Suche Zeitzeugen zu Gefängnisausbruch

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18.10.2013 11:56
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#1
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( gelöscht )

Hallo, ich bin Jounalist beim Rundfunk Berlin Brandenburg. Ich drehe einen Film zum Ausbruch aus der U-Haft Frankfurt (Oder) im Jahr 1981. Einzelheiten dazu findet man in diesem Forum, Themen Suche, Stichwort Baganz. Ich bin auf der Suche nach Zeitzeugen, wer kann mir vor der Kamera Einzelheiten zum Einsatz, zur Verurteilung und auch zu Konsequenzen für Beteiligte schildern?


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18.10.2013 22:05
avatar  Lutze
#2
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wird schwierig werden,
hier im Forum sind sehr wenige,die im Strafvollzug gewesen sind,
und ob aus der dunkelroten Ecke was kommt,da wohl eher,
hast du schon Ansätze,für das Filmprojekt?,
wie soll der Film deinerseits nach (Fertigstellung) aussehen?
Lutze


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18.10.2013 22:18
avatar  ABV
#3
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ABV

Ein Kollege von mir, mit dem ich bis 1997 in der Polizeiwache Seelow in einer Dienstgruppe war, hatte damals in den von Baganz beschossenen Streifenwagen gesessen. So viel ich weiß, müsste der Kollege mittlerweile in Pension gegangen sein. Bei Interesse teile ich den Namen per "PN" mit.

Gruß Uwe


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18.10.2013 22:29
avatar  Lutze
#4
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Zitat von ABV im Beitrag #3
Ein Kollege von mir, mit dem ich bis 1997 in der Polizeiwache Seelow in einer Dienstgruppe war, hatte damals in den von Baganz beschossenen Streifenwagen gesessen. So viel ich weiß, müsste der Kollege mittlerweile in Pension gegangen sein. Bei Interesse teile ich den Namen per "PN" mit.

Gruß Uwe

wir wissen zu wenig von @Micha Lietz,
stimmen die Angaben,sollen nur Informationen
aus unseren Forum rausgesaugt werden?,
das wäre nicht das erste Mal,
@ABV,als ehemaliger ABV wirst du das schon wissen
Lutze


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18.10.2013 22:42
avatar  icke46
#5
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Man kann es mit dem Misstrauen auch übertreiben. Immerhin hat er eine Mail-Adresse beim rbb (Rundfunk Berlin Brandenburg).
Und Informationen saugen: Das ist ja wohl ein wesentlcher Bestandteil des Journalismus, das Artikel bzw. Filmbeiträge mit Informationen aus Akten, von Zeitzeugen und Foto- und Fimarchiven gestützt werden.

Ich hoffe doch, dass es hier im Forum niemanden gibt, der verlangt, dass Journalisten ausschliesslich mit erfundenen Informationen arbeiten - weil das dann die einzigen wahren Informationen sind. Das Ergebnis möchte man sich nicht vorstellen.

Gruss

icke


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18.10.2013 22:53
avatar  Lutze
#6
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Zitat von icke46 im Beitrag #5
Man kann es mit dem Misstrauen auch übertreiben. Immerhin hat er eine Mail-Adresse beim rbb (Rundfunk Berlin Brandenburg).
Und Informationen saugen: Das ist ja wohl ein wesentlcher Bestandteil des Journalismus, das Artikel bzw. Filmbeiträge mit Informationen aus Akten, von Zeitzeugen und Foto- und Fimarchiven gestützt werden.

Ich hoffe doch, dass es hier im Forum niemanden gibt, der verlangt, dass Journalisten ausschliesslich mit erfundenen Informationen arbeiten - weil das dann die einzigen wahren Informationen sind. Das Ergebnis möchte man sich nicht vorstellen.

