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#21

RE: Schleusungsvarianten des BND

in Bundesnachrichtendienst BND 21.10.2016 14:49
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Zitat von seaman im Beitrag #18
Die Schwachstelle war wohl,dass die Passkontrollorgane soz. Staaten die Ein-und Ausreisestempel der Bruderstaaten nicht auf Echtheit überprüfen konnten.Um die Sicherungssysteme untereinander abzustimmen,wäre wohl eine für alle soz. Staaten zuständige Zentrale notwendig gewesen.Die gab es aber nicht....

Allerdings glaube ich auch, dass die Geheimdienste der sozialistischen Länder untereinander nicht in jeden Falle besonders auskunftsfreudig und kooperativ waren.

Zur Begründung:
Bei meiner Flucht aus der DDR über Bulgarien habe ich die Unterstützung durch meinen, bereits seit Jahren in der Bundesrepublik lebenden Bruder nutzen können. Er kam als Tourist nach Bulgarien und war mir beim Grenzübertritt behilflich. Die Stasi hatte sich wohl schon etwas gedacht und stellte eine entsprechende Anfrage mit den genauen Daten meines Bruders an die bulgarische Behörde. Diese beschied diese Anfrage jedoch negativ und behauptete, dass mein Bruder niemals und zu keiner Zeit nach Bulgarien eingereist sei bzw. sich dort nie aufgehalten habe.

Diese Antwort lässt nur zwei Varianten zu.
Entweder herrschte bei der bulgarischen Grenzbehörde eine solche Unordnung, dass die Grenzregistrierung meines Bruders beim Besuch in Bulgarien verschlampt wurde oder die bulgarische Behörde wollte dies nicht (aus welchen Gründen auch immer) an den MfS weitergeben.

Eine andere Möglichkeit sehe ich nicht.
Der ganze Vorgang ist detailliert aus meiner Akte ersichtlich.

Bis in die achtziger Jahre hinein hat sich das MfS weiterhin damit beschäftigt, meinen genauen Fluchtweg zu ermitteln. Bei jeder späteren Einreise in die DDR (nach meiner Amnestie 1973) wurde mir eine "spezielle Betreuung" zuteil. Selbst in verkehrsschwachen Zeiten musste ich immer über eine Stunde für die Grenzformalien einplanen. Auf die dabei geführten Gespräche verzichtete man erst dann, als ich zusammen mit meiner ausländischen exotischen Frau zu den Besuchen in die DDR reiste, da ging es dann erheblich flotter voran. Wahrscheinlich wollte man damit vor einer Ausländerin die Toleranz und Weltoffenheit der DDR demonstrieren.

Nun haben leider die Mitarbeiter des MfS meinen genauen Fluchtweg nie erfahren können und müssen unwissend sterben.


Wie war die allgemeine Stimmung in der DDR ? Sie hielt sich in Grenzen !


IM Kressin und Harzwanderer haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 21.10.2016 15:18 | nach oben springen

#22

RE: Schleusungsvarianten des BND

in Bundesnachrichtendienst BND 21.10.2016 15:16
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Wie war die allgemeine Stimmung in der DDR ? Sie hielt sich in Grenzen !


zuletzt bearbeitet 21.10.2016 15:17 | nach oben springen

#23

RE: Schleusungsvarianten des BND

in Bundesnachrichtendienst BND 22.10.2016 05:53
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Zitat von eisenringtheo im Beitrag #20
Zitat von seaman im Beitrag #19
(...)

