Amerikas geheimer Krieg in Deutschland

  • Seite 1 von 3
15.11.2013 09:04 (zuletzt bearbeitet: 15.11.2013 09:13)
avatar  ( gelöscht )
#1
avatar
( gelöscht )

In den kommenden zwei Wochen enthüllen die SZ und der Norddeutsche Rundfunk in der Serie "Der geheime Krieg", was der Secret Service auf deutschem Boden treibt, wie geheime CIA-Missionen ausgerechnet von der Bundesrepublik aus gesteuert werden und welch brisante Informationen deutsche Agenten bereitwillig an ihre US-Kollegen weiterreichen. An diesem Freitag erscheint im Rowohlt-Verlag das Buch "Geheimer Krieg", verfasst von den beiden SZ-Autoren und NDR-Mitarbeitern Christian Fuchs und John Goetz. Die ARD sendet zum Thema am 28. November einen Schwerpunktabend mit einer Dokumentation des NDR-Politikmagazins "Panorama", gefolgt von der Talkshow "Beckmann".

http://www.sueddeutsche.de/politik/stuet...hland-1.1818850

Eigentlich gibt es für jede Nation Schmerzgrenzen. Eine solche Schmerzgrenze müsste der Lauschangriff auf Bundeskanzlerin Angela Merkel sein, ausgeführt mitten in Berlin von einer Spezialeinheit von NSA und CIA: dem berüchtigten Special Collection Service. Denn das Ausforschen deutscher Innen- und Außenpolitik ist auch dann Spionage, wenn es verbündete Dienste sind, die da spionieren. Aber Deutschland scheint fest entschlossen zu sein, auch diese Schmerzgrenze ignorieren zu wollen - und das hat hierzulande fast schon Tradition.

http://www.sueddeutsche.de/politik/gehei...r-usa-1.1819101

Und hier geht es zur gemeinsamen Internetseite der Süddeutschen und des NDR http://www.geheimerkrieg.de/

LG von der grenzgaengerin

EDIT Einfügen Zitat


 Antworten

 Beitrag melden
15.11.2013 10:02
avatar  ( gelöscht )
#2
avatar
( gelöscht )

Hallo,
ich habe den Eindruck daß auf diesem Gebiet die Beziehungen DDR-UdSSR ehrlicher waren, daß Karlshorst alles wissen durfte und sollte war wohl jedem DDR-Geheimnissträger klar.
Waren bei Leitungssitzungen in der Normannestraße sovjetische Offiziere immer anwesend oder war klar daß volständige Protokolle per Kurier umgehend die 6km zu überbringen waren...


 Antworten

 Beitrag melden
15.11.2013 11:45
avatar  ( gelöscht )
#3
avatar
( gelöscht )

Zitat von SET800 im Beitrag #2
ich habe den Eindruck daß auf diesem Gebiet die Beziehungen DDR-UdSSR ehrlicher waren, daß Karlshorst alles wissen durfte und sollte war wohl jedem DDR-Geheimnissträger klar.


Ja, da ist was dran. Während uns die Amis Friede-Freude-Eierkuchen vorgaukeln, haben die Russen das - soweit ich das beurteilen kann - nicht getan. Oder nicht nötig gehat.

Auf die Palme bringt es mich, wenn ich höre, mit welcher Selbstverständlichkeit die US-Behörden das Recht für sich in Anspruch nehmen, auch befreundete Regierungen auszuspionieren: Man müsse schließlich wissen, wie die tatsächlichen Absichten der jeweiligen Regierung seien. Und ich frage mich immer wieder, welcher kollektive Aufschrei wohl durch die USA gehen würde, wenn sich Franzosen, Brasilianer oder auch wir genauso verhalten hätten und mit der gleichen Unverfrorenheit Obama + Co. abgehört hätten: Zum Abbruch der diplomatischen Beziehungen wäre es sicher nicht gekommen, aber weit wäre der Weg bis dorthin vermutlich auch nicht gewesen.


