Warum kamen an den Westgrenzen nicht ausschließlich Berufssoldaten zum Einsatz?

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02.12.2013 11:18 (zuletzt bearbeitet: 02.12.2013 11:18)
#16
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Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass Mielke diese Variante mit den Zeit-/Berufssoldaten prinzipiell gut gefunden hätte. Selbst im Vergleich zu den Geheimdiensten anderen soz. Länder hatten wir ja bereits ohnehin Arbeitsgebiete, die bei den anderen meist ins Innenministerium fielen. Das wurde auch beschrieben im Buch "Stasi konkret". Es wäre also auf die GT kaum noch angekommen. Aber das ist dann schon im Bereich der Kaffeesatzleserei.

friedliche Grüße Andreas

Hätte es Auschwitz und Stalingrad nicht gegeben, dann hätte es Mauer und Marienborn nicht geben müssen.


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02.12.2013 17:54
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#17
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Warum ? Nur Berufssoldaten bein Grenztruppen ? Die waren dafür zu schade. Die richtige NVA im Hinterland war wichtiger. Grenztruppen im Kriegsfall nichts anderes als besseres Kanonenfutter . Warum an der Grenze die Elite der NVA vergeuden. Wenn man den Job mit überwiegend Wehrpflichtigen auch machen kann. War ja bei den BW-Kampftruppen hinter der Zonengrenze auch nicht viel anderst. Die wahre BW-Elite war teils weit hinter der Zonengrenze . Allemvoran Luftlande-Pionier -Fernmelde-Luftwaffen und Kampftruppen usw. Die waren zu Schade für den Erstschlag an der Zonengrenze . War bei NVA das gleiche.


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02.12.2013 17:58
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#18
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Die Grenztruppen hatten im Kriegsfall besseres zu tun als als Kanonenfutter herzuhalten, sprich sie hatten eine andere Aufgabe.
Die betraf eher das Hinterland. Einfach mal informieren.


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02.12.2013 18:11
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#19
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Zitat von damals wars im Beitrag #18
Die Grenztruppen hatten im Kriegsfall besseres zu tun als als Kanonenfutter herzuhalten, sprich sie hatten eine andere Aufgabe.
Die betraf eher das Hinterland. Einfach mal informieren.




Selber mal infomieren du Schlaumayer. Grenztruppen galten im Ernstfall als teils unzuverlässig. Sie hätten überlaufen können. Ihnen wurde daher misstraut ? Verstoscht ?


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02.12.2013 18:18
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#20
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Überlaufen ins -MG- Feuer?


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02.12.2013 18:19
#21
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Zitat von West_Tourist im Beitrag #19
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Selber mal infomieren du Schlaumayer. Grenztruppen galten im Ernstfall als teils unzuverlässig. Sie hätten überlaufen können. Ihnen wurde daher misstraut ? Verstoscht ?

Das kann ich nicht beurteilen. Fakt ist aber, dass bei einem Durchbruch des Feindes die Reaktionzeit an der Durchbruchsstelle gleich null war (also Kanonenfutter) und in den übrigen Bereichen war man bald von der Hauptarmee abgeschnitten, da blieb nur der kampflose Gang in die Kriegsgefangenschaft.
Theo


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02.12.2013 18:28 (zuletzt bearbeitet: 02.12.2013 18:31)
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#22
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Möglicherweise hatten die damaligen Enscheider in der DDR Bedenken bei Berufssoldaten könnte sich mit der Zeit zu viel Routine breitmachen und der Klassenstandpunkt könnte abhanden kommen, wenn immer die gleichen Genossen aufziehen.Es könnte zu unliebsamen Vertrautheiten zwischen Angehörigen der GT und dem Feind auf der anderen Seite kommen.
Die Grenze könnte dadurch auch ihre abschreckende Wirkung nach innen verlieren.
Da war es doch viel wirksamer junge GWDler zu verängstigen und mit diffusen Befehlen "verhindern" oder "vernichten" nach vorne zu schicken.
Fehlentscheidungen mit Todesfolge hat man dann eben in Kauf genommen.


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02.12.2013 18:37
avatar  Mike59
#23
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Zitat von West_Tourist im Beitrag #19
Zitat von damals wars im Beitrag #18
Die Grenztruppen hatten im Kriegsfall besseres zu tun als als Kanonenfutter herzuhalten, sprich sie hatten eine andere Aufgabe.
Die betraf eher das Hinterland. Einfach mal informieren.




Selber mal infomieren du Schlaumayer. Grenztruppen galten im Ernstfall als teils unzuverlässig. Sie hätten überlaufen können. Ihnen wurde daher misstraut ? Verstoscht ?


Echt? Das mit dem Überlaufen hätte ich jetzt im Kriegsfall nicht gedacht -nun ja man lernt ja nicht aus. Ein Kriegsfall entsteht ja nicht über Nacht - da ist wohl vorher schon das (der) eine oder andere (über)gelaufen. Da ist die ideologische Vorbereitung der Truppe auf beiden Seiten so - das die Masse in den Kampf zieht. Bis gestern war das jedenfalls noch so.
Das ein AGT eher nicht für den Krieg taugt mag etwas anderes sein - eventuell weil er als "autonomes Postenpaar" (die Berliner mögen mir verzeihen) eigene Entschlüsse fassen mußte und die Regel lautete erst handeln dann melden. Eigenschaften die für eine Kampftruppe nachteilig sind.

