Englischuntericht unter Ulbricht verboten?

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18.11.2013 18:41
avatar  Pit 59
#31
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Eines weiss ich ganz genau,mit Englisch kommste um die ganze Welt,mit Russisch keine hundert meter


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18.11.2013 18:44
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#32
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Darf ich hier völlig OT eine Zwischenfrage stellen, weil ich das noch nirgendwo gefunden habe:
welche Möglichkeiten gab es, die doch offenbar profunden Russisch-Kenntnisse in der Praxis ein- bzw. umzusetzen:
z.B. berufliche Situationen
kulturelle Kontexte
gab es z.B. Konversationskreise oder ähnliches?
Wurde bei den Deutsch-Muttersprachlern zuhause z.B. auch mal Russisch gesprochen (ich habe z.B. mit meiner Tochter zuhause auch immer mal Englisch gesprochen, weil ich weiß, dass beim Erlernen einer Fremdsprache die Anwendung enorm wichtig ist.

Also wieviel praktische Anwendung hatte die russische Sprache bei euch?
.


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18.11.2013 18:45
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#33
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Zitat von Pit 59 im Beitrag #31
Eines weiss ich ganz genau,mit Englisch kommste um die ganze Welt,mit Russisch keine hundert meter


Das glaubst aber auch nur Du. Mittlerweile ist Chinesisch ein absolutes Muss.

LG von der grenzgaengerin


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18.11.2013 18:48
avatar  Pit 59
#34
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Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #33
Zitat von Pit 59 im Beitrag #31
Eines weiss ich ganz genau,mit Englisch kommste um die ganze Welt,mit Russisch keine hundert meter


Das glaubst aber auch nur Du. Mittlerweile ist Chinesisch ein absolutes Muss.

LG von der grenzgaengerin




Das Glaube ich nicht nur das weiss Ich


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18.11.2013 18:49
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#35
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Selbst direkt gefragt, weiß ich es auch nicht, aber aus meinem Leben:

Mein Bruder, Jg. 1951, hatte definitiv nie Englisch-Unterricht, was er später oft bedauerte.
Nach meiner Erinnerung gab sein Übergang zur EOS wahlweise Latein oder Englisch frei, er wählte Latein, warum, weiß ich nicht, ich glaube sogar, wegen des sehr beliebten Latein-Lehrers?

Ich selbst, Jg. 1959, war, warum auch immer, auserkoren, an einer POS mit erweitertem Russischunterricht ab der 3. Klasse zu lernen, was ab der 5. Klasse auch einen erweiterten Englisch-Unterricht bedeutete. Jedenfalls haben wir an der EOS nach der 10. Klasse das Abitur in Russisch, und mit der 12. Klasse der EOS die Sprachkundigenprüfung abgelegt, am Ende meines Studiums hatte ich in RU und ENG die Sprachkundigenprüfung für "einfache Dolmetscher" in der Tasche, was mir heute im Umgang mit Übersiedlern aus Osteuropa gelegentlich zu nutze kommt. Das schrieb ich hier schon öfter.

Sprachen lernen ist eine Bildungsquelle, in jedem Alter...

VG Klaus


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18.11.2013 18:49
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#36
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Zitat von Barbara im Beitrag #32
Darf ich hier völlig OT eine Zwischenfrage stellen, weil ich das noch nirgendwo gefunden habe:
welche Möglichkeiten gab es, die doch offenbar profunden Russisch-Kenntnisse in der Praxis ein- bzw. umzusetzen:
z.B. berufliche Situationen
kulturelle Kontexte
gab es z.B. Konversationskreise oder ähnliches?
Wurde bei den Deutsch-Muttersprachlern zuhause z.B. auch mal Russisch gesprochen (ich habe z.B. mit meiner Tochter zuhause auch immer mal Englisch gesprochen, weil ich weiß, dass beim Erlernen einer Fremdsprache die Anwendung enorm wichtig ist.

Also wieviel praktische Anwendung hatte die russische Sprache bei euch?
.




Na das hätte ich mal versuchen sollen. Die hätten mich der Wohnung verwiesen.
Damals konnte ich Russisch nirgends gebrauchen. Heute ist das anders.
Meine "profunden" Russischkenntnisse sind bei jeder Feier mit meinen Freunden aus Kasachstan der absolute Brüller.


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18.11.2013 18:53
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#37
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Schnatterinchen auf russisch schnattern hören - Ich glaube wir sollten uns mal treffen.

