Ein Gruß an die "alten" Hasen der DDR-Grenze

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08.07.2009 20:12
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#1
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Hallo an alle "Grenzer"

Interessant mal solch ein Forum zu finden, ich hoffe es endwickelt sich so gut weiter.
Mich hat das Gebiet der DDR zwar schon immer interessiert, aber die politische Lage im Westen und die politische Einstellung meiner Lehrer hat mir die Motivation genommen, mich näher damit zu beschäftigen.
Als ich 1984 dann aber dennoch zum ersten Mal als Schüler auf Klassenfahrt in die DDR "musste" wurde ich doch neugierig. Leider hat es ein netter Herr in einer grauen Uniform und mit einem lustigen Helmchen geschafft eine gewisse Abneigung gegen diesen Staat zu schüren. Einige Tage mit blauen und geprellten Rippen auf Klassenfahrt zu sein war nicht so der Hit.
Jetzt bin ich als Erwachsener anfang der 1990er Jahre beruflich mal nach Berlin gekommen, habe mit einem Motorradsport Club dann zwischendurch nochmal Berlin besucht und auf der Rückfahrt aus Polen war ich 1996 das letzte Mal im "Osten". Bis ich 2003 dann wieder beruflich ins Land Brandenburg und über Magdeburg wieder zurück in den "Westen" fuhr.
Seither versuche ich mindestens einmal pro Jahr das Gebiet der EX-DDR zu besuchen, alleine schon um mal was anderes zu sehen und auch andere (nette) Menschen kenne zu lernen.
Jetzt frage ich mich jedesmal wenn ich die alte Grenze passiere, wo genau diese Linie verlief. Alte aber recht ungenaue Karten habe ich mir schon besorgt und hoffe, das ich hier in diesem Forum gleich gesinnte finde, die evtl. schon Karten besitzen und mir diese vielleicht als Kopie zur Verfügung stellen würden.
Es ist mit ein persönliche Anliegen, da ich die ehemalige Grenze nur einmal als Schüler besucht habe und auch weil meine Tochter auch schon anfängt zu fragen: "Papa wie war das damals mit der DDR Grenze, warum stehen da solche (Grenz) Häuser rum?" Hat sie mal gefragt als wir an einer restaurierten ehemaligen Grenzanlage und einem Grenzlandmuseum vorbeifuhren.

Ich hoffe meine Vorstellung war nicht zu lang und ich habe keinem auf die Füsse getreten.!?:
Würd mich freuen, wenn sich was ergibt.

Liebe Grüße EX-T


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08.07.2009 20:16
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#2
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sei willkommen bei uns und les dich ein


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08.07.2009 20:21
#3
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Hallo EX-Taro,

herzlich Willkommen im Forum. Mit den "Grenzern" meinst Du sicherlich im weiteren Sinne alle, die sich hier im Forum mit dem Thema DDR-Grenze auseinandersetzen. Insofern trittst Du niemandem auf die Füße. Ich hoffe, wir können Dir helfen, Deiner Tochter dieses Stück der Welt und der Geschichte zu erschließen. Du musst uns dann aber auch mit Deinen oder meinetwegen auch ihren Fragen löchern und und in der Diskussion zur Seite stehen. Lies Dich ein und häng Dich rein! Viel Spaß dabei!

Bis neulich im Forum!
Rainman


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08.07.2009 20:37
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#4
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Grüß Gott der Herr.

Ich hoffe wir bekommen dich hier satt mit Infos rund um die Grenze und dem Rest der DDR.


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08.07.2009 20:41
#5
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Hallo Taro.grüß Dich hier im Grenzforum,hoffe Du wirst Dich hier zurecht finden.

