unserem Abschnitt , wir hatten bei unserer Ausrüstung keine 2 Groschen für ein Telefonat . Es gab keine Liste von Möglichkeiten ein Telefonat zu führen . Das ist Theorie , das ist Sesselfurzer Logik .
Für mich zählt wie es damals war , nicht wie es hätte seien müssen .
Denn wenn es so gewesen wäre , hätte es den 9.November nicht gegeben .
B208



Fakt ist, dass es für alle Dienststellen des BGS, Zoll, BGP eine Dienstanweisung für den Grenzstreifendienst gegeben hat.
Darin geregelt unter anderem auch das Meldewesen. Prioritäten von Meldungen während der Grenzstreife bzw. nach Rückkehr.
Diese DA war von den Dienststellen entsprechend umzusetzten in die Anweisung für die Durchführung des Grenzstreifendienstes der jeweiligen Dienststelle.
Das war übrigens keine Theorie, dass war Fakt.
Oder gabs eine solche Umsetzung bei Euch in der Abteilung nicht bzw. hats dein einen oder anderen Streifenführer nicht interessiert.

Übrigens mußten da die Telefonzellen nicht explizit aufgelistet sein. Wimre gabs die in jedem Grenzdorf.
Es soll aber auch Dienststellen gegeben haben, die diese, wie auch die Ärzte oder Jagdpächter, Bürgermeister, Erreichbarkeiten von Dienststellen bei Schadensfällen, etc., im Grenzgebiet, in den Streifenmappen aufgelistet hatten.



Was nun der 9. November damit zu tun haben soll, der BGS, Zoll oder die BGP haben die Grenze nicht geöffnet.


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