@seaman vercontainert = bedeutet versteckt im Gepäck??


ja


Das ist wahrscheinlich die Schwachstelle dieses Planes. Passdokumente sind relativ gross und wohl entsprechend leicht zu finden

http://www.gutefrage.net/frage/kofferkon...fen-kreditkarte[/quote]

Bitte das Zeitfenster beachten.
Intensives Durchleuchten von Handgepäck an Flughäfen erfolgte erst ca. ab 1980 . Auslöser waren zahlreiche Flugzeugentführungen oder Attentate wie z.b. Lockerbie. 1988 wurden diese Bestimmungen nochmal verschärft. Man suchte vorrangig Waffen und Sprengstoff.
Erst seit dem 9.11. ist der Sicherheitsstandard zur technischen Höchstleistung ausgereift.
Ein Reisepass o.ä. damals so zu "vercontainern", dass er nur durch Zufall zu finden war stellte für die Geheimdienste kein Problem dar.
seaman


eisenringtheo hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#24

RE: Schleusungsvarianten des BND

in Bundesnachrichtendienst BND 22.10.2016 06:09
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Zitat von seaman im Beitrag #23
Zitat von eisenringtheo im Beitrag #20
Zitat von seaman im Beitrag #19
(...)

@seaman vercontainert = bedeutet versteckt im Gepäck??


ja


Das ist wahrscheinlich die Schwachstelle dieses Planes. Passdokumente sind relativ gross und wohl entsprechend leicht zu finden

http://www.gutefrage.net/frage/kofferkon...fen-kreditkarte


Bitte das Zeitfenster beachten.
Intensives Durchleuchten von Handgepäck an Flughäfen erfolgte erst ca. ab 1980 . Auslöser waren zahlreiche Flugzeugentführungen oder Attentate wie z.b. Lockerbie. 1988 wurden diese Bestimmungen nochmal verschärft. Man suchte vorrangig Waffen und Sprengstoff.
Erst seit dem Anschlag vom 9.11. ist der Sicherheitsstandard zur technischen Höchstleistung ausgereift.
Ein Reisepass o.ä. damals so zu "vercontainern", dass er nur durch Zufall zu finden war stellte für die Geheimdienste kein Problem dar.
seaman
[/quote]


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#25

RE: Schleusungsvarianten des BND

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Zitat von Sperrbrecher im Beitrag #21


Bis in die achtziger Jahre hinein hat sich das MfS weiterhin damit beschäftigt, meinen genauen Fluchtweg zu ermitteln. Bei jeder späteren Einreise in die DDR (nach meiner Amnestie 1973) wurde mir eine "spezielle Betreuung" zuteil. Selbst in verkehrsschwachen Zeiten musste ich immer über eine Stunde für die Grenzformalien einplanen. Auf die dabei geführten Gespräche verzichtete man erst dann, als ich zusammen mit meiner ausländischen exotischen Frau zu den Besuchen in die DDR reiste, da ging es dann erheblich flotter voran. Wahrscheinlich wollte man damit vor einer Ausländerin die Toleranz und Weltoffenheit der DDR demonstrieren.



Solche langen Wartezeiten sind für mich immer wieder nicht nachvollziehbar. Welchen Sinn vermutest Du darin, Dich einzuschüchtern? Um Dich doch noch zu erwischen wäre doch wohl ein" in Sicherheit wiegen" eher sinnvoll gewesen. Ich kenne das jedenfalls so, dass wir bei Leuten die wir in Verdacht hatten alles dafür getan haben, dass bei ihnen das Prozedere gerade nicht aus dem normalen Rahmen viel.
Was muss ich mir denn unter diesen Gesprächen vorstellen, was wurde da besprochen, was gefragt und in welchen Rahmen?
Das mit Deiner Frau kannst Du vergessen, so was hat uns nicht beeindruckt, wir waren ständig von Ausländern umgeben, auch von Dir, dass waren wir längst gewöhnt und das war für uns nichts exotisches mehr.


