Meine erste Wohnung - Wohnraumsuche in der DDR

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12.12.2014 00:48
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#121
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Zitat von Dandelion im Beitrag #120
Zitat von der glatte im Beitrag #119
Wenn ich so Deine Schreibergüsse hier lese, glaube ich wirklich fast Alfred Tetzlaff ist wieder aktiv. Der hatte ja noch wenigstens etwas mehr Niveau und hätte mich damals wie heute als "langhaarige bolschewistische Hyäne" bezeichnet.

Mich wahrscheinlich auch, obwohl meine Haare seit 45 Jahren relativ kurz sind.

Jetzt aber halbwegs ernsthaft: Einem leicht faschistoiden und obrigkeitshörigen Typen wie Alfred Tetzlaff Niveau (wenn auch nur etwas) zu testieren ist für mich vergleichbar mit einem islamischen Hassprediger, dem ich Toleranz unterstellen würde.


Mir auch @Dandelion aber dafür würden wir beide bestimmt gerne eine Perücke aufsetzen.

Aber zurück, wie war das denn bei Euch mit der Wohnraumnot? Wann war das geregelt?

Gruß Reiner


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12.12.2014 00:56
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#122
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Zitat von Gert im Beitrag #117
Zitat von StabsfeldKoenig im Beitrag #116
Zitat von Gert im Beitrag #94
Zitat von der glatte im Beitrag #93
Zitat von Gert im Beitrag #91
Zitat von der glatte im Beitrag #83
Ich glaube in der Zeit so um die Mitte der 80er Jahre hatte man im Prenzlauer Berg vollkommen die Übersicht verloren. Vermutlich häuften sich auch extrem die Mängelanzeigen in den Beständen, man konnte die Hilflosigkeit bei den Leuten der KWV förmlich spüren.

Doch in Sachsen war das mit der KWV nicht anders. Als ich dort 1984 weg bin, hatten meine Eltern noch immer kein Bad. Zimmer waren vorhanden, dort hätte man ein Badezimmer einbauen können, ging aber nicht, weil der Schornstein nur noch aus übereinandergestapelten Ziegeln bestand, der regelmäßig umfiel. Gott sei Dank ein Flachdach, sonst hätte es noch größeren Schaden gegeben. Nun muss ich dazu sagen, dass unser Wohnhaus in Meißen ein sogenanntes "Treuhandgrundstück" war. Bitte nicht verwechseln, das hatte nichts mit der späteren Treuhand-Gesellschaft zu tun.

Es handelte sich dabei um ein Grundstück, wo es zwar einen Privateigentümer gab, der aber in der BRD wohnte. Noch vor dem Mauerbau nach FFM gegangen und das Haus zurückgelassen. Enteignet wurde das Haus nicht, sondern sogar unter Denkmalschutz gestellt, weil erstes Haus in Triebischtal überhaupt. Einst Gasthof und Weinschank, dann Bäckerei und Weinschank, später nur Bäckerei und dann nur noch Wohnhaus. Wir zahlten unsere Miete 19,40 Mark auf ein Treuhandkonto mit dem Namen Schmieders Erben. Ob diese Erben je etwas von unserer Miete gesehen haben, mag ich bezweifeln.

Dagegen gab es auch keine Aussicht auf Reperaturen am Haus, erst wenn wirklich Gefahr bestand, stellte man nach vielen Monaten etwas Geld zur Verfügung. Wir hatten auch noch Doppelfenster, welche man im Herbst noch zusätzlich einhängte. Mein Vater hatte diese Fenster noch gut im Griff, obwohl die schon Jahrzehnte auf dem Buckel hatten. Immer frische Farbe und mit Holzkitt ausgebessert, allerdings sind sie dann einmal beim Aushängen im Frühjahr wörtlich in den Händen zerfallen. Das war dann natürlich ein Theater.
Man hat dann in der Not "neue" Fenster eingebaut, die zum Haus optisch gar nicht passten und man noch extra ein Stück vermauern musste. Es waren eben Fenster, die gerade greifbar waren. Hauptsache ein Fahnenhalter war schon dran! Unser Haus war schon kein schöner Anblick mit dem Schadhaften Putz und nun durch die modernen Fenster zusätzlich eine lustige Erscheinung.

