Reisekader der DDR

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02.11.2013 18:57
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#361
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Zitat
Es waren nicht nur sozialistische Aufbauhelfer. Auch einfach Ingenieure.


Hallo,
und auch ganz einfache Facharbeiter. (mit und ohne Abzeichen, mit und ohne Trauring)

Noch ein paar Hinweise.
-"Oma" war kein Reisekader sondern durfte Reisen.
Reise"Kader", das sagt schon das Wort, sind im dienstlichen Auftrag unterwegs,
wobei es schnuppe ist ob von irgendeiner Behörde oder dem einfachen VEB-Betrieb.

- Nix nur mit "sozialistischem Aufbauhelfer" sondern auch vielmals ganz einfache wirtschaftliche
Vertragserfüllung. Damit kamen auch Devisen ins Land.


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02.11.2013 20:13
#362
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Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #303
Gert, der Hinweis auf die Kaderkte hätte vollkommen gereicht.

LG von der grenzgaengerin



Mein Vater hatte mal gesagt, wenn seine beiden Töchter einen Kerl anschleppen, der ihm nicht geheuer erscheint, läßt er sich von dessen Kaderleiter mal die Kaderakte kommen. Hatte er allerdings nie praktiziert, obwohl meine Schwestern in ihrer Sturm- und Drang-Zeit so machen Bock geschossen hatten.


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02.11.2013 20:25 (zuletzt bearbeitet: 02.11.2013 20:26)
#363
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Zitat von Gert im Beitrag #321
Zitat von 4.Zug 4.Kompanie GAR-40 im Beitrag #319
Zum Thema Berufsverbote in der BRD nur so viel.

Da ja hinreichend bekannt war, dass der Kommunismus die falsche Idee ist und ohnehin verschwinden wird, konnte man doch keine Leute, die dermaßen verbildet waren, in den Staatsdienst lassen.

Aber macht das Thema ruhig auf, darauf warten ein paar Sauentreiber sicher schon ganz sehnsüchtig drauf.



nein deine Begründung ist nicht richtig, aber du kannst es ja nicht besser wissen, weil du nicht in der Bundesrepublik gelebt hast.
Die wirkliche Begründung ist: die Kommunisten wollten gewaltsam diesen Staat und seine freiheitliche Grundordnung beseitigen.


edit fähler


Rot: Soso, gewaltsam. Also Kommunisten = Rote Armee-Fraktion. Oder wie meinst Du das ? Unser Bekannter aus Kassel, den mein Vater im Rahmen gewerkschaftlicher Kontakte in den 50ern kennenlernte, war Mitglied der DKP und arbeitete hauptamtlich gewerkschaftlich. Eine genehmigte Partei. Habe während der Besuche in Erfurt bei uns nie auch nur die Andeutung herausgehört, daß der Kapitalismus mit Gewalt beseitigt werden sollte. Also wieder mal einer der spontanen Schnellschüsse ohne konkrete Angaben von Dir.


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02.11.2013 20:36 (zuletzt bearbeitet: 02.11.2013 20:39)
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#364
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02.11.2013 20:47 (zuletzt bearbeitet: 02.11.2013 20:48)
#365
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Zitat von Harzwanderer im Beitrag #364
Siehe hier: Die Gruppe Ralf Forster

http://de.wikipedia.org/wiki/Gruppe_Ralf_Forster


Ja und ? Unter gewaltsamer Beseitigung des Kapitalismus durch die Kommunisten verstehe ich den gewaltsamen Kampf zu allen Zeiten, also auch während "normalen" innenpolitischen Situationen. Bei bevorstehenden militärischen Auseinandersetzungen zwischen den Blöcken oder eines revolutionären Umsturzes ist es eine andere Sache. Das wäre unlogisch anzunehmen, daß dann Gegner des Systems passiv bleiben. Solche sog. "Schläfer" gab es auf beiden Seiten des "Eisernen Vorhanges". Und noch was. Wenn es als legitim gesehen wird, eine sozialistische Gesellschaftsordnung gewaltsam zu beseitigen, ist es umgekehrt ebenso legitim.


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02.11.2013 20:51
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#366
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Zitat von DoreHolm im Beitrag #363
Zitat von Gert im Beitrag #321
Zitat von 4.Zug 4.Kompanie GAR-40 im Beitrag #319
Zum Thema Berufsverbote in der BRD nur so viel.

Da ja hinreichend bekannt war, dass der Kommunismus die falsche Idee ist und ohnehin verschwinden wird, konnte man doch keine Leute, die dermaßen verbildet waren, in den Staatsdienst lassen.