"Das Unglück ist,dass jeder denkt, der Andere ist wie er,und dabei übersieht, dass es auch anständige Menschen gibt."


zuletzt bearbeitet 22.10.2016 08:57 | nach oben springen

#26

RE: Schleusungsvarianten des BND

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Zitat von KARNAK im Beitrag #25
Zitat von Sperrbrecher im Beitrag #21


Bis in die achtziger Jahre hinein hat sich das MfS weiterhin damit beschäftigt, meinen genauen Fluchtweg zu ermitteln. Bei jeder späteren Einreise in die DDR (nach meiner Amnestie 1973) wurde mir eine "spezielle Betreuung" zuteil. Selbst in verkehrsschwachen Zeiten musste ich immer über eine Stunde für die Grenzformalien einplanen. Auf die dabei geführten Gespräche verzichtete man erst dann, als ich zusammen mit meiner ausländischen exotischen Frau zu den Besuchen in die DDR reiste, da ging es dann erheblich flotter voran. Wahrscheinlich wollte man damit vor einer Ausländerin die Toleranz und Weltoffenheit der DDR demonstrieren.



Solche langen Wartezeiten sind für mich immer wieder nicht nachvollziehbar. Welchen Sinn vermutest Du darin, Dich einzuschüchtern? Um Dich doch noch zu erwischen wäre doch wohl ein" in Sicherheit wiegen" eher sinnvoll gewesen. Ich kenne das jedenfalls so, dass wir bei Leuten die wir in Verdacht hatten alles dafür getan haben, dass bei ihnen das Prozedere gerade nicht aus dem normalen Rahmen viel.
Was muss ich mir denn unter diesen Gesprächen vorstellen, was wurde da besprochen, was gefragt und in welchen Rahmen?
Das mit Deiner Frau kannst Du vergessen, so was hat uns nicht beeindruckt, wir waren ständig von Ausländern umgeben, auch von Dir, dass waren wir längst gewöhnt und das war für uns nichts exotisches mehr.

Möglicherweise nicht wegen der Exotik. Aber ich denke, der typische Fluchthelfer reiste alleine ein, also wurden einzeln Reisende eher geprüft als Ehepaare oder Familien.
Theo


IM Kressin hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#27

RE: Schleusungsvarianten des BND

in Bundesnachrichtendienst BND 22.10.2016 09:30
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Einem verdächtigen Fluchthelfer hätte man sich niemals mittels eines Gespräches genähert oder ihn ständig und regelmäßig über die Maßen warten lassen.


"Das Unglück ist,dass jeder denkt, der Andere ist wie er,und dabei übersieht, dass es auch anständige Menschen gibt."


Harsberg und eisenringtheo haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#28

RE: Schleusungsvarianten des BND

in Bundesnachrichtendienst BND 22.10.2016 11:52
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Zitat von KARNAK im Beitrag #25
Welchen Sinn vermutest Du darin, Dich einzuschüchtern? Um Dich doch noch zu erwischen wäre doch wohl ein" in Sicherheit wiegen" eher sinnvoll gewesen. Ich kenne das jedenfalls so, dass wir bei Leuten die wir in Verdacht hatten alles dafür getan haben, dass bei ihnen das Prozedere gerade nicht aus dem normalen Rahmen viel.

Welchen Verdacht denn ? Dass ich die DDR ohne Genehmigung über Bulgarien illegal verlassen hatte, war doch dem MfS hinlänglich bekannt. Der Haftbefehl war außer Vollzug gesetzt und meine Straftat durch die allgemeine Amnestieverordnung 1973 nicht mehr verfolgungswürdig. Es ging dem MfS, so habe ich das jedenfalls meiner Akte entnehmen können, einzig und allein den genauen Fluchtweg und -verlauf zu rekonstruieren, um entsprechende Maßnahmen zu veranlassen, um weitere Fluchten auf diesen Weg zu verunmöglichen.

Zitat
Was muss ich mir denn unter diesen Gesprächen vorstellen, was wurde da besprochen, was gefragt und in welchen Rahmen?