Übrigens, nach der Wende war dann ein Erbe wieder da und hat meinen Vater angemachtund gefragt, warum er denn solche blöden Fenster eingebaut und dabei den Charakter der Fassade verdorben hat. Er sollte die fenster auf eigene Kosten wieder entfernen. Nicht einmal sind diese Leute zu DDR-Zeiten aufgetaucht und hatten sich das Haus angesehen oder darum gekümmert! Nun flotte Sprüche klopfen mit Großsanierung und alle Mieter müssen raus,weil nun Eigentumswohnungen geschaffen werden. Na klar, die Eigentumswohnungen wurden auch geschaffen, ohne Sanierung. Man hat den bisherigen Mietern die sanierungsbedürftigen Wohnungen zum Kauf angeboten. Nach dem Motto: "Ihr habt das Haus vergammeln lassen, ihr habt nun DM, fangt an und schafft euch Werte. Naja, gekauft hat den Fuchsbau damals keiner. Inzwischen aber doch mehrfach verkauft, steht das Haus immer noch, zwar saniert aber fast leer.

Jedenfalls will ich damit sagen, dass es auch solche Treuhandgrundstücke gab, wo praktisch Reperaturen scheiterten wegen der Eigentumsverhältnisse. Ich hatte immer gedacht, dass man Häuser wo der Besitzer in der BRD lebte, enteignete. Es muss also Ausnahmen gegeben haben und wenn man dann in solche einem Hause wohnte, wurde nur das Allernötigste getan. Das hatt sicher die schlechte Situation nicht einfacher gemacht.

Gruß Reiner


Die Häuser von ex DDR Bürgern oder Bürgern die noch vor der Gründung der DDR in die Westzonen gingen wurden nicht enteignet. Mit welchem Recht auch? Sie standen unter Treuhandverwaltung der DDR und die wenigen Reparaturen wurden aus den geringen Mieteinnahmen finanziert. Nun nach der Wende kamen die Eigentümer wieder und verlangten zu Recht ihre Häuser zurück.
Du beklagst ,dass der Eigentümer deinen Vater angemacht hat, warum er so blöde Fenster eingebaut hat . Hätte ich auch gedacht, aber nicht gesagt. Die meisten Westdeutschen waren doch Jahrzehnte weg und hatten keine Ahnung, was da mit ihren Häusern geschieht. Sie wussten nichts von den "Hungermieten ", von denen man nicht mal einen Ziegelstein kaufen konnte, sie wussten nichts von der Unfähigkeit dieses Staates, Baumaterial zu produzieren und bereit zu stellen, sie wussten nichts davon, dass der Treuhänder unfähig war, die Häuser zu erhalten.
Mit diesem Grundwissen werden solche Fragen natürlich gestellt, wenn man nach so langer Zeit wiederkommt. Kannst du dich da in die Lage des Alteigentümers versetzen?


@Gert
In deren Lage? Nee eher nicht, denn diese müssen bestimmt mehr als erschrocken gewesen sein. Aber eventuell hatten sie aber auch nichts anderes erwartet?

Fakt ist, die Verantwortlichen in der DDR haben das Haus auch mit verkommen lassen, aber das Haus hatte ja auch Eigentümer. Wer also nicht enteignet wurde konnte ja auch nichts zurück haben wollen, denn er war ja die ganze Zeit immer noch der Besitzer? Heißt es nicht "Eigentum verpflichtet"?

Also, die Eigentümer wussten nach Deiner Meinung nicht was mit ihren Häusern geschieht, sie wussten nichts von den Hungermieten und sie wussten nichts von der Unfähigkeit eines DDR-Staates und der Unfähigkeit der Treuhänder, die IHR Haus verwaltet haben??? Stand das nicht täglich in Eurer Presse???

