Aufruf zum soz. Wettbewerb in den GT

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06.11.2013 16:18 (zuletzt bearbeitet: 06.11.2013 18:19)
#1
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Ich weiß nicht, ob es einen derartigen Fred bereits gibt, aber mal eine Frage:

Hat jemand in einer Kompanie gedient, die in einem Ausbildungsjahr zum soz. Wettbewerb in den GT der DDR aufrufen "durfte"? Als ich 1980 als Ufo zusammen mit zwei Leutnants in die 12.GK/GR25 Wülperode kam, ereilte uns die Nachricht, dass diese Kompanie im Ausbildungsjahr 1980/1981 zu eben diesem soz. Wettbewerb aufgerufen habe.

Nun, bis dahin war ich als 19jähriges Greenhorn ohnehin schon recht nervös, was mich wohl in einer GK erwartete. Und nun auch noch das. Was dann im nächsten Jahr kam, war schon teilweise etwas mehr als der übliche "Sackstand" einer GK. Generalinspektion, wimre zwei Besuche von Baumgarten, von der Obrigkeit des GK-Nord ganz zu schweigen. Ständig hampelten Fotografen herum und unser fotogenster ZF durfte ständig Model sein für irgendwelches Agitationsmaterial.

Vielleicht hat jemand ähnliches erlebt?

friedliche Grüße Andreas

Hätte es Auschwitz und Stalingrad nicht gegeben, dann hätte es Mauer und Marienborn nicht geben müssen.


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06.11.2013 16:22 (zuletzt bearbeitet: 06.11.2013 16:33)
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06.11.2013 17:59
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#3
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Soz. Wettbewerb in einer GK, wenn man sich das langsam auf der Zunge zergehen lässt hat es fast etwas makaberes.


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06.11.2013 18:20
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#4
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Was dann im nächsten Jahr kam, war schon teilweise etwas mehr als der übliche "Sackstand" einer GK@ehem.Hu

Du Andreas,Sackstand gabs auf einer GK überhaupt nicht,jedenfalls nicht zu meiner Zeit. Im GAR sah das anders aus,aber das Jahr and der Grenze war Ruhe,die Jungs wollten doch auch keinen verärgern


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06.11.2013 18:41
#5
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Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #3
Soz. Wettbewerb in einer GK, wenn man sich das langsam auf der Zunge zergehen lässt hat es fast etwas makaberes.


Hi,hi, die Frage hab ich mir auch gestellt......was war das denn? Ging es darum, wer die meisten GV's festgesetzt hat oder war das so'ne Aktion "Unsere Grenze soll schöner werden"....?

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06.11.2013 18:45 (zuletzt bearbeitet: 06.11.2013 18:46)
#6
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Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #3
Soz. Wettbewerb in einer GK, wenn man sich das langsam auf der Zunge zergehen lässt hat es fast etwas makaberes.

Nicht zwingend, Grenzwolf,

es kommt ja immer darauf an, was die Positionen des sozialistischen Wettbewerbes sind. Die waren an erster Stelle "Hohe Wachsamkeit und Gefechtsbereitschaft". Das hieß sicher auch: Wenn jemand kommt, lassen wir ihn nicht durch. Aber das war eh der Plan. Beschließen, dass man so und so viele fängt, ging schlecht, die kamen ja nicht nach Plan.

Die anderen Positionen? Ausbildungsergebnisse, Disziplin, Sportabzeichen, Abzeichen für Gutes Wissen - würde ich eher als harmlos einstufen.

Der Kelch, aufrufende Kompanie im Regiment zu sein, ist Gottseidank an mir vorübergegangen. In Stedtlingen war ich nicht lange genug und nach den 2 Grenzdurchbrüchen 1984 wären wir auch auf Jahre aus dieser Gefahrenzone heraus gewesen. Und die Stabskompanie kam für einen Aufruf nicht in Frage, erstens hatte sie andere Aufgaben als die Grenzkompanien und zweitens bestand sie aus zu vielen Problemfällen (u.a. auch mir).

ciao Rainman

"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


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06.11.2013 18:46
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#7
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Schöner unsere Grenzen und Postenpunkte, macht mit.Und were ne goldene Hausnummer schießt, bekommt Sonderurlaub!


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06.11.2013 18:50
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#8
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Regenmann,Du ein Problemfall?Warste zu umgänglich wa?


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06.11.2013 18:51 (zuletzt bearbeitet: 06.11.2013 18:56)
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#9
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Da hätten die BGS'ler dumm geguckt wenn wir im Zuge der Initiative "Unser Abschnitt soll schöner werden" am K6 Blumenrabatten angelegt hätten


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06.11.2013 19:05
#10
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Zitat von Rainman2 im Beitrag #6
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #3
Soz. Wettbewerb in einer GK, wenn man sich das langsam auf der Zunge zergehen lässt hat es fast etwas makaberes.