Ich habe mal gleich eine Frage an Dich.Wie kann ich Deinen Textabschnitt hier verstehen.
Als ich 1984 dann aber dennoch zum ersten Mal als Schüler auf Klassenfahrt in die DDR "musste" wurde ich doch neugierig. Leider hat es ein netter Herr in einer grauen Uniform und mit einem lustigen Helmchen geschafft eine gewisse Abneigung gegen diesen Staat zu schüren. Einige Tage mit blauen und geprellten Rippen auf Klassenfahrt zu sein war nicht so der Hit.
Würde mich etwas näher interessieren-diese Pasage-


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08.07.2009 23:03
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Zitat von Rostocker
Hallo Taro.grüß Dich hier im Grenzforum,hoffe Du wirst Dich hier zurecht finden.

Ich habe mal gleich eine Frage an Dich.Wie kann ich Deinen Textabschnitt hier verstehen.
Als ich 1984 dann aber dennoch zum ersten Mal als Schüler auf Klassenfahrt in die DDR "musste" wurde ich doch neugierig. Leider hat es ein netter Herr in einer grauen Uniform und mit einem lustigen Helmchen geschafft eine gewisse Abneigung gegen diesen Staat zu schüren. Einige Tage mit blauen und geprellten Rippen auf Klassenfahrt zu sein war nicht so der Hit.
Würde mich etwas näher interessieren-diese Pasage-


Das gleiche habe ich mich auch gefragt. Ich war wie oft drüben und hatte solch "derbe" Begegnungen nicht. Merkwürdige verbale Begegnungen, ja, Angst man könnte im meinem Fz etwas finden was ich vergessen habe auszuräumen und was ich nicht mitführen darf, aj, Angst was passiert wenn man mir muss in das Abfertigungshäuschen (oder wie immer die Bude hieß) ja, fürchterliche Angst als ich Sachen aus der DDR raus geschmuggelt habe, ja, aber blaue Flecken??? Vielleicht hätte ich die gehabt wenn sie mich bei letzterem erwischt hätten. Ging Gott sei Dank immer gut hat aber viel Nerven gekostet.


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09.07.2009 09:57
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#7
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Moin moin @ All

Zu dem erwähnten Zitat:

Ich war gerade 15 Jahre und auf Klassenfahrt mal einen Tag in Ost-Berlin. Nach einer recht langen Warterei und so ohne Vorbereitung in den Osten zu kommen war für viele von uns damals Langweilig. Aus Angst etwas falsch zu machen sind wir den ganzen Tag nur rumgelaufenn und natürlich hatten wir auch alle Plattfüße.
Am Grenzbahnhof Friedrichstrasse (?glaub ich?) mussten wir dann noch auf den Zug gen Westen warten. Kaum ein Sitzplatz war noch frei in der Bahnhofshalle, also hab ich mich auf eine Treppe gesetzt. Da stand dann plötzlich ein VoPo neben mir und meinte unwirsch zu mir sowas wie: " Genosse Da kannst du nicht so einfach rumsitzen, aufstehen ". Naja ihr wisst ja wie so Halbstarke und Großmäulige Jungens so sind, ich habe mich natürlich etwas aufgeplustert und war wohl etwas patzig. Das hat dem Kameraden Anlass zu einer körperlichen Reaktion gegeben und ich hatte einen Gewehrschaft, das Schulterstück in den Rippen. Sein Kamerad hat ihn dann aber weiter zurückgehalten.
Die Herrische Art und das von obern herab anmachen kann ich immer noch nicht leiden, ich muss meinem Gesprächspartner immer in die Augen sehen können um ein vernünftiges Gespräch zu führen. Heute würde ich das als Überreaktion oder Amtsmissbrauch ansehen und es strafrechtlich verfolgen lassen wegen Nötigung und Körperverletzung.
Mit den Erfahrungen die ich nach der Wende gemacht habe, wäre der VoPo nicht ohne weiteres davon gekommen, aber meine Lehrer meinten ich solle nicht weiter darauf eingehen, mit etwas Salbe kriegen wie das schon wieder hin. Ich bin ja nicht nachtragend, aber danach war mein Interesse am Osten restlos verschwunden.