Nach Erledigung der normalen Einreiseformalitäten wurde ich mit meinem PKW immer in eine bestimmte Fahrspur verwiesen und es erschien ein Mitarbeiter in Zolluniform, der sich mehr oder weniger intensiv mit meinem Gepäck und dem Fahrzeug beschäftigte, aber mich im Wesentlichen über mein derzeitiges Leben in der Bundesrepublik befragte. Die erste Frage war immer: "Seit wann leben Sie denn schon in der BeErDe ?" und "Sind Sie legal übergesiedelt ?" Dabei war ich mir ziemlich sicher, dass die genau wussten, welchen schlimmen Finger sie da vor sich hatten.

Zitat
Das mit Deiner Frau kannst Du vergessen, so was hat uns nicht beeindruckt, wir waren ständig von Ausländern umgeben, auch von Dir, dass waren wir längst gewöhnt und das war für uns nichts exotisches mehr.


Der Gedanke kam mir nur deshalb, weil sich das MfS genau zu dem Zeitpunkt entschloss meine Akte zu schließen und abzulegen (weil keine weiteren Kenntnisse über den Fluchtweg zu ermitteln waren), nachdem ich geheiratet hatte und zusammen mit meiner Frau die DDR erstmalig besuchte. Diese ganzen Verlauf konnte ich natürlich erst nach Akteneinsicht zusammenbröseln, vorher hatte ich ja überhaupt keine Ahnung was da alles ablief.

In meiner Akte heißt es dazu: Da keine weiteren Beweise über den Fluchtweg zum illegalen Verlassen der DDR über die VR Bulgarien nach WD mehr erarbeitet werden können, wird vorgeschlagen, die VAO Reg.-Nr.XII/1400/69 im Archiv zur Ablage zu bringen.
Leiter der Abteilung XIX und vier Unterschriften


Zitat von eisenringtheo im Beitrag #26
Aber ich denke, der typische Fluchthelfer reiste alleine ein, also wurden einzeln Reisende eher geprüft als Ehepaare oder Familien.

Ich glaube nicht, dass man mich als potentiellen Fluchthelfer eingeschätzt hat, aber völlig ausschließen kann man das sicher auch nicht..


Wie war die allgemeine Stimmung in der DDR ? Sie hielt sich in Grenzen !


IM Kressin hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 22.10.2016 12:19 | nach oben springen

#29

RE: Schleusungsvarianten des BND

in Bundesnachrichtendienst BND 22.10.2016 13:04
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O.k., Du redest vom Zoll, durch das Kürzel MfS war ich etwas verwirrt.


"Das Unglück ist,dass jeder denkt, der Andere ist wie er,und dabei übersieht, dass es auch anständige Menschen gibt."


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#30

RE: Schleusungsvarianten des BND

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Zitat von Sperrbrecher im Beitrag #21


Bis in die achtziger Jahre hinein hat sich das MfS weiterhin damit beschäftigt, meinen genauen Fluchtweg zu ermitteln.


Die zielgerichtete Aufklärung gelungener Fluchten hatte im MfS einen hohen Stellenwert und daher ist es nicht verwunderlich, dass man sich auch noch nach Jahren mit solchen Fällen beschäftigte. Denn erst, wenn zweifelsfrei Mittel und Methoden und die daran beteiligten Personen identifiziert werden konnten, galt der entsprechende Vorgang als endgültig geklärt.
Die operative Bearbeitung in dieser Hinsicht relevanter Personen hatte unter Einsatz aller geeigneten Kräfte, Mittel und Methoden zu erfolgen. Dabei ging es vor allem:
- um die Aufklärung aller gelungenen Fälle sowie der dabei benutzten Wege sowie angewandte Mittel und Methoden
- bei Schleuserorganisationen um die Identifizierung und Bearbeitung der Auftraggeber und Schleuser einschließlich ihrer Stützpunkte
- um die Aufdeckung begünstigender Bedingungen sowie deren Einschränkung/Beseitigung.
Damalige operative Erkenntnisse ließen den Schluss zu, dass ca. 70-80 % der Fälle mit unbekannter Begehungsweise der Ausschleusung durch Schleuserorganisationen in der BRD und WB realisiert wurden und die anderen privat unter Nutzung der Mittel und Methoden solcher Organisationen. Und insbesondere an diese Organisationen wollte man natürlich ran.



