DDR-Fahrzeuge in Westberlin

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08.10.2013 01:24von ( gelöscht )
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DDR-Fahrzeuge in Westberlin

Hallo in die Runde,
mich würde einmal interessieren, ob denn öfters Fahrzeuge aus der DDR (Trabant, Wartburg. etc.) im Straßenbild von Westberlin anzutreffen waren oder sind es doch eher Exoten gewesen? Waren solche Fahrzeuge auf einem Parkplatz abgestellt, für die Leute interessant und man riskierte einen Blick darauf?

LKWs und Busse aus östlicher Produktion muss es ja auch in der City West gegeben haben. Wie war es damit?

Wie war das an den Grenzübergangsstellen, wenn sich dort ein Trabant, Wartburg, etc. näherte? Gab es da schon so etwas wie einen Voralarm?

Was brauchte man an extra Papieren um mit einem PKW aus der DDR nach Westberlin oder auch in die BRD einzureisen und gab es Probleme mit dem üblichen "DDR" Schild, zusätzlich zum Kennzeichen? Es wird ja immer wieder behauptet, dass man die DDR nie anerkannt hat. Oder hat man das auf diesem Gebiete doch getan?

Hätte man eventuell DDR-Fahrzeuge wegen Smog-Alarm in Westberlin die Weiterfahrt untersagen können?

Kann schon sein, dass ich hier mit meinen Fragen falsch bin, leider habe ich dazu kein passendes Thema gefunden.

Gruß von Reiner

08.10.2013 08:49von ( gelöscht )
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Hallo Reiner,
ich kann dir hier nur sagen, welche Kfz wir in Drewitz abgefertigt haben. Es begann beim Duo 4 ,Trabant,Wartburg, Polski Fiat 125,126 ,Polonez,
Barkas usw. bis zu Volvo,VW Golf. T3, und Citrön und natürlich Lackys Saab. Also alle Kfz aus Östlicher Produktion fuhren nach West Berlin.
Beim annähern von solchen PKW wurde kein Voralarm ausgelöst. Bei durchfahren der Vorkontrolle ohne Halt, wurde Güstalarm ausgelöst.
Da die Güst in kürzester Zeit geschlossen werden konnte und der Weg zum Jumbo ca 1,5 Kilometer betrug, war ein Voralarm nicht vorgesehen.
Wegen dem DDR Schild kann ich dir garnicht sagen.Also wir als PKE haben nicht mal geprüft ob eines vorhanden war. Ich glaube sogar,daß die Volvos vom Interhotel Metropol Kfz-Kennzeichen IHM .-.. keine DDR Zeichen hatten.
mfg Jan

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08.10.2013 16:28von ( gelöscht )
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Ein Kollege von mir, der nach einem Unfall schwerbeschädigt war, konnte als weiter arbeitender Frührentner nach Westberlin. Auf Grund seiner Behinderung fuhr er mit seinem Wartburg nach Westberlin.

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08.10.2013 16:37von 94
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Drewitz-Dreilinden war doch Autobahn, und dann ein Duo 4?

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08.10.2013 16:49von ( gelöscht )
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Duo 4 Höchstgeschwindigkeit (km/h) 50
Also Autobahngeeignet
http://www.ddrmoped.de/typ/simson/duo/technische_daten

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08.10.2013 17:46von 94
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Schon klar, dieseits der Mauer. Aber jenseits der Mauer galt ja nicht die Verordnung über das Verhalten im Straßenverkehr, sondern die Straßenverkehrs-Ordnung! Und in dieser ist die bauartbedingte Mindestgeschwindigkeit eines Fahrzeuges zur Teilnahme am Verkehr auf mehrspurigen Schnellstraßen nunemal 60.
Übrigens, auf dem Gebiet der mit StVO abgekürtzen Gesetzestexte wurde die deutschen Einheit 'bereits' am 1. Juli 1992 vollzogen.

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08.10.2013 19:48von Unner Gräzer
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Mein Vater durfte 1988 mit Anfang 50 mit seinem Lada für 10 Tage in die Oberpfalz fahren. Der Grund war, dass der Bruder meiner Oma (somit sein Onkel) verstorben war. Er durfte meine sehr stark gehbehinderte und herzkranke Oma zur Beerdigung begleiten. Das Ausreisen zu familieären Anlässen war zu dieser Zeit aber schon merklich einfacher. So kam ich auch zu meinem ersten Walkman, das war ein Fest !

08.10.2013 19:51von ( gelöscht )
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Ich wohnte man ne Zeit lang am Stuttgarter Platz in Berlin-Charlottenburg. Fußgängerzone mit vielen Kaufhäusern, insbesondere Karstadt. Da sah man viele DDR-Firmen oder vielleicht sogar "die Firma" einkaufen. Merkwürdige jüngere Ostler mit modischen Ost-Haarschnitten. Die hatten immer so ne aufgeplusterte Stelle an der Stirn und die ganze Frisur sah so ein wenig aus, wie nach vorne verrutscht. War aber der "Look" nach dieser Mode. Sah man im Westen sonst nicht. Nur mal als Idee in welche Richtung ich meine (natürlich kürzer und normaler)
http://www.juergen-karney.de/ke/80er

Im Tiefgeschoss bei den Lebensmitteln kauften diese Leute immer besonders viele Käsesorten und Gewürze und Gewürzsoßen ein, weniger Wurst und Fleisch. Ganz komische Mischungen. Ich stand immer in der Schlange an den Kassen mit denen. Nach der Wende kam raus, dass es wirklich einen großen Kurierdienst in der Waldsiedlung gab, dessen Stasi-Kuriere genau in die Wilmersdorfer Straße mit Einkaufszetteln aus Wandlitz bei mir zum Einkaufen gingen. Lief wohl nach Nummern, die wussten nicht, wer genau es kriegt. Sogar Honeckers haben ihren Goldschmuck teilweise bei einem Juwelier in der Wilmersdorfer Str. gekauft.

