GK Sorge mit jährlich 50 versuchten Grenzdurchbrüchen !

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01.11.2013 11:41
#1
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Habe hier einen Beitrag vom KC(Major Frank Lorenz) der GK Sorge , der von jährlich 50 –60 Versuchen, die Republik illegal zu verlassen, spricht. Für mich ist das schon sehr viel, bei uns hatten wir 1-2 Versuche im ganzen Jahr .Würde mich mal interessieren wie es in anderen Abschnitten aussah. Vielleicht gibt es auch eine Statistik, wo man den Abschnitt mit den meisten Grenzverletzungen erkennen kann.

Hier mal der Link zu dem Beitrag, wer ihn noch nicht kennt : http://www.bpb.de/geschichte/deutsche-ei...eit/43883/sorge


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01.11.2013 12:24
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#2
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S51

Na ja, da zählt er aber alle zusammen. Auch jene, die noch weit in der Republik festgenommen oder auch nur angeklagt wurden und bei ihrer Vernehmung angaben, dass sie in diesem Raum "durch" wollten.
Vor Ort, ich meine, wirklich im Bereich der GK angekommen, waren es dann auch nicht mehr als im Raum Schierke oder an anderen Stellen.

GK Nord, GR 20, 7. GK, GAK
VPI B-Lbg. K III


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01.11.2013 15:23
#3
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Zitat von S51 im Beitrag #2
Na ja, da zählt er aber alle zusammen. Auch jene, die noch weit in der Republik festgenommen oder auch nur angeklagt wurden und bei ihrer Vernehmung angaben, dass sie in diesem Raum "durch" wollten.
Vor Ort, ich meine, wirklich im Bereich der GK angekommen, waren es dann auch nicht mehr als im Raum Schierke oder an anderen Stellen.


Bin der gleichen Meinung. Bei uns waren es auch höchstens 1-2 pro Jahr, wenn überhaupt.

H.

Erst stirbt der Baum und dann der Mensch !


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01.11.2013 15:40
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#4
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Der in dem Beitrag zu Wort kommende Herr Lorenz war seinerzeit der jüngste KC einer Grenzkompanie in der DDR. Sogar eine Fernsehreportage im TV der DDR wurde damals über diesen "Vorzeigeoffizier" gedreht. Diesem Mann wird u.a. auch zugeschrieben, dass es sein Verdienst sei, dass es in Sorge im November 1989 nicht zu Gewalttaten an der Grenze kam, denn er öffnete die Grenze selbst Anfang November 1989, nachdem er dies am Vorabend bei einer Zusammenkunft aller Bürger von Sorge (die in der Kirche statt fand, wenn ich das richtig in Erinnerung habe) angekündigt hatte, worauf tosender Beifall sich Bahn breitete.


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01.11.2013 15:47
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#5
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Zitat von studfri im Beitrag #4
Der in dem Beitrag zu Wort kommende Herr Lorenz war seinerzeit der jüngste KC einer Grenzkompanie in der DDR. Sogar eine Fernsehreportage im TV der DDR wurde damals über diesen "Vorzeigeoffizier" gedreht. Diesem Mann wird u.a. auch zugeschrieben, dass es sein Verdienst sei, dass es in Sorge im November 1989 nicht zu Gewalttaten an der Grenze kam, denn er öffnete die Grenze selbst Anfang November 1989, nachdem er dies am Vorabend bei einer Zusammenkunft aller Bürger von Sorge (die in der Kirche statt fand, wenn ich das richtig in Erinnerung habe) angekündigt hatte, worauf tosender Beifall sich Bahn breitete.

Vermutlich noch vor der Schabowski Pressekonferenz.


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01.11.2013 15:49
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Zitat von Mike59 im Beitrag #5
Zitat von studfri im Beitrag #4
Der in dem Beitrag zu Wort kommende Herr Lorenz war seinerzeit der jüngste KC einer Grenzkompanie in der DDR. Sogar eine Fernsehreportage im TV der DDR wurde damals über diesen "Vorzeigeoffizier" gedreht. Diesem Mann wird u.a. auch zugeschrieben, dass es sein Verdienst sei, dass es in Sorge im November 1989 nicht zu Gewalttaten an der Grenze kam, denn er öffnete die Grenze selbst Anfang November 1989, nachdem er dies am Vorabend bei einer Zusammenkunft aller Bürger von Sorge (die in der Kirche statt fand, wenn ich das richtig in Erinnerung habe) angekündigt hatte, worauf tosender Beifall sich Bahn breitete.