Verstehe ich nicht ganz! Ist schon eine blöde Sache was da gelaufen ist.

Gruß Reiner


nein, das stand nicht täglich in der Presse und wenn die Eigentümer nicht mehr den Ort und das Eigentum besucht haben, wussten sie auch nicht genau, was dort eigentlich vorgeht. Darüber hinaus hätten sie die gleichen Schwierigkeiten gehabt, ihr "Eigentum" zu sanieren , instandzuhalten wie die DDR Bürger mangels Bautoffe etc., wenn sie es gewollt hätten. Und das natürlich vor dem Hintergrund, das ihnen die Rendite, die Verzinsung ihres Eigentum von der SED Monat für Monat gestohlen wurde. Denn die SED hat die Miete nicht weitergereicht nach Hamburg , München, Düsseldorf und wo die Eigentümer überall wohnten, sie hat es in die eigene Tasche gesteckt. So wie sie es auch mit Tausenden Firmen in der DDR gemacht haben, da war stehlen , rauben , enteignen angesagt, hatten sie ja alles von den russischen Genossen in Berlin Karlshorst gelernt. Aber man sieht sich im Leben immer 2 x und so kam es, dass Rückforderung gestellt wurden. Pech für die Leute, die sich im Glauben an die Ewigkeit des Kommunismus in diese Immobilien einmieteten, einkauften. Unrecht Gut gedeiht nicht, sagt der Volksmund.



Was sollte denn in den Westen überwiesen werden? Die Mieteinnahme ging für Wasser, Abwasser, Müllabfuhr, Kleinreparaturen und Verwaltungskosten drauf. Da hat sich keiner was in die Tasche gesteckt.


das wird wohl so richtig sein, weil die Dummbeutel von der SED nicht rechnen konnten. Sie konnten also mit ihrer "Beute" noch nicht mal etwas anfangen. Das ist noch dümmer als die Polizei erlaubt.-


Das hat nichts mit Dummbeutel zu tuen, sondern damit, daß Wohnungen nicht zur Profiterzielung (weder durch den Vermieter, noch durch die Banken) dienen sollten.


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12.12.2014 01:09
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#123
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Zitat von der glatte im Beitrag #121
Aber zurück, wie war das denn bei Euch mit der Wohnraumnot? Wann war das geregelt?

Gruß Reiner


Oh Mann - jetzt forderst Du aber mein Langzeitgedächtnis...

1958 bekamen meine Eltern ihre erste eigene Wohnung - und da war ich gerade mal 8 Jahre alt. In der blieben sie auch, so lange sie lebten.

Wirklich unverbindlich und nur aus einer schwachen Erinnerung heraus: Ich glaube, dass es damals eine Art von "Wohnungsamt" (vielleicht hieß es auch so) gab, das sich besonders um die mit öffentlichen Mitteln geförderten Wohnungsneubauten gekümmert hat. Ich bin ziemlich sicher, dass der damalige Vermieter diese Zuschüsse bekommen hat, denn meine Mutter hatte 10 Jahre später, als die Mietpreisbindung endete, ziemliche Sorgen vor einer drastischen Mieterhöhung - die aber nicht kam.

Wie auch immer - es gab damals wohl eine staatliche oder kommunale Behörde, die sich - neben dem freien Markt, den es auch damals schon gab - um die Zuteilung von Wohnungen gekümmert hat. Welche Kompetenzen diese Behörde allerdings hatte, kann ich wirklich nicht sagen. Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass meine Eltern damals mit Unterstützung dieser Behörde die Wohnung erhielten. Ob das allerdings in Form einer Vermittlung, also eines Angebots, oder in Form einer Zuweisung bestand, weiß ich wirklich nicht.


