Vorstellung

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13.10.2013 17:17 (zuletzt bearbeitet: 13.10.2013 17:19)
#1
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Bin gelernter DDR-Bürger, habe bis August 1969 in Dresden gelebt,
dann nach langwierigen Vorbereitungen unter Missachtung der DDR-
Gesetze über Ungarn, Bulgarien, Jugoslawien, Österreich in die
Bundesrepublik geflüchtet, Fahndung, Verurteilung in Abwesenheit § 213,
1972 Amnestie, Haftbefehl aufgehoben, Fahndung endgültig eingestellt.
In den Folgejahren häufige Besuche in der DDR,
MfS ermittelt weiterhin um den genauen Fluchtweg zu erkunden und
schließt die Akte (Ende der 70er Jahre) weil keine hinreichenden
Erkenntnisse mehr zu erwarten sind.

Leider verfüge ich nicht über alle Möglichkeiten im Forum und kann mich deshalb nicht für Beiträge anderer bedanken, die mir gefallen.

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13.10.2013 17:20
avatar  Pit 59
#2
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Hallo Wolfgang

Herzlich Willkommen hier im Forum,und viel Spass beim Lesen und Schreiben. Mensch,das klingt aber alles sehr Interessant. Vieleicht kannst Du uns bei Gelegenheit näheres dazu schreiben.

Gruß Peter


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13.10.2013 17:28
avatar  Lutze
#3
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freue mich,das du hier im Forum bist,
kannst du,wenn du willst, mehr über
deine Flucht berichten,
meinerseits herzlich Willkommen,Lutze

wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren


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13.10.2013 17:29
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#4
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( gelöscht )

Willkommen, über welche Grenze bist Du in den Goldenen Westen? Von Bulgarien nach YU und dann nach A? Oder H nach A?


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13.10.2013 17:35
avatar  linamax
#5
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Zitat von Eisenacher im Beitrag #4
Willkommen, über welche Grenze bist Du in den Goldenen Westen? Von Bulgarien nach YU und dann nach A? Oder H nach A?

Hallo
Super , mal wieder einen Dresdner der es geschaft hat das Land wo Milch und Honig geflossen sind zu verlassen .


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13.10.2013 17:49
#6
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Von der DDR aus bin ich legal mit einer (gefälschten) privaten Einladung mit dem Flugzeug über Ungarn nach Bulgarien eingereist.
Von dort bin ich dann nachts in unmittelbarer Nähe des hell erleuchteten Straßengrenzübergang Kalotina,
neben den Gleisen der Eisenbahn auf jugoslawisches (serbisches) Staatsgebiet gewechselt.

Die "Grenzbefestigung" bestand lediglich aus gerollten Stacheldraht, den man locker überspringen konnte.
Die Grenze selbst war durch weiß gestrichene Holzknüppel markiert.

Von Jugoslawien dann weiter nach Österreich mit einen bundesdeutschen Reisepass.

Leider verfüge ich nicht über alle Möglichkeiten im Forum und kann mich deshalb nicht für Beiträge anderer bedanken, die mir gefallen.

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13.10.2013 17:52 (zuletzt bearbeitet: 13.10.2013 17:58)
#7
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Zitat
Hallo
Super , mal wieder einen Dresdner der es geschaft hat das Land wo Milch und Honig geflossen sind zu verlassen .


Zusammen mit meinem jüngsten Bruder, unter tatkräftiger Unterstützung des anderen, bereits im Westen lebenden Bruders.

Leider verfüge ich nicht über alle Möglichkeiten im Forum und kann mich deshalb nicht für Beiträge anderer bedanken, die mir gefallen.

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13.10.2013 18:05
avatar  ( gelöscht )
#8
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( gelöscht )

Die Unterstützung brauchte man um ungestört bis zur deutschen Botschaft in YU zu kommen?? Sehe ich das richtig? Jedenfalls hat in späteren Zeiten das Risiko bestanden, das die Greifer in Jugoslawien kurz vor dem Ziel noch zugeschlagen haben.


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13.10.2013 18:09
#9
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Auch von mir ein herzliches willkommen im Forum.
Lies Dich ein und hab Spaß.
Vielleicht kannst Du bei Gelegenheit mehr darüber berichten.

MfG Batrachos

Drosseln sind Vögel. Sie in Motorräder zu stecken ist Tierquälerei!!
Motorradfahren ist das schönste, was man angezogen machen kann.
45° ist das zu schräg-bist du zu schwach


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13.10.2013 19:17
#10
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Hallo und ein Herzliches Willkommen hier im Forum, lies und schreib` bitte, es hört sich sehr interessant an.

Wir alle warten auf Deine Berichte.....
also: Lass` se` raus de` Bolzen... !!!

Gruß vom hundemuchtel 88 0,5


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13.10.2013 21:06
#11
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Herzlich Willkommen Sperrbrecher.

