Reiners Zeitzeugen

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14.11.2013 19:50
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#16
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Briefmarken haben immer was...


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14.11.2013 22:38
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#17
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Danke für die lieben Anmerkungen, doch muss ich nochmals in die Küche zurück gehen, denn meine Frau erzählte mir gerade vom DDR-Schüssel-Set. Na klar, hat sie ja auch in die Ehe gebracht, gute Ware und immer noch ständig im Gebrauch. Wieviele Jahre das Set schon auf dem Buckel hat, keine Ahnung! Auch hier wird nur von Hand gereinigt, ich glaube, nach so vielen Jahren, haben es die Teile auch verdient. Oder?

Gruß Reiner


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14.11.2013 23:00 (zuletzt bearbeitet: 15.11.2013 01:52)
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#18
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Kommen wir nun zum Thema Unterhaltung. Also in der Zeit als es noch keine CD, DVD, noch Video gab, lebte man in der Platte von der Platte. Ich konnte mir einige Platten aus dieser Zeit bewahren und gönne mir ab und zu solch ein Scheibchen. Ich sage dann immer: "Mutti, Mutti heute spielen wir einmal DDR-Jugendzeit. Ich lege eine heiße Platte auf und Du hängst Dir die Häkelstola um. Dann machst Du uns einige Schnittchen mit Fischpaste und anschließend gibt es als Belohnung Mondos Gold. Na der Abend ist dann gelaufen! Das ist einmal etwas ganz anderes als der ständige Griff zur Fernbedienung. Habt Mut, greift lieber einmal wieder zur Schallplatte.



Warum ich gerade diese drei ausgesucht habe, kann ich Euch erklären. Alle drei sind Lizenzplatten und haben im EVP, 16,10 M gekostet und trotzdem haben mich diese drei Scheiben fast vier Stunden meiner DDR-Zeit gekostet! Um diese drei Platten zu erwerben, musste ich insgesamt fast vier Stunden am Plattengeschäft anstehen!

Gruß Reiner


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14.11.2013 23:25
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#19
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Ach so, da wir gerade bei der Unterhaltung sind, da habe ich noch ein RFT-Radio rumstehen. Was heißt rumstehen, es ist fast immer im Gebrauch wenn ich im Keller herumwerke. Läuft wie geschmiert die alte Kofferheule und die Uhr zeigt mir an wenn ich die Kartoffeln aufsetzen muss. Mehr muss es ja gar nicht sein!

Als man 1987 die 750 Jahre Berlin fast auf jeder Verpackung bejubelte, gab es auch solch eine Edition mit Logo auf dem Uhrendisplay. Man konnte diesem Logo damals kaum aus dem Wege gehen. Dem Radio ging es wohl nicht auf dem Sender.



Wer damals schon die Musik von der Kassette hörte, der kennt bestimmt die beiden anderen Teile. Die Kassettenbox aus Kunstleder für 10 Kassetten und die typische Magnetkassette K 60 für ganze 20 Mark der DDR.
Ich habe da bei mir noch einige bespielte Kassetten von 1978 gefunden und einmal reingehört. Ja, klingt sehr interessant und hat etwas von DSDS.
Danach habe ich die Musik überspielt und höre da, die alten ORWO-Dinger machen es noch! Die neu aufgespielte Musik wird hörbar wiedergegeben. Hut ab, hätte ich nicht gedacht.



Gruß Reiner


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14.11.2013 23:40
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#20
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Die Fotografie war in unserer Familie keine Unbekannte. Mein Vater liebte es uns ständig zu fotografieren, so habe ich noch heute Schuhkartons voller schwarz/weiß Fotos im Kleinformat. Sechs x sechs war der Sex beim Fotografen. Und dann alles auf Papierfilm. Keiner wusste was denn nun wirklich auf dem Bild zu sehen war. Spannung bis zur letzten Minute war angesagt. Das älteste Stück aus der Sammlung meines Vaters lohnt sich hier zu zeigen. Es ist eine Welta Reflekta II aus dem Kamerawerk in Freital bei Dresden. Macht immer noch ausgezeichnete Fotos wenn man den Dreh raus hat. Ist eben nichts digitales, alles muss per Hand gemacht werden.



Das zweite Model ist die beirette vsn 2. Die war schon etwas moderner und für jeden erschwinglich, allerdings kam schon vorwiegend Plastik zum Einsatz. Schade.



Gruß Reiner


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14.11.2013 23:47
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#21
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Danke für den Thread.

Zum Thema umsiedeln/Vertreiben, stelle ich morgen mal ein Faksimiledokument aus den Ostgebieten ein.