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12.12.2014 01:19
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#124
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Es ist wohl möglich, dass es diese Behörden nicht in jeden Bundesland gegeben hatte, oder sie eher wegfielen als an anderer Stelle. Wie war denn diese Wohnung ausgestattet? Ofenheizung oder schon modern? Gab es in der Anzahl von Personen in der Wohnung eine Beschränkung? Wie war das in den Erinnerungen mit den Vertriebenen?

Ach ich mit meinen Fragen?

Gruß Reiner


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12.12.2014 02:15
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#125
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Zitat von der glatte im Beitrag #124
Ach ich mit meinen Fragen?

Gruß Reiner


So lange ich sie beantworten kann - frag ungebremst weiter

Es war eine 2-Zimmer-Wohnung im Dachgeschoss eines Neubaus, geschätzte 65 qm groß. Vermutlich aus Kostengründen gab es im Erdgeschoss und in der ersten Etage eine Koks-Zentralheizung, bei uns im zweiten Geschoss jedoch nicht: Da wurde von meinen Eltern ein Kohleofen aufgestellt. Und es gehörte durchaus zu meinen Aufgaben, die Asche (meine Eltern nutzten nur Braunkohle-Briketts) in den Zink-Mülleimer zu entsorgen und neue Briketts aus dem Keller nach oben zu tragen. Die anderen Räume wurden nicht beheizt: Im Bad gab es den Überlauf der Zentralheizung, der für ausreichende Wärme sorgte, und in der Küche kochte meine Mutter mit Gas - so wurde es auch dort warm genug. Allerdings gab es auch eine Gas-Therme für die Warmwasserbereitung, die aber - vom Samstag, dem klassichen "Badetag" abgesehen, nicht genutzt wurde.

Ob es eine Beschränkung der Personenzahl gab, vermag ich nicht zu sagen. Vermutlich ja, bei der "Normenfreude" der deutschen Behörden, aber das weiß ich nicht mehr. Ich weiß nur, dass ich so bis zum 14. Lebensjahr im Schlafzimmer meiner Eltern geschlafen habe, wie deren Intimleben in dieser Zeit aussah, stelle ich mir lieber nicht vor. Danach wurde mir in einer (ursprünglich mal als Essecke vorgesehenen) Nische im Wohnzimmer eine Schlafcouch hingestellt und drei weitere Jahre später schliefen sie dann im Wohnzimmer, um mir mein eigenes Zimmer zu ermöglichen.

Irgendwann in den 70ern und damit nach meinem Auszug wurde die Heizungsanlage dann modernisiert und im Zuge dieser Maßnahme wurde dann auch die Wohnung meiner Eltern an die Zentralheiizungsanlage angeschlossen.


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12.12.2014 09:28
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#126
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Zitat von der glatte im Beitrag #119
Aber der andere Hauser würde Dir doch auch schmecken, oder?

Wenn ich so Deine Schreibergüsse hier lese, glaube ich wirklich fast Alfred Tetzlaff ist wieder aktiv. Der hatte ja noch wenigstens etwas mehr Niveau und hätte mich damals wie heute als "langhaarige bolschewistische Hyäne" bezeichnet.


@Gert Es gibt ja nun fast in jeder Familie da draußen so einen, ich sage einmal Onkel Alfred. Der haut eben gern einmal über die Stränge, benutzt ein eher derbes Vokabular und ist bei allen Dingen schnell am Schimpfen.

Aber eigentlich haben sie ihm alle in der Familie, so wie er nun einmal ist, ganz gern!

Ich denke, so sollte man es stehen lassen. Und nun zurück zum Thema.

Wo war denn die schon angesprochene Problematik mit Wohnraum im Westen besonders zu spüren? In Westberlin muss es ja auch nicht so einfach gewesen sein? Gerade mit den vielen Studenten. Wo waren die Mieten besonders teuer? Wo gab es noch die klassische Außentoilette, nur auf dem Lande, oder hat man das anders bezeichnet?

Gruß Reiner








was mir schmeckt und was nicht werde ich dir kaum verraten. Deine Trivialbeiträge hierzu interessieren niemanden.