Vermutlich noch vor der Schabowski Pressekonferenz.


Natürlich danach.


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01.11.2013 22:51
#7
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So sehr viel weniger als diese 50 versuchten Durchbrüche werden es bei uns auch nicht gewesen sein. Das war das GR 38 bei Hennigsdorf. Sehr viel Wald, die Havel. Wimre, war gefühlt etwa jede Woche in irgendeinem Kompanieabschnitt was los. Von einem Durchbruch über die Havel aus einem Seitenarm heraus wurde mal bercihtet. Da müssen die Grenzer ziemlich geschlafen haben. Hatten wie in der Auswertung berichtet, dem scheinbaren Fischer noch geleuchtet, weil der sich irgendwo vorher in irgendwas verheddert hatte und dann war der plötzlich weg. Alles sehr komisch, jedenfalls sind die beiden Posten belangt wurden. Wie, weiß ich nicht.


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02.11.2013 03:47 (zuletzt bearbeitet: 02.11.2013 04:01)
#8
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Moin!
aaahhhh der MfS und der BND trafen sich vorne und haben Dinge beredet. Wahrscheinlich hat dann der KC Kaffee und Kuchen nach vorne
gebracht.

Gut das er dafür gesorgt hat, das nur noch daneben geschossen wurde. Ihn hätte ich gerne mal vor 1989 hören wollen.
Wie wird man eigentlich der jüngste KC der Republik? Ganz bestimmt nicht mit der Einstellung die er uns heute verkaufen möchte.

Dann doch lieber ein KC der sagt: Wir haben unseren Ehrendienst für unser Land geleistet.
Als so ein, wir hatten uns ja alle Lieb Blumen Gerede


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02.11.2013 20:52
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#9
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Zitat von Schlutup im Beitrag #8
Moin!
aaahhhh der MfS und der BND trafen sich vorne und haben Dinge beredet. Wahrscheinlich hat dann der KC Kaffee und Kuchen nach vorne
gebracht.

Gut das er dafür gesorgt hat, das nur noch daneben geschossen wurde. Ihn hätte ich gerne mal vor 1989 hören wollen.
Wie wird man eigentlich der jüngste KC der Republik? Ganz bestimmt nicht mit der Einstellung die er uns heute verkaufen möchte.

Dann doch lieber ein KC der sagt: Wir haben unseren Ehrendienst für unser Land geleistet.
Als so ein, wir hatten uns ja alle Lieb Blumen Gerede


Dieser KC war eine wahrhafte "Erleichterung" für die Soldaten gegenüber seinem Vorgänger, den er recht freundlich als "einen alten Haudegen" bezeichnet. Lorenz wurde deswegen (völlig unerwartet) KC, weil sein Vorgänger wegen des Vorwurfs homosexueller Handlungen gegen einen untergebenen Soldaten (seinem Fahrer) abgelöst wurde ("zu höheren Aufgaben ins Regiment berufen", wie es damals vor der angetretenen Truppe hieß).


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02.11.2013 21:13
#10
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Ich denke schon das kommt in etwa hin, obgleich 50 für einen Grenzbereich sich viel anhört.
Man müsste wissen auf welche Jahre er sich bezieht.
Der Harz, speziell der Südharz, war eines der Hauptangriffsziele, so zumindest meine Erinnerungen aus der Ausbildung.
Der Harz Südharz liegt im nahen Einzugsbereich von Mittelostdeutschland, Chemiedreieck und Umfeld.

Verloren ist der Tag, an dem man nicht gelacht hat.


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02.11.2013 21:17 (zuletzt bearbeitet: 02.11.2013 21:18)
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#11
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Zitat von LO-Wahnsinn im Beitrag #10
Ich denke schon das kommt in etwa hin, obgleich 50 für einen Grenzbereich sich viel anhört.
Man müsste wissen auf welche Jahre er sich bezieht.
Der Harz, speziell der Südharz, war eines der Hauptangriffsziele, so zumindest meine Erinnerungen aus der Ausbildung.
Der Harz Südharz liegt im nahen Einzugsbereich von Mittelostdeutschland, Chemiedreieck und Umfeld.



Ich denke, das Besondere war, dass Teile des Grenzabschnitts der Kompanie in Sorge ohne besondere Zutrittsberechtigung, nämlich via Bahnhof Benneckenstein zu erreichen waren. Ab Benneckenstein benötigte man besondere Papiere um dort auszusteigen aus dem Zug (Bf Sorge udnd Elend)..