Gruss

icke


mach es doch nicht so schwierig,
der neue User kann doch ganz einfach
auf meine Fragen eine Antwort geben,
bis jetzt ist nichts rüber gekommen,
sowas macht mich nun mal stutzig
Lutze


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18.10.2013 22:58
avatar  Pitti53
#7
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Zitat von Lutze im Beitrag #6
Zitat von icke46 im Beitrag #5
Man kann es mit dem Misstrauen auch übertreiben. Immerhin hat er eine Mail-Adresse beim rbb (Rundfunk Berlin Brandenburg).
Und Informationen saugen: Das ist ja wohl ein wesentlcher Bestandteil des Journalismus, das Artikel bzw. Filmbeiträge mit Informationen aus Akten, von Zeitzeugen und Foto- und Fimarchiven gestützt werden.

Ich hoffe doch, dass es hier im Forum niemanden gibt, der verlangt, dass Journalisten ausschliesslich mit erfundenen Informationen arbeiten - weil das dann die einzigen wahren Informationen sind. Das Ergebnis möchte man sich nicht vorstellen.

Gruss

icke


mach es doch nicht so schwierig,
der neue User kann doch ganz einfach
auf meine Fragen eine Antwort geben,
bis jetzt ist nichts rüber gekommen,
sowas macht mich nun mal stutzig
Lutze


Respekt Lutze, langsam hast du es gelernt


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18.10.2013 23:37
avatar  Lutze
#8
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warum langsam?,
Fragen konnte und werde ich immer stellen
Lutze


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18.10.2013 23:51
avatar  Pitti53
#9
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Zitat von Lutze im Beitrag #8
warum langsam?,
Fragen konnte und werde ich immer stellen
Lutze


Das ist auch gut so. Kann nicht jeder


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19.10.2013 13:28
#10
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Lutze,
habe dir auch schon öfters was gefragt und keine Antwort erhalten


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19.10.2013 13:34
avatar  Lutze
#11
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Zitat von thomas 48 im Beitrag #10
Lutze,
habe dir auch schon öfters was gefragt und keine Antwort erhalten

du bist sicherlich schon Rentner,
ich noch lange nicht,soll keine Entschuldigung sein,
welche Fragen sind für dich unbeantwortet?
Lutze


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19.10.2013 17:19
#12
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Willkommen im Forum.

Nun ich denke ein aussichtsloses Unterfangen.
Nachdem User dieses Forums, wie auch sonstige Zeitzeugen, irgendwie/irgendwo und anderswo, mehrfach -höflich ausgedrückt- übern Tisch gezogen wurden, ihre Aussagen -ebenfalls diplomatisch ausgedrückt- "nachbearbeitet" und für Presseveröffentlichungen "aufbereitet" wurden, so glaube ich kaum das einer bereit sein wird sich dazu zu äussern, sofern Kenntnis besteht.

Ich würde jedenfalls keinem etwas anvertrauen, ohne die absolute Kontrolle auf die Veröffentlichung zu haben.
Aus Schaden wird man klug, oder sollte es werden.

Tut mir leid für den Journalisten, die Heuschrecken waren halt schon da und haben ihre Schäden hinterlassen, wie nach der Wende, die kamen zuerst und waren gründlich.


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19.10.2013 19:46
avatar  ( gelöscht )
#13
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( gelöscht )

Hallo,
das war ein Ausbruch aus U-Haft. Was hätten die denn zu erwarten gehabt wenn allenfalls Zugreise nach Berlin, ein Stadtplan und
"mitgeführte Leiter" ( Beispiel ) inkl. Geständniss der Idee im Verhör zusammengekommen wäre. Ein 20-jähriger, nicht Geheimnisträger,
sonst nicht vorbestraft. Nach welcher Zeit wäre das Urteil zu erwarten gewesen, OHNE den Ausbruchsversuch?
Wie waren denn wohl die Haftbedingungen bis zu dem Tag der Geiselnahme!

Nebenfrage, wie gut war die Diziplin des Wachpersonales, genügend straff geführt daß dort im U-Haft-Vollzug es keine Eigenmächtigkeiten
und Regelverstöße wie "Bimbo-Pisacken" gab oder war das eine Zone invidueller Willkür?