Weswegen eigentlich nicht ausschließlich Berufssoldaten an der Grenze - da ist das Wort Soldat wieder enthalten, etwas was an einer Grenze eben nichts zu suchen hat, es sei denn es ist Krieg. Nun war aber Krieg, wenn auch kein heißer - ich glaube bei den Österreichern war während der Balkan Krise auch Militär an der Grenze im Einsatz, nachdem die Lage ruhiger wurde, wurden die eben wieder abgezogen. Für die Verantwortlichen in der DDR hat sich die Lage eben nie beruhig - dumm gelaufen.


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02.12.2013 18:39
avatar  Mike59
#24
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Zitat von eisenringtheo im Beitrag #21
Zitat von West_Tourist im Beitrag #19
(..)


Selber mal infomieren du Schlaumayer. Grenztruppen galten im Ernstfall als teils unzuverlässig. Sie hätten überlaufen können. Ihnen wurde daher misstraut ? Verstoscht ?

Das kann ich nicht beurteilen. Fakt ist aber, dass bei einem Durchbruch des Feindes die Reaktionzeit an der Durchbruchsstelle gleich null war (also Kanonenfutter) und in den übrigen Bereichen war man bald von der Hauptarmee abgeschnitten, da blieb nur der kampflose Gang in die Kriegsgefangenschaft.
Theo



Grandios


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02.12.2013 19:33
#25
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Zitat von eisenringtheo im Beitrag #21
Zitat von West_Tourist im Beitrag #19
(..)


Selber mal infomieren du Schlaumayer. Grenztruppen galten im Ernstfall als teils unzuverlässig. Sie hätten überlaufen können. Ihnen wurde daher misstraut ? Verstoscht ?

Das kann ich nicht beurteilen. Fakt ist aber, dass bei einem Durchbruch des Feindes die Reaktionzeit an der Durchbruchsstelle gleich null war (also Kanonenfutter) und in den übrigen Bereichen war man bald von der Hauptarmee abgeschnitten, da blieb nur der kampflose Gang in die Kriegsgefangenschaft.
Theo



Grün: Hier gehst Du von dem sehr hypothetischen und damit unwahrscheinlichen Fall aus, daß die BW-Führung aus heiterem Himmel plötzlich auf die Idee käme, mal schnell den Osten zu überfallen. Ganz ohne vorher im Inneren die Voraussetzungen zu schaffen. Ich glaube, diese Planspielchen hatten wir hier im Forum in einem anderen Thread schon mal durch. Sobald deutliche Anzeichen für eine Aktion bemerkt würden, kämen die GK nicht aus ihren Klamotten raus, die Kampfsätze ständen bereit, die Schweren Kompanien in Alarmbereitschaft und die Grenzer draußen würden alles Andere als eine Routinejob machen und jede Regung auf der anderen Seite registrieren. In einer solchen Situation wäre die Grenzsicherung zur Verhinderung von Fluchten zur Nebensache geworden.


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02.12.2013 19:48
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#26
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Wieviele Berufssoldaten währen nötig gewesen, um alle Posten besetzen zu können? Ich glaube nicht das es in der DDR so viele Berufssoldaten gegeben hat.


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03.12.2013 10:07 (zuletzt bearbeitet: 03.12.2013 10:18)
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#27
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Ich glaube zwei mal im Jahr wurde ja auf der GK auch "Normal-Soldat" geübt, also mit Stahlhelm Muni aufladen, in den Wald fahren, kurz abducken im Gelände und schnell wieder "Heim".
Meist hat sich ja auch einer vom Stab kopfschüttelnd das "Elend" angeschaut.
Da hieß es immer für den Fall der Fälle, überollen lassen und dann die Nachhut attakieren.


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03.12.2013 11:36
#28
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Zitat von uwewaren59 im Beitrag #26
Wieviele Berufssoldaten währen nötig gewesen, um alle Posten besetzen zu können? Ich glaube nicht das es in der DDR so viele Berufssoldaten gegeben hat.



Genau so sehe ich das auch.
Es gab auch in meiner DZ auf unserer GK so viele "Stellen" die eigendlich von BU's besetzt hätten werden müssen, aber die waren eben nicht da.
Also mussten wir als UaZ diese Plätze "einnehmen" und sicherlich war es woanders genau so.

VG H.

Erst stirbt der Baum und dann der Mensch !


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13.07.2015 19:07
#29
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Ich denke auch, dass es personell nicht anders zu machen war. Außerdem was hätte die Grenzsicherung mit ausschließlich Berufssoldaten gekostet. Eine GK mit ca. 50 Soldaten. 220 Mark ? als Gefreiter plus GD- Zuschlag je Monat. Wo lag ein BUffz oder Fähnrich?
Sicher war die Einstellung der eingezogenen Soldaten zunächst ablehnend zum Dienst an der Grenze. Für viele war es vermutlich das erste Mal das sie in gewisser Weise Verantwortung übernehmen mussten. Sicher auch ein Grund warum das Ganze funktioniert hat.
Übrigens: Während der Dienstzeit und kurz danach wurde man für alles Mögliche angeworben – MfS, Zoll, Trapo, bei GT bleiben etc. Von den Werbern (in `87) wurde ausschließlich die finanzielle Schiene gefahren und Sprüche in der Form „ … willste echt noch richtig arbeiten und dir die Hände dreckig machen“ gesetzt. Soviel dazu.


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13.07.2015 22:15
avatar  der 39.
#30
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Leider ist schon der Titel dieses Themas unkorrekt. Von 1946 bis Anfang der 60er Jahre setzten sich die Grenztruppen ausschließlich aus Freiwilligen zusammen von den längerdienenden Unteroffiziern und Offizieren abgesehen. Wie bekannt, war damals die Zuverlässigkeit der Truppe beträchtlich höher, als nach der Einführung der Wehrpflicht.
Der 39.


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