Meine Zeit in Freienhagen

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08.12.2013 10:07 (zuletzt bearbeitet: 08.12.2013 10:09)
#16
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Hallo Jungs,

schön hier Jemanden zu finden, der die Freienhagener Postengebiete so genau kennt.

Mir war auch einiges entfallen. Aber Ortsbegehungen mit Kameraden, einmal sogar ein Treffen, frischten meine Erinnerungen auf. Dazu kamen Erinnerungen der Anderen.

Konkret:
-Am Mastenweg gab bis zum Frühling 75 noch keinen BT, nur einen Beton-Erdbunker.

-Auf dem Kesselberg gab es gar nichts, im gesamten Grenzabschnitt ab 1975 keinen Holzturm mehr.
D.h. die müßten 76/77 einen Holzturm dorthin geschafft haben.

-Hier ein alter Freienhagener Holzturm. Der letzte dieser Art stand wie gesagt bis 1974 am Steinbruch. Das Foto hab ich aus dem Gästebuch der "Burg". Dieses Buch ist voll von Einträgen ab der aktiven DDR-Zeit:



Ebenfalls einen schönen Advent wünscht

Micha

Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)


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08.12.2013 10:11 (zuletzt bearbeitet: 08.12.2013 10:11)
#17
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Weiter gehts mit meinen Erinnerungen:

Alkohol

Im Gasthof „Zur Burg“ versuchten wir unseren Frust im Alkohol zu ertränken. Ich erinnere mich an zwei Spiele zur Herbeiführung des Vollrausches („Lepra“). Da war zum einen das „Königssaufen“. Dabei wurden nacheinander Skatkarten aus einem Stapel gezogen und wer einen König erwischte, mußte einen Doppelten trinken oder die Zeche bezahlen. Lange hielt man das nicht durch und bezahlte dann lieber. Weiterhin gab es den „Dampfer“, zu einem Schiff mit Schornsteinen angeordnete Schnapsgläser, die der Zecher hintereinander leerte.
Da das Vergessen nur kurz und die Kopfschmerzen umso größer waren, kam es auch vor, daß wir auf den Ausgang verzichteten.
Wie Anderswo auch, schickten uns die Familienangehörigen Pakete, in denen sich verbotenerweise Schnapsflaschen befanden. Im Falle eines Kameraden war diese durch unsanften Transport gebrochen und das Packet stank deswegen fürchterlich. Danach mußte meine Mutter das „Rohr“ in Schaumstoff einpacken. Die leere Flasche sollte möglichst spurlos verschwinden. Dazu packten wir sie in einen Schuhkarton, schlugen mit der Bohnerkeule drauf und spülten die Glassplitter im Klo herunter.

Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)


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08.12.2013 10:36
#18
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Zitat von Freienhagener im Beitrag #16
Hallo Jungs,

schön hier Jemanden zu finden, der die Freienhagener Postengebiete so genau kennt.

Mir war auch einiges entfallen. Aber Ortsbegehungen mit Kameraden, einmal sogar ein Treffen, frischten meine Erinnerungen auf. Dazu kamen Erinnerungen der Anderen.

Konkret:
-Am Mastenweg gab bis zum Frühling 75 noch keinen BT, nur einen Beton-Erdbunker.

-Auf dem Kesselberg gab es gar nichts, im gesamten Grenzabschnitt ab 1975 keinen Holzturm mehr.
D.h. die müßten 76/77 einen Holzturm dorthin geschafft haben.

-Hier ein alter Freienhagener Holzturm. Der letzte dieser Art stand wie gesagt bis 1974 am Steinbruch. Das Foto hab ich aus dem Gästebuch der "Burg". Dieses Buch ist voll von Einträgen ab der aktiven DDR-Zeit:



Ebenfalls einen schönen Advent wünscht

Micha




Hallo Micha,
zum Mastenweg - dein Bunker der stand immer noch da, aber auch der BT-6 (75/2)
zum Kesselberg - dort ein Holzturm wie auf deinem Bild, wenn ? das der vom Steinbruch vielleicht gewesen ist und die haben den umgesetzt und dafür den BT-6 gebaut.
Was meinst du?

H.

Erst stirbt der Baum und dann der Mensch !


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08.12.2013 10:57
#19
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Hallo Rainer,

nee, der Holzturm Steinbruch wurde spätesten Anfang 75 abgebaut und ich hab im Frühjahr bereits auf dem BT 6 gesessen.