 Antworten

 Beitrag melden
15.11.2013 12:04
#4
avatar

Zitat von Dandelion im Beitrag #3
Zitat von SET800 im Beitrag #2
ich habe den Eindruck daß auf diesem Gebiet die Beziehungen DDR-UdSSR ehrlicher waren, daß Karlshorst alles wissen durfte und sollte war wohl jedem DDR-Geheimnissträger klar.


Ja, da ist was dran. Während uns die Amis Friede-Freude-Eierkuchen vorgaukeln, haben die Russen das - soweit ich das beurteilen kann - nicht getan. Oder nicht nötig gehat.

Auf die Palme bringt es mich, wenn ich höre, mit welcher Selbstverständlichkeit die US-Behörden das Recht für sich in Anspruch nehmen, auch befreundete Regierungen auszuspionieren: Man müsse schließlich wissen, wie die tatsächlichen Absichten der jeweiligen Regierung seien. Und ich frage mich immer wieder, welcher kollektive Aufschrei wohl durch die USA gehen würde, wenn sich Franzosen, Brasilianer oder auch wir genauso verhalten hätten und mit der gleichen Unverfrorenheit Obama + Co. abgehört hätten: Zum Abbruch der diplomatischen Beziehungen wäre es sicher nicht gekommen, aber weit wäre der Weg bis dorthin vermutlich auch nicht gewesen.



US-Amerika darf das ! Punkt und basta !. Die einzige und größe USA in der Welt ist so überheblich und arrogant, für sich aus seiner Größe und Macht daraus ein Recht abzuleiten, daß sie sowas dürfen und es richtig ist, andere dürfen das im Gegenzug natürlich nicht. Keine Ahnung von Geographie, aber große Töne spucken. Das ist für die meisten USA-Bürger ein sehr schmerzhafter Prozess, allmählich bewust zu werden, daß sie nicht mehr lange die Nummer 1 sind in der Welt.


 Antworten

 Beitrag melden
15.11.2013 17:22 (zuletzt bearbeitet: 15.11.2013 17:26)
avatar  GZB1
#5
avatar

"...US-Entführungsfirma arbeitet auch für deutsche Ministerien

Wirklich neu ist das nicht. "Seit Beginn der Bundesrepublik haben die jeweiligen Bundesregierungen immer alles daran gesetzt, das Geheime zu schützen und Transparenz zu verhindern", sagt Linken-Fraktionsvize Korte im Interview mit n-tv.de. Doch die Mitarbeit der Deutschen geht weit über eine passive Duldung hinaus. Insgesamt habe die Bundesregierung 207 amerikanischen Firmen Sondergenehmigungen erteilt, damit diese auf deutschem Boden "sensible Aufgaben" für die US-Regierung übernehmen können, schreibt die SZ. Denn die USA übertragen immer mehr ihrer schmutzigen Arbeiten an private "Contractors" - an Firmen also wie das Beratungsunternehmen Booz Allen Hamilton, für das Edward Snowden zuletzt tätigt war.

Die genaue Zahl der Privatagenten in Deutschland habe sich nicht ermitteln lassen, so die SZ, doch seien es mehrere Hundert. Eine nicht näher bezifferte Zahl dieser "Contractors" arbeitet dem Blatt zufolge nicht nur für amerikanische Geheimdienste, sondern auch für verschiedene Bundesministerien. Eines dieser Unternehmen, CSC, habe in den vergangenen vier Jahren 100 Aufträge von zehn unterschiedlichen Bundesministerien sowie dem Kanzleramt bekommen, schreiben Goetz und Fuchs in ihrem Buch. CSC ist nicht einfach irgendein Beratungsunternehmen: Zwischen 2003 und 2006 war eine CSC-Tochter an den illegalen Entführungen der CIA beteiligt..."
aus: http://www.n-tv.de/politik/Deutschland-m...le11736446.html


 Antworten

 Beitrag melden
15.11.2013 17:53
avatar  ( gelöscht )
#6
avatar
( gelöscht )

Die einzige und größte USA in der Welt

Die USA SIND die Welt, die Erde ist eine Scheibe und der Mensch stammt nicht vom Affen ab.


 Antworten

 Beitrag melden
15.11.2013 20:26
avatar  ( gelöscht )
#7
avatar
( gelöscht )

Zunehmend plädiere ich dafür, dass unser Land bei aller Demokratie und Bündnistreue sich von den USA merkbar distanziert, und wir werden nicht allein sein!