Sperrbrecher und IM Kressin haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 22.10.2016 13:20 | nach oben springen

#31

RE: Schleusungsvarianten des BND

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Zitat von eisenringtheo im Beitrag #26
Aber ich denke, der typische Fluchthelfer reiste alleine ein, also wurden einzeln Reisende eher geprüft als Ehepaare oder Familien.
Theo


Es gab aus der Erfahrung heraus bestimmte Hinweise zu möglichen Verdachtsmerkmalen. Bei Personen waren das beispielsweise:
- Alleinfahrer
- Nutzer von Fremdfahrzeugen
- kein Mitführen von Reisegepäck
- nervöses Auftreten/Verhalten bei der Grenzpassage
- Fahrzeitüberschreiter
- Umkehrer/Kurzzeitfahrer.

Bei Fahrzeugen:
- Kraftfahrzeuge mit niedrigem Zeitwert
- neue Zulassung auf Fremdhalter oder Fahrer
- Hinweise auf bauliche Veränderungen im inneren des Kfz
- Zustiegmöglichkeiten ohne Beschädigung von Zollverschlüssen
- beschädigte Zollverschlüsse.



Georg und IM Kressin haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#32

RE: Schleusungsvarianten des BND

in Bundesnachrichtendienst BND 22.10.2016 13:35
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Zitat von Merkur im Beitrag #30
Die zielgerichtete Aufklärung gelungener Fluchten hatte im MfS einen hohen Stellenwert und daher ist es nicht verwunderlich, dass man sich auch noch nach Jahren mit solchen Fällen beschäftigte. Denn erst, wenn zweifelsfrei Mittel und Methoden und die daran beteiligten Personen identifiziert werden konnten, galt der entsprechende Vorgang als endgültig geklärt.

Es muss die beteiligten MfS-Mitarbeiter doch schrecklich gewurmt haben, dass ich als böser Verbrecher so kurz nach meine Republikflucht wieder ungehindert in die DDR einreisen konnte und ihnen eine Festnahme meiner Person, durch die inzwischen erfolgte Amnestie, versagt blieb.

So mussten sie sich auf die Befragungen beschränken, die im Verlauf der Grenzformalitäten möglich waren und konnten mich nicht in Haft nehmen, um mich dort ordentlich "durch die Mangel zu drehen". Das muss doch für diese Leute völlig frustrierend gewesen sein. Da hatten sie nun schon mal einer dieser bösen Staatsfeinde vor sich, an dessen Vergehen es keinerlei Zweifel mehr gab, aber ihnen waren die Hände gebunden.


Wie war die allgemeine Stimmung in der DDR ? Sie hielt sich in Grenzen !


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#33

RE: Schleusungsvarianten des BND

in Bundesnachrichtendienst BND 22.10.2016 13:43
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Du hast da eine naive, dem Zeitgeist geschuldete, Vorstellung vom unprofessionellen Agieren im Stile hirnloser ideologischer Eiferer.


"Das Unglück ist,dass jeder denkt, der Andere ist wie er,und dabei übersieht, dass es auch anständige Menschen gibt."


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#34

RE: Schleusungsvarianten des BND

in Bundesnachrichtendienst BND 22.10.2016 13:45
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Zitat von Sperrbrecher im Beitrag #32

Das muss doch für diese Leute völlig frustrierend gewesen sein. Da hatten sie nun schon mal einer dieser bösen Staatsfeinde vor sich, an dessen Vergehen es keinerlei Zweifel mehr gab, aber ihnen waren die Hände gebunden.



Ich denke nicht, dass sie wegen Dir frustriert waren. Zum einen gab es, ohne Dir zu Nahe treten zu wollen, andere Kaliber. Und zum anderen war es doch insgesamt so, dass einige Personen auf freiem Fuß blieben, da sie identifiziert waren und somit als paralysiert galten. Wenn man beispielsweise einen Schleuser festnahm, wurde ein neuer (zunächst unbekannter) Schleuser aktiviert, was die Kontrolle viel schwieriger machte.



