Intershop

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27.10.2013 00:16
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#76
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Auf der suche nach "Intershop - Kriminalität" bin ich auf folgendes Foto gestossen - Westwaren aus dem Container?


http://einestages.spiegel.de/static/entr...r=1&a=25863&c=1

Oder seriös gefragt: Gab es auch mobile Intershop - Verkaufsstellen?

LG von der grenzgaengerin


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27.10.2013 00:18
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#77
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94

In #17 erwähnte @Sperrbrecher in der Zwingli-Straße soll man dort wohl auch schon mal die Fenster eingeschlagen haben. Ob das nun der revolutionäre Volkszorn ob der Auswucherungen des darbenden und faulenden Kapitalismus oder es nur die niederen Instinkte nicht ganz so idealistischer Mitbürger eventuell auch in einer Zueignungsabsicht fremde und bewegliche Sachen wegnehmen wollten (vulgo Diebstahl genannt)?


Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #76
Gab es auch mobile Intershop - Verkaufsstellen?
P.S. laut Bildquelle Spiegel 'Kreistadt Sternberg 1987'
In der gleichen Bildserie noch 'Intershop am Kurhaus in Ahrenshoop 1989' ...
http://einestages.spiegel.de/static/entr...shoop_1989.html

(Jetzt abba N8!)


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27.10.2013 00:32
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#78
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In Eisenach haben mal Jugendliche den Intershop in der Bahnhofstr. in der Nacht von Samstag zu Sonntag geknackt. Gitter aufgesägt und Scheibe eingeschlagen. Die saßen schon Sonntag hinter schwedischen Gardinen, da sie versuchten Sonntag früh, die geklauten Jeans 500m weiter am Bahnhof zu versilbern. Die hatten dann 18Monate Zeit, darüber nachzudenken , ob sie nicht irgend etwas falsch gemacht haben.


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27.10.2013 00:37
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#79
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Das Trassenarbeiter Devisen bekamen ist mir neu. Sie hatten aber die Möglichkeit für das verdiente Geld, Konsumgüter ohne Wartezeiten zu erwerben. Ein Schulfreund konnte sich so seinen Trabant, ein Farbfernsehgerät und einen Gefrierschrank kaufen, nach einem Jahr Trasse.


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27.10.2013 01:07
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#80
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Wer im Intershop so eine Rechnung bekommen hat


http://www.ddr-museum.de/de/museum/objek...rshop?downloads

hat bestimmt etwas höherwertiges erworben.

Wie war das eigentlich mit Garantiefristen und Umtausch von fehlerhaften Produkten? Galten Garantiefristen Ost oder West?

LG von grenzgaengerin


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27.10.2013 02:50
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#81
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Auf Intetshops und Westkontakte waren die meisten DDR Buerger damals nicht angewiesen. In der DDR gabs alles notwendige zu kaufen. Auch ohne DM. Westkontakte waren fuer manche die Kontakte dieser Art nicht hatten , sicherlich intetessant. Aus verschiedenen Gruenden.


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27.10.2013 04:02
#82
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Zitat von West_Tourist im Beitrag #81
Auf Intetshops und Westkontakte waren die meisten DDR Buerger damals nicht angewiesen. In der DDR gabs alles notwendige zu kaufen. Auch ohne DM. Westkontakte waren fuer manche die Kontakte dieser Art nicht hatten , sicherlich intetessant. Aus verschiedenen Gruenden.


Na dann erzaehle mal was alles so notwendig ist? Kann mich noch an einen Besuch aus Stuttgart erinnern: Wir schlenderten durch die Babelsberger City an einem Geschaeft vorbei wo gross geschrieben stand: ''Gesund ernaehren mit Vitamine'' In der Auslage sah man ein paar Kisten mit Aepfeln, ein paar Mohrrueben, paar Salatkoeppe und ein paar Zwiebeln. Unser Besuch kam sich wohl vor wie bei Versteckte Kamera und waren etwas sprachlos. Alles notwendige war wohl vorhanden...


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27.10.2013 05:32
avatar  furry
#83
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Bei meiner letzten Reise nach Vietnam 1988 bekamen wir unser Tagegeld in Dollar ausgezahlt. Die Jahre zuvor war es die Landeswährung Dong.
Da nebenbei noch ein paar Tauschgeschäfte getätigt wurden, hatte ich am Ende der Reise 325 Dollar. Diese sollten zwar bei der Botschaft eingezahlt werden, um dann auf einem Genex-Konto zu landen. Diesen Wunsch konnte ich nicht erfüllen, das Geld trat mit mir die Heimreise an, wurde zum Kurs 1 : 1,82 in Forumschecks getauscht. Verplempern im Intershop wollte ich diese Summe aber nicht. Es wurde nochmal getauscht, diesmal 1 : 6. Aus dieser Summe wurde dann eine große Kühltruhe der Marke Foron, die bis 2012 treu ihren Dienst tat.