VG Klaus


 Antworten

 Beitrag melden
15.11.2013 20:30
avatar  ( gelöscht )
#8
avatar
( gelöscht )

Zu dumm ist nur, die USA hat so viel Macht und Waffen angehäuft, dass eine Gegenwehr Selbstmord ist.


 Antworten

 Beitrag melden
15.11.2013 20:39
#9
avatar

Zitat von 4.Zug 4.Kompanie GAR-40 im Beitrag #8
Zu dumm ist nur, die USA hat so viel Macht und Waffen angehäuft, dass eine Gegenwehr Selbstmord ist.


Wer spricht denn von militärischen Aktionen ? Mehr Eigenständigkeit, mehr "Nationalstolz" und kritischer Betrachtung gegenüber allem, was über den großen Teich rüberschwappt. Einschränkung der Bewegungs- und Handlungsfreiheit, wie es auch unter den übrigen NATO- und EU-Staaten üblich ist und nicht einen Persilschein für die Amis. Zusammenarbeit bezüglich Terrorismus, Kriminalität, Forschung, Kultur u.a. ja, aber dann auf Augenhöhe und gleichberechtigt, so als ob die USA ein ganz normaler Staat ist.


 Antworten

 Beitrag melden
15.11.2013 21:17 (zuletzt bearbeitet: 15.11.2013 21:19)
#10
avatar

Bleibt die (berechtigte????) Hoffnung, daß die EU vielleicht für was anderes gut ist, als sich um den Krümmungsgrad von Gurken und Bananen zu kümmern..
Die Spionageaffäre der NSA wäre ja eine guter Anlaß dafür, daß "Europa" Schulterschluß praktiziert und den USA mal die orangene Karte zeigt...

Edith:
Das hier:

Zitat von Hufklaus im Beitrag #7
Zunehmend plädiere ich dafür, dass unser Land bei aller Demokratie und Bündnistreue sich von den USA merkbar distanziert, und wir werden nicht allein sein!
VG Klaus

wäre ja schon mal ein Anfang

Gruß Axel


 Antworten

 Beitrag melden
15.11.2013 22:33 (zuletzt bearbeitet: 15.11.2013 22:35)
avatar  GZB1
#11
avatar

Wird wohl nicht funktionieren wenn die Bundesregierung die "Spiogenten" selbst einlädt:

"....Das US-Unternehmen gilt als einer der wichtigsten Partner der amerikanischen Geheimdienste und war in der Vergangenheit unter anderem an der Entwicklung von Spähprogrammen für die NSA beteiligt, wie es weiter heißt. Außerdem soll eine Tochter der CSC 2004 in die Verschleppung des Deutschen Khaled el-Masri durch die CIA verwickelt gewesen sein.

Seit dem Jahr 2009 sollen die deutschen CSC-Tochterunternehmen Aufträge der Bundesrepublik in Höhe von 25,5 Millionen Euro erhalten haben. Die Firma testete dafür unter anderem den Staatstrojaner des Bundeskriminalamts und unterstützte das Justizministerium bei der Einführung der elektronischen Akte für Bundesgerichte, wie die Medien berichten.

Des Weiteren soll die CSC Aufträge erhalten haben, die mit dem sogenannten Regierungsnetz zu tun haben, über das die verschlüsselte Kommunikation von Ministerien und Behörden läuft. Schließlich wird berichtet, die CSC habe das Innenministerium bei der Einführung des elektronischen Passes beraten und sei involviert in das Projekt De-Mail, dessen Ziel der sichere Mailverkehr ist. Alles heikle Aufträge...."
aus: http://www.morgenpost.de/politik/article...onagefirma.html


 Antworten

 Beitrag melden
15.11.2013 23:05 (zuletzt bearbeitet: 15.11.2013 23:06)
avatar  ( gelöscht )
#12
avatar
( gelöscht )

Zitat von 4.Zug 4.Kompanie GAR-40 im Beitrag #8
Zu dumm ist nur, die USA hat so viel Macht und Waffen angehäuft, dass eine Gegenwehr Selbstmord ist.