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03.11.2013 02:46
#12
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Zitat von studfri im Beitrag #11
Zitat von LO-Wahnsinn im Beitrag #10
Ich denke schon das kommt in etwa hin, obgleich 50 für einen Grenzbereich sich viel anhört.
Man müsste wissen auf welche Jahre er sich bezieht.
Der Harz, speziell der Südharz, war eines der Hauptangriffsziele, so zumindest meine Erinnerungen aus der Ausbildung.
Der Harz Südharz liegt im nahen Einzugsbereich von Mittelostdeutschland, Chemiedreieck und Umfeld.



Ich denke, das Besondere war, dass Teile des Grenzabschnitts der Kompanie in Sorge ohne besondere Zutrittsberechtigung, nämlich via Bahnhof Benneckenstein zu erreichen waren. Ab Benneckenstein benötigte man besondere Papiere um dort auszusteigen aus dem Zug (Bf Sorge udnd Elend)..


Ja auch, da waren mehrere begünstigende Dinge.
Günstige Bahnanbindung nach Nordhausen, Strassenanbindung auch.
Viele aus Mittelost kannten den Harz auch aus dem Urlaub von Wanderungen oder Ski etwas.
Dazu eben weites rankommen und dann gute Deckung durch Berge, Täler und Wälder.
Das gabs in Südthüringen ja auch, aber gerade die Leute aus meiner Ecke Chemiedreieck/Grossraum Leipzig, wirds wohl dahin gezogen haben.

Ich hänge mal paar Bilder an, gemacht im Grenzmuseum Klettenberg, die Grenzverletzerbewegung der letzten Jahre.




Verloren ist der Tag, an dem man nicht gelacht hat.


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03.11.2013 07:49
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#13
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Hallo,
und die Grenzübertrittswilligen ohne ausreichende Papiere konnten sich nicht vorstellen daß die ihnen als günstig erscheinend Gegend auch von den Grenzkräften so eingeschätzt wurde und entsprechend fachlich behandelt wurde?


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03.11.2013 08:11
#14
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Meiner Meinung nach lag das an der großen Unkenntnis über den Aufbau und Organisation der GT in der Bevölkerung.
Mein Heimatort liegt nur ein paar Kilometer weg von der ehemaligen Grenze und selbst hier hatte kaum einer Kenntnis davon !

VG H.

Erst stirbt der Baum und dann der Mensch !


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03.11.2013 11:21
avatar  S51
#15
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S51

Zitat von studfri im Beitrag #9
Zitat von Schlutup im Beitrag #8
Moin!
aaahhhh der MfS und der BND trafen sich vorne und haben Dinge beredet. Wahrscheinlich hat dann der KC Kaffee und Kuchen nach vorne
gebracht.

Gut das er dafür gesorgt hat, das nur noch daneben geschossen wurde. Ihn hätte ich gerne mal vor 1989 hören wollen.
Wie wird man eigentlich der jüngste KC der Republik? Ganz bestimmt nicht mit der Einstellung die er uns heute verkaufen möchte.

Dann doch lieber ein KC der sagt: Wir haben unseren Ehrendienst für unser Land geleistet.
Als so ein, wir hatten uns ja alle Lieb Blumen Gerede


Dieser KC war eine wahrhafte "Erleichterung" für die Soldaten gegenüber seinem Vorgänger, den er recht freundlich als "einen alten Haudegen" bezeichnet. Lorenz wurde deswegen (völlig unerwartet) KC, weil sein Vorgänger wegen des Vorwurfs homosexueller Handlungen gegen einen untergebenen Soldaten (seinem Fahrer) abgelöst wurde ("zu höheren Aufgaben ins Regiment berufen", wie es damals vor der angetretenen Truppe hieß).


Ach, da war noch mehr. Auf das Konto seines Vorgängers kamen auch Vorkommnisse bei gescheiterten Fluchtversuchen mit denen er sich auch in den Offizierskreisen dort keinen Ruhm erworben und der sich lange "erhalten" hat. Jedoch bei ihm nur vorbei... Er hat jedoch eindeutig Wert auf korrekte Anwendung der Gesetze gelegt.
Manchmal muss man bei vielen schon immer Gegnern schon schmunzeln. Vor allem, wenn man die früheren Töne kennt.
Trotzdem hatte die GK Sorge noch zu meiner Zeit im GB II eher den Ruf einer Strafversetzung als den eines ruhigen Grenzerlebens... Ähnlich, wie Scharfenstein im GB I.

GK Nord, GR 20, 7. GK, GAK
VPI B-Lbg. K III


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