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14.11.2013 23:58
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#22
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Ein schönes Stück aus meiner DDR-Sammlung stammt von der INTERFLUG. Ende der 80er Jahre stellte die INTERFLUG noch den Airbus A 310 in Dienst. Vorwiegend setzte man den Airbus auf der Interkontinentalstrecke von Berlin-Schönefeld nach Havanna ein. Die Strecke wurde zum NON-STOP Flug und der heikle Zwischenstop in Gander entfiel somit ganz. Keiner konnte also mehr in Neufundland aussteigen und sich "verlaufen", denn alles blieb nun an Bord.

Ein kleines Werbegeschenk konnte ich mir damals sichern. Es ist ja nur ein Feuerzeug aber für mich trotzdem einmalig.



Gruß Reiner


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15.11.2013 00:04 (zuletzt bearbeitet: 15.11.2013 00:05)
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#23
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Zitat von Wolle76 im Beitrag #21
Danke für den Thread.

Zum Thema umsiedeln/Vertreiben, stelle ich morgen mal ein Faksimiledokument aus den Ostgebieten ein.


Klingt interessant, eventuell kann man auch mehr über die beiden Lager in Prossen und Brandenburg herausfinden. Da ist ja kaum etwas bekannt. In der Nähe von Prossen (Bad Schandau) gibt es einen kleinen Gedenkstein.

Gruß Reiner


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15.11.2013 00:21
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#24
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Kommen wir nun zum Thema Freizeit und Genuss. Es gab in der DDR ein wunderbares Gerät, welches die Mutti benutzte um zu Entspannen. Nee, nicht Chillen, damals entspannte man sich noch. Das Zauberwort hieß "massinet Typ 02". Ein Massagegerät mit allen Schikanen und verschiedenen Aufsätzen, allerdings etwas schwer. War Papi zur Kur oder auf der Parteiversammlung musste "massi" ran, der "Summsie aus der DDR".



Noch heute summt das Teil seine Melodie, aber heute gilt, erst Du dann ich ein wenig und nicht übertreiben! Naja, unsere Katze mag das Teil überhaupt nicht, zuerst schielte sie nur nach der Gardine, als es eingeschaltet wurde. Nun knurrt und faucht sie schon den Karton an. Also kein Fest für Katzen.

Gruß Reiner


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15.11.2013 00:41
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#25
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Zum Thema Freizeit passt auch das folgende Spielzeug. Es fehlte in keinem Urlaubskoffer, war handlich und gab dem Urlaub bei verregneten Tagen einen Sinn. Zugegeben, es gab noch den Schiebe-Fax oder das Steckhalma. Doch hier konnte man mit den kleinsten Figuren auf einer Fläche von 12 x 12 cm, Schach oder Mühle spielen. Das funktionierte auch auf der Autobahn nach Bautzen. Flogen auch bei den vielen Schlaglöchern die Klamotten aus den Koffern, die Figuren steckten fest auf der Spielfläche.



Das man in der DDR auch sehr hübsches Spielzeug herstellte, beweist der Pudel aus dem Jahre 1956. Ob er älter ist? Keine Ahnung! Mein Bruder wurde 1956 geboren und neben dem Kinderbett stand immer der Pudel, ist auf vielen Fotos zu sehen. Später bekam er den Namen Knox. Äh, der Pudel natürlich.



Gruß Reiner


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15.11.2013 01:26
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#26
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Wie freute ich mich, als ich im alten Bord-Journal der INTERFLUG von 1988 noch etwas Spezielles fand. Es handelt sich um die Bordinformation, welche auf dem Flug erstellt und dann durch die Reihen gereicht wurde. "Bitte Weiterreichen!" hatte man noch auf dem Handzettel vermerkt, allerdings saß ich in der Tu 134 in der letzten Reihe und die Plätze neben mir waren frei. Keiner wollte den Zettel zurück, also eingesteckt. Daher kann ich den Zettel heute hier präsentieren. Wieder ein schönes Stück DDR-Geschichte.



Der Flug ging damals wie man sehen kann von TATRY nach Berlin-Schönefeld. Mitten in der Hohen Tatra liegt die Stadt Poprad mit dem Flughafen TATRY. Poprad liegt heute in der Slowakischen Republik. Die Hohe Tatra war für viele DDR-Bürger ein beliebtes Urlaubsgebiet im Sommer sowie besonders im Winter.

Gruß Reiner


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15.11.2013 08:12
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#27
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Poprad ist immer noch offen,aber nur noch für kleine private Maschinen.Das mal nur so am Rande.