LG von der grenzgaengerin


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18.11.2013 18:55
#38
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Zitat von Pit 59 im Beitrag #31
Eines weiss ich ganz genau,mit Englisch kommste um die ganze Welt,mit Russisch keine hundert meter


Das würde ich nicht so pauschal sagen. Wenn Du in den Ländern Osteuropas unterwegs bist, findest du in den meisten schon rein von der Ausprache her schon oft was Bekanntes. Vieles klingt ähnlich (Rumänien und Ungarn machen da allerdings eine Ausnahme). Und wenn es sich um Länder wie Bulgarien oder Jugoslawien handelt und Du bist privat in der Stadt und kennst zwar die Vokabeln nicht, kannst aber die kyrillischen Buchstaben lesen, bringt Dich das schon ganz schön weiter. Die haben nämlich eine Menge Internationalismen drin, wo Du beim lesen sofort weißt, was sie heißen, ohne die Vokabel als Solche zu kennen. Auch wenn wir in Russisch ziemlich schlecht waren, aber die Buchstaben sitzen noch im Gehirn. Das bringt uns ungeahnte Vorteile gegenüber den Altbundis (siehe Foto)


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18.11.2013 18:57
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#39
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Der fakultative Englischunterricht war an unserer Schule lockerer als das Pauken der anderen Sprache, unser Lehrer ließ uns auch mal Szenen aus "English for you" mit Old Diana https://www.youtube.com/watch?v=drBAmq4F-kI nachspielen, war lustig und ich erinnere mich daran gern.


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18.11.2013 18:57
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#40
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Es gibt in den tiefsten Tiefen dieses Forums einen Thread, ich glaube, es ging um die freie Fahrt der Westalliierten durch die DDR, da war ein Unfall auf der A 2 bei Magdeburg, beteiligt alliierte französische Soldaten, die in der Medizinischen Akademie Magdeburg erstversorgt und stabilisiert worden sind...
Ick finde det nich mehr...

Und Huf als Student am Krankenbett...

VG Klaus


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18.11.2013 19:00
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#41
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@Barbara

Im Internat, das zu einer Spezialschule zur Vorbereitung auf das Russischlehrerstudium gehörte, war Dienstag Russisch - Sprech - Tag. Ob das der Sprachentwicklung dienen sollte, bezeifle ich heute. In einem fast nur von Mädchen bewohnten Internat war es der stillste Tag der Woche. Kein Winder, das wir in der Umgebung als Mädchenkloster bezeichnet wurden.

In der Öffentlichkeit mit meiner russischen Mutter russisch zu sprechen, kam für mich nur im äußersten Notfall in Frage. Wenn ich mich mit ihr gestritten habe. Ansonsten bin ich gerne den dummen Blicken der anderen aus dem Weg gegangen und habe mit ihr nur deutsch gesprochen.

LG von der grenzgaengerin


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18.11.2013 19:01
#42
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Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #33
Zitat von Pit 59 im Beitrag #31
Eines weiss ich ganz genau,mit Englisch kommste um die ganze Welt,mit Russisch keine hundert meter


Das glaubst aber auch nur Du. Mittlerweile ist Chinesisch ein absolutes Muss.

LG von der grenzgaengerin




Ach ja, bezüglisch des "unbrauchbaren Russisch" mal ein Erlebnis. Als wir in Hongkong zu tun hatten, wurden wir wiederholt gefragt, warum wir kein Russisch können. Dort war Russisch wegen umfangreicher Fernost-Handelsbeziehungen wirklich eine wichtige Fremdsprache. Und komme mal heute in die internationalen Touristenzentren. Z.B. nach Hurghada/Ägypten. Die Beschriftungen in Arabisch, Russisch und Englisch, manchmal nicht mal Englisch, sondern nur Arabisch und Russisch. Wie in Gretna Green/Schottland: Englisch und Japanisch.


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18.11.2013 19:04
avatar  Lutze
#43
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im "vier Tore Hotel" in Neubrandenburg lagen englische Zeitungen aus,
hin und wieder bin ich mit einem Wörterbuch dortgewesen,
ich wollte wissen,von was die Engländer alles so berichten,
Englisch for you gab es zu Ulbrichts Zeiten im Fernsehen der DDR
Lutze


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18.11.2013 19:22
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#44
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Englisch for you im Fernsehn , hab ich nachmittags zu Hause aus Ermangelung anderer Sendungen öfters mal geguckt.
Später dann auch in der Schule.
Nur das Tom und Peggy , ich glaube so hießen die zwei hübschen, for peace and socialism gefightet haben kam mir damals schon eher spanisch vor.


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18.11.2013 19:28
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#45
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Russisch konnte ich oft gebrauchen, gerade nach der Wende. Wir hatten oft Neumieter aus der ehemaligen SU und die hatten dann meist einen Dolmetscher dabei, der selbst einen brauchte. Auch ein Kollege von mir, der Jahre an der Trasse war, konnte sich gut mit den Leuten unterhalten. Dabei hatte ich in der Schule immer die schlechtesten Zensuren in Russisch. Es ist allerdings erstaunlich, was so noch alles hängengeblieben ist. Na ja, schnell sprechen dürfen die Leute nicht, aber sonst. Ich war sogar einmal in einem Theaterstück, das nur in russischer Sprache gespielt wurde, Der Bär. Erstaunlich, doch konnte ich vieles verstehen.

Ach so, mein Lieblingswort auf Russiech ist "Sehenswürdigkeiten". Bitte einmal übersetzen!

Gruß Reiner


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