Blutige Grenze zwischen Österreich und der CSSR

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12.11.2013 17:39
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#1
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Ich stelle mal diesen Beitrag aus T-Online.de zur Diskkussion:
http://www.t-online.de/nachrichten/wisse...s-zur-cssr.html

Mir war bekannt, das es nicht unbedingt einfacher war sich über die CSSR abzusetzen. Aber dieses hier geschilderte Ausmaß an Grausamkeit verblüfft mich dann doch. Wurde doch die Grenze DDR/BRD als Todesstreifen bezeichnet.

Gibt es im Forum User, die sich zum Grenzregime in der CSSR aus eigner Anschauung bzw. Erfahrung äußern können.

Der Vorteil der Klugheit besteht darin, dass man sich dumm stellen kann. Das Gegenteil ist schon schwieriger. Kurt Tucholsky
Weisheit hat Grenzen, Dummheit nicht. Stefan Rogal


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12.11.2013 17:54
#2
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CIA Film von 1960

Theo


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12.11.2013 18:18
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#3
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Ich weiß nicht, liest sich etwas dick aufgetragen, "Hunde die Jugendliche zerfleischten" z.B.


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12.11.2013 18:22
#4
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Auch mit den "Stromzäunen", hätte das internat. nicht genau die selbe Auswirkung gehabt wie unsere SM70 - Anlagen ?

H.

Erst stirbt der Baum und dann der Mensch !


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12.11.2013 18:45
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#5
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Theo, vielen Dank für das Video. Zeigt es doch, das bereits vor 1961 es in Europa eine Grenze gab, die tödlich war. Stellt sich die Frage, wer hat von wem gelernt. leider habe ich aufgrund mangelnder Englischkenntnisse nicht alles verstanden.

Der Vorteil der Klugheit besteht darin, dass man sich dumm stellen kann. Das Gegenteil ist schon schwieriger. Kurt Tucholsky
Weisheit hat Grenzen, Dummheit nicht. Stefan Rogal


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12.11.2013 18:46 (zuletzt bearbeitet: 12.11.2013 18:47)
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#6
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Hi, Gemeinde...
Schönes Beispiel--- Dafür, das Historiker sich nicht mit Physik, in diesem Fall mit Elektrotechnik befassen.
Man überlege mal mit Hilfe der ev. noch vorhandenen polytechnischen Kenntnisse : Einspeisung Strom -Isolierung-Widerstand der Leitung-Spannungsabfall auf Eisendraht pro Meter- Vorhandene Einspeisung alle wieviel Meter notwendig ? Und wieviele Amperchen hättens denn gern ?
Na ja- Der Signalzaun zwischen "meinem" SBW Nordbahnhof und dem Bereich der GT dort wurde auch schon als Starkstromzaun bezeichnet.
73 Hans


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12.11.2013 18:49
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#7
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Zitat von chantre im Beitrag #1
Ich stelle mal diesen Beitrag aus T-Online.de zur Diskkussion:
http://www.t-online.de/nachrichten/wisse...s-zur-cssr.html

Mir war bekannt, das es nicht unbedingt einfacher war sich über die CSSR abzusetzen. Aber dieses hier geschilderte Ausmaß an Grausamkeit verblüfft mich dann doch. Wurde doch die Grenze DDR/BRD als Todesstreifen bezeichnet.

Gibt es im Forum User, die sich zum Grenzregime in der CSSR aus eigner Anschauung bzw. Erfahrung äußern können.


Ich fuhr seit 1972 regelmäßig über den Böhmerwald und die Güst Waidhaus/Rozvadov in die CSSR. Manchmal auch über Wien zur Güst Mikulov/Drasenhofen in Österreich/CSSR
Was man bei der Grenzabfertigung sehen konnte, war die selbe Schei... wie in Wartha und Marienborn. Die Grenzzäune waren etwas anders gebaut, sie hatten auf der Spitze V - förmige stacheldrahtbewehrte Abweiser. Das mit dem Strom muss wohl in den 50er Jahren gewesen sein, denn ich sah keine Isolatoren am Zaun. ( Die müssen wohl sein oder nicht ? Bin kein Elektrofachmann) Die Wachtürme waren Stahlkonstruktionen mit Holzhäuschen oben drauf. Der Spurensicherungsstreifen war auch gebaut. Die Grenzabfertigung konnte sehr schikanös werden aber auch entspannt übe rdie Bühne gehen. Im Gegensatz zur PKE konnte man die tschechischen Kollegen (auch Zoll) mit kleinen Geschenken( Z.B. Quellekatalog) sehr entspannen.
Die Grenzsicherung war ebenso tiefgestaffelt. Wenn wir ausreisten, war eine 5 km Sperre bei der wir kontrolliert wurden, ob wir überhaupt berechtigt waren in das Grenzgebiet einzureisen. Das Gebiet war sehr menschenarm, man sah wenige Dörfer und Siedlungen aber viel Wald.
Der Grenzübergang Waidhaus liegt auch ziemlich hoch ( schätze 600 m). Im Winter war das ein nicht einfacher "Ritt", vereiste Strassen, viel Schnee. Der Grenzübergang Mikulov/Drasenhofen in Österreich war landschaftlich sehr schön gelegen, er ging mitten durch ein Weinberg
Wir fuhren zwischen dem Grenzübergang und Pilsen durch eine Reihe Dörfer, die ziemlich viele leere Häuser aufwiesen. Ich fragte meine Frau, warum da keine Menschen wohnen. Sie sagte, dass sind die verlassenen Siedlungen der Sudetendeutschen. Dem tschechischen Staat ist es nicht gelungen, nach der Vertreibung der Deutschen dort Tschechen anzusiedeln. Meine Frau meinte, die Tschechen hätten Angst gehabt, dass die Deutschen zurückkommen.
In dem Film vom Theo meine ich die Güst Waidhaus erkannt zu haben, wo die Leute von RFE das Grenzgebiet besichtigten.