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#35

RE: Schleusungsvarianten des BND

in Bundesnachrichtendienst BND 22.10.2016 15:07
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Zitat von KARNAK im Beitrag #33
Du hast da eine naive, dem Zeitgeist geschuldete, Vorstellung vom unprofessionellen Agieren im Stile hirnloser ideologischer Eiferer.


Eine persönliche Wertung findet aber trotzdem statt wenn man Kenntnis von seinem Gegenüber hat, das ist menschlich.
Diese Wertung sollte sich natürlich nicht aufs Dienstgeschehen auswirken, doch ist davon auszugehen, dass sie es hin und wieder trotzdem tat, auch das ist menschlich.
Aus eignener Erfahrung, in heutiger Zeit, weiss ich, wie viele persönliche Wertungen in so eine Kontrolle einfliessen.
Ob das Polizeikontrollen auf der Strasse sind, ob das Zollkontrollen oder Passkontrollen an Grenzen sind, es gibt immer wieder Bedienstete aller Länder, die ihre persönlichen Sympathien oder Antipathien in ihre Kontrolle einfliessen lassen.
Das fängt damit an, das der Eine Deutsche nicht mag, der Andere sie mag, der Nächste im Deutschen eine Melkkuh sieht, wo man etwas verdienen kann.
Weiter geht es in der Kontrolle im Gespräch, wie kann man sich riechen, wie funktioniert der zwischenmenschliche Kontakt/die Kommunikation.
Symphatien und Antipathien, haben auch mit Äusserlichkeiten zutun, oder "der ist ja gut drauf" oder "was für ein Arsch" usw. usw. usw.

In der kurzen Zeit läuft ein Film ab und jeder Mensch, ob Kontrolleur oder der Kontrollierte, bekommt Eindrücke die das Verhalten beeinflussen.

Thema Frauen ist auch eine Sache, die man nicht ausblenden kann.
Männer sind, sind wir mal ganz offen, ja von Natur aus irgendwie Schw. gesteuert, ich übertreibe jetzt mal absichtlich.
Kommt da eine nette Frau daher, die noch gut anzusehen ist, ist der Mann doch gleich ganz anders drauf, das heisst, er geht anders ans Werk als wenn da so ein stinkender Lkw Fahrer in Badelatschen kommt wo der nicht vorhandene Arsch halb raus guckt.
NEEE, ich gehöre nicht dazu.
Den Kern der Arbeit als solches, beeinflusst das nicht, aber die Herangehensweise schon.
Meine Feststellung beruht darauf, dass wir auch Fahrerpärchen haben die Drittländer bereisen, ich mit denen Gespräche führe, oder wir zusammen unterwegs sind.

Und all das sollte bei DDR Grenzkontrollen nicht so gewesen sein?
Nun, das halte ich für eine Ente.
Mag sein das man sich bei den DDR Organen besonders Mühe gab neutral zu sein und viele, genau wie heute, dass auch so praktizierten, doch man sollte, wenn man selber korrekt auftrat, nicht von sich auf andere schliessen.


Verloren ist der Tag, an dem man nicht gelacht hat.
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#36

RE: Schleusungsvarianten des BND

in Bundesnachrichtendienst BND 22.10.2016 15:33
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Zitat von Merkur im Beitrag #34

Ich denke nicht, dass sie wegen Dir frustriert waren. Zum einen gab es, ohne Dir zu Nahe treten zu wollen, andere Kaliber. Und zum anderen war es doch insgesamt so, dass einige Personen auf freiem Fuß blieben, da sie identifiziert waren und somit als paralysiert galten..