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12.12.2014 11:40 (zuletzt bearbeitet: 12.12.2014 11:40)
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#127
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Zitat von Gert im Beitrag #126

was mir schmeckt und was nicht werde ich dir kaum verraten. Deine Trivialbeiträge hierzu interessieren niemanden.


@Gert , bist Du jetzt Klassensprecher.
So schlecht war doch der Beitrag vom @der glatte nicht.

"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)


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12.12.2014 11:50
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#128
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Zitat von furry im Beitrag #127
Zitat von Gert im Beitrag #126

was mir schmeckt und was nicht werde ich dir kaum verraten. Deine Trivialbeiträge hierzu interessieren niemanden.


@Gert , bist Du jetzt Klassensprecher.
So schlecht war doch der Beitrag vom @der glatte nicht.


@furry habe ich, ohne ihn zu kennen, ihm z.B. gesagt dass er aussieht wie der Glöckner von Notre Dame??


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13.12.2014 00:31
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#129
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Zitat von Gert im Beitrag #128
Zitat von furry im Beitrag #127
Zitat von Gert im Beitrag #126

was mir schmeckt und was nicht werde ich dir kaum verraten. Deine Trivialbeiträge hierzu interessieren niemanden.


@Gert , bist Du jetzt Klassensprecher.
So schlecht war doch der Beitrag vom @der glatte nicht.


@furry habe ich, ohne ihn zu kennen, ihm z.B. gesagt dass er aussieht wie der Glöckner von Notre Dame??



Jaaa, Treffer!

Meine Trivialbeiträge hast Du ja, nicht immer, aber meistens verstanden. Gelesen hast Du sie ja auch, na und das doch schon einmal etwas.

Wenn Du nun auch einmal wieder nach oben zum Thema schauen würdest, dazu könntest Du ja auch sicherlich etwas beitragen. Fragen dazu habe ich ja genug gestellt.

Gruß Reiner


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13.12.2014 10:53
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#130
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Eigentlich hab ich hier in Berlin gar keine Wohnung gesucht . Hatte keinen Antrag laufen . War ledig ( im Bullenkloster wohnend , " Am Stadtpark ", in Lichtenberg ) und hatte meine jetzige Frau kennengelernt . Möglich , das ein anderer " Verein " ein bischen Druck machte , von wegen heiraten und so .
Jedenfalls sprach mich mein GF an ( er war in der Wohnungsvergabekommission für Dienstwohnungen des Regiments .), ob ich eine Wohnung möchte .
Müßte aber einen Hochzeitstermin nennen . Da ließen wir uns einen Termin geben ( 8.8.88 ) . So bekamen wir , unverheiratet , ohne Not , im März (88) die Wohnung , renovierte sie gründlich .Richteten uns ein ( u.a. mit dem Ehekredit 7000,- ; wir kamen ja beide aus Wohnheimen ). Im Februar (89)kam dann mein Sohn zur Welt .
Aus heutiger Sicht sag ich : alles richtig gemacht . denn dann erst anfangen zu Suchen , wenn was Kleines da ist , wäre purer Stress geworden .
Ja , mein Chef ( ein Stabsoberfähnrich ) hat sich einen Kopf um seine paar Leute gemacht . Da hatte ich Glück , auch Vitamin " B " genannt .

HP6666


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28.12.2014 21:06
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#131
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meiner frau wurde gesagt sie brauchen keine ihr mann ist bei der armee und sie wohnen bei ihren Eltern das hat saub bei meinen polit gegeben und eine wohnung


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31.12.2014 13:32
avatar  Gohrbi
#132
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... .meine/unsere erste Wohnung waren 1 1/2 Zimmer mit Küche und Ofenheizung 1975. Privat besorgt, ungemeldeter leerstehender Wohnraum. Toilette über den Hof neben dem Misthaufen. Alles gleich an Ort und Stelle.
Küche bestand Kohleherd, fließend kalt Wasser, ohne Ablauf (Eimer unter dem Becken) Kühlschrank im Winter zwischen den Doppelfenster.