Diese Leute oben kamen anscheinend mit der direkten S-Bahn aus Friedrichstr. Regelmäßig stand da aber auch ein -im Westen ultraseltener- Wolga-Kombi vom "Defa Studio für Spielfilme" bei mir an der Ecke. Am KaDeWe fuhr öfter ein neuer, weißer Mercedes-Kühlwagen mit Ost-Berliner Nummer vor, direkt in die Lkw-Einfahrt. Den habe ich auch öfter gesehen.

Die Mitarbeiter der DDR-Besucherbüros (Passierscheinstellen) hatten immer einheitlich neue, graue Barkasse. Die fuhren immer im kleinen Konvoi mit ihren Aktenkisten von und zu den Einsätzen. Und Deutrans sah man auch viel, wie Sowtransauto immer gerne in der Nähe von Militäranlagen. Immer mit Beifahrer.

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08.10.2013 20:50von ( gelöscht )
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Klar, und der LKW hatte als Ladung ausschliesslich hochauflösende Kameras und Mikrophone, statt Gled zu verdienen. Ausserdem hatten sie für die Flucht sicher einen 6000 PS Motor.


P.S. Ich hatte so zwischen 1998 und 2000 öfters in der Nähe von Bad Aibling geschlafen in der Schlafkabine meines Autotransporters. Ob ich nun auch ein Spion bin?

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08.10.2013 21:00von ( gelöscht )
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Keine Ahnung was das jetzt soll, aber es war wirklich auffallend mit diesen offiziösen Ost-Trucks. Völlig "unschuldig" waren sie jedenfalls nicht immer.

http://www.manfred-bischoff.de/ha_iii.htm#HA%20III
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13682988.html
Und hier aus dem Forum: Aufklärung im Westen durch Deutrans-Lkws (lies z.B. mal #17)

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08.10.2013 21:18von ( gelöscht )
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Wenn ich mal Dienst hatte an der neuen Autobahn Drewitz-Dreilinden kamen höchst selten DDR- PKW, die DDR LKW erkannte man schon von weitem .

Im Gegensatz zum Film Weißensee.in dem nur erstklassig gepflegte LKW und PKW zu sehen sind, sah die Realität anders aus.

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08.10.2013 22:31von ( gelöscht )
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Ich glaube, zur Aufklärung fuhren nur W-Kuckzig.
Jetzt fehlt nur noch, das die DDR-Handelsschiffe immer in Militärhäfen lagen und das Interflug Luftbilder im Westen machte....

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08.10.2013 23:50von ( gelöscht )
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Na ja, ist ja schon interessant. Aber wie war das mit dem DDR-Schild, wenn es am Auto angebracht war. Hat das wirklich keinen interessiert?

Und wie war das mit Motorrädern? Ich könnte mir vorstellen, dass man in den 60iger Jahren noch eine MZ bewundert hat, jedenfalls war mein Vater 1962 mit seiner MZ in Prag und es bildete sich immer eine interessierte Gruppe um das Krad.

Ja, ja die Genossen der Waldsiedlung, sie haben doch gern einmal einen Schokoriegel aus der NSW genossen. Die haben sicher nur die Produkte West mit den Produkten Ost verglichen. Der Minister für Handel und Versorgung hat uns ja auch mehr als einmal erklärt, dass DDR Produkte oftmals viel besser schmecken.
Heute muss ich ihm teilweise da noch nachträglich zustimmen.

Aber einiges aus dem Osten hat ja nun auch der Westen übernommen. Auf vielen Cola-Flaschen und Dosen steht nun "Eiskalt Genossen".

Gruß Reiner

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09.10.2013 10:11von seaman
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Zitat von EMW im Beitrag #12
Ich glaube, zur Aufklärung fuhren nur W-Kuckzig.
Jetzt fehlt nur noch, das die DDR-Handelsschiffe immer in Militärhäfen lagen und das Interflug Luftbilder im Westen machte....


Nee,
so war das wohl nicht.
Ansonsten einfach User Gerd fragen.
seaman

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09.10.2013 10:59von eisenringtheo
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Zitat von der glatte im Beitrag #13

Aber einiges aus dem Osten hat ja nun auch der Westen übernommen. Auf vielen Cola-Flaschen und Dosen steht nun "Eiskalt Genossen".

Gruß Reiner


Offtopic: Cola Light und Cola Zero sind noch schlechter als die DDR Club Cola!!!! So weit haben wir es im Kapitalismus gebracht.

Theo

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