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20.10.2013 13:40
avatar  ABV
#14
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ABV

Andre Baganz, der geistige Urheber des Gefängnisausbruches, war absolut kein unbeschriebenes Blatt bei der Volkspolizei im damaligen Kreis Eisenhüttenstadt. Auffällig geworden ist er hauptsächlich wegen Körperverletzungen. Dabei ist die von Baganz aufgestellte Version, er hätte sich lediglich gegen rassistische Anfeindungen gewehrt, meiner Meinung nach durchaus nicht unglaubwürdig. Rassismus gab es auch in der DDR!
Bereits vor seiner U-Haft in Frankfurt (Oder), hatte Baganz im " Jugendhaus Wriezen" eine Gefängnisstrafe verbüßt. Wenn mich nicht alles täuscht, ebenfalls wegen eines versuchten " illegalen Grenzübertritts". Baganz musste also sehr wohl mit einer höheren Gefängnisstrafe rechnen.
Die Umstände des Gefängnisausbruches werfen insgesamt kein gutes Licht auf die Verhältnisse in der Untersuchungshaftanstalt Frankfurt (Oder). Wie es scheint, hat sich mittlerweile gefährliche Routine in den Dienstalltag eingeschlichen. Was sich bitter rächen sollte.
Der Ausbruch erfolgte an einem Sonntagvormittag. Nicht zufällig! Die Ausbrecher wussten genau, dass sich an Sonntagen lediglich eine Minimalbesetzung an Personal im Gefängnis befindet. Besonder Beachtung verdient dabei das Verhalten des Turmpostens. Nachdem die Wärter innerhalb des Gebäudes überwältigt werden konnten, spazierten die Ausbrecher auf dem Innenhof umher. Den mit einer MPI bewaffneten Posten lockten sie mit der Aufforderung: " Komm mal runter" vom Turm. Nichts ahnend stieg der Posten hinab. Laut Schilderung soll er derart verdattert gewesen sein, dass ihm die Häftlinge mühelos die MPI abnehmen konnten.
Typisch für jene Zeit, war auch das Verhalten der Funkstreifenwagenbesatzung und des " Operativen Diensthabenden" im VPKA Frankfurt (Oder):
Als der von einem Wärter ausgelöste Alarm im VPKA auflief, wurde die Streifenwagenbesatzung mit dem Funkspruch: " Fahrt mal zur UHA in der Collegienstraße. Da ist irgend was los", zum Einsatzort geschickt. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass ausgelöste Alarmanlagen selten oder nie mit dem notwendigen Ernst behandelt wurden. Weil es sich zu 99,9 % aller Fälle, lediglich um Fehlauslösungen handelte. Nicht so in diesem Fall!
Die Polizisten fuhren nichts ahnend, ohne das notwendige taktische Verhalten an den Tag zu legen, direkt vor die UHA. Wo sie auf die Ausbrecher und deren Geisel trafen. Anschließend gab Baganz einen gezielten Schuss auf das sich zurückziehende Polizeifahrzeug ab. Das Geschoss durchschlug die Heckscheibe. Wie durch ein Wunder, kam dabei niemand zu Schaden.
Wie die Verhältnisse konkret in den Haftanstalten der DDR, speziell hinsichtlich rassistischer Vorfälle waren, entzieht sich meiner Kenntnis.
Eines dürfte jedoch sicher sein: Andre Baganz galt als Anführer. Allein durch seine physische Erscheinung und die immer wieder praktizierte "Schlagfertigkeit", dürfte er kaum unter Rassismus im Gefängnis gelitten haben.

Gruß an alle
Uwe


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20.10.2013 14:04
avatar  Lutze
#15
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zu meiner Zeit in der Untersuchungshaft-Anstalt Zwickau 1983
wäre ein Ausbruch nicht möglich gewesen,
wir haben die aktuellen Zeitungen gelesen,
und haben gehofft,das wir das Wort "Amnestie"lesen würden,
war leider nicht,
das Wort "Amnestie"machte oft die Runde in der U-Haft,
ich bin dadurch oft in anderen Zellen verlegt worden
Lutze


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