Selbstverständlich liegt es mit fern, mich für so wichtig zu nehmen. Da gab es sicher ganz andere Fälle,
die schwerwiegender waren.
Aber trotzdem war ich doch der lebendige Beweis dafür, dass es gelingen konnte, ihnen "durch die Lappen" zu gehen
und war somit als Misserfolg ihrer Arbeit zu bewerten. Zur Freude bestand da sicherlich kein Anlass.


Wie war die allgemeine Stimmung in der DDR ? Sie hielt sich in Grenzen !


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zuletzt bearbeitet 22.10.2016 15:39 | nach oben springen

#37

RE: Schleusungsvarianten des BND

in Bundesnachrichtendienst BND 22.10.2016 20:02
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Zitat von LO-Wahnsinn im Beitrag #35


Thema Frauen ist auch eine Sache, die man nicht ausblenden kann.
Männer sind, sind wir mal ganz offen, ja von Natur aus irgendwie Schw. gesteuert, ich übertreibe jetzt mal absichtlich.
Kommt da eine nette Frau daher, die noch gut anzusehen ist, ist der Mann doch gleich ganz anders drauf, das heisst, er geht anders ans Werk als wenn da so ein stinkender Lkw Fahrer in Badelatschen kommt wo der nicht vorhandene Arsch halb raus guckt.
NEEE, ich gehöre nicht dazu.
Den Kern der Arbeit als solches, beeinflusst das nicht, aber die Herangehensweise schon.
Meine Feststellung beruht darauf, dass wir auch Fahrerpärchen haben die Drittländer bereisen, ich mit denen Gespräche führe, oder wir zusammen unterwegs sind.
Und all das sollte bei DDR Grenzkontrollen nicht so gewesen sein?
Nun, das halte ich für eine Ente.
Mag sein das man sich bei den DDR Organen besonders Mühe gab neutral zu sein und viele, genau wie heute, dass auch so praktizierten, doch man sollte, wenn man selber korrekt auftrat, nicht von sich auf andere schliessen.



Da ist auf jeden Fall etwas dran - auch wenn Verfechter der übergroßen Korrektheit und Höflichkeit der DDR-Paßkontrolle das vielleicht anders sehen. Es gab einige Begebenheiten, bei denen reisende Frauen mit besonderen Vorzügen eine Rolle spielten (ich hatte mal in einem Beitrag eine entsprechende Bemerkung zu den Reisebegleiterinnen der Linienbusse gemacht). Aber: Ganz besonders bei F-Objekten (und der betreffende user dürfte eines gewesen sein) hatte dann doch das Hirn unsere Professionaltät im Griff und nicht andere Körperteile.

Die von Merkur aufgezeigten Kriterien war die, nach denen im vertragsgebundenen Transit im ZH mit möglichen Schleusungen gesucht wurde.

friedliche Grüße Andreas


IM Kressin hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#38

RE: Schleusungsvarianten des BND

in Bundesnachrichtendienst BND 24.10.2016 13:56
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Zitat von Sperrbrecher im Beitrag #21
Bei jeder späteren Einreise in die DDR (nach meiner Amnestie 1973) wurde mir eine "spezielle Betreuung" zuteil.


@Sperrbrecher
Auch wenn das OffTopic ist, muss ich mal ein Thema ansprechen, das mich wirklich interessiert:

Wie kam es dazu, dass Du nach Deiner Flucht wieder in die DDR eingereist bist? Hast Du tatsächlich so viel Vertrauen in den "Rechtsstaat" DDR und diese Amnestie gehabt, dass Du halbwegs sicher warst, Dir würde nichts passieren?

Ich glaube, das hätte ich mich in Deiner Situation nicht getraut.


vs1400 und IM Kressin haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 24.10.2016 13:56 | nach oben springen

#39

RE: Schleusungsvarianten des BND

in Bundesnachrichtendienst BND 24.10.2016 21:55
von Sperrbrecher | 2.963 Beiträge | 7691 Punkte
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Zitat von sentry im Beitrag #38

Wie kam es dazu, dass Du nach Deiner Flucht wieder in die DDR eingereist bist? Hast Du tatsächlich so viel Vertrauen in den "Rechtsstaat" DDR und diese Amnestie gehabt, dass Du halbwegs sicher warst, Dir würde nichts passieren?