Grüßle Klaus


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09.07.2009 12:51
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#8
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Was sitz´de auch da rum... :-)


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09.07.2009 13:52
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#9
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Hei manudave

Bin halt son´richtiger Penner


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09.07.2009 15:20
#10
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Hallo Taro--sage Danke für Deine Ausführungen hier.Wie schon mal gesagt Gedanken sind Frei-

Ich selber kann Deinen Ausführungen keinen Glauben schenken,wie z.B.
[b]Am Grenzbahnhof Friedrichstrasse (?glaub ich?) mussten wir dann noch auf den Zug gen Westen warten. Kaum ein Sitzplatz war noch frei in der Bahnhofshalle, also hab ich mich auf eine Treppe gesetzt. Da stand dann plötzlich ein VoPo neben mir und meinte unwirsch zu mir sowas wie: " Genosse Da kannst du nicht so einfach rumsitzen, aufstehen ". Naja ihr wisst ja wie so Halbstarke und Großmäulige Jungens so sind, ich habe mich natürlich etwas aufgeplustert und war wohl etwas patzig. Das hat dem Kameraden Anlass zu einer körperlichen Reaktion gegeben und ich hatte einen Gewehrschaft, das Schulterstück in den Rippen. Sein Kamerad hat ihn dann aber weiter zurückgehalten.Oder wie
aber meine Lehrer meinten ich solle nicht weiter darauf eingehen, mit etwas Salbe kriegen wie das schon wieder hin
Hätte danach nicht eine ärztliche Untersuchung durchgeführt werden müssen?Schon von der Pflicht aus,des Klassenlehrers bei der Rückkehr in den Westen.Und dann wäre es doch der große Aufhänger gewesen wie z.B.Ostberliner Vopos brügeln mit Gewehrschaft auf Westdeutschen Schüler ein.
Taro--aus meiner Sicht,ist das weit hergeholt.Aber wie schon gesagt--Gedanken sind Frei


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09.07.2009 15:51
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#11
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So was ähnliches habe ich auch gedacht. Glaubwürdig macht die Sache eigentlich nur, dass mir kein Grund einfällt, warum er den Schei* hier erzählt hat, wenn er nicht stimmt.

Nichts für ungut Taro, damit hättest Du wenigstens den Beweis, dass Dir etwas Unglaubliches wiederfahren ist.


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09.07.2009 23:06
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#12
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Die Genossen von der Volkspolizei habe ich eigentlich als recht nett in Erinnerung. Zumindest hatte ich bei Verkehrskontrollen nie irgendwelche Probleme obwohl mein outfit diese Leute schon reizt . Ob ein Vopo gerade in der vollen Bahnhofshalle so reagiert? Naja. Möglich ist alles. Kann mich erinnern, dass an der Grenze mal ein Reisebus mit Schülern stand den die Grenzer stehen ließen bis er "begehbar" war. War wohl die reinste Müllhalde. Aber so was???


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09.07.2009 23:18
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#13
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Hallo Musiker12,
haste mit den VOPOS Glück gehabt.Diese Strolche haben es auch fertig gebracht ,junge Menschen mit
langen Haaren zum Friseur zu schleppen.

tiroler


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10.07.2009 00:04
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#14
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Hey Tiroler, da hätten sie ihre Freude gehabt. Hatte also offensichtlich Glück. Die langen Haare reizen unsere immer noch. Sehe aus wie ein Loddel und wenn meine Sängerinnen dabei sind oder ich mit meinem Cabrio unterwegs bin ist das Bild perfekt.

Aber mal Spaß beiseite. Ich habe mit den Vopos wirklich nur gute Erfahrungen gemacht. Erst schauten sie einen komisch an aber dann gings.


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10.07.2009 09:33
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#15
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Wahrscheinlich muss man auch erstmal das Wort VoPo definieren. Die Abkürzung soll ja Volkspolizist bedeuten.
Nun kann sicher nicht jeder Westgermane (und schon gar nicht rückwirkend) noch die vielen Uniformen der DDR zuordnen.