Aber macht das Thema ruhig auf, darauf warten ein paar Sauentreiber sicher schon ganz sehnsüchtig drauf.



nein deine Begründung ist nicht richtig, aber du kannst es ja nicht besser wissen, weil du nicht in der Bundesrepublik gelebt hast.
Die wirkliche Begründung ist: die Kommunisten wollten gewaltsam diesen Staat und seine freiheitliche Grundordnung beseitigen.


edit fähler


Rot: Soso, gewaltsam. Also Kommunisten = Rote Armee-Fraktion. Oder wie meinst Du das ? Unser Bekannter aus Kassel, den mein Vater im Rahmen gewerkschaftlicher Kontakte in den 50ern kennenlernte, war Mitglied der DKP und arbeitete hauptamtlich gewerkschaftlich. Eine genehmigte Partei. Habe während der Besuche in Erfurt bei uns nie auch nur die Andeutung herausgehört, daß der Kapitalismus mit Gewalt beseitigt werden sollte. Also wieder mal einer der spontanen Schnellschüsse ohne konkrete Angaben von Dir.




das hat mit RAF nichts zu tun, das waren Kriminelle Terroristen, die nicht mal wussten wie man Kommunismus schreibt.Die KPD war eine 5.Kolonne Moskaus und der SED. Man kann doch nicht erwarten, das in dieser kältesten Phase des kalten Krieges solche kalten Krieger auf dem eigenen Territorium geduldet wurden.
Aber hier kannst du es nachlesen was in den 50ern zum Verbot der KPD führte :

http://de.wikipedia.org/wiki/KPD-Verbot


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02.11.2013 20:54 (zuletzt bearbeitet: 02.11.2013 20:55)
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#367
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Zitat
Und noch was. Wenn es als legitim gesehen wird, eine sozialistische Gesellschaftsordnung gewaltsam zu beseitigen, ist es umgekehrt ebenso legitim.



Wer hat das als legitim angesehen? Der Westen hat den Osten jedenfalls nicht gewaltsam beseitigt. Das Volk oder die jeweiligen Völker haben ihre Ost-Systeme abgeschafft.

Und Gladio, falls Du das meinst, war eine "Stay behind-Organisation", die sich überrollen lassen sollte und im Rücken des Gegners, aber auf eigenem Gebiet, kämpfen sollte. Nix mit gewaltsam beseitigen.


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02.11.2013 20:55 (zuletzt bearbeitet: 02.11.2013 20:56)
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#368
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Zitat von DoreHolm im Beitrag #365
Zitat von Harzwanderer im Beitrag #364
Siehe hier: Die Gruppe Ralf Forster

http://de.wikipedia.org/wiki/Gruppe_Ralf_Forster


Ja und ? Unter gewaltsamer Beseitigung des Kapitalismus durch die Kommunisten verstehe ich den gewaltsamen Kampf zu allen Zeiten, also auch während "normalen" innenpolitischen Situationen. Bei bevorstehenden militärischen Auseinandersetzungen zwischen den Blöcken oder eines revolutionären Umsturzes ist es eine andere Sache. Das wäre unlogisch anzunehmen, daß dann Gegner des Systems passiv bleiben. Solche sog. "Schläfer" gab es auf beiden Seiten des "Eisernen Vorhanges". Und noch was. Wenn es als legitim gesehen wird, eine sozialistische Gesellschaftsordnung gewaltsam zu beseitigen, ist es umgekehrt ebenso legitim.


rot mark.
das hat doch die westdeutsche Seite nicht getan,. Im Übrigen, wenn man umgekehrt solche Agitatoren gegen den soz. Staat in der DDR gehabt hätte, mal die Frage an dich @DoreHolm , wie lange wäre die Halbwertzeit dieser "Kämpfer " gewesen, bevor sie in HSH eingefahren wären?

P.S du bist vielleicht der falsche Adressat für diese Frage, aber @Feliks könnte dazu sicher etwas sagen


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02.11.2013 22:18
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#369
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Zitat von schnatterinchen im Beitrag #340
Zitat von diefenbaker im Beitrag #336
Ich werde mal die nächsten 20 Beiträge mit Lesen aussetzen und danach schauen, ob der Thread dann noch lebt.

Wolfgang


Das wollen wir doch mal hoffen.
Mal zurück zu den Reisekadern der DDR. Die hier vertretenen sind scheinbar eher von einer Fraktion. Nicht mit zivilen Aufträgen betraut gewesen
Da kann man wohl auch naturgemäß kein ausgewogenes Bild erwarten.Ist zwar auch interessant aber die zivile Komponente speziell die Wirkung der NSW Reisekader auf ihr Umfeld in der DDR wäre für mich interessant.Eigentlich schade.
Kann mir doch keiner erzählen, daß bei den Verhältnissen wie sie damals in der DDR herrschten das alles soooo normal war, wie hier der Eindruck entsteht.




Hallo @schnatterinchen ,

Was möchtest Du denn konkret wissen?
Mein Vater kaufte für das Textilkombinat Cottbus Maschinen im SW (VR Polen und Sowjetunion) und im NSW (BRD, Belgien und Italien). Die Wirkung auf sein Umfeld war die, daß z.B. sowohl die Weberei, als auch die Spinnerei des VEB Feintuch Finsterwalde im Jahr 1988 mit hochmodernen Maschinen aus Belgien ausgestattet wurden. In den neu gebauten Hallen entstanden saubere und produktivere Arbeitsplätze.
Da gab es keine militärische Komponente. Trotzdem wurde hart verhandelt, wobei die Währung, in der abgerechnet wurde, eine nicht unwichtige Rolle spielte. Das MAH verließ sich auf Fachkräfte. Deshalb kann ich Dir versichern, daß es sich nicht um Urlaubsreisen handelte. Die fachliche Komponente war entscheidend, wie @Vierkrug schon anklingen ließ.