Nicht zwingend, Grenzwolf,

es kommt ja immer darauf an, was die Positionen des sozialistischen Wettbewerbes sind. Die waren an erster Stelle "Hohe Wachsamkeit und Gefechtsbereitschaft". Das hieß sicher auch: Wenn jemand kommt, lassen wir ihn nicht durch. Aber das war eh der Plan. Beschließen, dass man so und so viele fängt, ging schlecht, die kamen ja nicht nach Plan.
Die anderen Positionen? Ausbildungsergebnisse, Disziplin, Sportabzeichen, Abzeichen für Gutes Wissen - würde ich eher als harmlos einstufen.

Der Kelch, aufrufende Kompanie im Regiment zu sein, ist Gottseidank an mir vorübergegangen. In Stedtlingen war ich nicht lange genug und nach den 2 Grenzdurchbrüchen 1984 wären wir auch auf Jahre aus dieser Gefahrenzone heraus gewesen. Und die Stabskompanie kam für einen Aufruf nicht in Frage, erstens hatte sie andere Aufgaben als die Grenzkompanien und zweitens bestand sie aus zu vielen Problemfällen (u.a. auch mir).

ciao Rainman


Was ist denn jetzt schon wieder eine "aufrufende Kompanie"?
Rot: Es gab doch sonst für alles einen 5 Jahresplan....Da haben'se bei den GV's wieder gepatzt! Man stelle sich das mal bildlich vor:" Die Grenzkompanie XY sucht noch dringend 6 Grenzverletzer zur Erfüllung des Plans"..........

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06.11.2013 19:11
#11
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Ja das klingt einerseits sehr makaber, aber auch aus heutiger Sicht lustig. War es aber nicht. Wie Klaus-Peter schon schrieb, ging es nicht darum, 25 Flüchtlinge zu fangen (oder gar schlimmeres). Eine Kompanie der Linie wurde auserkoren, die gesamten GT aufzurufen, beste Leistungen im soz. Wettbewerb zu erzielen.

Zuerst hieß das natürlich einen spurenfreien K 6 und "den Kampf um die Gewährleistung der Unantastbarkeit der Staatsgrenze und einer ständig hohen Gefechtsbereitschaft". Ansonsten ging es u. a. um die sogenannten Soldatenauszeichnungen: Bestenabzeichen, Klassifizierungsabzeichen, Militär-Sportabzeichen, Abzeichen für Gutes Wissen, Schützenschnur, Blick in die aufgehende Sonne usw. Auch das Neurerwesen spielte eine Rolle.

Das ganze stand unter einem aufreißerischen Motto, z. B. wimre (81/82) "Kampfposition X. Parteitag. Für den zuverlässigen Schutz der Staatsgrenze der DDR. Alles zum Wohle des Volkes." Für den Spaß hat die GK dann am 01.12.81 die Verdienstmedaille der GT in Gold erhalten und ich durfte mit dem KC und dem FDJ-ler an einem Stehbankett in Pätz teilnehmen.

Dennoch war das Jahr nicht gerade lustig, weil man ständig unter Beobachtung stand. (Ich meine jetzt nicht weinrot)

friedliche Grüße Andreas

Hätte es Auschwitz und Stalingrad nicht gegeben, dann hätte es Mauer und Marienborn nicht geben müssen.


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06.11.2013 19:32
#12
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Soz.Wettbewerb in der GT --kenne ich aus meiner Zeit so garnicht. Kann mich nur an solche Dinge erinnern, das es mal sowas bei den Militärkraftfahrern gab. Wie Bester Kraftfahrer des Bat. oder Regiments.


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06.11.2013 19:32 (zuletzt bearbeitet: 06.11.2013 19:37)
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#13
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Hab es schon mal geschrieben, wir hatten so ein Sicherungssystem wo du in Bezug auf den Grenzdienst einfach, ich sag mal, deinen Job gemacht hast und das relativ selbstständig, gab nicht mal eine Vergatterung.
Ansonsten innendiensttechnisch halt auch ganz normal, Kaserne sauber halten und die Technik warten, nach irgendwelchen Abzeichen hat da keiner mehr gegiert, wolltest deine Ruhe haben nach dem Dienst und vor dem Dienst, mehr nicht.
Unser KC hat es immer gut auf den Punkt gebracht, "hier kommt keiner durch, alles andere ist egal".


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06.11.2013 19:38
#14
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Zitat von ehem. Hu im Beitrag #11
. Auch das Neurerwesen spielte eine Rolle.



Was ist das?

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06.11.2013 19:46 (zuletzt bearbeitet: 06.11.2013 19:49)
#15
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Du bist nicht in der DDR sozialisiert worden?


lt. Wiki ....ein staatlich gelenktes Verfahren, mit Hilfe von Verbesserungsvorschlägen der Werktätigen die Produktivität zu steigern...

friedliche Grüße Andreas

Hätte es Auschwitz und Stalingrad nicht gegeben, dann hätte es Mauer und Marienborn nicht geben müssen.


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