Danach schlug der Sozialismus voll zu. Wir bekamen 1 Kind und als Belohnung eine 4 ! ! ! Zimmerwohnung Neubau / Fernheizung. Die aber im Winter 78/79 nicht funktionierte. Danach wurde 80 ein Normalmass hergestellt. 3 Zi. Ofenheizung. Immer durch NVA-Tanten.

Antragstellung .... warten .... freuen..... Auch bei Versetzung .... Versetzung klar, Antrag stellen und Wohnung bekommen. Hat später
bei der Bw auch so funktioniert.


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24.07.2021 13:46 (zuletzt bearbeitet: 24.07.2021 13:54)
avatar  katze
#133
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Meine erste Whg. 1987 oder 88, eine 2 Raum, mit Offenfeuerung und knappen 45 m2. Block, aber Altbau und unterm Dach. Über den Betrieb bekommen, verheiratet mit Kleinkind. Küche, Bad, zwei Miniräume,du konntest nichts stellen. Anjeder Wand, entweder Tür oder Fenster. Im Wohnzimmer noch der große Kachelofen. Schwiefermutter, arbeitete im selben großen Betrieb, wie meine Frau,machte ordentlich Druck. Sie arbeitete damals noch Schichten, da hatte sie ein Druckmittel zur Hand.Zwei Jahre später, eine 3 Raum/ Neubauwohnung mit über 70 m2, Balkon und dem ganzen Luxus, wie warmes Wasser, Heizung, 4. OG. Bepo hats möglich gemacht, aber auch nur auf Antrag und so.
Nach knapp 10 Jahren Neubaugebiet, war gar nicht so uninteressant und im Haus hat alles funktioniert. Der oder die passte auf die KInder auf, wenns mal sein musste, regelmäßige Grillpartys. Arbeitseinsätze, wo auch alle mitmachten zur Verschönerung der Wohngegend. Bau Sandasten, Umgestalltung der Kellerräume (Partykeller einbezogen). Waren ja alle Mieter aus dem selben Verein (Bepo) bis auf zwei oder drei Mann, welch bei der NVA waren. Da hat noch alles gestimmt, wir waren irgndwie eine große Familie.
Bis, kurz nach der Wende, der erste auszog, weil Eigenheimbau, ja, die Neuen wollten sich nicht integrieren, waren eben Ausländer. Probleme fingen an, u.a, Hausordnung nicht gemacht, Lärm über die Mittagszeit oder gar Sonntags.
Irgendwann jeder nur noch bis zur Wohnungstür, bis auf ganz wenige Ausnahmen mit Alten Mietern, die noch da waren. Sind dann ausgezogen, wieder in die Altstadt, da wo man sich noch kannte undso.
Und hier wohne ich noch immer, Eigentum was will man machen. Jetzt, alzuange muss ich nicht mehr arbeiten, wird verkauft. Sohn hat eigenes Eigenheim, was sollen wir damit? Mal sehen, wie es wird.


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24.07.2021 20:41
#134
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Was hier alles für alte Themen zum Vorschein kommen. Es passt nicht ganz zum Thema, da es die DDR schon nicht mehr gab. Erste Wohnung passt aber. Wollte schon früher etwas schreiben, aber bei meinen Schwiegereltern war der „Westbesuch“ und aus 30 Minuten wurden 3 Stunden.
Eigentlich schreib ich das nur für Dich lieber Fred. Wollte es Dir per PN schicken. Aber dann habe ich mich an Deine Worte im Forum erinnert: “Wer es nicht lesen will der kann die Seite zuschlagen“. So in etwa jedenfalls.