Nach dem Treffen von Brandt und Stoph in Erfurt am 19. März 1970 kam es zu einer umfassenden
Amnestie für alle Republikflüchtlinge, welche die DDR bis Ende 1971 verlassen hatten.

Natürlich habe ich mich im Vorfeld bei allen möglichen Institutionen genauestens erkundigt und
bekam von allen "grünes Licht", zumal es sich bei mir um eine Person handelte, die in keiner Art
und Weise in einem besonderen Vertrauensverhältnis zum DDR-Staat gestanden hat (ich war nie
Soldat, ein sogenannte "weißer Jahrgang", bei den Nazi noch zu jung und in der DDR bereits zu
alt für die Wehrpflicht).

Meine Person war einfach zu unwichtig, als dass man sich deshalb Ärger einhandeln wollte und
Vertragsbruch hätte vorwerfen lassen müssen. Schließlich ging es in diesen Abkommen ja auch
für die DDR um einiges. Warum sollte man sich wegen so einem kleinen Scheißer wie mir
Probleme machen ?
http://www.zeitklicks.de/top-menu/zeitst...000-haeftlinge/


Wie war die allgemeine Stimmung in der DDR ? Sie hielt sich in Grenzen !


Hapedi, vs1400, sentry und IM Kressin haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 24.10.2016 22:14 | nach oben springen

#40

RE: Schleusungsvarianten des BND

in Bundesnachrichtendienst BND 26.10.2016 08:50
von Georg | 1.146 Beiträge | 3 Punkte
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Zitat von Merkur im Beitrag #31
Zitat von eisenringtheo im Beitrag #26
Aber ich denke, der typische Fluchthelfer reiste alleine ein, also wurden einzeln Reisende eher geprüft als Ehepaare oder Familien.
Theo


Es gab aus der Erfahrung heraus bestimmte Hinweise zu möglichen Verdachtsmerkmalen. Bei Personen waren das beispielsweise
- Alleinfahrer:
- Nutzer von Fremdfahrzeugen
- kein Mitführen von Reisegepäck
- nervöses Auftreten/Verhalten bei der Grenzpassage
- Fahrzeitüberschreiter
- Umkehrer/Kurzzeitfahrer.

Bei Fahrzeugen:
- Kraftfahrzeuge mit niedrigem Zeitwert
- neue Zulassung auf Fremdhalter oder Fahrer
- Hinweise auf bauliche Veränderungen im inneren des Kfz
- Zustiegmöglichkeiten ohne Beschädigung von Zollverschlüssen
- beschädigte Zollverschlüsse.




Beispielsweise ist bedeutsam !
Wer sich mit dem Thema beschäftigt, der wird bald auf die Dienstanweisung 2/77 stoßen. Transitüberwachung, Verdachtskontrollen - wer, wie was und warum - Befugnisse usw.


Eine Frage. Haben sich Umkehrer, Fahrzeitüerschreiter und "Transitabweicher" nicht selbst vom Transitabkommen ausgeschlossen ? D.h., das ent-
sprechende Kontrollen und auch Sanktionen berechtigt waren ?
Transitabweicher hat doch letztlich gegen die Einreisebestimmungen verstoßen, ohne Aufenthaltsberechtigung und Visum zu Ausreise. Mindestumtausch etc.
Also, Sanktionsmöglichkeiten gab es. Wurden die auch in der Praxis angewendet ? Ablenkende Blondinen meine ich nicht.Zum Beispiel:
Kraftfahrzeuge mit niederem Zeitwert - auf deutsch Schrott - bekamen die nicht durch die Kontrolle durch den Zoll TÜV ?


Einen Dummen anzuhören ist anstrengender, als einen Klugen zu widersprechen. ( W.Eckert )
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