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15.11.2013 09:33
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#28
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Zitat von der glatte im Beitrag #19
Ach so, da wir gerade bei der Unterhaltung sind, da habe ich noch ein RFT-Radio rumstehen. Was heißt rumstehen, es ist fast immer im Gebrauch wenn ich im Keller herumwerke. Läuft wie geschmiert die alte Kofferheule und die Uhr zeigt mir an wenn ich die Kartoffeln aufsetzen muss. Mehr muss es ja gar nicht sein!

Als man 1987 die 750 Jahre Berlin fast auf jeder Verpackung bejubelte, gab es auch solch eine Edition mit Logo auf dem Uhrendisplay. Man konnte diesem Logo damals kaum aus dem Wege gehen. Dem Radio ging es wohl nicht auf dem Sender.



Wer damals schon die Musik von der Kassette hörte, der kennt bestimmt die beiden anderen Teile. Die Kassettenbox aus Kunstleder für 10 Kassetten und die typische Magnetkassette K 60 für ganze 20 Mark der DDR.
Ich habe da bei mir noch einige bespielte Kassetten von 1978 gefunden und einmal reingehört. Ja, klingt sehr interessant und hat etwas von DSDS.
Danach habe ich die Musik überspielt und höre da, die alten ORWO-Dinger machen es noch! Die neu aufgespielte Musik wird hörbar wiedergegeben. Hut ab, hätte ich nicht gedacht.



Gruß Reiner




Deine Sammlerleidenschaft in allen Ehren Reiner, aber im Zeitalter von CD, MP3, DVD und BlueRay muss man solche Magnetkassetten nicht mehr hören, die haben wirklich nur noch einen Nostalgiewert oder speziell für Dich einen Erinnerungswert.


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15.11.2013 13:23 (zuletzt bearbeitet: 15.11.2013 13:24)
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#29
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Malzeit, Gemeinde.....
Na, Da hänge ich mich einfach mal an und präsentiere das Sonntags-Nachmittags-Lieblings-Kaffe-Set meiner Regierung. Lebt seit 1976 -Hochzeit - und ist eben kaum zu toppen- weil : Viele schöne Erinnerung dran, gutaussehend und gut zu "händeln".

73 Hans (Ach so-ist auch noch "komplett vorhanden")


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15.11.2013 14:24 (zuletzt bearbeitet: 15.11.2013 15:34)
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#30
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Zitat von der glatte im Beitrag #20
Die Fotografie war in unserer Familie keine Unbekannte.
Das zweite Model ist die beirette vsn 2. Die war schon etwas moderner und für jeden erschwinglich, allerdings kam schon vorwiegend Plastik zum Einsatz. Schade.

Gruß Reiner


Hallo Reiner u.a. Fotofans,

du bedauerst den Plastikeinsatz bei der Beirette, warum? Der Kunststoffeinsatz bei Kameras, auch bei hochwertigen Spiegelreflexkameras, ist bereits seit den 70er Jahren Stand der Technik. Der Kunststoffeinsatz bietet eine extreme Gestaltungsvielfalt sowohl der äußeren Verkleidungsteile als auch komplizierter technischer Funktionsteile, es waren also nicht nur Kostenvorteile, die zum Kunststoffeinsatz führten. Anfang der 70er Jahre wurde z.B. die Kunststoffmetallisierung eingeführt. Die Verkleidungsteile, die vorher sehr aufwendig und in relativ einfacher Gestaltung aus Messingblechen gefertigt wurden, konnten jetzt in einem Guss spritzgegossen werden. Anschließend erfolgte dann in einem chemischen und galvanischen Prozess die Metallisierung, so dass die Oberfläche einen Mattchromeffekt erhielt. Der Kunde, dem immer noch Metall hochwertiger erschien, sollte auch denken es sei Metall.
In den Folgejahren wurde jedoch auch der Kunststoffeinsatz nicht mehr versteckt. Der Modetrend lag bei ca. 70% der Kameras in schwarzer Ausführung. Die Oberflächen der Kunststoffteile wurden nun entweder lackiert oder mit unterschiedlichen Strukturen versehen, die aber schon während des Spritzgießprozesses, durch die entsprechende Werkzeuggestaltung, entstanden.
Dieser Trend hat bis heute Bestand, leider können wir nicht mehr mitmischen (ich war bis 1991 bei PENTACON), die Japaner haben alles fest im Griff, kochen aber auch bloß mit Wasser!

Anbei noch zwei Bilder: 1. die Praktica LLC mit verchromter Kunststoffverkleidung
2. Die Praktica BX20 s mit schwarzer Kunststoffverkleidung (das war leider unser letztes Modell 1990!)

MfG

GKUS64


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