1991 hatten wir unsere erste Wohnung. Meine Schwiegermutter hatte sie besorgt. Die alte Dame, die dort wohnte, war verstorben. 50qm, Wohnzimmer, Schlafzimmer, Küche, „Plumpsklo“ auf dem Hof. Waschbecken mit kaltem Wasser (später Elektroboiler unter dem Waschbecken) in der Küche, Kachelofen im WZ, kleiner Ofen im SZ. War nicht so schlimm, die Eltern meiner Freundin wohnten ja nur 100m weiter. Duschen, Wäsche waschen war dann bei „Schwiegermama“. Außerdem war ich ja bis 1995 in Hannover und meine Freundin war bei ihren Eltern in der Woche. Also „Wochenendbeziehung“. Einphasenherd in der Küche, zwei Steckdosen im WZ. Die Kabeladern waren noch mit Stoffummantelung, Schalter und Steckdosen aus Bakelit. Wahrscheinlich noch aus der Zeit der Errichtung des Hauses. Das Wohnzimmer und Schlafzimmer war nach dem Krieg das Klassenzimmer meiner Schwiegermutter. Damals ein Raum, Klassen 1-4 zusammen. Jahre später stand mal eine Gruppe Rentner vor dem Haus. Sie gingen dort auch zur Schule. Wir ließen sie in unsere Wohnung, sie erzählten wie es früher war.
Nach 1995 habe ich dann die Wohnung etwas „saniert“. Elektro neu, Decken abgehangen (Deckenhöhe um die 3,50m). Die Miete war ja recht günstig, angefangen 1991 mit ich glaube 100 DM plus Nebenkosten. Wurde aber im Laufe der Jahre auch immer etwas mehr. 1998 wurde dann im Haus eine Zentralheizung eingebaut und wir bekamen ein Bad (wurde von der Küche meines Nachbarn mit Rigips abgetrennt). So hatten wir eine eigene Dusche und einen Waschmaschinenanschluss. Schwiegermama brauchte jetzt nicht mehr unsere Wäsche waschen, hat sie aber immer gern für uns gemacht.
Im Jahr 2000 wurde unsere Tochter geboren. Mit der Zeit war die Wohnung aber für uns drei zu klein, dass „Kind“ brauchte ein eigenes Zimmer. Also zogen wir nach 13 Jahren dort aus. Unsere Wohnsituation verbesserte sich dann „geringfügig“ . Ein neues Kapitel in unserem Leben begann.

Klauwida


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25.07.2021 12:41
#135
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Ich habe mir mal dieses Thema vollständig durchgelesen. Manches kam mir bekannt vor (aus Erzählungen von damals). Diese Probleme kannte ich selbst aber nicht. Ich wohnte damals in der DDR im „Luxus“. Meine Eltern hatten ein eigenes Haus. Baujahr 1936 und in den 1960er gekauft. Selbst saniert, mit allen Problemen und Schwierigkeiten die es damals gab. Als ich geboren wurde war der „Luxus“ schon vorhanden. Bad mit Fliesen und Badewanne, Zentralheizung, eigenes Zimmer. Für mich war das normal. Mein Vater hat so gut wie alles selbst gemacht, neben der Arbeit. Andere sind in die Kneipe gegangen, er hat zu Hause „geackert“. Das wird aber bei vielen so gewesen sein denke ich. Alle Türen im Haus hat er selbst gebaut. Ein Arbeitskollege hatte eine Tischlerei als Nebenerwerb mit den entsprechenden Maschinen. Mein Vater hat dort teilweise mehr Zeit verbracht als zu Hause. Die Türen waren dann in einer Qualität so etwas gibt es heute wahrscheinlich nicht mehr und wenn dann zu extremen Preisen. Aber man konnte ja nicht in den Baumarkt gehen und es einfach kaufen.
Daher war unsere erste Wohnung auch wie ein Kulturschock. Aber wir haben uns daran gewöhnt und das Beste daraus gemacht. Daher sind es auch 13 Jahre geworden, mit kleinen Verbesserungen Stück für Stück. Wir haben also auch ganz klein angefangen. Bei vielen wird es aber genauso gewesen sein, da bin ich mir ganz sicher.

Klauwida


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