Wie gesagt, wurde der Holzturm schon längere Zeit "verfeuert" (siehe meinen Bericht). Der war nicht mehr zu gebrauchen.

Wenn Du Dir bezüglich Kesselberg sicher bist, dann haben die einen anderen Holzturm dort aufgestellt.

Ja, mehr Fotos müßte man haben.
Grenzaufklärer haben ja ständig vom Hinterland aus geknipst.
Der KLAMÜ war Grenzaufklärer. Mal sehen ob er auf mich aufmerksam wird.

Gruß
Micha

Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)


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08.12.2013 11:34
#20
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Micha,
zur Einweisung in die Bat.-Sich. (Mitte 75) hatten die einen alten Holzturm auf dem Kesselberg, dann gab es nur noch einen am Rohrberger Wald Bereich GK Rustenfelde.
Sag mal, die Feldscheune an der Str. B-B, wie habt ihr die eigendlich genannt ?

H.

PS: der BT hatte "oben" keine Sprechstelle fürs GMN, nur unten ! wenn meine Erinnerung stimmt.

Erst stirbt der Baum und dann der Mensch !


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08.12.2013 13:58
#21
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Hallo,

Die Scheune hatte bei uns keinen Namen.

Der Holzturm an Steinbruch war bei uns nicht mit GMN ausgerüstet. Wir saßen da mit Funkgerät.

Gruß
Micha

Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)


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08.12.2013 15:05
#22
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nr. 6
Du schreibst was von Kruzefix, Gasmaske und Einheimische
Woher weißt du dass sich die Bewhner des Dorfes sich beschwerten?


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08.12.2013 17:02
#23
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Weil es so war - selbstverständliche Reaktion von Katholiken.
Der im Alkoholrausch begangene Streich ist auch fragwürdig, oder?

Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)


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08.12.2013 18:41
#24
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ist mir doch klar


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09.12.2013 08:29
#25
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Hallo Micha,

deine Bilder in der Foto Galerie sind einfach super, vielen Dank.
Es kommt einen so vor, als wäre es noch nicht lange her !

VG H.

Erst stirbt der Baum und dann der Mensch !


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09.12.2013 17:50 (zuletzt bearbeitet: 09.12.2013 17:51)
#26
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Ist mir doch ein Bedürfnis.

Die Aufnahmen in der Kompanie dürften für alle interessant sein, die in diesem Gebäudetyp gewohnt haben.

Gruß
Micha

Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)


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09.12.2013 20:21
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#27
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( gelöscht )

Hallo Freienhagener, Deine Bilder in der Galerie vom Objekt und auch vom Gelände sind spitze. Ich war von 1985 bis zum Ende in der Kompanie. Das Gerücht mit dem Krutzify , der Gasmaske wurde mir auch erzählt,vom ehemaligen Stabsfähnrich Himpenmacher. zu diener Zeit war er vielleicht Stabsfeldwebel . Gruß KAMÜ


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10.12.2013 09:22 (zuletzt bearbeitet: 10.12.2013 10:16)
#28
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Hallo KAMÜ,

mit dem Himpenmacher verhält es sich so, wie Du vermutest. Bei uns hieß er nur "Staber". Meines Wissens hatte er schon 75 mehr als 10 Jahre hinter sich.

Wie ich an anderer Stelle bemerkte, stehen leider kaum alte Fotos des Abschnittes Freienhagen zur Verfügung.
Dabei waren die Grenzaufklärer mit ihrer Fotoausrüstung unterwegs und besonders am "Gut Vogelsang" fotografierten uns BRD-Organe.

Eine Frage:
Kennst Du den Soldaten Michael Dullau, der zu Deiner Zeit in Freienhagen war?
Vor ein paar Jahren schrieb er diesen Roman:

http://www.berlinermaueronline.de/buecher/grenzland.htm

Offiziell ist nur vom Eichsfeld die Rede. Aber ich meinte Freienhagen zu erkennen und Dullau hat mir das bestätigt.

Den beschriebenen Grenzdurchbruch vom 7./8. Oktober 1987 kennst Du sicherlich.

Beste Grüße

Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)


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10.12.2013 10:57 (zuletzt bearbeitet: 10.12.2013 10:58)
avatar  82zwo
#29
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Danke! Ist schön mal Bilder zu sehen von denen es leider zu wenige gibt . Abschnitt Günterode 81/II bis 82/II ging von
links Böseckendorf bis links Rohrberg.


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10.12.2013 16:27
#30
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...d.h. bis einschließlich Sperlingsberg?

Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)


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