Deine Flucht zeigt deutlich, dass gute Vorbereitung wichtig war und die Erfolgschanchen somit höher.
Nicht wenige scheinen nämlich auch etwas überstürzt geflüchtet zu sein, ein Bekannter von mir z.B., nach einer Feier im Suff, er hat es mit seinem Leben bezahlt.
Warum hast Du nicht den Weg über die Grenze DDR/BRD genommen?
Gehe ich richtig davon aus, dass Du wusstest was Dir dort passieren kann und wie die Sperranlagen etwa aussehn?
Das ist nämlich ein häufiges Streitthema, ob die breite DDR Bevölkerung Kenntnis hatte, was bei einer Flucht über die "normale" Grenze zu erwarten sei.

Dann viel Spass hier im Forum, bist ja nicht alleine hier, da sind noch mehr Flüchtlinge.

Verloren ist der Tag, an dem man nicht gelacht hat.


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13.10.2013 22:05
#12
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Zitat von LO-Wahnsinn im Beitrag #11

Deine Flucht zeigt deutlich, dass gute Vorbereitung wichtig war und die Erfolgschanchen somit höher.

Da stimme ich Dir zu, ich habe jahrelang geplant, verworfen, neu geplant und letztlich den besten Weg gefunden.
Für so etwas sollte man einen kühlen Kopf bewahren und keinesfalls spontan entscheiden.

Zitat
Nicht wenige scheinen nämlich auch etwas überstürzt geflüchtet zu sein, ein Bekannter von mir z.B.,
nach einer Feier im Suff, er hat es mit seinem Leben bezahlt.


Diese Auffassung teile ich, so etwas kann man nicht ad hoc angehen, denn solche Versuche sind wenig erfolgversprechend.
Auch ich habe das nie verstanden, wie man so etwas aus eine Laune oder plötzlichen Eingebung heraus unüberlegt
angehen kann. Das halte ich für hochgradig verantwortungslos.

Zitat
Warum hast Du nicht den Weg über die Grenze DDR/BRD genommen?


Weil mir das zu risikoreich erschienen ist.
Bulgarien grenzte schließlich an das "fast" Bruderland Jugoslawien, das erschien mir weit weniger gefährlich,
weil diese Grenze nicht so befestigt war, wie die zu den westlichen (NATO-)Staaten (DDR-BRD, Bulgarien-Türkei).
Letztlich hatte ich recht, genau so war es auch.

Zitat
Gehe ich richtig davon aus, dass Du wusstest was Dir dort passieren kann und wie die Sperranlagen etwa aussehn?


Dank meines, bereits im Westen lebenden Bruders, der sich die Grenze Jugoslawien/Bulgarien genau angesehen hatte,
war ich recht gut informiert. Bestellte Felder direkt bis zur Grenze, demnach konnten da auch keine Minen liegen und die
"Grenzbefestigung" selbst war nur gerollter Stacheldraht. Soviel ich wusste konnten auch die Bürger beider Staaten mit
entsprechenden Genehmigungen relativ problemlos diese Grenze passieren, weshalb sollte man da große Sicherungen
installieren, wie es an den nahezu undurchdringlichen Grenzen zum "Klassenfeind" üblich war.

Zitat
Das ist nämlich ein häufiges Streitthema, ob die breite DDR Bevölkerung Kenntnis hatte, was bei einer Flucht über
die "normale" Grenze zu erwarten sei.


Ich glaube schon, dass das bekannt war. Wer sich für dieses Thema interessierte, der hat sich informiert.
Jedenfalls ich war mir dessen immer bewusst.

Leider verfüge ich nicht über alle Möglichkeiten im Forum und kann mich deshalb nicht für Beiträge anderer bedanken, die mir gefallen.

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13.10.2013 22:11
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#13
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Gab es auf der BRD Botschaft in Jugoslawien Probleme mit der Ausstellung des BRD Reisepasses? Welche Daten und welches Ausstellungsdatum wurde da eingetragen?


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13.10.2013 22:25 (zuletzt bearbeitet: 13.10.2013 22:28)
#14
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Zitat von Eisenacher im Beitrag #13
Gab es auf der BRD Botschaft in Jugoslawien Probleme mit der Ausstellung des BRD Reisepasses?


Kurz gesagt: NEIN, selbstverständlich mein richtiger Name, meinen DDR-Pass hatte ich doch dabei.
Gute Vorbereitung ist gewissermaßen die "halbe Miete".

Als überzeugter Sachse handle ich immer (zumindest bei einem solchen gewichtigen Vorhaben) nach unseren
Wappenspruch „Providentiae memor“ („der Vorsehung eingedenk“). Da kann es nicht schaden, wenn man alles
doppelt und dreifach be- und überdenkt, dann kann man unangenehme Überraschungen, zwar nicht völlig
ausschließen, aber doch wesentlich vermindern.

Leider verfüge ich nicht über alle Möglichkeiten im Forum und kann mich deshalb nicht für Beiträge anderer bedanken, die mir gefallen.

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13.10.2013 22:27
#15
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Herzlich willkommen hier, auch wenn sich hier sich hier viele, vielleicht sogar die meisten hier, tummeln, die Dein Vorhaben eigentlich zu vereiteln hatten. Nichtsdestotrotz, es war einmal, und wir können das alles ziemlich gelassen sehen. Du wirst mit Sicherheit eine Bereicherung unseres Mitgliederbestandes sein, denn Du hast einen nicht alltäglichen Lebensweg hinter Dir.


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