Und politisch wäre die Frage wichtig ob letzendlich unausgesprochende militärische Bedrohungen durch die USA doch Entscheidungen lenken wie z.B. Weltbankfragen, Freihandelsabkommen usw.. Also "Verhandlungen" über solche Themen im Endeffekt doch nur Theater sind. Die Bürger der Vasallenstaaten sollen diese Untergebenheit nicht so deutlich zu Gesicht bekommen...

Handelsprozesse vor US-Gerichten enden fast immer mit massiven Zahlungspflichten der Nicht-USA-Prozeßbeteiligten..., so ein Zufall.

Die US-Justiz nach Army, Airforce, Navy als 4. Teilstreitkraft des Imperiums... ( Nationalgard und Coast-gard ist ja nur dort aktiv )


 Antworten

 Beitrag melden
15.11.2013 23:27 (zuletzt bearbeitet: 15.11.2013 23:29)
avatar  ( gelöscht )
#13
avatar
( gelöscht )

Ein amerikanischer Spion hatte der Stasi in den Achtzigerjahren mehr als dreizehntausend Seiten geheime Dokumente zugespielt. Feinste Ware mit den höchsten Geheimhaltungsstufen; darunter die mehr als 4000 Seiten dicke "National Sigint Requirement List" (NSRL). Dahinter verbirgt sich der streng geheime Wunschkatalog der amerikanischen Regierung, wer in welchem Land belauscht und ausgeforscht werden soll. Viele Seiten des Katalogs sollen sich um Ziele in Westdeutschland gedreht haben.

Die Verwendung des Modalverbs "sollen" ist angebracht, weil sich der Fall nicht mehr so ganz genau rekonstruieren lässt. Nach der Wende gelangten die Dokumente jedenfalls in den Westen. Für die deutschen Dienste war es die einmalige Gelegenheit herauszufinden, was US-Spione auf deutschem Boden trieben.

Die Regierung Helmut Kohl aber entschied sich, die brisanten Dokumente nicht einmal anzuschauen, sondern sie ungeöffnet den amerikanischen Freunden zu übergeben. Kopien durften nicht gemacht werden. Das Material, so die Begründung, gehöre ja den Amerikanern.

Gibt es eine Steigerung von Chuzpe? Kriminalisten nennen so etwas Spurenvernichtung.


http://www.sueddeutsche.de/politik/gehei...r-usa-1.1819101

Ist damit KID's Leben gemeint?

LG von der grenzgaengerin


 Antworten

 Beitrag melden
15.11.2013 23:40
avatar  S51
#14
avatar
S51

Ich halte es allerdings für ganz schön vermessen, solche Aktionen nun nur den Amerikanern zu unterstellen. OK, Unsere lesen offiziell nur Zeitung aber eigentlich ist die Praxis in diesem Gewerbe weniger vom Wollen als von den Möglichkeiten abhängig.
Grund für die Zurückhaltung unserer Politik könnte durchaus sein, dass man nur zu gut weiß, von wem man gegebenenfalls vorgeführt werden kann...

GK Nord, GR 20, 7. GK, GAK
VPI B-Lbg. K III


 Antworten

 Beitrag melden
16.11.2013 06:16
avatar  SCORN
#15
avatar

Es ist absolut nicht daran zu zweifeln dass die USA eigene Geopolitische und Wirtschaftliche Interessen verfolgt. Das muss man der letzten verbliebenen Weltmacht zugestehen! Dass diese sich nicht mit den Empfindungen und Befindlichkeiten des „Abendlandes“ decken, ist offensichtlich, tangiert die Amerikaner aber weniger!

Mal im Ernst, warum sollten die Amerikaner den Dilettantenstadel in Berlin denn als vollwertigen und vertrauenswürdigen Verbündeten sehen?
Den Amerikanern ist schlicht und ergreifend klar geworden dass man sich auf Deutschland nicht verlassen kann........nicht mehr und nicht weniger!

SCORN


 Antworten

 Beitrag melden
Bereits Mitglied?
Jetzt anmelden!
Mitglied werden?
Jetzt registrieren!