Viele Grüße,

Kurt


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02.11.2013 23:37 (zuletzt bearbeitet: 03.11.2013 01:39)
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#370
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Zitat von Kurt im Beitrag #369
Zitat von schnatterinchen im Beitrag #340
Zitat von diefenbaker im Beitrag #336
Ich werde mal die nächsten 20 Beiträge mit Lesen aussetzen und danach schauen, ob der Thread dann noch lebt.

Wolfgang


Das wollen wir doch mal hoffen.
Mal zurück zu den Reisekadern der DDR. Die hier vertretenen sind scheinbar eher von einer Fraktion. Nicht mit zivilen Aufträgen betraut gewesen
Da kann man wohl auch naturgemäß kein ausgewogenes Bild erwarten.Ist zwar auch interessant aber die zivile Komponente speziell die Wirkung der NSW Reisekader auf ihr Umfeld in der DDR wäre für mich interessant.Eigentlich schade.
Kann mir doch keiner erzählen, daß bei den Verhältnissen wie sie damals in der DDR herrschten das alles soooo normal war, wie hier der Eindruck entsteht.




Hallo @schnatterinchen ,

Was möchtest Du denn konkret wissen?
Mein Vater kaufte für das Textilkombinat Cottbus Maschinen im SW (VR Polen und Sowjetunion) und im NSW (BRD, Belgien und Italien). Die Wirkung auf sein Umfeld war die, daß z.B. sowohl die Weberei, als auch die Spinnerei des VEB Feintuch Finsterwalde im Jahr 1988 mit hochmodernen Maschinen aus Belgien ausgestattet wurden. In den neu gebauten Hallen entstanden saubere und produktivere Arbeitsplätze.
Da gab es keine militärische Komponente. Trotzdem wurde hart verhandelt, wobei die Währung, in der abgerechnet wurde, eine nicht unwichtige Rolle spielte. Das MAH verließ sich auf Fachkräfte. Deshalb kann ich Dir versichern, daß es sich nicht um Urlaubsreisen handelte. Die fachliche Komponente war entscheidend, wie @Vierkrug schon anklingen ließ.

Viele Grüße,

Kurt


Habe Hunderte/Tausende zivile DDR-Reisekader kennengelernt.
Die fachliche Komponente war immer die Grundlage.Vielleicht sollten sich manche ergoogeln welche Projekte von der DDR im Ausland realisiert und garantietechnisch betreut wurden.Manche sehr personalintensiv.

Diesen Mann zum Beispiel:

http://www.dieter-baumgarten.de/DDR-Indien-WMW.htm

http://www.dieter-baumgarten.de/IRAK/Irak-WMW.htm

Oder diesen hier:

http://www.amazon.com/Erlebnis-Syrien-Si...k/dp/B004WGZIA0

Leute von Hunderten und Tausenden,die ich kennenlernen durfte.DDR-Reisekader.
Dieter Baumgarten ist 2011 verstorben.Zeitzeugen werden immer weniger.


seaman


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02.11.2013 23:55
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#371
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Zitat von elster427 im Beitrag #337
Warum reagiert ihr jedes mal auf diese Themenzerstören.
Wenn keiner drauf anspringt, machts doch keinen Spass mehr!
Also bis bald Jan


Dein Wort in Gottes Ohr!!!!!!!!!!!!


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03.11.2013 00:58
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#372
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@seaman Das war ein kluger Mensch der Klaus-Dieter Baumgarten und es ist eine sehr gute und lesenswerte Analyse
http://www.dieter-baumgarten.de/DDR-Indien-WMW.htm


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03.11.2013 06:11 (zuletzt bearbeitet: 03.11.2013 06:12)
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#373
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Zitat von Eisenacher im Beitrag #372
@seaman Das war ein kluger Mensch der Klaus-Dieter Baumgarten und es ist eine sehr gute und lesenswerte Analyse
http://www.dieter-baumgarten.de/DDR-Indien-WMW.htm


Deshalb habe ich diese links stellvertretend für viele damals im Ausland tätige DDR-Bürger eingestellt.

seaman


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03.11.2013 13:15 (zuletzt bearbeitet: 03.11.2013 13:15)
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#374
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Eine große Gruppe der "Reisekader" wurde hier noch garnicht angesprochen - die Sportler. Und eine etwas kleinere - die Künstler. Alles weitgehend Menschen aus dem zivilen Leben.

LG von der grenzgaengerin


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03.11.2013 13:21 (zuletzt bearbeitet: 03.11.2013 13:47)
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#375
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Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #374
Eine große Gruppe der "Reisekader" wurde hier noch garnicht angesprochen - die Sportler. Und eine etwas kleinere - die Künstler. Alles weitgehend Menschen aus dem zivilen Leben.

LG von der grenzgaengerin


Dann gab es da noch ein paar tausend Seeleute der Handelsmarine und Hochseefischerei.

seaman


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