An der normalen Grenzübergangsstelle hat man in der Neuzeit eigentlich keine Volkspolizisten angetroffen. Die Grenze wurde von Grenztruppen bewacht, kontrolliert haben Passkontrolleure (PKE - MfS in Grenztruppenuniform) und Zoll. Volkspolizisten hat es ggf. an vorgeschalteten Kontrollpunkten gegeben (wie in Marienborn) aber nicht in der Grenzabfertigung der GÜSt.

Auf so einem Bahnhof wie Friedrichstraße gab es sicher auch Polizei. Wir wissen ja auch nicht, in welchem Bereich Taro auf der Treppe saß. Zusätzlich gabs da sicher auch noch Transportpolizei in dunkelblauen Uniformen. Wer soll da schon durchsehen.
Die Frage ist: Wer von den ganzen Typen mag auf dem Bahnhof Friedrichstraße wohl mit Langwaffen (üblicherweise wohl die Kalashnikov) 'rumgelaufen sein?
Und mit wem mögen Reisende wohl tatsächlich Kontakt gehabt haben?

Letzteres waren sicher PKE und Zoll. Da kann man nicht pauschal sagen, die waren nett oder nicht - waren ja alles Menschen,also gabs auch verschiedenen Typen.

Und das mit der Bewaffnung? Berlin war ganz sicher anders, vielleicht kann das hier noch ein Insider beleuchten, aber ich will 'mal von der GÜSt Marienborn berichten:

Auf der Autobahn-GÜSt war die einzige mir bekannte Einheit mit Langwaffen (AK-47) die Sicherungskompanie (SiK). Die durfte aber das Kontrollterritorium (KT) nicht betreten, konnte also gar keinen Kontakt zu Reisenden haben.
Ausnahme war der Diensthabende Offizier (DHO) und sein Gehilfe. Die gingen jedoch nur mit Pistole bewaffnet ins KT.
Also, wenn nicht irgendwo versteckt für den Ernstfall welche lagerten, gab es gar keine Langwaffen im KT.

Eisenbahn-GÜSt: Hier hatte auch nur die SiK Langwaffen (AK-47). Auch hier durfte das KT nur vom DHO/E und seinem Gehilfen (GDHO/E) betreten werden. Letzterer hatte tatsächlich strukturmäßig eine AK-47 dabei. Allerdings handelte er allein, er hatte keinen Postenkameraden. Außerdem durfte er den Bahnsteig nicht betreten, wenn Züge im Bahnhof standen. Sicher gab es gelegentliche Außnahmen, wenn der GDHO/E gerade unterwegs war und auf dem Rückweg über den Bahnsteig ein Zug einfuhr oder wenn der DHO 'mal beide Augen zudrückte. Aber unter keinen Umständen durfte der GDHO/E zu Reisenden Kontakt aufnehmen, Kontrollhandlungen vornehmen oder sogar seine Waffe zweckentfremdet, ungerechtfertigt und unverhältnismäßig (wie bei Taro) einsetzen. Normalerweise stand die Waffe beim DHO im Panzerschrank und wurde gar nicht mitgeführt, z.B. wenn er dem DHO Mittag aus der Kantine holte. Lediglich bei den 2, 3 zu laufenden Streifen im Bahnhofsgelände nahm er die Waffe mit. Aber die legte man so, dass nicht gerade volles Ballett in der GÜSt war, während der GDHO/E unterwegs war.
Es war in Marienborn bis auf die besagten Streifengänge verboten, innerhalb der GÜSt eine MPi zu führen.
Wenn es denn mal gar nicht anders ging, und Posten gegen dieses Verbot verstoßen mussten, wurde die Waffe bestmöglich versteckt (Einklappen, Magazin auf dem Rücken ins Koppel geklemmt, manchmal auch Regenumhang drüber, wenn das Wetter schlecht war). Es war überhaupt nicht gewünscht, dass Reisende durch schwer bewaffnete Posten in der Abfertigung verschreckt wurden.

Wie gesagt - keine Ahnung wie das in Berlin war.


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