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12.11.2013 18:51
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#8
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Hallo Leute,

ich habe das auch gelesen, ohne jemals zuvor davon gehört zu haben. Das soll aber nicht das Maß der Dinge sein.
Vielleicht gibt es BGS- oder Zollbeamte der ehem. BRD die diesbezüglich uns allen etwas zum Thema schreiben können?

VG Klaus


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12.11.2013 18:52
#9
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Zitat von Hansteiner im Beitrag #4
Auch mit den "Stromzäunen", hätte das internat. nicht genau die selbe Auswirkung gehabt wie unsere SM70 - Anlagen ?

H.

Nein, denn die Elektrozäune waren nicht das vorderste Sperrelement und deshalb vom Westen in der Regel nicht einsehbar.
http://de.wikipedia.org/wiki/Grenzbefest...im_Kalten_Krieg
Theo


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12.11.2013 19:25 (zuletzt bearbeitet: 12.11.2013 21:07)
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#10
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Zur Grenze im Böhmerwald kann ich nur für die Jahre 1985 bis 1988 etwas sagen, denn wir machten dort (jeweils im Februar) Wintersport.
Wir waren in Kvilda, in einer Privatunterkunft, einquartiert und unternahmen Skilanglauftouren in der Umgebung, auch bis nach Modrava.
Beide Orte liegen sehr dicht an der Grenze zu Bayern, aber Probleme gab es nie, wenn man sich an die Beschilderung hielt. Dort standen, entlang der grenznahen Loipen, weiße Schilder mit roter Schrift "Statni Hranice", bei älteren Modellen stand noch "Pozor" drauf.
In Kvilda war eine Grenzkompanie stationiert. Die habe ich öfter beobachtet. Mit großen Motorschlitten gingen sie auf Streife. Der Schnee lag dort oben sehr hoch.
Den berüchtigten Starkstromzaun habe ich nicht gesehen, aber ich hielt mich auch an die Beschilderung. Den Personalausweis hatte ich immer dabei.
Wie Gert schon schrieb, war kurz vor dem Grenzübergang (in diesem Fall Philipsreuth) ein ein kleiner Vorposten, sodaß man nicht aus Versehen und unvermittelt mal bis zum eigentlichen Grenzübergang kommen konnte.


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12.11.2013 21:08
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#11
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Doch, Strom gab es da im Grenzzaun und zwar reichlich: 5.000V sollen das gewesen sein.

Eine genauere Beschreibung des Grenzregimes und die Angaben zu den Opfern (Toten) gibt es bei der Wikipedia:

http://de.wikipedia.org/wiki/Grenzbefest...im_Kalten_Krieg


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12.11.2013 21:15
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#12
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Hi
ganz einfach--Rechnen . Das alte r/u/i mit der Leistungsumstellung reicht. Dann weiß man, wieviele KW Leistung pro Km gebraucht wird . Mal 8-15 Drähte im Zaun. einer reicht ja wohl nicht.Nimm dafür auch nicht einen speziv.Wiederstand, sondern nur übern Daumen.
Tödlicher E-Zaun ist zwar prinzipiell möglich, aber die technischen Bedingungen------- ne.
Hans


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12.11.2013 21:16
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#13
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Bitte nicht Spannung und Strom verwechseln.
Man kann 10 KV anfassen und nix passiert.Weil die Stromstärke i in A(mpere) nicht ausreicht,um schädlich zu sein.Dies erst ab 0,3 A und dann kanns ekelig werden.
Die Stromabsicherung ging bis in die 50er Jahre.


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12.11.2013 21:21
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#14
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Ps:
Wie Gert schon richtig schrieb,Isolatoren waren auch noch nötig,ohne hätte man in der N8 sich die Beleuchtung sparen können.Am Tag übrigens auch.
Eine widerliche Art,Mensch und Tier im Bewegungsfreiraum zu hindern,bleibt es trotzdem.


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12.11.2013 21:23
avatar  jecki09
#15
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Zitat von studfri im Beitrag #11
Doch, Strom gab es da im Grenzzaun und zwar reichlich: 5.000V sollen das gewesen sein.

Eine genauere Beschreibung des Grenzregimes und die Angaben zu den Opfern (Toten) gibt es bei der Wikipedia:

http://de.wikipedia.org/wiki/Grenzbefest...im_Kalten_Krieg



Die Anzahl der vielen Volts macht die ganze Sache wohl nicht so gefährlich. Eher die Stromstärke (A).

Die Weidezaungeräte (Netzgeräte) in Grenzgebiet waren von der Voltzahl auch nicht von schlechten Eltern. Wenn der Draht mit der Waffe ins feuchte Gras gedrückt wurde, konnte man an den Metallteilen kleine Funken sehen. Dennoch haben wir´s hier überlebt.


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