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27.10.2013 07:53
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#84
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Zitat von West_Tourist im Beitrag #81
Auf Intetshops und Westkontakte waren die meisten DDR Buerger damals nicht angewiesen. In der DDR gabs alles notwendige zu kaufen. Auch ohne DM. Westkontakte waren fuer manche die Kontakte dieser Art nicht hatten , sicherlich intetessant. Aus verschiedenen Gruenden.


Rot : Stimmt,gestorben sind die nicht,und genug zu Essen hatten die auch.
Grün : Dich hätte ich dringend gebraucht bei meinem Hausbau

P.S. Naja,Entschuldigt,die Uhrzeit


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27.10.2013 08:12
#85
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Zitat von West_Tourist im Beitrag #81
Auf Intetshops und Westkontakte waren die meisten DDR Buerger damals nicht angewiesen. In der DDR gabs alles notwendige zu kaufen. Auch ohne DM. Westkontakte waren fuer manche die Kontakte dieser Art nicht hatten , sicherlich intetessant. Aus verschiedenen Gruenden.



Gut, wenn man die Ansprüche etwas runterschraubt, mag es stimmen. Meine Datsche habe ich auch ohne Beziehungen hochgezogen. Man mußte sich halt kümmern. Mein westdeutscher Tauschpartner, der mich im April 89 besuchte, fragte vorher, was ich brauche. Am dringendsten brauchte ich damals einen 9 mm-Widia-Bohrer. Bei uns gab es nur die Abstufungen in runden Zahlen, also 4, 6, 8 und 10 mm. Hat er dann mitgebracht. Aber ich will Dir mal die Story kurz erzählen. Mit meinem Tauschpartner (Minerale) war ich im Museum und an Mineralfundstellen. In dieser Zeit machte meine Frau mit seiner Frau einen Stadtbummel, weil sie wissen wollte, wie bei uns die Versorgung ist. Ihr Fazit: "Bei Euch gibt es ja eigentlich alles !". Später beichtete sie meiner Frau, daß sie froh ist, einiges im Auto gelassen zu haben. Da hatte sie Nudeln, Mehl, Reis u a. Grundnahrungsmittel drin, weil sie glaubte, sie bekäme hier nicht genug zu essen. Sie hätte sich blamiert bis auf die Knochen. Tja, Rheinld.-Pfalz, keine sonstigen Kontakte in die DDR und weit weg, da können sich schon mal etwas verschrobene Vorstellungen vom leben in der DDR herausbilden.


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27.10.2013 08:49
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Zitat von DoreHolm im Beitrag #85
Zitat von West_Tourist im Beitrag #81
Auf Intetshops und Westkontakte waren die meisten DDR Buerger damals nicht angewiesen. In der DDR gabs alles notwendige zu kaufen. Auch ohne DM. Westkontakte waren fuer manche die Kontakte dieser Art nicht hatten , sicherlich intetessant. Aus verschiedenen Gruenden.



Gut, wenn man die Ansprüche etwas runterschraubt, mag es stimmen. Meine Datsche habe ich auch ohne Beziehungen hochgezogen. Man mußte sich halt kümmern. Mein westdeutscher Tauschpartner, der mich im April 89 besuchte, fragte vorher, was ich brauche. Am dringendsten brauchte ich damals einen 9 mm-Widia-Bohrer. Bei uns gab es nur die Abstufungen in runden Zahlen, also 4, 6, 8 und 10 mm. Hat er dann mitgebracht. Aber ich will Dir mal die Story kurz erzählen. Mit meinem Tauschpartner (Minerale) war ich im Museum und an Mineralfundstellen. In dieser Zeit machte meine Frau mit seiner Frau einen Stadtbummel, weil sie wissen wollte, wie bei uns die Versorgung ist. Ihr Fazit: "Bei Euch gibt es ja eigentlich alles !". Später beichtete sie meiner Frau, daß sie froh ist, einiges im Auto gelassen zu haben. Da hatte sie Nudeln, Mehl, Reis u a. Grundnahrungsmittel drin, weil sie glaubte, sie bekäme hier nicht genug zu essen. Sie hätte sich blamiert bis auf die Knochen. Tja, Rheinld.-Pfalz, keine sonstigen Kontakte in die DDR und weit weg, da können sich schon mal etwas verschrobene Vorstellungen vom leben in der DDR herausbilden.




Ja das stimmt.
Nach 24 Jahren Abstand zur Verflossenen DDR auch. Gell Dore.


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27.10.2013 09:14
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Zitat von schnatterinchen im Beitrag #86

Ja das stimmt.
Nach 24 Jahren Abstand zur Verflossenen DDR auch. Gell Dore.



Das mag sein. Vermutlich sind die Ansichten eines Menchen aus der Eifel über das Leben im Bayrischen Wald genauso verschroben: Kein Wissen, weil kein Interesse.

Ich habe es in einem anderen Zusammenhang schon mal erwähnt: Bei jedem Besuch ist mir aufgefallen, welch hohen Stellenwert die Berichterstattung in den DDR-Medien über die Bundesrepublik hatte. Natürlich und ausschließlich negative Berichte, ich kann mich an keinen einzigen Beitrag erinnern, in dem die BRD mal gut wegkam.

Anders herum gab es recht wenig Nachrichten aus der DDR. Auf politischer Ebene ja, aber ansonsten? Über das Alltagsleben in der DDR war denen, die dort nie zu Besuch waren (von einer Stippvisite im Osten bei den obligatorischen Klassenfahrten nach Berlin mal abgesehen, aber die zählen wohl nicht) so gut wie nichts bekannt. Das kann etwas mit mangelndem Interesse zu tun gehabt haben, dürfte aber noch viel stärker in den eingeschränkten Arbeits- und Berichtsmöglichkeiten der (West)Journalisten begründet liegen. Welcher DDR-Bürger wäre in den 60er oder 70er Jahren wohl bereit gewesen (sofern die Drehgenehmigung dafür überhaupt erteilt worden wäre), vor die Westkameras zu treten und unverhohlen über Missstände zu berichten? Kaum jemand, denn geändert hätte er nichts, sich dafür wahrscheinlich ein paar erhebliche Nachteile eingefangen.

Und auch das eine oder andere Interview, das mit Flüchtlingen geführt wurde, diente nicht der Wahrheitsfindung: Die Meisten waren voller Hass oder zumindest Ablehnung gegenüber der DDR, froh im Westen zu sein und entsprechend fielen ihre Kommentare aus.

Und so erklärt sich relativ einfach, warum im Westen ein total schiefes Bild über den Alltag in der DDR entstand: Wo Wissen fehlt, blüht die Phantasie.


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27.10.2013 09:14
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Zitat von eisenringtheo im Beitrag #62
Geld arbeitet, sagt man. Und wenn es nur Bankzinsen einer Schweizer Bank sind...
Theo



da staune ich aber Theo ??

http://www.tagesschau.de/wirtschaft/negativzinsen100.html


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27.10.2013 09:22
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#89
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Was wird hier für ein Bild gezeichnet?

Das Bild, dass man in der DDR von seinen Schwestern und Brüdern im Westen hatte, war genauso verschroben. Nicht jeder Bundesbürger konnte so einfach 500, 1.000 oder gar mehr DM hinblättern, wenn er auf Besuch in der DDR war. Und die wenigsten haben so etwas erwartet. Zumindest ich nicht. Für viele war auch schon der Umtausch bei der Einreise in die DDR, wenn sie mit der gesamten Familie gekommen sind eine nicht unerhebliche Investition.

Und wenn sie dann je nach Versorgungslage in der DDR Kaffee, Backzutaten für die Weihnachtsbäckerei oder ähnliches mitgebracht haben, dann hat sich das Hausfrauenherz gefreut. Und wenn dann ein paar Linsen dazwischen waren, war das auch nicht weiter schlimm.

Für mich waren die Gespräche wichtig. Nicht über Konsum, sonderm über Lebensvehältnisse, die mehr ein schlossen, als der Preisvergleich von grünen Gurken.

LG von der grenzgaengerin


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27.10.2013 09:28
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Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #89
Für viele war auch schon der Umtausch bei der Einreise in die DDR, wenn sie mit der gesamten Familie gekommen sind eine nicht unerheliche Investition.



Wohl wahr. Ich bin öfter mit meiner damaligen Frau und meinen Eltern per PKW eingereist. Und wir haben uns sehr wohl überlegt, ob wir die Grenze (Bergen/Salzwedel) um 23:30 passieren oder - zum Teil bei klirrender Kälte - uns noch auf einem Parkplatz 500 m vor der Grenze ne halbe Stunde die Beine in den Bauch stehen: 4 x 25 = 100 DM machten die Entscheidung leicht.


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